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Thema: Überfunktion oder Nebenwirkung?

  1. #21
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Myrrdin Beitrag anzeigen
    Bei mir werden alle 3 Monate Werte gemacht und 1x jährlich US. Ich sehe es etwas differenzierter. Selber kann ich so erkennen, ob es ein einmaliger Ausraster z.B. beim TSH oder FT3 ist oder vielleicht doch etwas mehr Hormone raufgepackt werden sollten bzw. ich vielleicht ein wenig mehr für die Umwandlung FT4 in FT3 tun müsste.

    Befinden und Werte sind bei mir selten übereinstimmend. Zur BE kann es noch relativ gut sein, die Werte auch und 1 Woche später schaut es vollkommen anders aus. Insofern stimmt es, wenn panna sagt: das plötzliche kippen kann von heute auf morgen passieren . Das ist von etlichen Faktoren abhängig. Stress, Wetter, andere Erkrankungen, Sport usw. - auch wer jahrelang ohne Behandlung war, wird schneller und öfter mal einen Einbruch verzeichnen.

    Für mich persönlich ist es daher zumindest ein Anhalt, wenn ich weiss das auf Grund meiner Werte eine ÜD nicht stattfinden kann oder konnte. So variiere ich halt mit etwas weniger oder etwas mehr (geringfügig) oder stelle den Einnahmezeitpunkt einfach mal um. Irgendwo dazwischen ist vielfach der Knackpunkt.

    Letztlich muss ich selbst auf meinen Körper hören, was er braucht oder nicht braucht. Er liegt in meiner Verantwortung.
    Hat jetzt nicht direkt zu tun mit der Frage der Blutabnahmen, aber ich würde mich nicht zufriedengeben mit einem so labilen Zustand. Sicher variiert das Befinden bei jedem etwas, das tut es bei gesunden Leuten auch! Soweit muss man dann ja nichts machen an den Medis. Aber wenn es ständig so kippelt, das man eingreifen muss, dann würde ich die Diagnose überprüfen ehrlich gesagt. Egal ob lange ohne Behandlung gewesen, ein reiner Hashimoto sollte so einstellbar sein, das nur in Ausnahmefällen etwas passiert. Und ich habe auch Leute im Blick mit extrem hohen Antikörpern oder die so schlimm in Unterfunktion waren, das sie jahrelang im Bett lagen. Was mal ausnahmsweise kommen kann, ist sowas, wie Lily beschreibt, aber alle mir bekannten Hashikranken leben ohne so extreme Schwankungen, wie du die berichtest.

  2. #22
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Hat jetzt nicht direkt zu tun mit der Frage der Blutabnahmen, aber ich würde mich nicht zufriedengeben mit einem so labilen Zustand. Sicher variiert das Befinden bei jedem etwas, das tut es bei gesunden Leuten auch! Soweit muss man dann ja nichts machen an den Medis. Aber wenn es ständig so kippelt, das man eingreifen muss, dann würde ich die Diagnose überprüfen ehrlich gesagt. Egal ob lange ohne Behandlung gewesen, ein reiner Hashimoto sollte so einstellbar sein, das nur in Ausnahmefällen etwas passiert. Und ich habe auch Leute im Blick mit extrem hohen Antikörpern oder die so schlimm in Unterfunktion waren, das sie jahrelang im Bett lagen. Was mal ausnahmsweise kommen kann, ist sowas, wie Lily beschreibt, aber alle mir bekannten Hashikranken leben ohne so extreme Schwankungen, wie du die berichtest.
    Wenn Du genau gelesen hättest, habe ich nicht von extremen Schwankungen berichtet, sondern das das Befinden Schwankungen unterliegt. Und da Du immer sehr genau meine Kommentare liest, ist Dir auch bekannt, dass meine Diagnose sehr eindeutig ist und meine SD so gut wie nicht mehr vorhanden war bei Diagnosestellung. Allerdings war es nicht der ganz reine Hashimoto mit Struma, sondern mehr der Ord, der latent daher kommt. Meine freien Werte waren trotz Nichttätigkeit der SD ja immer noch im Rahmen. Ähnliches kenne ich durchaus auch von SD-losen, die auch von Schwankungen berichten. Nur weil viele sich leicht einstellen lassen, heisst es ja nicht das es bei allen so ist.

    Bitte interpretiere nicht immer in meinen Beiträgen etwas rein.

