Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 32

Thema: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.07.19
    Beiträge
    14

    Standard Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Hallo zusammen.
    Ich nehme schon seit vielen Jahren SD-Hormone aufgrund einer Unterfunktion.
    Da ich seit einigen Jahren immer wieder mit Erschöpfungsproblemen zu tun hatte, dachte ich immer ich sei
    immer noch in einer UF und habe daher relativ eigenmächtig meine SD-Hormone immer weiter gesteigert.

    Im Maximum habe ich 237,5 L-Thyroxin und 30 Thybon pro Tag genommen. Da dies keine Besserung brachte, bin ich mittlerweile wieder auf dem Weg nach unten.
    Zuletzt war ich bei 200 L-Thyroxin und 10 Thybon. Das Ganze für etwa 3-6 Monate.

    Die letzten Werte unter dieser Dosis waren (nüchtern gemessen):
    TSH: <0.01
    FT3: 3.37 ng/l (2.0-4.4 Norm)
    FT4: 1.82 ng/dl (0.9-1.7 Norm)

    Der FT4 Wert ist also deutlich zu hoch. Diese Werte sind etwa 4 Wochen alt.
    Danach habe ich das Thyroxin auf 175 reduziert.

    Seitdem habe ich gefühlt aber mehr Beschwerden als zuvor. Insbesondere Herz-Kreislauf Probleme.
    Dachte schon mehrmals, dass ich umkippen würde. Dazu starke innere Unruhe und Blutdruckentgleisungen (180 zu 120).
    Einmal musste ich den RTW rufen und einmal habe ich mich in der Notaufnahme gemeldet.

    Allerdings wurde nichts organisches gefunden.
    In der Notaufnahme wurden vor 5 Tagen folgende SD-Werte gemessen. Ca. 7 Std. nach Einnahme von 175 L-Thyrox und 10 Thybon:
    TSH: < 0.01
    FT3: 3.88 ng/l
    FT4: 1.75 ng/dl ( Norm 0.9-1.7)

    D.h. die Werte sind insgesamt schon zurückgegangen, aber scheinbar immer noch zu hoch.

    Aktuell leide ich besonders unter Übelkeit, dem Gefühl mich übergeben zu müssen, innerer Unruhe, Schlafstörungen (trotz starker Erschöpfung kann ich nicht schlafen) ,dem Gefühl einen Kloß im Hals zu haben, wodurch
    mir die Luft abgeschnürt wird und unter Panikattacken.

    Ich bin nun unsicher wie ich vorgehen sollte, insbesondere da diese starken Beschwerden erst seit der Reduktion auftreten.
    War die Reduktion um 25 zuviel? Bin ich immer noch so stark überdosiert, dass ich jetzt schon weiter reduzieren sollte? Oder sollte ich die Dosis trotz aller Beschwerden noch weitere 2-4 Wochen beibehalten und
    dann neue Werte machen lassen?

    Ich wäre euch für Tipps und eigene Erfahrungen sehr dankbar, da es mir aktuell wirklich sehr schlecht geht und ich stark verunsichert bin.

    Viele Grüße

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    09.03.16
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    7.900

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Wieviele Tage sind denn bei der BE im KH vergangen gewesen, seit der letzte Senkung?
    Thybon nimmst Du alles auf einmal und morgens zusammen mit LT? D.h. vor der ersten BE hattest Du eine 24 Std. Karenz mit beiden Hormonen?
    In Bezug auf Deine immer noch sehr hohe Gesamtdosis, sind 25µg vermutlich nicht viel.
    LG

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.11.11
    Ort
    Internet- Email
    Beiträge
    12.359

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Hallo, nicht die Senkung war zu viel, sondern die Steigerungen vorher.
    Eins ist klar – du bist erheblich überdosiert und musst schnellstmöglich runter.

