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Thema: L-Thyroxin, ja oder nein?

  1. #1
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    Standard L-Thyroxin, ja oder nein?

    Hallo in die Runde,
    ich bin neu hier und vor 3 Jahren wurde bei mir, mittels einer Sonographie und durch leicht erhöhte TPO-AK, Hashimoto festgestellt. Bis dato nehme ich noch kein L-Thyroxin.
    Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich quasi einen Komplettzusammenbruch und wurde dann aufgrund meines Zustandes (u.a.stark erniedrigte Glucosewerte, massive Nährstoffmängel) ins Krankenhaus eingewiesen.
    Dort wurden verschiedene Tests gemacht( Hungertest, Sammelurin und ACTH-Test) und die Diagnose "latente Nebenniereninsuffizienz" und "v.A. auf Hashimoto" gestellt.
    Mittlerweile scheint meine Nebenniere wieder in Ordnung.
    Nun bestehen aber nach wie vor Symptome, die teilweise dauerhaft, teilweise phasenweise auftreten und die mein Leben sehr beeinträchtigen.
    Vieles könnte man auf die Psyche schieben, aber meiner Meinung nach längst nicht alle Symptome.

    Meine Blutwerte habe ich in den letzten Jahren, mangels gutem Hausarzt, in einem Labor kontrollieren lassen.
    Diese waren immer in der Norm und sahen in meinen Augen recht gut aus, insbesondere im Vergleich zu der Zeit meines Zusammenbruchs.
    Was ich nun aber bei meinen aktuellen Werten festgestellt habe, ist dass mein TSH- Wert irgendwie nicht zu den freien Werten passt.
    Das war in der Vergangenheit zwar auch schon so, aber mittlerweile ist es so, dass sowohl TSH-Wert als auch die freien Werte immer weiter sinken.
    Ich muss dazu sagen, dass mein TSH-Wert auch noch nie über 3,4 mU/l war, bzw. die freien Werte immer im Normbereich, so dass bisher kein Arzt Anlass für eine Medikation gesehen hat.

    Nun habe ich aber seit 2 Monaten wieder eine unangenehme Phase und habe mich daher bei einer neuen Hausärztin vorgestellt.
    Sie hat mir zwar letztendlich L-Thyroxin verschrieben, aber nur aufgrund der Schilderung meines Befindens und nach einem sehr langen Gespräch.
    Sie meinte, sie hätte vorher noch nie bei solchen Werten L-Thyroxin verschrieben
    und sie war sich insgesamt sehr unsicher, ob es nun das richtige für mich wäre.

    Meine aktuellen Symptome sind
    -Vergesslichkeit
    -Konzentrationsstörungen
    -Wortfindungsstörungen
    -labile Stimmung
    -Gewichtszunahme(bzw.momentan Unfähigkeit, Gewicht wieder abzunehmen, trotz Sport und gesunder Ernährung))
    -Muskelschmerzen
    -Verspannungen/Blockaden
    -schnelle Erschöpfung
    -PMS
    -Antriebslosigkeit
    -Angst
    -Heulanfälle morgens
    -brauche mindestens 2 Stunden, um morgens wach zu sein
    -fühle mich morgens wie 100 Jahre alt (alles tut weh)

    Es gibt noch viele andere Symptome, aber das sind die wichtigsten.

    Meine aktuellen Werte (ohne LT).
    TSH: 1,626 U/ml (0.35-4,94)
    ft4: 10,43pmol/l (9,01-19,0)
    ft3: 3,70pmol/l (2,61-5,68)

    Nun ist meine Frage, ob L-Thyroxin für mich derzeit hilfreich sein könnte? Hab bis jetzt noch nicht angefangen, es zu nehmen und ehrlich gesagt auch ein bissl Angst vor den Nebenwirkungen.

    Achso: Ich nehme täglich noch 5000IE Vitamin D (inclusive K2), Magnesium und Vitamin C ein.
    Nährstoffmängel hab ich derzeit nicht.

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

  2. #2
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Ich würde es probieren mit dem LT.

    Die ft-Werte des Labors sind etwas verschoben bei pmol/l kenne ich Referenzbereiche von 12-22 beim ft4, beim ft3 3,4-6,8.