  3. #23
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Myrrdin, also erstmal weiß ich überhaupt nicht im Detail was über deine Diagnose. Zweitens war gemeint, das man natürlich mehr als nur Hashimoto haben kann. Drittens meinte ich Schwankungen, die Dosisänderungen erforderlich machen, so wie du es berichtest. Kleinigkeiten tun das ja nicht, wie jeder Gesunde auch nicht jeden Tag gleich fit ist.

    Und viertens, doch einstellen bei Hashimoto ist kein Riesenproblem. Das Problem dieser Krankheit ist nach wie vor die schwierige, fragliche und unbefriedigende Diagnostik. Aber wenn du jahrelang ständige Werte brauchst, um Dosisänderungen vornehmen zu können, läuft das nicht gut. Wenn du sogar die freien brauchst, weil der TSH unzuverlässig ist, würde ich auch über Hypophyse etc. nachdenken. Man liest im Forum ja manchmal von Leuten, die mit gar keiner Dosierung zurecht kommen. Da muss man dann eben davon ausgehen, es liegt nicht nur ein Hashimoto vor, sei es nun Mischform, ganz andere körperliche Krankheiten, Depression usw.. Aber insgesamt reden wir bei Hashi von Millionen Betroffenen, die morgens ihr LT nehmen und sich gesund fühlen.

  4. #24
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Manche haben jahrelang vierteljährlich ft3 und ft4 machen lassen, und haben ihre Verunsicherung nicht verloren, sondern immer weiter aufgebaut.
    Was mich eher verunsichert ist, wenn ich das Ergebnis des Checks bekomme, und ich die Ergebnisse via Internet selbst interpretieren muss. Das war bei 2 von 2 Endokrinologen und 2 von 3 Hausärzten Standard. Sich fehlerhaft zu informieren, falsch zu interpretieren oder durch andere evtl. unnötig verunsichert zu werden wäre für mich wahrscheinlicher. Wenn mit FT3 und FT4 alles in Ordnung ist, kann/könnte der Arzt das im anschließenden Gespräch erklären und dadurch (bei mir) eher mögliche Unsicherheiten nehmen.

    Zum Thema "nur TSH" habe ich online für mich genug widersprüchliche Infos gelesen, darunter öfter die Behauptung das bei Hashimoto nur der TSH nicht aussagekräftig genug wäre.

    Zitat Zitat von Larina
    Wenn der einzige Erfolg dieser Kontrolleritis ist, das man jedes Zehntel Abweichung als krank wertet, hilft das niemandem. Aber genau das passiert ja bei denen, die ständig Werte machen lassen.
    Nächster Schritt sind dann ständige Dossiänderungen, und irgendwann kippelt alles.
    Für eine sinnvolle Dosisänderung/Anpassung ist man aber (theoretisch) auf den Arzt angewiesen, um Thyroxin in anderen Dosierungen verschrieben zu bekommen, um in kleinen Schritten steigern/reduzieren zu können. Wer eigenmächtig seine Dosis direkt mal um die Hälfte reduziert, oder steigert, (womöglich wissentlich, das man die Dosis in kleinen Schritten anpassen/ändern sollte) den sehe ich als selbst Schuld für ein Durcheinander.

    Und die Kernfrage, ich hatte es oben gerade geschrieben, ist doch, was nutzen eigentlich alle drei Monate alle Werte?
    Das ich seit mehreren Jahren ohne Verschlechterung mit gleichbleibender Dosis gut eingestellt bin, ist keine Garantie das es nicht irgendwann schlechter werden könnte. Die Überfunktion bevor ich in die Unterfunktion kam hatte ich beschwerdemäßig nicht gemerkt. Leicht vermehrtes Schwitzen (das auch nur an den Achseln) und alles essen können ohne zuzunehmen waren die einzigen wirklichen Symptome.

    Eine mögliche Verschlechterung meiner Werte möchte ich nicht erst 1 Jahr später erfahren. Bei einer eintretenden Überfunktion zeitnah gegensteuern zu können, oder einer Unterfunktion entgegen zu wirken bevor man 10kg zugenommen- und die Antriebslosigkeit wieder das halbe Leben aus der Bahn geworfen hat, ist für mich Grund genug. Es ist ja immerhin mein Körper, meine Psyche und mein Alltag der darunter leiden muss, je später man auf eine behandlungsbedürftige Veränderung reagiert.

