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Thema: Vermutung auf Hashimoto

  1. #1
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    Standard Vermutung auf Hashimoto

    Hallo ihr lieben,

    Einmal kurz zu mir: Ich bin männlich und 22 Jahre alt, bin 189cm groß und wiege 69kg.
    Mir geht es seit einigen Jahren gesundheitlich nicht wirklich gut angefangen hat es damit, dass ich eines Tages so ein Nebelgefühl im Kopf hatte.
    Zu dem habe ich ein starkes Fremdkörpergefühl in unteren Halsbereich und mein Halsumfang hat auch deutlich zugenommen dazu kommt noch meine extreme Nervosität und innere Unruhe die ich vorher so von mir gar nicht kannte und auch meine Hände zittern ziemlich stark (Ich werde teilweise sogar darauf angesprochen).
    Ich war andauernd körperlich erschöpft und müde, sehr leicht und viel am frieren außerdem fiel mir auf, dass ich sehr schnell und viel schwitzte. Dies lies ich von meiner Hausärztin untersuchen und es waren keine Auffälligkeiten zu sehen. Ich dachte mir: "okay vielleicht ist es einfach eine Hormonelle Phase". Leider geht es mir noch immer nicht besser, ich hatte Anfang diesen Jahres eine Mandelentzündung sowie eine Seitenstrangangina danach äußerte ich die Vermutung auf eine Herzmuskelentzündung weil ich an häufigem Herzstolpern, einem unwohlen Gefühl und teilweise auch einem stechenden Schmerz in der linken Brust litt. Dazu kam eine extreme Erschöpfung und eine Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung.
    Daraufhin wurde ich ins Krankenhaus eingewiesen, sie machten einige Tests und lt. meinem Arztbericht bestand der Verdacht auf eine leichte Begleitmyokarditis.
    Dort wurde unter anderem auch mein TSH ermittelt dieser lag zu dem Zeitpunkt bei: 0.59 mU/l, der Referenzwert hier lag bei 0,27-4,20 mU/l. Der fT3 und fT4 wurde hier leider nicht ermittelt.
    Einige Wochen später ging es mir etwas besser und ich ordnete erneut einen Bluttest an welchen ich selbstgezahlt habe. Bei diesem wurde auf meinen Wunsch hin auch das fT3 und fT4 bestimmt. Meine Werte sehen wie folgt aus:

    fT3: 3.87 ng/l Referenzwerte: 1.80-4.60 ng/l
    fT4: 14.00 ng/l Referenzwerte: 8.00-17.00 ng/l
    TSH: 1.24 µU/ml Referenzwerte: 0.27-4.20 1.24 µU/ml

    Kommt es mir nur so vor oder lässt das Blutbild schon auf eine UF schließen? Denn fT3 sowie fT4 befinden sich ja ziemlich nahe an der Obergrenze und der TSH ziemlich nahe an der Untergrenze. Ich wollte einfach mal nach eurer Erfahrungen und Expertise fragen? Die Tage möchte ich nochmal einen Termin bei einem Endokrinologen vereinbaren.

    Liebe Grüße
    Sam
    Geändert von Sam S. (31.07.19 um 14:02 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Schlomis Muddi
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    N‘ Abend,

    wo sind denn die Ober- und Untergrenzen - Du hast sie nicht aufgeschrieben.

    Wenn die ft-Werte nah an der Obergrenze sein sollten, spricht das eher für eine ÜBERfunktion. Bei Unterfunktion wandert für gewöhnlich zuerst der ft4-Wert gen Unterkante. Und zwar wirklich gen Unterkante, vielleicht noch ein oder zwei Zehntel davor.

    Die TSH-Untergrenze geht für gewöhnlich bei 0,3 oder 0,4 los. Davon ist Dein Wert meilenweit entfernt.

    Aber geh ruhig trotzdem zum Endo. Der misst hoffentlich die Antikörperwerte und kann auch eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Vielleicht ist da irgendwas auffällig.

  3. #3
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Zitat Zitat von Schlomis Muddi Beitrag anzeigen
    wo sind denn die Ober- und Untergrenzen - Du hast sie nicht aufgeschrieben.
    Die Normwerte liegen für den fT3 bei 1.80-4.60 ng/l und für den fT4 bei 8.00-17.00 ng/l, beim TSH bei 0.27-4.20 1.24 µU/ml.


    Wenn die ft- Werte nah an der Obergrenze sein sollten, spricht das eher für eine ÜBERfunktion. Bei Unterfunktion wandert für gewöhnlich zuerst der ft4-Wert gen Unterkante. Und zwar wirklich gen Unterkante, vielleicht noch ein oder zwei Zehntel davor.
    Ah okay vielen Dank!

  4. #4
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Diese Werte lassen ganz und gar nicht auf eine Unterfunktion schließen.
    Wegen Zunahme Halsumfang: Hat schon jemand deine SD abgetastet, auf Schluckverschieblichkeit und Größe geprüft? Wurde ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht?

    lt. meinem Arztbericht bestand der Verdacht auf eine leichte Begleitmyokarditis.
    Da wird eh auch noch weiter geschaut, nehme ich an?
    Geändert von Flamme (31.07.19 um 15:15 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Die Werte sind euthyreot, also wirklich unauffällig.