    Entweder nochmal testen lassen in einem anderem Labor. Oder nochmal einen kompletten aktuellen SD-Status machen lassen mit Ultraschall, allen Antikörpern usw.. Aber da sieht man wohl auch das es trotz guten TSH in den anderen Werten Hinweise gibt. Weisst du aus den Befunden, wie großdie SD etwa ist?


    Bei mir waren die Werte auch noch in der Norm, bei meinen ersten Arztbesuchen in Sachen Schilddrüse. Aber umso mehr ich der Diagnose näher kam mit Werten, Ultraschall, Nährstoffen usw. kam Hashimoto bei raus. Nach Anfangsschwierigkeiten bei der Einstellung geht es nun deutlich besser.

  3. #3
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Zitat Zitat von Luzigrossmann Beitrag anzeigen
    Meine Blutwerte habe ich in den letzten Jahren, mangels gutem Hausarzt, in einem Labor kontrollieren lassen.
    Diese waren immer in der Norm und sahen in meinen Augen recht gut aus, insbesondere im Vergleich zu der Zeit meines Zusammenbruchs.
    Was ich nun aber bei meinen aktuellen Werten festgestellt habe, ist dass mein TSH- Wert irgendwie nicht zu den freien Werten passt.
    Das war in der Vergangenheit zwar auch schon so, aber mittlerweile ist es so, dass sowohl TSH-Wert als auch die freien Werte immer weiter sinken.
    Ich muss dazu sagen, dass mein TSH-Wert auch noch nie über 3,4 mU/l war, bzw. die freien Werte immer im Normbereich, so dass bisher kein Arzt Anlass für eine Medikation gesehen hat.

    Nun habe ich aber seit 2 Monaten wieder eine unangenehme Phase und habe mich daher bei einer neuen Hausärztin vorgestellt.
    Sie hat mir zwar letztendlich L-Thyroxin verschrieben, aber nur aufgrund der Schilderung meines Befindens und nach einem sehr langen Gespräch.
    Sie meinte, sie hätte vorher noch nie bei solchen Werten L-Thyroxin verschrieben
    und sie war sich insgesamt sehr unsicher, ob es nun das richtige für mich wäre.

    Meine aktuellen Symptome sind
    -Vergesslichkeit
    -Konzentrationsstörungen
    -Wortfindungsstörungen
    -labile Stimmung
    -Gewichtszunahme(bzw.momentan Unfähigkeit, Gewicht wieder abzunehmen, trotz Sport und gesunder Ernährung))
    -Muskelschmerzen
    -Verspannungen/Blockaden
    -schnelle Erschöpfung
    -PMS
    -Antriebslosigkeit
    -Angst
    -Heulanfälle morgens
    -brauche mindestens 2 Stunden, um morgens wach zu sein
    -fühle mich morgens wie 100 Jahre alt (alles tut weh)

    Es gibt noch viele andere Symptome, aber das sind die wichtigsten.

    Meine aktuellen Werte (ohne LT).
    TSH: 1,626 U/ml (0.35-4,94)
    ft4: 10,43pmol/l (9,01-19,0)
    ft3: 3,70pmol/l (2,61-5,68)

    Nun ist meine Frage, ob L-Thyroxin für mich derzeit hilfreich sein könnte? Hab bis jetzt noch nicht angefangen, es zu nehmen und ehrlich gesagt auch ein bissl Angst vor den Nebenwirkungen.
    Ich glaube nicht, dass Deine Symptome etwas mit der Schilddrüse zu tun haben, die werden ganz andere Ursachen haben. Mit freien Werten in der Norm kann man nicht derartige Probleme erklären.

    Was erfahrungsgemäß passieren wird, wenn nun LT nimmst ist, dass Deine freien Werte sich wahrschlich dauerhaft kaum verändern werden, nur der TSH wird runtergehen, aber das wird an Deinen Symptomen nichts ändern.