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Man liest im Forum ja manchmal von Leuten, die mit gar keiner Dosierung zurecht kommen.
    Es können vielleicht auch die Erwartungen sein, die man an die Wirkung des Medikaments hat.
    Ich habe lange gebraucht, um mich damit abzufinden das ich trotz guter Werte/Einstellung körperlich einfach nicht mehr zu 100% genau so sein werde, wie wenn ich kein Hashimoto hätte.

  5. #25
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Myrrdin, also erstmal weiß ich überhaupt nicht im Detail was über deine Diagnose. Zweitens war gemeint, das man natürlich mehr als nur Hashimoto haben kann. Drittens meinte ich Schwankungen, die Dosisänderungen erforderlich machen, so wie du es berichtest. Kleinigkeiten tun das ja nicht, wie jeder Gesunde auch nicht jeden Tag gleich fit ist.

    Und viertens, doch einstellen bei Hashimoto ist kein Riesenproblem. Das Problem dieser Krankheit ist nach wie vor die schwierige, fragliche und unbefriedigende Diagnostik. Aber wenn du jahrelang ständige Werte brauchst, um Dosisänderungen vornehmen zu können, läuft das nicht gut. Wenn du sogar die freien brauchst, weil der TSH unzuverlässig ist, würde ich auch über Hypophyse etc. nachdenken. Man liest im Forum ja manchmal von Leuten, die mit gar keiner Dosierung zurecht kommen. Da muss man dann eben davon ausgehen, es liegt nicht nur ein Hashimoto vor, sei es nun Mischform, ganz andere körperliche Krankheiten, Depression usw.. Aber insgesamt reden wir bei Hashi von Millionen Betroffenen, die morgens ihr LT nehmen und sich gesund fühlen.
    Über die Diagnose hast Du vor langer Zeit schon mal gegrübelt. Und zu den Schwankungen bei den Werten, müsstest Du eigentlich wissen, das bei langfristig Unbehandelten dies durchaus vorkommt. Bei mir wird halt in der Praxis 1/4-jährlich BE gemacht und ich finde es gut so. Und wenn ein TSH steigt - ist es schon im Vorfeld gut zu sehen, was machen die freien Werte. Mein TSH ist im übrigen nicht unzuverlässig, aber mein FT3 schmiert halt gern mal ab.

    Und fang gar nicht erst an mit anderen Krankheiten - ich weiss, Du reitest gern auf Dein Lieblingsthema die Depression herum . Zum Glück für mich: diesbezüglich brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen. Also vergiss es bitte.

    Keine Sorge, ich habe im Verwandtenkreis auch Hashi-Patienten, die ihr LT nehmen und dann ist gut für sie. Das sie hin und wieder doch eine Dosisänderung brauchen, kommt aber auch bei denen vor. Allerdings sind dies Fälle, bei denen größere Teile der SD noch vorhanden sind, die rechtzeitig behandelt wurden und damit um Längen stabiler einzustellen sind. Ich kenne aber auch Fälle, bei denen wurde es später erkannt, sie ließen sich nicht einstellen und die SD wurde entfernt. Schwankungen gibt es hier auch durchaus. Nicht nur bei den Werten, sondern auch im Befinden.

    Und ich denke jetzt reicht es auch an Erklärungen. Auch wenn Du hier im Forum manchmal von Leuten liest, ist halt jeder immer noch ein Individualfall und egal wie auch immer, ich denke trotz Deiner Kenntnisse kannst Du das nicht einschätzen.

  6. #26
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Lilly,

    Das ich seit mehreren Jahren ohne Verschlechterung mit gleichbleibender Dosis gut eingestellt bin, ist keine Garantie das es nicht irgendwann schlechter werden könnte. Die Überfunktion bevor ich in die Unterfunktion kam hatte ich beschwerdemäßig nicht gemerkt. Leicht vermehrtes Schwitzen (das auch nur an den Achseln) und alles essen können ohne zuzunehmen waren die einzigen wirklichen Symptome.

    Eine mögliche Verschlechterung meiner Werte möchte ich nicht erst 1 Jahr später erfahren. Bei einer eintretenden Überfunktion zeitnah gegensteuern zu können, oder einer Unterfunktion entgegen zu wirken bevor man 10kg zugenommen- und die Antriebslosigkeit wieder das halbe Leben aus der Bahn geworfen hat, ist für mich Grund genug. Es ist ja immerhin mein Körper, meine Psyche und mein Alltag der darunter leiden muss, je später man auf eine behandlungsbedürftige Veränderung reagiert.
    Sehe ich auch so.

