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Thema: Überfunktion oder Nebenwirkung?

  1. #11
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Ich meinte: TSH beim Hausdoc und wenn dieses schon mal auffällig, damit gleich zum Endo, der dann einen stichhaltigen Grund hat, die TRAK (bei einer Hashi) zu prüfen (und nicht erst nach auffälligen freien Werten + TSH). D.h., eine Runde kann gespart werden. - Durch eine schnelle TSH-Bestimmung beim Hausdoc wüsstest du selbst auch sehr schnell Bescheid, ob die Werte stark aus dem Ruder sind.

    Die freien Werte "dürfen" die Hausärzte, wenn sie das für begründet halten. Sie tun es nicht, um das Budget zu schonen. Bei deinem jahrelangen Wohlbefinden unter gleicher Dosis und passendem TSH kann ich das auch nachvollziehen. Auch noch halbwegs, dass sie bei Beschwerden zuerst das TSH prüfen - allerdings wenn auffällig, dann sollten sie schon einen Schritt weitergehen oder gleich überweisen.

    TRAK ist schon eher Facharzt-Sache.

  2. #12
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Die freien Werte "dürfen" die Hausärzte, wenn sie das für begründet halten. Sie tun es nicht, um das Budget zu schonen. Bei deinem jahrelangen Wohlbefinden unter gleicher Dosis und passendem TSH kann ich das auch nachvollziehen.
    Wow danke!

    Du hast mir das freundlicher und nachvollziehbarer beantwortet, als die Sprechstundenhilfe damals, die ich verwundert fragte ob das evtl. vergessen wurde. Es kam dann nur in etwas patzigem Tonfall, das es reicht wenn man das 1x im Jahr checkt und der Endokrinologe hat das bei mir (vor nem halben Jahr) erst gemacht. Klar sagen die das mit dem Budget nicht, aber "bei jahrelang guten Werten unter gleicher Dosis braucht man das nicht so oft checken" hätte mir als Info eher was gebracht.

    Ja ne ich geh dann zukünftig lieber 2x im Jahr zum Endokrinologe für die Laborwerte. Hat ja schon seinen Sinn, das es für spezielle Themen entsprechende Fachärzte gibt.

  3. #13
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Lilly07 Beitrag anzeigen

    Ja ne ich geh dann zukünftig lieber 2x im Jahr zum Endokrinologe für die Laborwerte. Hat ja schon seinen Sinn, das es für spezielle Themen entsprechende Fachärzte gibt.
    Es lohnt sich aber auch, zu überlegen, ob man all diese Werte wirklich ständig braucht. Ich meine nämlich, die Hausärzte haben soweit schon recht, bei einem ganz normalen Hashimoto braucht man die freien Werte nicht im Verlauf. Am Anfang sind sie hilfreich, aber wie verwirrend das alles werden kann, sieht man hier im Forum ganz wunderbar. Manche haben jahrelang vierteljährlich ft3 und ft4 machen lassen, und haben ihre Verunsicherung nicht verloren, sondern immer weiter aufgebaut. Diese Notwendigkeit freier Werte ist doch eher ein Dogma, das im Internet aufgebaut wird. Darum vermutlich war die Arzthelferin etwas patzig, die sind genervt von den Internethashis, die alles hundertprozentig kontrolliert haben wollen.

    Auch jetzt in deiner Situation würde ich denken, TSH reicht zunächst. Nur wenn da alles unauffällig ist und dein Befinden sich nicht bessert, müsste man weiter gucken. Dann allerdings richtig weiter gucken, wie Panna schon sagte, TRAK z. B.. Aber mit etwas Hashimotoerfahrung kann man Schwankungen oft auch allein regeln, indem man mal 2 Tage aussetzt, oder geringfügig die Dosis reduziert. Wenn man weiß, der TSH funktioniert zuverlässig, sind die freien Werte fast immer entbehrlich. Sollte sich die Zuverlässigkeit des TSH ändern, dann müsste man sowieso viel mehr prüfen als nur ft3 und ft4.
    Hashimoto ist eine Krankheit, die keine schlimmen Folgen haben kann, auch nicht, wenn man ganz kurzfristig mal leicht über- oder-unterdosiert ist. Nur sollte man dann mit dem LT reagieren, genauso wie du das gemacht hast. Klar, wenn z. B. eine Mischform besteht oder sich entwickelt, sieht das anders aus. Aber man sollte sein Vertrauensverhältnis zum Hausarzt nicht über Bord werfen, nur weil der gelassen ist. Und zweimal im Jahr freie Werte beim Endo ohne akute Krankheitsprobleme ist bei Hashimoto wirklich unnötig. Mein Endo würde das übrigens auch ablehnen mit Verweis auf Budget und Überdiagnostik. Übrigens bin ich bei "meinem Endo " in 20 Jahren Hashimoto dreimal gewesen. Und das auch nur, weil ich eine andere Erkrankung habe, die mit reinfunkt. Die weitaus meisten Hashimotopatienten gehen anfangs zwecks Diagnose einmal zu einem NUK und werden dann vom Hausarzt behandelt.
    Geändert von Larina (23.08.19 um 10:10 Uhr)

  4. #14
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Einmal jährlich TSH bei Hashimoto finde ich aber echt knauserig.

    Wenn die Diagnose einmal fest steht, bezahlen de KK alle 3 Werte einmal m Quartal, auch den Hausärzten.
    Der Arzt muss nur überzeugt werden und das ist manchmal schwierig.

  5. #15
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    Einmal jährlich TSH bei Hashimoto finde ich aber echt knauserig.

    Wenn die Diagnose einmal fest steht, bezahlen de KK alle 3 Werte einmal m Quartal, auch den Hausärzten.
    Der Arzt muss nur überzeugt werden und das ist manchmal schwierig.
    Neeee Donna! https://www.aerzteblatt.de/archiv/19...erster-Schritt
    Es geht also um wirtschaftliches Arbeiten. Und die Kernfrage, ich hatte es oben gerade geschrieben, ist doch, was nutzen eigentlich alle drei Monate alle Werte? Nichts nutzt das, wie man im Forum ständig lesen kann, das macht nur maximale Verunsicherung. Man muss oft sogar drauf hinweisen, das auch gesunde Menschen wechselnde Werte haben. Wenn der einzige Erfolg dieser Kontrolleritis ist, das man jedes Zehntel Abweichung als krank wertet, hilft das niemandem. Aber genau das passiert ja bei denen, die ständig Werte machen lassen. Nächster Schritt sind dann ständige Dossiänderungen, und irgendwann kippelt alles. Dabei lebt der normale Hashimotokranke mit einem LT morgens völlig gesund vor sich hin und denkt nicht dran, von Laborwert zu Laborwert zu leben...

  6. #16
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Hallo zusammen,
    schönes Wochenende!

    Seit > 15 Jahren nehme ich Schilddrüsenmedikamente, aufgrund Schilddrüsenunterfunktion, und es werden jedes Jahr die kompletten Werte, jeweils zweimal beim Hausarzt und zweimal in der Endokrinologie ( + einmal Ultraschall im Jahr) kontrolliert.
    Auch ohne Beschwerden. Und unter gleicher Dosierung.

    Lilly, ich bekam, nach Jahren jetzt, mit 75, auch plötzlich Beschwerden, Muskelschmerzen.

    LG von Rosa
    Geändert von rosa19 (23.08.19 um 12:25 Uhr) Grund: doppelt, wegen Serverproblemen

  7. #17
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Neeee Donna! https://www.aerzteblatt.de/archiv/19...erster-Schritt
    Es geht also um wirtschaftliches Arbeiten. Und die Kernfrage, ich hatte es oben gerade geschrieben, ist doch, was nutzen eigentlich alle drei Monate alle Werte? Nichts nutzt das, wie man im Forum ständig lesen kann, das macht nur maximale Verunsicherung. Man muss oft sogar drauf hinweisen, das auch gesunde Menschen wechselnde Werte haben. Wenn der einzige Erfolg dieser Kontrolleritis ist, das man jedes Zehntel Abweichung als krank wertet, hilft das niemandem. Aber genau das passiert ja bei denen, die ständig Werte machen lassen. Nächster Schritt sind dann ständige Dossiänderungen, und irgendwann kippelt alles. Dabei lebt der normale Hashimotokranke mit einem LT morgens völlig gesund vor sich hin und denkt nicht dran, von Laborwert zu Laborwert zu leben...
    Die letzte Änderung war mir nicht bekannt.
    Das heißt jetzt aber nicht, dass wir hier m Forum alles um 180 Grad drehen müssen um die Sparmaßnahmen zu entschuldigen.

