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Thema: niedriges TSH bei normalem/niedrigem ft4

  1. #31
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    Standard AW: niedriges TSH bei normalem/niedrigem ft4

    Hallo panna,

    Von den Prozenten solltest du dich sowieso verabschieden, die Werte sind immer von dem Referenzbereich abhängig, den das Labor nutzt. Im Labor X 50 % kann im Labor Y mit seltsamen Referenzbereichen auch mal 30 oder 80 ergeben, und was hat man dann davon? Nichts.
    Das verstehe ich nicht ganz. Wo du natürlich Recht hast: Eine Prozentangabe, ohne zu sagen, was 0% und 100% sind, macht nicht viel Sinn. 0% entspricht der Untergrenze des jeweiligen Labors, 100% der Obergrenze.
    Um Absolutwerte unterschiedlicher Labors miteinander vergleichen zu können, muss man transformieren. Spontan fallen mir zwei Möglichkeiten ein: 1) Man transformiert auf einen "Basisreferenzbereich", 2) man verwendet relative Zahlen wie Prozent oder Brüche. Wenn ich zwei Messungen unterschiedlicher Labore mit unterschiedlichen Referenzbereichen hier einstelle, führen die meisten gedanklich Option 2 durch (das behaupte ich mal) - dann kann man nämlich direkt vergleichen.

    Beispiel: Wert = 6, Referenzbereich = 0-10, relativ: 60%
    *************** Wert = 60, Referenzbereich = 0-100, relativ: 60%.

    Kann sein, dass ich einen Denkfehler habe, dann freue ich mich über Aufklärung! Und wie vergleiche ich dann Werte mit unterschiedlichen Referenzbereichen (Einheiten!) miteinander? In absoluten Zahlen geht das nicht.

    Ich habe mal geschaut, was ich noch da habe an Werten:*

    April 2015:
    TSH 0,73 mlU/l (0,25 - 4,00) 12,8%
    ft4 1,19 ng/dl (0,9 - 1,9) 29%
    ft3 3,01 ng/l (2,3 - 4,2) 37%

    Juli 2015:
    TSH 1,06 microU/ml (0,3 - 2,5) 35%
    ft4 19,2 pmol/l (12 - 22) 72%
    ft3 5,2 pmol/l (3,1 - 6,8) 57%

    Sept. 2016:
    TSH 1,01 mU/l (0,4 - 2,5) 29%
    ft4 16 pmol/l (12 - 23) 36%
    ft3 5,6 pmol/l (3,5 - 6,5) 70%

    Nov. 2016:
    TSH 0,31 mU/l (0,27 - 4,20) 1%
    ft4 13,53 ng/l (9,3 - 17,0) 53%
    ft3 3,71 ng/l (2,00 - 4,40) 71%

    April 2017
    TSH 0.31 mU/l (0.27 - 4.2) 1%

    Nov. 2017:
    TSH 0,93 mU/l (0,35 - 4,00) 16%

    21 Feb. 2018:
    TSH 1,28 mlU/l (0,27 - 4,2) 25,7%
    ft4 15,2 pmol/l (12,4 - 20,4) 35%
    ft3 4,76 pmol/l (3,66 - 6,72) 36%

    Ist ja doch mehr, als ich dachte! (Also sorry Amarillis.)

    Leider kann ich natürlich nicht mehr zuordnen, welche Dosen ich jeweils genommen habe. Ich glaube, ab 2015 nahm ich Thybon mit dazu. Ab 2016 war das Einnahmeschema jedenfalls 87,5 T4 und 2 x 2.5 T3, denke ich. Mein Eindruck war immer, das passt.

    Vor 2019 waren die SD-AK immer unauffällig. Im April war dann TPO-AK erhöht.

  2. #32
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    Standard AW: niedriges TSH bei normalem/niedrigem ft4

    Jetzt auf die Schnelle nur so viel:

    Wenn ich zwei Messungen unterschiedlicher Labore mit unterschiedlichen Referenzbereichen hier einstelle, führen die meisten gedanklich Option 2 durch (das behaupte ich mal) - dann kann man nämlich direkt vergleichen.

    Nein, man kann nicht direkt vergleichen bzw. man sollte es gar nicht versuchen, das musst du mir erstmal so glauben. Mit viel Erfahrung kann man erahnen, welche Bereiche wo total in die Irre führen, z.B. weil ihre Obergrenze verschoben ist, um diejenigen noch beheimaten zu können, die ihr LT morgens vor der BE einnehmen (und also die Einnahmespitze mitgemessen wird). Etwa 10-28 pmol oder 08-2,2 ng/dl. ''Aber auch abgesehen davon: Vergleiche sind irreführend.

    Ich guck mir später die Werte an. Aber ohne Dosis und ohne zu wissen, wie lange gehalten...

    ******* PS

    Schau dir mal die zwei Links an, die in diesem Beitrag stehen. Und das waren nicht etwa unterschiedliche Labors :-)

    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3620438

    Eigentlich reicht das aus, um einem den Glauben an die Vergleichbarkeit gründlich auszutreiben.
    Geändert von panna (06.09.19 um 10:44 Uhr)

  3. #33
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    Standard AW: niedriges TSH bei normalem/niedrigem ft4

    z.B. weil ihre Obergrenze verschoben ist, um diejenigen noch beheimaten zu können, die ihr LT morgens vor der BE einnehmen (und also die Einnahmespitze mitgemessen wird).
    Ahhh, dann kein mathematischer Denkfehler, sondern ein anderer. Ok, verstanden. Danke. Plus noch Sachen (s.u.), die erstmal nichts mit einem Denkfehler zu tun haben.

    das musst du mir erstmal so glauben.
    Das ist wirklich nicht persönlich gemeint, aber mein Leben hat mich gelehrt, nicht einfach zu glauben, sondern zu verstehen. Und das habe ich, denke ich, s. oben.