    Und auch hier liest man immer wieder .. freie Werte sind wichtig. TSH nicht ausser Acht lassen, aber.. wenn schon beides. Das einige das anders sehen... sollen sie.

  7. #27
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Lilly07 Beitrag anzeigen
    Was mich eher verunsichert ist, wenn ich das Ergebnis des Checks bekomme, und ich die Ergebnisse via Internet selbst interpretieren muss. Das war bei 2 von 2 Endokrinologen und 2 von 3 Hausärzten Standard. Sich fehlerhaft zu informieren, falsch zu interpretieren oder durch andere evtl. unnötig verunsichert zu werden wäre für mich wahrscheinlicher. Wenn mit FT3 und FT4 alles in Ordnung ist, kann/könnte der Arzt das im anschließenden Gespräch erklären und dadurch (bei mir) eher mögliche Unsicherheiten nehmen.

    Zum Thema "nur TSH" habe ich online für mich genug widersprüchliche Infos gelesen, darunter öfter die Behauptung das bei Hashimoto nur der TSH nicht aussagekräftig genug wäre.


    Für eine sinnvolle Dosisänderung/Anpassung ist man aber (theoretisch) auf den Arzt angewiesen, um Thyroxin in anderen Dosierungen verschrieben zu bekommen, um in kleinen Schritten steigern/reduzieren zu können. Wer eigenmächtig seine Dosis direkt mal um die Hälfte reduziert, oder steigert, (womöglich wissentlich, das man die Dosis in kleinen Schritten anpassen/ändern sollte) den sehe ich als selbst Schuld für ein Durcheinander.


    Das ich seit mehreren Jahren ohne Verschlechterung mit gleichbleibender Dosis gut eingestellt bin, ist keine Garantie das es nicht irgendwann schlechter werden könnte. Die Überfunktion bevor ich in die Unterfunktion kam hatte ich beschwerdemäßig nicht gemerkt. Leicht vermehrtes Schwitzen (das auch nur an den Achseln) und alles essen können ohne zuzunehmen waren die einzigen wirklichen Symptome.

    Eine mögliche Verschlechterung meiner Werte möchte ich nicht erst 1 Jahr später erfahren. Bei einer eintretenden Überfunktion zeitnah gegensteuern zu können, oder einer Unterfunktion entgegen zu wirken bevor man 10kg zugenommen- und die Antriebslosigkeit wieder das halbe Leben aus der Bahn geworfen hat, ist für mich Grund genug. Es ist ja immerhin mein Körper, meine Psyche und mein Alltag der darunter leiden muss, je später man auf eine behandlungsbedürftige Veränderung reagiert.


    Es können vielleicht auch die Erwartungen sein, die man an die Wirkung des Medikaments hat.
    Ich habe lange gebraucht, um mich damit abzufinden das ich trotz guter Werte/Einstellung körperlich einfach nicht mehr zu 100% genau so sein werde, wie wenn ich kein Hashimoto hätte.
    Hallo Lily,
    Wir haben aneinander vorbei geredet. Ich meinte nicht Blutwerte, wenn es einem schlechter geht. Sondern einfach routinemäßige in kürzesten Abständen, das braucht echt niemand. Das sind so Sicherheitsmechanismen, die nicht funktionieren, aber viel Zeit, Kraft und Geld kosten. Leider kann man sich nicht schützen vor Krankheiten. Und man kann ja, wenn man antriebslos wird, gleich zum Arzt gehen.
    Das ganze ist ein sehr umfassendes Thema, das Auswirkungen weit in andere Bereiche hat. Letztes Jahr wurde erneut durch die kassenärztliche Vereinigung eine Stufendiagnostik vorgeschrieben bei Verdacht auf Schilddrüsenerkrankung, die einfach nur haarsträubend ist für Hashimotokranke. Die Frage, wer was bezahlen soll im System, kann man nicht locker ausklammern, nur weil man Vorsorge betreiben will. Am Ende summieren sich die Schilddrüsenwerte in den Abrechnungsstellen, und da hat man leider tatsächlich festgestellt, Hashimotokranke gehen viel öfter zum Arzt als andere Kranke. Und nun sitzen wir da mit einer Stufendiagnostik, die das klare Ziel hat, an Laborwerten zu sparen. Doof sowas...