    Die Frage ist nur: Wie genau und wie viel?
    Schau mal, dein Profil ist leer, die ersten Werte in deinem Beitrag sind unter einer enormen Dosis, die zweiten in der NA mit Hormonen 7 Stunden vorher.
    Keine Angaben über Alter, Geschlecht, Diagnose, Werte vor LT, Intervalle zwischen den Steigerungen mit den entsprechenden BE, Lebensweise, weitere Erkrankungen, Medikamente und NEM und sow.

    Für mich steht soweit fest, dass du weiter senken musst, aber wie kann ich deine richtige Dosis erraten, wenn du sie nicht selbst kennst?

    So aus der Erfahrung heraus kann ich nur raten: männlich, unter 100kg und nicht SD-operiert könnte schon mit 75 bis 100µ LT auskommen, aber bei schwerer körperlicher Arbeit und Sport, weiß ich nicht.

    Ich kann dir nur rein hypothetisch sagen, was ich in so einer Situation tun würde – hypothetisch, weil ich mir solche Dosierungen nicht vorstellen kann: Für 2 bis 5 Tage LT absetzen und eventuell nur dreimal täglich 2,5 Thybon nehmen, so zur Beruhigung.
    Außerdem einen BB nehmen, auch zur Beruhigung in jedem Sinne.
    Danach mit 100 LT anfangen und Thybon so behalten, auch den BB, 6 Wochen durchhalten und eine BE machen lassen.

    Besser wäre es natürlich, wenn du dein Profil mit allen vorhandenen Daten ausfüllst, damit man sehen kann, ob es auch andere Möglichkeiten gibt.

    Liebe Grüße
    Donna

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    30.01.06
    Beiträge
    1.853

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Auf 100 würde ich nicht gleich runter.
    Wie viele Stunden vor den Notaufnahmewerten hast du die letzte T3-Dosis genommen?

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.07.19
    Beiträge
    14

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Hallo, zunächst einmal vielen Dank für eure Antworten.

    @amarillis
    Die Umstellung von 200 auf 175 LT war am 24.06., im KH war ich am 19.07. D.h. es lagen etwa 3,5 Wochen zwischen beiden BE.
    Ich nehme alle Hormone am morgen zusammen.

    @Donna
    Vrmtl. hast du Recht, dass die Steigerungen vorher das Problem waren. Mich wundert nur, dass ich derartige Beschwerden unter den höheren Dosierungen so nicht hatte. Das hat mich verunsichert, da
    es scheint, dass erst seit der Reduktion all die Probleme auftreten.
    Ich wiege etwa 87 Kg auf 1,86m. Den genauen Verlauf aller Werte inkl. Dosierungen der letzten Jahre habe ich nicht dokumentiert. Ich war jedoch vor ca. 5 Jahren noch/schon bei 175 und das bei einem Körpergewicht von >100Kg.
    Gesteigert habe ich, weil ich trotzdem oft mit starker Müdigkeit zu kämpfen hatte.

    BB kann ich aufgrund von Asthma nicht nehmen.

    Ich habe jetzt gestern nur 100 LT genommen. Damit ging es mir über Tag eigentlich schon besser, weniger Übelkeit und nicht mehr dieses Kloßgefühl im Hals. Gestern Abend gingen dann aber wieder Beschwerden los.
    Insb. innere Unruhe, zittrige Beine und allg. Schwächegefühl. Das ging im Grunde die ganze Nacht so, so dass ich doch wieder ständig mit Panik aufgewacht bin. Habe dann aus Verzweiflung heute Nacht gegen 3h 50 LT genommen.

    Heute morgen dann noch 100 LT und das Thybon. Heute morgen hatte ich auch wieder mit Unruhe und vor allem Schwächegefühl zu tun. Meine Beine fühlen sich dann an wie Pudding.
    Einen kompletten Verzicht von LT für mehrere Tage halte ich aus dieser Erfahrung für nicht optimal. Denke von 175 auf Null ist einfach zu krass.

    Habe gestern mit meinem Endo telefoniert, er meint ich soll auf 150 gehen und in 8 Wochen erneut zur BE.
    Aktuell scheine ich jeden Tag andere Beschwerden zu bekommen, was mich natürlich ziemlich verunsichert. Insb. die Tatsache, dass ich so lange mit viel höherer Dosierung nicht diese
    Probleme hatte.

