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Thema: "ÜF-Symptome" durch hohes fT4 - ein Forummythos

  1. #91
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    Standard AW: "ÜF-Symptome" durch hohes fT4 - ein Forummythos

    Ich wollte mich hier weder auf die eine noch die andere Seite schlagen, sondern nur -- einwerfend -- anmerken, dass unter LT-Substitution durchaus eine periphere SD-Hormon-Unterversorgung bestehen !kann!; auch die Fachliteratur sagt: nicht ausschließlich bei nicht mehr vorhandener SD, sondern: bei Substition reagiert TsH überproportional stark und dadurch wird die periphere Umwandlung gehemmt. Nein, diese Spekulationen sind nicht evidenzbasiert, aber in dem oben genannten Minireview wird auch erklärt, wo und warum evidenzbasierte Medizin ihre Grenzen findet (s. die dort zitierten Quellen).

    "Haarspalterei" habe ich lange und letztendlich sehr erfolgreich studiert; könnte ich auch, hab aber keine Lust zu.

    Und ja: ich finde den Thread-Titel auch daneben. Aber ich würde mir eine differenziertere Diskussion, die neben schwarz und weiß auch bläuliche Grautöne kennt, wünschen.

    LG Ness

  2. #92
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    Standard AW: "ÜF-Symptome" durch hohes fT4 - ein Forummythos

    Zitat Zitat von Maja5 Beitrag anzeigen
    Da die Symptome nicht direkt von zu hohen T4 kommen können, da praktisch inaktiv, müßte schon klar sein.

    @Ness.

    die Erkenntnisse, die du erwähnst, werden allgemein nicht wahrgenommen, bzw. als falsch abgestempelt. Es wird jedem, der ein höhes fT4 hat, geraten, die LT-Dosis zu senken, da die Beschwerden automatisch einer ÜF/ÜD zugeschrieben werden. Ungeachtet dessen, daß gleichzeitig das fT3 meistens sehr niedrig angesiedelt ist. Also, trotz des hohen fT4 kann eine perphere UF herrschen, durch zu wenig T3, nicht durch zu viel T4 (direkt).
    Warum jedem mit so einer Konstellation zu einem etwas bescheideneren fT4 geraten wird, erklärt meines Erachtens diese Studie sehr schön (ich verlinke #7, weil ich dort näher darauf einging):
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post2740261

    Letztlich geht es um das typische T3:T4-Verhältnis bei Gesunden, das offensichtlich etwas ist, was wenigstens annähernd wünschenwert sein dürfte. Und das oder etwas Ähnliches erreicht man sicher nicht dadurch, dass man bei einem bereits bis zum Anschlag "ausgereiztem" fT4 zusätzlich T3 empfiehlt. Das tust du ja gerne, Maja, ohne dem fT4 oder dem TSH die allergeringste Beachtung zu schenken. Und diese Vorgehensweise ist für dich natürlich nur dann logisch begründbar, wenn man bei hohem fT4 keinerlei Überdosierungssymptome bekommen könnte, weil ... Prohormon und so. Aber ein Pro-hormon für sich alleine betrachten zu wollen, ohne die Funktion, für die es ja ein Pro ist, das ist, wie wenn man sich gewollt Scheuklappen aufsetzt.

    Es kann sehr wohl sein, manchen Leuten eine solche Doppelhochlage hilft, aber ich denke, dass das die Ausnahme sein dürfte, schlicht und einfach wegen des o.e. T3:T4-Verhältnisses, das genetisch angelegt sein dürfte, als etwas, worauf die offensichtliche hormonelle Homöostase abzielt - sonst würde man es nicht bei Gesunden regelmäßig so beobachten. Und darum macht es sehr wohl Sinn, ein hochgezüchtetes fT4, bei dem sämtliche Komponenten des Regelwerks (der Homöostase-Werkzeuge) aus den Angeln gehoben werden, zu senken. Ob das alleine hilft oder eine kleine Menge T3 dazu nötig ist, das ist dann ein Folgeschritt.

  3. #93
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    Standard AW: "ÜF-Symptome" durch hohes fT4 - ein Forummythos

    Zitat Zitat von Ness Beitrag anzeigen
    Aber ich würde mir eine differenziertere Diskussion, die neben schwarz und weiß auch bläuliche Grautöne kennt, wünschen.
    Zu welchem Thema denn? Zu "alles ist UF, egal, was Werte und Befinden sagen, und ich beweise das mit einem Link, der damit nichts zu tun hat"?
    Sorry, ist nicht auf dich gemünzt. Es ist einfach nervig, wenn immer wieder Haltloses gepostet wird und der Widerspruch darauf als mangelndes logisches Denken, prinzipielle Opposition, negative Einstellung, Kritiksucht oder undifferenziert abgetan wird.

    Dass TSH überproportional stark reagieren kann, ist doch eigentlich unser tägliches Brot. Ebenso, dass nicht jeder mit LT allein glücklich wird oder dass manche hohe Dosierungen brauchen. Aber angesichts des Eingangsposts (nicht nur des Titels!) ist das nicht das Thema. Das Thema laut Eingangspost ist eine haltlose Behauptung, die durch den mitgelieferten Link nicht gestützt wird. Hat natürlich trotzdem irgendwie mit der SD zu tun, aber was gibt's da zu diskutieren?

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