  4. #4
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Zitat Zitat von London Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht, dass Deine Symptome etwas mit der Schilddrüse zu tun haben, die werden ganz andere Ursachen haben. Mit freien Werten in der Norm kann man nicht derartige Probleme erklären.
    :o

    Die Hälfte dieser Symptome hatte ich exakt so in meiner Unterfunktion mit freien Werten in der Norm. Wann hat denn hier mal einer freie Werte unterhalb der Norm, während er kaum noch krauchen kann, das ist doch wirklich selten

    Zitat Zitat von London Beitrag anzeigen
    Was erfahrungsgemäß passieren wird, wenn nun LT nimmst ist, dass Deine freien Werte sich wahrschlich dauerhaft kaum verändern werden, nur der TSH wird runtergehen, aber das wird an Deinen Symptomen nichts ändern.
    ??

    fT4 sollte hochgehen und ein großer Teil der Symptome sich bessern.

    Bei TSH musst Du evt aufpassen, der scheint bei Dir nicht anzuzeigen. Dadurch könntest Du während der Einstellung öfter Probleme haben, wenn Ärzte nur nach dem TSH gehen. Du musst auf den fT4 schauen, und überlegen, was mit dem TSH los ist bei Dir, es gibt eine sehr lange Liste von möglichen Ursachen dafür. Und natürlich Vitamin D B12 usw nachsehen, keine Ahnung ob Du schon hast

  5. #5
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Ganz lieben Dank für die Antworten.
    Meine letzte Sonographie war vor einem Jahr. Zu diesem Zeitpunkt war der rechte Lappen 4,4cm3 und der linke 3,6cm3 groß, die Struktur ist geringfügig unregelmäßig, inclusive kleiner Zysten links.
    Und meine Schilddrüse ist wohl etwas kleiner geworden. 2016 bin ich mit 11 ml gestartet.

    Hab noch einige Dinge vergessen, die eventuell wichtig sein könnten.
    Ich bin 40 Jahre alt, weiblich, habe 3 Kinder und meine Symptome (Gewichtszunahme usw.) fingen vor 4einhalb Jahren nach dem Abstillen meiner Jüngsten an.

    Ja, bei den Nahrungsergänzungsmitteln bin ich wirklich hinterher, hatte ja vor 3 Jahren ganz miserable Werte (B12, Ferritin und Vitamin D total niedrig aus der Norm) .
    Aktuell ist Vitamin D bei 53ng/ml (30-100)
    Ferritin bei 37ng/ml (15-160)
    Vit.B12 bei 538pg/ml (187-883)

    Eisen müsste ich mal wieder ne Kur machen, aber der Wert geht bei mir eh immer sehr schlecht hoch. Vitamin D das gleiche Problem. Bin aber froh, mal solche Spiegel zu haben.
    Achso, welche Ursachen könnte es geben dass der TSH-Wert immer so "niedrig" ist bei mir? Liegt es eventuell am Rauchen? Ich rauche momentan leider ziemlich viel.

  6. #6
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Zitat Zitat von Samia Beitrag anzeigen
    Die Hälfte dieser Symptome hatte ich exakt so in meiner Unterfunktion mit freien Werten in der Norm. Wann hat denn hier mal einer freie Werte unterhalb der Norm, während er kaum noch krauchen kann, das ist doch wirklich selten .
    Sicherlich können auch einige der Symptome in einer UF vorkommen, was immer genau der Auslöser ist, lässt sich oft nur schwer beurteilen, aber hier ist keine UF vorhanden.

    Zitat Zitat von Samia Beitrag anzeigen
    ?? fT4 sollte hochgehen und ein großer Teil der Symptome sich bessern.
    Bei TSH musst Du evt aufpassen, der scheint bei Dir nicht anzuzeigen. Dadurch könntest Du während der Einstellung öfter Probleme haben, wenn Ärzte nur nach dem TSH gehen.
    Wie willst Du beurteilen, dass der TSH nicht richtig anzeigt, das ist mir wirklich nicht ganz klar. Der ft4 geht nicht einfach dauerhaft hoch, wenn man beispielsweise 50mcg LT nimmt, er bleibt oft wo er war, nur der TSH geht runter, das habe ich jetzt oft genug gesehen. Eine höhere Dosis als 50mcg bei Werten in der Norm, kann man ja wirklich nicht empfehlen.

    Natürlich kann man die Eigenproduktion der Schilddrüse außer Kraft setzen mit einer hohen Dosis LT, aber was sollte das für einen Sinn haben? Es könnte zu neuen, noch ganz anderen Symptomen kommen, damit ist dann wirklich nichts gewonnen.