    Du könntest noch die TPO AK und TG-AK testen, sowie einen US der SD machen lassen.
    Und dann abwarten, wie sich das weiter entwickelt.

    LG

  6. #6
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Bei dir ist wieder das passiert, was so häufig passiert in der SD-Diagnostik. Du hast Werte, die eine Momentaufnahme sein können. Die Diagnostik ist unvollständig.
    Es fehlen:
    • Sonographie
    • AK's

    BTW: Es völlig normal, dass der TSH schwankt. Er unterliegt einer Tagesrhythmik. Aber auch Infekte und Entzündungen können den TSH senken.
    Aber gut möglich, dass du andere Baustellen hast, die die gleichen Symptome verursachen können. Wir haben nur einen Ausschnitt deiner Blutwerte vorliegen.

  7. #7
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Zitat Zitat von Sam S. Beitrag anzeigen
    Meine Werte sehen wie folgt aus:

    fT3: 3.87 ng/l Referenzwerte: 1.80-4.60 ng/l
    fT4: 14.00 ng/l Referenzwerte: 8.00-17.00 ng/l
    TSH: 1.24 µU/ml Referenzwerte: 0.27-4.20 1.24 µU/ml

    Kommt es mir nur so vor oder lässt das Blutbild schon auf eine UF schließen?
    Ich finde die Werte unauffällig, aber auch bei unauffälligen Werten könnte man Hashimoto oder Knoten haben. Deshalb ist der Facharzttermin sinnvoll und wichtig. Lass hinterher alles ausdrucken.

    Ich habe erst gestern eine Frau gesprochen, die ihre Beschwerden jahrelang auf die Wechseljahre schob - aber sie hat einen heißen Knoten.

  8. #8
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Die Werte sehen erstmal unauffällig aus, aber es ist immer sinnvoll ein Ultraschall machen zu lassen und alle Antikörper zu testen. Dazu auch die Nährstoffversorgung prüfen lassen.


    Ich habe erst gestern eine Frau gesprochen, die ihre Beschwerden jahrelang auf die Wechseljahre schob - aber sie hat einen heißen Knoten.
    Ja, bei meiner Freundin bin ich gerade hinterher für eine komplette Schilddrüsendiagnostik. Nun liegt eine Überweisung vor, der Hausarzt hat einen Ultraschall gemacht. Laut ihm sieht sie "normal" aus, aber eine kleine Veränderung von unter einem Zentimeter bei einem Lappen sieht man. Also was das ist weiss er selber nicht.... Der TSh steigt langsam und schwankt, leider hat der HAusarzt wieder nur den TSH bestimmt, im Mai war er 2,3 und nun 1,7. Aber in den kommenden Wochen ist sie bei einem SD-Spezialisten vorstellig.

  9. #9
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten! Ich werde das ganze weiter abklären lassen und euch auf dem laufenden halten.

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Wegen Zunahme Halsumfang: Hat schon jemand deine SD abgetastet, auf Schluckverschieblichkeit und Größe geprüft? Wurde ein Ultraschall der Schilddrüse gemacht?
    Nein das wurde noch nicht gemacht, werde das beim Endokrinologen aber ansprechen. Ein Ultraschall wurde ziemlich zu Beginn meiner Beschwerden also 2014 gemacht.
    Hier der Bericht dazu:

    ""Beide Schilddrüsenlappen sind glatt abgrenzbar zeigen ein homogenes, echonormales Schallmuster. Herdbefunde lassen sich nicht abgrenzen. Das Schilddrüsenparenchym beidseits weist der Dopplersonographie eine diskrete Hyperperfusion auf."

    Der Ultraschall ergab, dass meine Schilddrüse ein Volumen von 9,1 ml aufweist (rechts 5ml bzw. 4,6 x 1,1 x 3cm; links 4,1 ml bzw. 5,1 x 1,51 x 2cm).

    Zitat Zitat von Flamme Beitrag anzeigen
    Da wird eh auch noch weiter geschaut, nehme ich an?
    Ja ich habe einen Termin beim Kardiologen, da die Beschwerden auch noch persistierend sind auch wenn nicht mehr ganz so schlimm.

  10. #10
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    Standard AW: Vermutung auf Hashimoto

    Zitat Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
    Die Werte sehen erstmal unauffällig aus, aber es ist immer sinnvoll ein Ultraschall machen zu lassen und alle Antikörper zu testen. Dazu auch die Nährstoffversorgung prüfen lassen.
    Werde ich machen danke!

    Zitat Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
    Ja, bei meiner Freundin bin ich gerade hinterher für eine komplette Schilddrüsendiagnostik. Nun liegt eine Überweisung vor, der Hausarzt hat einen Ultraschall gemacht. Laut ihm sieht sie "normal" aus, aber eine kleine Veränderung von unter einem Zentimeter bei einem Lappen sieht man. Also was das ist weiss er selber nicht.... Der TSh steigt langsam und schwankt, leider hat der HAusarzt wieder nur den TSH bestimmt, im Mai war er 2,3 und nun 1,7. Aber in den kommenden Wochen ist sie bei einem SD-Spezialisten vorstellig.
    Oh ich drücke euch die Daumen!

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