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Thema: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

  1. #1

    Standard täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Hallo Zusammen,

    bei mir wurde der Hashimoto 2010 erkannt und seitdem auch regelmäßig durch Blutwerte und Sonos und mehrere Ärzte bestätigt. Zusätzlich habe ich mal mehr und mal weniger ausgeprägte PMS. Ich nehme regelmässig l-thyroxin (aktuell 125) und meine Blutwerte sind soweit in Ordnung.

    Nun ist es aber so, dass ich regelmäßig "Flautenzeiten" habe, d.h. ich fühle mich total fertig und erschöpft. Ich bin müde und völlig erschöpft (könnte auf der Stelle einschlafen). An anderen Tagen massive Unverträglichkeiten gegen Lactose und Histamin und sonstige Nahrungsmittel. An wieder anderen Tagen passt alles einwandfrei.An manchen Tage gehe ich schlotternd ins Bett und/oder schwitze mich nachts wach und kämpfe mit Durchschlafstörungen.
    Auch stimmungstechnisch gehe ich 90 % gut durchs Leben, aber an den restlichen Tagen strotze ich vor Ungeduld und innerlichen Aggression.
    Für mich fühlt sich das an, als würde ich nicht phasenweise sondern täglich zwischen Über- & Unterfunktion springen, obwohl es ja eigentlich heißt, dass es normalerweise längere Phasen sind .

    Nun war ich vor kurzem diesbezüglich beim Arzt. Blutwerte sind gut, Sono sagt, dass meine Schilddrüse nur noch ganz wenig durchblutet ist, das es aber keine Knoten und Systen gibt und das der Arzt nicht mehr davon ausgeht, dass sich die Schilddrüse jemals wieder rehabilitiert. Er bestätigt mir, dass es aufgrund der hohen Schädigung der Schilddrüse durchaus sein kann, dass ich massive Schwankungen zwischen Über- & Unterfunktion habe (auch tägliche).
    Aus seiner Sicht ist dies Status Quo. Das einzige was ich aus seiner Sicht tun kann, ist darauf zu achten, dass ich mein l-thyroxin pünktlich und sachgerecht nehme.

    Überall im Netz kann man lesen, dass man den Hashimoto durch die Ernährung und Bewegung beeinflussen kann. Auch habe ich gelesen, dass die gemeinsame Einnahme von l-thyroxin und der Pille (was ich anfangs nicht wusste und seitdem auch mache) das l-thyroxin drosselt.
    Welche Fragen mir aber sowohl der Arzt als auch das Netz bisher nicht beantworten konnte, sind:

    A) wenn meine Schilddrüse so schwer zerstört ist, dass sie selbst so gut wie keine Hormone mehr produziert, beeinflusst dann mein Essen/Bewegung überhaupt irgendetwas?

    B) Oder ist in diesem Fall vielleicht dann genau anders herum, dass das Essen/Bewegung genau der Auslöser für diese massiven Schwankungen ist? Also wenn ich nichts problematisches esse, durch das l-thyroxin alles im Gleichgewicht ist und wenn ich was hormonförderndes esse in die Überfunktion rutsche?

    C) ich nehme eine 21 Tage Pille. D.h. ich drossele ja nur an 21 Tagen meine L-thyroxin Aufnahme. In den 7 Tagen Pause hämmere ich mir die volle Dosis rein. Müsste ich da dann zeitversetzt nicht immer irgendwie in der Überfunktion sein?
    Ich hatte schon mal eine Hormonspirale, die ich nach massiven PMS-Attacken auf Anraten des Endokrinologen entfernt habe. Seitdem ist die PMS nicht mehr so stark.

    Ich habe schon versucht mit einem Essen-Fitness-Tagebuch heraus zubekommen, wann und wodurch die "Flauten" auftreten könnten, aber es ist ein völlig undurchsichtiges Muster. Habe auch in diesen Flauten Blutdruck und Blutzucker gemessen. Aber das kann laut den Werten auch keine Ursache sein.

    Wäre echt toll, wenn ihr mit euren zahlreichen persönlichen Erfahrungen Antworten geben könntet. Auch über jeden Tipp oder Idee wäre ich dankbar.