    Ich habe auch deinen Link angeschaut. Was ich daraus ziehe, ist eher, dass man SD-Laborwerten i.a. kritisch gegenüber stehen sollte? Wie findet man dann eine gute Dosis für sich?

    Aber ohne Dosis und ohne zu wissen, wie lange gehalten..
    Leider. Ich kann nur sagen: Mind. ab 2016 87,5 T4 und 2 x 2.5 T3.
    Ich kann natürlich auch nicht sagen, ob die Werte immer ohne Dosiseinnahme war, aber normalerweise soll man nüchtern kommen, und normalerweise halte ich mich daran.

    "Meine" gute Dosis hatte ich, meiner Meinung nach, dann war der TSH im April so niedrig, ein Arzt wünscht Dosis-Reduktion, und ich komme total durcheinander.

    Ich frage mich, ob der niedrige TSH vielleicht eher was mit den TPO-AK zu tun hat, die vor April nie erhöht waren.

    Danke übrigens, panna.

  4. #34
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    Standard AW: niedriges TSH bei normalem/niedrigem ft4

    Zitat Zitat von Desperado Beitrag anzeigen

    Ich frage mich, ob der niedrige TSH vielleicht eher was mit den TPO-AK zu tun hat, die vor April nie erhöht waren..
    Direkt mit den TPO-AK eher nicht. Wenn sie immer negativ waren und dann auf einmal positiv im Verbund mit einem supprimierten TSH, ist ein Entzündungsprozess (welcher Genese auch immer) davor denkbar, Entzündung bei Hashimoto bedeutet meist: etwas unkontrolliertes Lecken von Hormonen aus den kaputten Zellen, Hormonüberschuss, infolgedessen TSH runter - bloß, da müsste man auch ein wenigstens etwas erhöhtes fT4 sehen? und so etwas sehe ich nur bedingt bei dir im April, bloß, hier hindert uns wieder die grundsätzliche Unvergleichbarkeit der Labors, denn du hattest Sept. 2016 ein ähnlich aussehendes fT4 bei TSH=1, aber ... leider doch ein anderes Labor, und wenn auch ähnliche Referenzbereiche, bleibt die Aussagekraft grundsätzlich sehr schwach. Sogar die des TSH, denn das Labor Sept. 2016 setzt die TSH-Obergrenze auf 2,5 und ich tappe im Dunkeln, ob sie das Gerät auch anders einstellten oder nur die Referenzgrenze "manipulierten". Also der ansonsten, normalerweise, einzig standardisierte Wert, vom TSH, wackelt hier labormäßig auch etwas unzuverlässig.

    Nun aber etwas anderes, was eine viel simplere Erklärung bietet, weil du ja keine Symptome hattest: Dein "TSH-Sturz" erfolgte leider wieder in einem anderen Labor (oder mit neuer Methode im alten Labor?). Davor war das TSH auch nicht sonderlich kräftig unter Thybon, und in diesem Labor nun systematisch noch ein wenig tiefer. Denn ob 0,01 oder 0,1, das können wir auch noch unter Schwankung (tageszeitbedingt beim TSH, je früher der Tag, umso mehr noch Höchststand des TSH), oder einfach so messbedingt) ablegen. Was du jetzt machen könntest: In einem der früheren Labors Werte machen ...fällt das TSH dort höher aus, wüsstest du doch besser, woran du bist.

    Und dann könntest du beruhigter erstmal wieder auf zumindest 81 LT gehen, vielleicht schauen, ob das auch so passt. Denn dein T3 ist recht gut (deswegen dachte ich zuerst auch daran, vielleicht reichte auch 2,5 mcg, und vermehrt Hunger hast du ja auch - aber das ist dann deine Angelegenheit).

    PS
    Das mit dem *mir einfach glauben* bezog sich auf meine knappe Zeit beim Schreiben jener Zeilen, ich gehöre sonst zu denen, die gnadenlos belegen. Beweise im Forum für Laborkuriositäten gibt es zuhauf.

  5. #35
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    Standard AW: niedriges TSH bei normalem/niedrigem ft4

    Hallo panna,

    wieder danke an dich!

    Dein "TSH-Sturz" erfolgte leider wieder in einem anderen Labor (oder mit neuer Methode im alten Labor?).
    Ja, das war ein anderes Labor. (Es war damals auch gar nicht angedacht, die SD zu untersuchen...Wird sonst woanders gemacht.)

    Was du jetzt machen könntest: In einem der früheren Labors Werte machen ...fällt das TSH dort höher aus, wüsstest du doch besser, woran du bist.
    Das ist eine gute Idee, mach ich!

    und vermehrt Hunger hast du ja auch - aber das ist dann deine Angelegenheit).
    Aber erst seit ca. 1 Woche, und vor ca 10 Tagen habe ich T4 nochmal reduziert, weil der Arzt ja Panikmache macht (Tachykardien - die ich nicht habe, gerade im Gegenteil - und Osteoporose...) und ich mir sagte, ja my, probieren kann man ja mal...Und da bin ich mir grad nicht mehr so sicher.

    Das mit dem *mir einfach glauben* bezog sich auf meine knappe Zeit beim Schreiben jener Zeilen, ich gehöre sonst zu denen, die gnadenlos belegen.
    Ok, danke - ich kenne dich ja nicht gut.

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