    Das hat aber nichts zu tun damit, das du zum Arzt gehen sollst und darfst, wenn du krank bist. Nur vorbeugend Blutwerte machen, das bringt schlicht nichts. Bzw. dafür reicht wirklich der TSH aus. Ich glaube übrigens auch ein Stück weit, das sich die "Hashis" am gesündesten fühlen, die sich weniger auf ihre Erkrankungn fokussieren. Rein psychologisch bin ich auch nicht so sicher, das man sich einen Gefallen tut mit Kontrolleritis.
    Geändert von Larina (23.08.19 um 18:23 Uhr)

  8. #28
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Ich finde diese Diskussion überraschend und befremdlich.
    Von heute auf morgen heißt es auf einmal – freie Werte sind obsolet, TSH einmal im Jahr reicht vollkommen.

    Entschuldigung, aber das glaube ich nicht.

  9. #29
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Sondern einfach routinemäßige in kürzesten Abständen, das braucht echt niemand. Das sind so Sicherheitsmechanismen, die nicht funktionieren, aber viel Zeit, Kraft und Geld kosten.
    Ich hab das Interessehalber mal recherchiert und kann jetzt besser verstehen, wie manche Ärzte vorgehen.

    Laut Internet bekommt mein Hausarzt insgesamt ca. 48,77€ pro Quartal für mich. Davon sind 18,11€ auch nur, weil ich als chronisch krank gelte. Von den knapp 50€ für 3 Monate (also nur knapp 16€ pro Monat, egal wie oft im Monat ich zu dem Arzt gehe) muss der Arzt alle durch mich anfallenden Kosten decken. Jeder Cent der bei selten kommenden Patienten übrig bleibt, wird genutzt um die Kosten von Patienten auszugleichen, welche die Praxis mehr Kosten als sie an Pauschale bekommen. Ich koste meine Krankenkasse nur wegen 2 Medikamenten (je 1x täglich Einnahme) und Kompressen (je 1Stück/Tag) im Jahr 1.100€, wovon ich 134€ Zuzahlung leiste. (Meine bisher 4 OPs nicht mitgerechnet). Und ich bin schon jemand, der nicht wegen jedem Husten/Schnupfen oder Kleinigkeiten sofort zum Arzt geht.

    Das Schilddrüsen-Laborwerte Komplettprogramm kostet laut Internet 102,60€ wenn man TSH+FT3/4+TPO+TRAK bekommt. Ohne Extra-Wünsche wie Ferritin, Selen, usw. worauf manche Patienten anscheinend oft bestehen. Auch wenn der Arzt das rein theoretisch von der Krankenkasse erstattet bekommt, wird die Praxis bei unnötig hohen Kosten/Ausgaben vermutlich widerum von der Krankenkasse auf den Deckel bekommen.

    Aufs Jahr gerechnet bezahle ich ca. 720€ Krankenversicherung, plus der insgesamt 134€ Zuzahlung, macht 854€. Damit decke ich nicht Mal ansatzweise die Kosten ab, welche meine Krankenkasse nur für meine Medikamente hat. So gesehen kann/sollte ich froh und dankbar sein, das mir die Krankenkasse auf ihre Kosten zur reinen Kontrolle die Schilddrüsen-Laborwerte finanziert. Und alles an Behandlung, was darüber hinaus anfallen kann. Der jährliche Ultraschall kostet die Kasse zusätztlich 72,90€ und ich bin bei Weitem nicht der einzige Patient/Kassenmitglied, was mehr Kosten verursacht als einbringt. Wenn ohne Beschwerden die Laborwerte auf 2x jährlich begrenzt werden, wovon 1x jährlich mit FT3+4 ist, sollte man sich freuen und dankbar sein das man es überhaupt "einfach so" bekommt.

  10. #30
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Lilly07 Beitrag anzeigen
    Ich hab das Interessehalber mal recherchiert .


    Und vielen Dank Lily, dass du es anschließend auch hier aufgeschrieben hast.

    Aufs Jahr gerechnet bezahle ich ca. .... € Krankenversicherung, plus der insgesamt .... € Zuzahlung, macht .... €. Damit decke ich nicht Mal ansatzweise die Kosten ab, welche meine Krankenkasse nur für meine Medikamente hat.
    Irgend jemand muss ja für die Ansprüche, die man so hat, auch zahlen.

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