    DANKE

  2. #2

    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Hast du denn Werte, die man dann vergleichen könnte? Also zwischen "alles gut" und "alles schrecklich"

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Süd-NDS war mal :-)
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    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Das ist jetzt etwas schwierig.
    Zunächst einmal geht es niemandem immer gleich gut.
    Und nun zu Deinen Fragen:
    A) wenn meine Schilddrüse so schwer zerstört ist, dass sie selbst so gut wie keine Hormone mehr produziert, beeinflusst dann mein Essen/Bewegung überhaupt irgendetwas?
    Das Essen beeinflußt gar nichts an der SD, außer wenn Du massiv viel Jod zu Dir nimmst.
    B) Oder ist in diesem Fall vielleicht dann genau anders herum, dass das Essen/Bewegung genau der Auslöser für diese massiven Schwankungen ist? Also wenn ich nichts problematisches esse, durch das l- thyroxin alles im Gleichgewicht ist und wenn ich was hormonförderndes esse in die Überfunktion rutsche?
    Es kann natürlich sein, dass Dein Befinden mit dem schwankt was Du ißt, das liegt dann aber nicht an der SD, bzw. ÜF oder UF, sondern möglicherweise an Unverträglichkeiten.
    Ich z.B. bin am nächsten extrem müde und unlustig wenn ich am Tag vorher viel Süßkram gegessen habe.
    C) ich nehme eine 21 Tage Pille. D.h. ich drossele ja nur an 21 Tagen meine L- thyroxin Aufnahme. In den 7 Tagen Pause hämmere ich mir die volle Dosis rein. Müsste ich da dann zeitversetzt nicht immer irgendwie in der Überfunktion sein?
    Ich hatte schon mal eine Hormonspirale, die ich nach massiven PMS-Attacken auf Anraten des Endokrinologen entfernt habe. Seitdem ist die PMS nicht mehr so stark.
    Du nimmst die Pille und LT zusammen ein? Das ist nicht gut, da beide Hormone die gleichen Bindungsproteine besetzen.
    Ansonsten benötigt man zwar bei der hormonellen Verhütung u.U. etwas mehr LT, aber tägliche Schwankungen sollten da auch nicht auftreten.

  4. #4

    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Vielen Dank für eure schnellen Antworten. :-)

    Nein, leider habe ich keine Vergleichswerte. Meine Blutwerte sind seit über einem Jahr laut Aussage des Hausarztes nahezu immer "perfekt". Deswegen sieht er auch keine Veranlassung etwas zu ändern oder näher zu untersuchen.
    Das Problem sind ja eben auch diese massiven Schwankungen, die sich laut Arzt auch nicht im Blut widerspiegeln können. :-(

    Ja, ich nehme L-Thyroxin und die Pille zusammen. Anfangs wusste ich nicht, dass das ein Problem ist. Als ich es erfahren habe, habe ich sowohl Hausarzt als auch Frauenarzt unabhängig voneinander befragt. Beide waren sich einig, dass ich bei der gemeinsamen Einnahme bleiben soll. Mein Körper wäre das nun gewöhnt und mein L-thyroxin ja auch darauf eingestellt und da alle Werte gut sind, alles kein Problem. :-)

    Unverträglichkeiten habe ich schon einige abgecheckt. Problem ist halt, dass es immer schwankt. Ich war lange Zeit überzeugt lactoseintolerant zu sein und habe meine Ernährung darauf eingestellt. Nun kam durch Zufall raus, dass ich Lactose aktuell sehr gut vertrage.
    Gleiche Phase hatte ich schon mal mit Histamin...
    Geändert von Sonnenblume2020 (25.09.19 um 18:21 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Hallo Sonnenblume, willkommen im Forum

    Ich hatte immer mit großen Schwankungen zu kämpfen. Neben Hashimoto habe ich auch autoimmunen Diabetes und Zöliakie mit auch Milchunverträglichkeit.

    Wegen Diabetes und Hashimoto muss ich sowohl Insulin (keine eigene Produktion mehr) als auch Thyroxin von außen einstellen. Sie beeinflussen sich gegenseitig, sichtbar an der Insulinresistenz. Also wenn ich mehr Insulin brauche, dann brauche ich auch mehr Schilddrüsenhormon und umgekehrt. Immer wieder mal habe ich Phasen, in denen ich plötzlich nur noch halb so viel Insulin brauche wie sonst, oder auch mal mehr als sonst, und das merke ich auch an der Schilddrüse. Und das kann bei mir auch sehr schnell gehen.

    Das Essen, das man isst, ist ein Faktor dabei, wie insulinresistent man sein kann. Also es gibt Essen, dass da nicht negativ wirkt, und solches, das insulinresistenter macht. Ebenso hat Bewegung einen sehr starken Einfluss.

    Das ist jetzt bei mir so. Ob bei Dir auch, keine Ahnung, aber ich wollte schreiben, wie es sein kann, dass Essen und Bewegung sich auswirkt auf die Schilddrüse.

    Viele Grüße,
    Samia

  6. #6
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    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Zu den Vorredenern muss ich noch anmerken:

    • Du hast keine Werte? Vertrauen ist gut, Kontrolle wichtig. Lass dir deine Werte aushändigen, du hast einen Anspruch drauf und nicht immer ist das was ein Arzt für gut befindent tatsächlich auch gut für dich.
    • Es gibt auch goitrogene Lebensmittel und Medikamente. Jod kennst du ja schon, es gibt noch Kohl, Soja, etc. und bei den Medikamenten haben wir hier einen eigenen Thread zum Thema "Einfluss von Medikamenten..."

