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Thema: Ich nahm Jod und es ging mir kurzfristig besser

  1. #31

    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Hallo Marjorie,

    wie andere hier vor mir schon sagten, kann die Schilddrüse auch vom Autoimmun-Prozess zerstört werden. Bei mir ist das der Fall, ich habe fast nichts mehr an SD-Gewebe. Darum fände ich es interessant zu wissen, wie man ohne / bzw. fast ohne Schilddrüse, mit Jod umgehen soll.

    Jedenfalls haben meine weiteren Recherchen ergeben, dass in Gebieten, die vormals Jod-Mangelgebiete waren und wo dann die Bevölkerung mit Jod zwangsbeglückt wurde, Hashimoto verstärkt aufgetreten ist. (englischsprachige Seiten, weltweite Statistik zu dieser Angelegenheit)
    Also ganz so ohne ist das nicht mit dem Jod.
    Und wenn man eh schon Hashi hat? Und noch dazu fast keine SD mehr?
    Das sind so viele Fragen, die wir Patienten haben, die uns anscheinend keiner wirklich richtig beantworten kann. Das ist ein Dilemma!

  2. #32

    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Also ich war sie Tage bei meiner Ärztin , die glücklicherweise selbst Hashimoto hat. Mir geht es momentan wirklich schlecht und sie hat mir gesagt ich soll auf jeden Fall Mineralien und Vitamine MIT JOD nehmen. Das macht sie jetzt seit 3 Jahren und ihr geht es deutlich besser. Ich meide Jod schon seit vielen Jahren und bin noch sehr Skeptisch, aber ich bin bereit alles auszuprobieren....Die Tabletten hab ich mir bestellt und bin sehr gespannt. Wenn es nix ist werde ich sie wieder absetzten

  3. #33
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    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Ich habe Jod immer gemieden wie der Teufel die Pest und nehme auch jetzt kein Jodsalz zu mir.
    Ich habe den Versuch gemacht mit einer sehr geringen Dosis LL und nehme seither (seit 1,5 jahren) 2 x die Woche einen Tropfen wenn ich drandenke. Ich habe Hashimoto und das war bzw. ist ein Selbstversuch.
    Jede unserer Körperzellen braucht Jod. Bei Frauen vor allem das Brustgewebe und die weiblichen Fortpflanzungsorgane. Seit ich das mache, habe ich definitiv kein Brustspannen mehr vor der Menstruation.

    Mein Hashi ist nicht anders geworden, meine Dosis blieb auch gleich. Selen nehme ich schon lange und die anderen SD relevanten NEMs auch.

  4. #34
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    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Zitat Zitat von Freak of Nature Beitrag anzeigen
    Hallo Marjorie,

    wie andere hier vor mir schon sagten, kann die Schilddrüse auch vom Autoimmun-Prozess zerstört werden. Bei mir ist das der Fall, ich habe fast nichts mehr an SD-Gewebe. Darum fände ich es interessant zu wissen, wie man ohne / bzw. fast ohne Schilddrüse, mit Jod umgehen soll.

    Jedenfalls haben meine weiteren Recherchen ergeben, dass in Gebieten, die vormals Jod-Mangelgebiete waren und wo dann die Bevölkerung mit Jod zwangsbeglückt wurde, Hashimoto verstärkt aufgetreten ist. (englischsprachige Seiten, weltweite Statistik zu dieser Angelegenheit)
    Also ganz so ohne ist das nicht mit dem Jod.
    Und wenn man eh schon Hashi hat? Und noch dazu fast keine SD mehr?
    Das sind so viele Fragen, die wir Patienten haben, die uns anscheinend keiner wirklich richtig beantworten kann. Das ist ein Dilemma!
    Liebe Freak of Nature,
    ja, eben genau darum frage ich mich, für was ich die Schilddrüse noch schützen sollte? Ich führe seit 8 Jahren das Leben einer 90-Jährigen. Kann nur mehr zwei halbe Tage in der Woche arbeiten. Und selbst dann fallen mir die Augen zu. Ich gehe nicht mehr fort, treibe keinen Sport mehr. Was ist an diesem Leben noch dran? Oder für was sollte ich vorsichtig sein? Das, was ich glühen lassen kann, lass ich glühen. Auch Jod ist mir als Mittel dafür recht.

    Ich habe übrigens mal circa ein halbes Jahr probiert, wie es sich KOMPLETT OHNE Schilddrüsensubstitution lebt. Glaub mir, das willst Du nicht wissen. Es ist ein Schlafen im Wachen. Ein Leben, in ewiger Kälte, Verstopfung, Austrocknung, in unendlicher Müdigkeit und Schmerz. Der Hirnnebel fast wie der eines Wachkoma-Patienten. Zum Supermarkt um die Ecke gehen ist eine Tagesunternehmung, die man an den meisten Tagen einfach nicht schafft. Klingt übertrieben? Ist es aber nicht.

    Dein Recherche-Ergebnis ist interessant! Kann ich mir gut vorstellen, dass die ehemaligen Mangelgebiete zu extrem "aufjodiert" wurden. Kann ich mir gut vorstellen. Was aber dann mit der Studie mit den Japanern, die auffällig wenig Schilddrüsenprobleme haben. (Meeresfisch, Algen --> Jod)

    Liebe Grüße & danke!