    @Flamme
    Das Thybon und LT hatte ich an diesem Tag etwa um 8:30h genommen, BE war etwa um 16:30h.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    30.01.06
    Beiträge
    1.853

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Zitat Zitat von cyrillz Beitrag anzeigen
    @Flamme
    Das Thybon und LT hatte ich an diesem Tag etwa um 8:30h genommen, BE war etwa um 16:30h.
    Das heißt, dass schon ca. die Hälfte vom eingenommenen T3 weg war. Dafür ist der Wert recht hoch, wenn der Referenzbereich der gleiche ist wie der obere.

  7. #7
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.07.19
    Beiträge
    14

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Hallo nochmals.
    ich habe jetzt seit 1 Woche auf 150 reduziert und die Thyboneinnahme auf morgens/abends gesplittet.
    Die Herz-Kreislauf Probleme haben sich einigermaßen beruhigt. Aktuell habe ich aber ziemlich starke Probleme mit
    einem Engegefühl im Hals. Es fühlt sich an als hätte ich irgendetwas im Hals bzw als würde etwas ständig drücken.
    Das löst fast schon Würgereize aus und ich denke ich müsste mich übergeben. Insbesondere wenn ich mich bewege bzw laufe.
    Eben waren die Beschwerden so stark, dass ich nicht mehr gehen konnte, weil ich dachte ich müsse mich sonst übergeben oder mir die Luft
    wegbleibt.

    Das verunsichert mich extrem.
    Dieses Gefühl kenne ich nicht seit ich SD Hormone nehme. Kennt das jemand? Ist das normal?
    Bin schon kurz davor ins KH zu fahren weil ich Angst habe, dass etwas schlimmes ist.

  8. #8
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.07.19
    Beiträge
    14

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    PS: Außerdem habe ich teilweise/phasenweise auch Muskelschwäche (Puddinggefühl) und Hitzewallungen bzw Schweißattacken

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    16.04.17
    Ort
    Reißt die Bretter von den Stirnen! Erich Kästner für Erwachsene
    Beiträge
    1.178

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    Beginnende Wechseljahre? Das extreme Wetter? Nachwirkung der ÜD? Sich mittlerweile manifestierende Panikstörung? Cortisolüberschuß wg. psychischem und körperlichem Stress? Du hast schließlich mit deiner Hochdosis deinen Stoffwechsel über Jahre viel zu hoch gepusht. Eine Kombination aus allem oder Teile davon?

    Gegen die Ängste, egal welche Ursache sie nun haben, solltest du unabhängig von der SD-Behandlung vorgehen. Die machen sich gerne selbständig und dann wird man sie schwer los, obwohl sie eigentlich gut behandelbar sind.

    Ich denke nicht, dass sich "was Schlimmes" binnen der kurzen Zeit manifestiert. Trotzdem, lieber mal zu viel ins KH als zu wenig, vor allem um dich zu beruhigen.

    Betablocker: es gibt welche, die sich auch mit Asthma vertragen. Meine Tante hat auch schweres Asthma und musste eine Zeit lang welche nehmen. Ich selbst habe auch Asthma und nehme nach Bedarf einen BB (wg. Tachykardie, nicht wg. hohem BD), kein Problem.

    In erster Linie wirst du wohl deinem Körper Zeit geben müssen, sich wieder mehr selbst regulieren zu lernen.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    16.07.16
    Beiträge
    400

    Standard AW: Starke Probleme seit Reduktion von L-Thyroxin. Bin ich überdosiert?

    rt3 Wert ermitteln lassen, es kann sein, dass der ft3 wert falsch angezeigt wird, da im Blut rumschwimmend, aber nicht in den Zellen ankommend.

    Fehlende Mineralien/Vitamine könnten auch Müdigkeit hervorrufen.

    Werte plus Dosierung ins Profil stellen.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •