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Thema: Überfunktion oder Nebenwirkung?

  1. #1
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    Standard Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Hallo zusammen.

    Ich bin weiblich, 30 und habe seit 2014 Die Diagnose Hashimoto durch einen Endokrinologen. Ich gehe jährlich zum Ultraschall und regelmäßig die Laborwerte checken. Seit 2015 bin ich beschwerdemäßig und von meinen Werten gut eingestellt, bisher auch ohne Veränderungen. Beim letzen Check Mitte des Jahres hatte ich einen TSH von 1,07 mU/l (0,3-4,5) so zwischen 0,9 und 1,0 war ich die letzen Jahre immer gewesen.

    Der letze Check beim Endo war TSH 1,08 µU/ml (0,3-3,5) FT3 3,0 pg/ml (2,0-4,4) FT4 1,48 ng/dl (0,9-1,7) und vom Volumen hat sich die letzen Jahre auch nichts verändert.

    Von Anfang an nehme ich Thyroxin 75 von Henning.

    Die letzen Tage hatte ich einen verstärkten Herzschlag, man hat meine Brust pulsieren sehen. Zusammen mit Benommenheit, Schwindel und Koordinationsstörungen. Aber Blutdruck und Puls waren normal. (120/77 Puls 60) Ich habe viel probiert was die Ursache sein könnte, ohne Besserung. Heute habe ich morgens das Thyroxin weg gelassen und die Symptome sind alle weg.

    Ich habe aber sonst keine Symptome einer Überfunktion. Als Nebenwirkungen beim Thyroxin Henning steht:

    Sehr häufig Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen
    Häufig Herzrasen (Tachykardie), Nervosität

    Kann man nach 5 Jahren ohne Probleme plötzlich Nebenwirkungen bei einem Medikament bekommen?

    LG Lilly.

  2. #2
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Hallo Lilly,
    Keiner hat bisher geantwortet. Daran siehst du, das ist eine schwierige Frage. Eine sichere Lösung wird man hier nicht anbieten können. Aber am wahrscheinlichsten ist wohl eine kurzfristige Erhöhung deiner körpereigenen Hormonausschüttung. Die so oft erwähnten "Schübe" gibt es nur sehr selten, aber es gibt sie trotzdem. Oder du hast etwas sehr jodhaltiges gegessen, Fisch, Soja, Restaurantbesuch?
    Ich denke, die Situation rechtfertigt, einmal außerhalb der Regel Werte zu machen. An die Nebenwirkungen glaube ich erstmal weniger, aber am besten wäre schon, du bekommst Blutwerte. Denn es gibt nix, was es nicht gibt...

  3. #3
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Danke dir für deine Antwort.

    Wie ich gelesen habe, soll ein Schub wohl auch Symptome einer Überfunktion machen. Außer den genannten Symptomen hatte ich nichts. Ernährung kann ich ausschließen, da achte ich drauf.

    Mein (erst seit diesem Jahr und auch bald nicht mehr) Hausarzt ist leider nicht sehr motiviert, was meine Begleitung des Hashimoto angeht. Die FT 3 und FT 4 Werte will er nur 1x im Jahr machen und ich kann schon froh sein, das er gewillt ist 2x im Jahr die SD Werte zu checken (und da auch nur den TSH ohne irgendwas anderes dazu). Ich habe Zweifel, ob es mir in dem Fall wirklich etwas nutzt, wenn ich nur den TSH bestimmt bekomme.

  4. #4
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Der letze Check beim Endo war...
    Wie lange ist der her?

    Als Nebenwirkungen beim Thyroxin Henning steht:

    Sehr häufig Herzklopfen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen
    Häufig Herzrasen (Tachykardie), Nervosität
    Meines Erachten SIND das sowies nur Überdosis-(oder Steigerungs-)probleme.

  5. #5
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Danke dir.

    Der letze Endo-Check war Juli 2018, steht für dieses Jahr noch an.
    Die normalen Laborwerte lasse ich beim Hausarzt machen, alles andere macht der Endo, der macht auch automatisch B12, Ferritin usw. mit ohne Diskussion.

  6. #6
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Das sind keine Nebenwirkungen, auch die von Henning aufgezählten Symptome, vielmehr Auswirkungen einer potentiell zu hohen Dosis.

    Neben Jod spielen noch Sexualhormone eine Rolle, z.B.: Pille absetzen.