  7. #7
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Zitat Zitat von Luzigrossmann Beitrag anzeigen
    .
    Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich quasi einen Komplettzusammenbruch und wurde dann aufgrund meines Zustandes (u.a.stark erniedrigte Glucosewerte, massive Nährstoffmängel) ins Krankenhaus eingewiesen.
    Dort wurden verschiedene Tests gemacht( Hungertest, Sammelurin und ACTH-Test) und die Diagnose "latente Nebenniereninsuffizienz" und "v.A. auf Hashimoto" gestellt.
    Mittlerweile scheint meine Nebenniere wieder in Ordnung.

    Was heisst denn "scheint in Ordnung"? Es wäre schon ungewöhnlich, das Nebenniereninsuffizienz verschwindet? Das würde ich auf jeden Fall zuerst nachgucken lassen.

  8. #8
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Das war in der Vergangenheit zwar auch schon so, aber mittlerweile ist es so, dass sowohl TSH-Wert als auch die freien Werte immer weiter sinken.
    Kannst du mal einen solchen früheren Wert reinstellen? Am besten wäre natürlich einer mit gleichem Referenzbereich und bei dem es dir eher gut ging - wenn du hast.

  9. #9
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Jetzt bin ich etwas verwirrt, weil die Meinungen ja scon ziemlich auseinandergehen. Von meinem logischen Verstand aus gesehen, würde ich ja mit der Aussage konform gehen, dass das freie T4 entscheidend ist.
    Soweit ich weiss, ist das TSH ja ein Hypophysenwert und die freien Werte zeigen an, wieviel Hormon die Schilddrüse zur Verfügung hat(?).
    Also sind die freien Werte doch viel wichtiger als das TSH, wenn es darum geht, ob LT Substituition oder nicht(?).
    Ich bin aber eben sehr verunsichert, da die Ärzte ja meist nur anhand des TSH-Wertes LT verschreiben und ich nicht irgendetwas einnehmen möchte, was ich nicht brauche.
    Habe auch große Angst, dass es nach hinten losgehen könnte, bzw. ich doofe neue Symptome durch das LT bekommen könnte.

    Und was die Nebenniere angeht: Da hab ich mich etwas falsch ausgedrückt, bin mir ziemlich sicher, dass die Nebenniere wieder besser ist, u.a. weil mein Blutzucker stabil ist.
    Laut den Ärzten im Krankenhaus hatte ich ja nur eine latente Nebenniereninsuffizienz (in außerschulmedizinischen Kreisen auch NN-Erschöpfung genannt).
    Im Sammelurin waren alle Werte normwertig (Cortisol,Aldosteron, Kalium, Natrium) und der Cortisolwert morgens war niedrig-normal, bei 8,7ug/dl, was ja nicht für einen Morbus Addison spricht.

    Nur der Anstieg des Cortisols beim ACTH- Test war nicht adäquat( von 8,7 auf 21,6 ug/dl) und vor allem das Tagesprofil war auffällig. Morgens niedrig normal und dann der Abfall um 17 Uhr auf unter 1ug/dl.
    Ich habe von den Ärzten Hydrocortison verschrieben bekommen, es aber nicht eingenommen, weil ich Angst hatte, eine sekundäre Insuffizienz zu bekommen.
    Ich hab mich dann intensiv informiert und mithilfe von Phytocortal N, Zuckerverzicht und kohlehydratarmer Ernährung, hochdosiertem Vitamin C, B12 und B-Komplex und Baldrian (als Einschlafhilfe) ging es mir ganz langsam besser.
    Die Symptome zum Zeitpunkt der NN-Schwäche waren auch komplett anders als die derzeitigen, damals ging gar nichts mehr.

  10. #10
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    Standard AW: L-Thyroxin, ja oder nein?

    Ja, hätte noch Werte von vor 2017.(Referenzwerte siehe oben)
    ft4 13,56pmol
    ft3 4,08 pmol
    TSH 2,203 mU/l

    und 2018:

    ft4 11.82 pmol
    ft3 3,89 pmol
    TSH 1,895 mU/l

    Die alten Werte vom anderen Labor hab ich nicht.

    aber der TSH-Wert war nie höher als 3,4 mU7l.

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