    Auch nach Jahren mit guter Einstellung kann diese von heute auf morgen kippen und dann ist es egal, ob das TSH bisher zuverlässig gezeigt hat, oder nicht.

    Übrigens sind Mischformen selten und diese erkennt man zuerst am TSH.

  8. #18
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    Auch nach Jahren mit guter Einstellung kann diese von heute auf morgen kippen und dann ist es egal, ob das TSH bisher zuverlässig gezeigt hat, oder nicht.

    .
    Es ging hier nicht ums plötzliche Kippen (das man dann sowieso erkennt, eben auch am TSH, nebst Befinden), das ist nicht der Punkt, sondern eben gerade um die Paar Jahre, wo nichts Besonderes passiert. Ewiglich alle Paar Wochen Werte helfen nicht dabei, das plötzliche Kippen zu verhindern.

    Übrigens sind Mischformen selten und diese erkennt man zuerst am TSH
    Stimmt so nicht, aber egal.

  9. #19
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Neeee Donna! https://www.aerzteblatt.de/archiv/19...erster-Schritt
    Es geht also um wirtschaftliches Arbeiten. Und die Kernfrage, ich hatte es oben gerade geschrieben, ist doch, was nutzen eigentlich alle drei Monate alle Werte? Nichts nutzt das, wie man im Forum ständig lesen kann, das macht nur maximale Verunsicherung. Man muss oft sogar drauf hinweisen, das auch gesunde Menschen wechselnde Werte haben. Wenn der einzige Erfolg dieser Kontrolleritis ist, das man jedes Zehntel Abweichung als krank wertet, hilft das niemandem. Aber genau das passiert ja bei denen, die ständig Werte machen lassen. Nächster Schritt sind dann ständige Dossiänderungen, und irgendwann kippelt alles..
    Sehe ich auch.

    Mein Arzt hat mir auch angeboten, meine Werte alle drei Monate zu überprüfen, weil sie sich verändert hatten. Aber was bringt das? Ob ich mich wohlfühle oder nicht, merke ich ja selber, dafür brauche ich nicht ständig meine Werte überprüfen zu lassen. Zudem verunsichert es auch mehr als es bringt, denn wenn man ständig nur auf seine Werte starrt, schiebt man natürlich auch jede Befindlichkeitsstörung auf die angeblich nicht optimalen Werte oder was man dafür hält.

  10. #20
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Bei mir werden alle 3 Monate Werte gemacht und 1x jährlich US. Ich sehe es etwas differenzierter. Selber kann ich so erkennen, ob es ein einmaliger Ausraster z.B. beim TSH oder FT3 ist oder vielleicht doch etwas mehr Hormone raufgepackt werden sollten bzw. ich vielleicht ein wenig mehr für die Umwandlung FT4 in FT3 tun müsste.

    Befinden und Werte sind bei mir selten übereinstimmend. Zur BE kann es noch relativ gut sein, die Werte auch und 1 Woche später schaut es vollkommen anders aus. Insofern stimmt es, wenn panna sagt: das plötzliche kippen kann von heute auf morgen passieren . Das ist von etlichen Faktoren abhängig. Stress, Wetter, andere Erkrankungen, Sport usw. - auch wer jahrelang ohne Behandlung war, wird schneller und öfter mal einen Einbruch verzeichnen.

    Für mich persönlich ist es daher zumindest ein Anhalt, wenn ich weiss das auf Grund meiner Werte eine ÜD nicht stattfinden kann oder konnte. So variiere ich halt mit etwas weniger oder etwas mehr (geringfügig) oder stelle den Einnahmezeitpunkt einfach mal um. Irgendwo dazwischen ist vielfach der Knackpunkt.

    Letztlich muss ich selbst auf meinen Körper hören, was er braucht oder nicht braucht. Er liegt in meiner Verantwortung.

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