    Das Wunderwesen Schub ist kommt seltener real vor als in Diskussionen - aber da könnte ein Nuklarmediziner mal dopplersonographieren.


    Die Endo-Werte bzw. auch der TSH-Check Mitte des Jahres waren eindeutig vor den Symptomen, richtig? Dann sind neue Werte fällig. Der Hausarzt kann ja mal ein TSH machen, wenn auffällig, umso eher solltest du zum Endo.

  7. #7
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    vielmehr Auswirkungen einer potentiell zu hohen Dosis.
    Neben Jod spielen noch Sexualhormone eine Rolle, z.B.: Pille absetzen.
    Danke für deine Infos.

    Auswirkungen einer potentiell zu hohen Dosis nach gut 4 Jahren identischer (problemloser) Dosis?

    Ich nehme seit ca. 2,5 Jahren ein Gestagen-Präparat wegen Endometriose, das enthält aber "nur" Dienogest (Gestagen) und kein Östrogen oder andere Hormone. Ja sowohl Endo wie auch das letze Labor beim Hausarzt war lange vor den jetzigen Symptomen. Neue Werte wären zeitlich aber eh fällig, Endo ist ca 1 Jahr her und der letze TSH vom Hausarzt ist jetzt auch schon 6 Monate her.

  8. #8
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Ja. Wobei, wenn der Hausarzt jetzt gleich ein TSH macht, das nicht in Ordnung ist, könntest du ja beim Endo gleich mit der frohen Botschaft aufschlagen und sicherheitshalber die TRAK mit abnehmen lassen, besser als nur deswegen nochmal stechen.

    Auswirkungen einer potentiell zu hohen Dosis nach gut 4 Jahren identischer (problemloser) Dosis?
    Ja, einfach weil es keine Nebenwirkungen sind. Also nochmal genauer:

    Auswirkungen einer dann potentiell zu hohen Dosis, wenn sonst irgend etwas im Busch ist. Sei es Schub oder sonstwas.

  9. #9
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Da es nicht die "Überfunktionssymptome" oder die "Unterfunktionssymptome" gibt, würde ich auch eine Eisendiagnostik anstoßen. Gut möglich, dass du hier die Baustelle hast und dadurch dann die LT-Menge für dich nicht passt.

    Zu den Gestagenen: Endo reagiert auf Östrogen. Daher macht es Sinn mit Progesteron dem entgegen zu wirken. Aber leider kann sich auch bei Gestagenen so etwas wie eine Östrogendominanz entwickeln, da die körpereigenen Gestagene aus ihren Andockstellen verdrängt werden.

    Ich denke hier ist es unumgänglich auch zu einen Endo-Spezialisten zu gehen.

  10. #10
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    Standard AW: Überfunktion oder Nebenwirkung?

    Zitat Zitat von Janne1 Beitrag anzeigen
    Aber leider kann sich auch bei Gestagenen so etwas wie eine Östrogendominanz entwickeln,
    Da meines Wissens Dienogest bei Endometriose verwendet wurd um die Herde lahm zu legen, und Östrogen eher zum Wachstum der Herde beitragen würde, erschließt sich mir das nicht.
    Laut meiner Frauenärztin senkt Dienogest eher u.a. den körpereigenen Östogenspiegel.

    Dienogest ... soll stark gestagen wirken und die Östrogenproduktion und damit deren trophische Effekte auf ektopisches Endometrium verringern.
    (Arznei-Telegramm)

    Die Wirkung des Arzneistoffs beruht darauf, dass Dienogest an die Progesteron-Rezeptoren bindet, was zur Reduktion der Östrogenproduktion führt.
    (flexikon.doccheck)
    Zitat Zitat von panna
    und sicherheitshalber die TRAK mit abnehmen lassen,
    Ist für meinen (noch) Hausarzt leider alles kein Argument. Aber der hat laut Bandansage gerade 2 Wochen Urlaub, gute Gelegenheit für mich um die Vertretung auszuprobieren. Frühere Hausärzte (vor meinem Umzug) haben alle ganz selbstverständlich zumindest noch FT3 und FT4 mitbestimmt bei jeder Kontrolle. Die Kosten bekommt die Praxis doch eh von der Krankenkasse erstattet, oder? Oder kann die Leistung nur ein Facharzt/Endokrinologe mit der Kasse abrechnen?

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