  7. #7

    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Zu den Vorredenern muss ich noch anmerken:

    • Du hast keine Werte? Vertrauen ist gut, Kontrolle wichtig. Lass dir deine Werte aushändigen, du hast einen Anspruch drauf und nicht immer ist das was ein Arzt für gut befindent tatsächlich auch gut für dich.

      Doch ich habe alle Werte und auch alle Komplettübersichten seit 2010. Ich kriege jedes Mal auf Wunsch die Übersicht und alle Unterwerte gesagt. Die Werte sind wirklich alle gut. Ich habe auch noch zwei externe Ärzte drüber schauen lassen und auch die sagen, dass die Werte gut sind.
      Bei meiner Frage geht es nicht darum, diese Werte in Frage zu stellen. Nur sind diese Werte ja auch immer Momentaufnahmen an einem Tag alle 3 Monate früh morgens...
    • Es gibt auch goitrogene Lebensmittel und Medikamente. Jod kennst du ja schon, es gibt noch Kohl, Soja, etc. und bei den Medikamenten haben wir hier einen eigenen Thread zum Thema "Einfluss von Medikamenten..."
    Das schaue ich mir direkt an...Vielen DANK!
    Vielleicht finde ich da noch was, was ich noch nicht ausführlich getestet habe...Kohl und Soja sind schon getestet :-)

    DANKE EUCH

  8. #8

    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Naja du könntest schon an Tagen, an denen es dir schlecht geht (sind das manchmal auch mehrere in Folge) Blut abnehmen gehen.
    Ich hatte schon bedingt durch das Training teilweise so extreme Schwankungen, dass ich 1. Symptome hatte, aber auch 2. das in den Blutwerten eindeutig sehen konnte.

  9. #9
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    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Zitat Zitat von Dragophine Beitrag anzeigen
    Naja du könntest schon an Tagen, an denen es dir schlecht geht (sind das manchmal auch mehrere in Folge) Blut abnehmen gehen.
    Ich hatte schon bedingt durch das Training teilweise so extreme Schwankungen, dass ich 1. Symptome hatte, aber auch 2. das in den Blutwerten eindeutig sehen konnte.
    Simmt, kenne ich ja von mir auch. Es gibt Tage da verbrenne ich 4000 kcal und dann wieder Tage wo ich nur 2000 kcal verbrauche. Das wirkt sich auch auf die SD-Werte aus.

  10. #10
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    Standard AW: täglicher Wechsel zwischen Über- & Unterfunktion ?

    Zitat Zitat von roxanne Beitrag anzeigen
    Das ist jetzt etwas schwierig.
    Zunächst einmal geht es niemandem immer gleich gut.
    Und nun zu Deinen Fragen:

    Das Essen beeinflußt gar nichts an der SD, außer wenn Du massiv viel Jod zu Dir nimmst.
    So wie ich Sonnenblume2020 verstanden habe, ist wohl nicht mehr viel von der SD vorhanden bzw. kein gesundes Gewebe!? Dann würden doch nur die künstlichen SD Hormone zur Wirkung kommen. Mich würde interessieren welchen Einfluss Jod dann noch hat?
    Eventuell hilft es den Vitamin- und Mineralstoffhaushalt prüfen zu lassen, da mMn die künstlichen Hormone hier mehr benötigen.

    Zitat Zitat von roxanne Beitrag anzeigen
    Es kann natürlich sein, dass Dein Befinden mit dem schwankt was Du ißt, das liegt dann aber nicht an der SD, bzw. ÜF oder UF, sondern möglicherweise an Unverträglichkeiten.
    Ich z.B. bin am nächsten extrem müde und unlustig wenn ich am Tag vorher viel Süßkram gegessen habe.
    Meine Erfahrung, seit Einnahme von künstlichen SD-Hormonen reagiere ich wesentlich empfindlicher auf Histamine, vieles was ich vor Einnahme von LT essen/trinken konnte geht nicht mehr. Somit (könnte) also die LT Einnahme mehr Histamine im Körper selbst freisetzt, dazu die von außen durch Lebensmittel zugeführten. (Den Histamingehalt von Lebensmitteln zu messen ist ja äusserst schwierig, frisch zu bereitet hat wesentlich weniger Histamine als das selbe Essen aufgewärmt. Gleiches bei längerer Lagerung.) Es würde also nicht an der SD liegen, sondern an der Einnahme von den künstlichen SD-Hormonen.

    Mir stellt sich auch die Frage, wie es sein kann, das Menschen mit Einnahme von LT im Laufe der Zeit erst auf Gluten reagieren, dann eine Laktoseintoleranz und dann noch zusätzlich Fruktoseintoleranz entwickeln? Habt Ihr eine Erklärung?

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