  5. #35
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    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Zitat Zitat von nicki*38 Beitrag anzeigen
    Also ich war sie Tage bei meiner Ärztin , die glücklicherweise selbst Hashimoto hat. Mir geht es momentan wirklich schlecht und sie hat mir gesagt ich soll auf jeden Fall Mineralien und Vitamine MIT JOD nehmen. Das macht sie jetzt seit 3 Jahren und ihr geht es deutlich besser. Ich meide Jod schon seit vielen Jahren und bin noch sehr Skeptisch, aber ich bin bereit alles auszuprobieren....Die Tabletten hab ich mir bestellt und bin sehr gespannt. Wenn es nix ist werde ich sie wieder absetzten
    Interessant, danke für die Info, nicki*38.
    All meine ÄrztInnen (Österreich) haben nie etwas von Jod erwähnt.
    Bitte berichte hier, wie Dir die Jod-Einnahme bekommt!

    Liebe Grüße

  6. #36
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    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Danke für den Bericht, iblersching!
    Auch das mit dem Brustgewebe ist interessant und relevant. Meine Schwester beispielsweise hat (sogar relativ jung) Brustkrebs bekommen.

  7. #37

    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Zitat Zitat von Marjorie Beitrag anzeigen
    Liebe Freak of Nature,

    Ich habe übrigens mal circa ein halbes Jahr probiert, wie es sich KOMPLETT OHNE Schilddrüsensubstitution lebt. Glaub mir, das willst Du nicht wissen. Es ist ein Schlafen im Wachen. Ein Leben, in ewiger Kälte, Verstopfung, Austrocknung, in unendlicher Müdigkeit und Schmerz. Der Hirnnebel fast wie der eines Wachkoma-Patienten. Zum Supermarkt um die Ecke gehen ist eine Tagesunternehmung, die man an den meisten Tagen einfach nicht schafft. Klingt übertrieben? Ist es aber nicht.

    Dein Recherche-Ergebnis ist interessant! Kann ich mir gut vorstellen, dass die ehemaligen Mangelgebiete zu extrem "aufjodiert" wurden. Kann ich mir gut vorstellen. Was aber dann mit der Studie mit den Japanern, die auffällig wenig Schilddrüsenprobleme haben. (Meeresfisch, Algen --> Jod)

    Liebe Grüße & danke!
    Liebe Marjorie,

    es ist sehr interessant, was Du schreibst. Dass die Japaner auffällig wenig Schilddrüsen-Probleme haben, hatte ich auch wo gelesen. Dann, auf einer anderen Seite, genau das Gegenteil, nämlich, dass die Japaner sehr viele Hashi-Patienten hätten. Ich habe dann natürlich weiter gesucht nach verlässlichen Quellen. Es gibt da was, natürlich nur englisch-sprachig, aber mit einer Welt-Karte, wo SD-Probleme verbreitet sind und wo nicht. Japan kommt da eher etwas schlechter weg als Deutschland. Auffällig fand ich, dass Brasilien ein großes Problem mit Hashimoto zu haben scheint.
    Nun, soweit, aber es hilft uns leider nicht wirklich weiter.

    Dass Du diesen Versuch unternommen hast, mal ganz ohne Substitution auszukommen, war aber sehr gewagt! Ehrlich, das würde ich mich nicht trauen. Ich habe schon 3 oder 4x meine Dosis herunter gesetzt (um 12-25 mcg), weil die Ärzte immer auf meinem supprimierten TSH hinweisen, der ja angeblich schlecht sei. (ft4 +ft3 waren in unterem Drittel der Norm!) Es ging mir mit der Reduzierung schon so, wie Du es oben beschrieben hast. Von daher bin ich ziemlich hilflos, was die ärztliche Betreuung angeht. Bisher habe ich Ärzte, die nicht nur nach dem TSH gehen, nur im Ausland gefunden. (immerhin, dort bekomme ich meine lebenswichtigen Medikamente)

    Wie lang ist das denn her, dass Du mit den Hormonen ausgesetzt ist? Ein halbes Jahr ist sehr lange, da kann viel passiert sein. Ehe sich Dein Körper davon erholt, kann es ja lange dauern. Und klar, man probiert alles, damit man sich besser fühlt. Und wenn's Jod ist, ist es eben Jod.
    Ich esse, weil so gern, schon mal Meeresfisch (selten) - aber habe keine negativen Auswirkungen gemerkt.

    Ich wünsche Dir jedenfalls von Herzen, dass es Dir bald dauerhaft besser geht, ganz gleich womit!

    LG

  8. #38
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    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Liebe Freak of Nature,

    danke für Deine Zeilen!

    Das mit meinem kompletten Aussetzen damals war witzig, denn: Es beruhte auf einem komplett blödsinnigen Missverständnis meinerseits. :-) Mein Unwissen von damals ist sogar hier im Forum dokumentiert!

    Ich hatte viele Jahre schwere Probleme mit meiner LT-Only-Einnahme. Irgendwann wurde ich wieder zur Blutabnahme geschickt und bekam meinen Befund: Dort war der Schilddrüsenwert namens "TSH" zu hoch. Ich schlussfolgerte sofort, dass dieses "zu hoch" bedeuten müsse, dass ich zu viel Schilddrüsenmedikamente nehme.

    Da mir über die Jahre auch schon aufgefallen war, dass die wenigen GUTEN Tage, die ich hatte, kurioserweise dann waren, wenn ich mein Euthyrox vergessen hatte, war für mich ganz klar: Aufhören mit der Einnahme. *hihihi* (Und das nach ~18 Jahren Euthyrox täglich)

    Die ersten Wochen ging das wirklich gut... Klassiker... man ändert was an der Dosis -- egal, ob rauf oder runter -- und es geht einem eine Woche besser. Jedenfalls kamen die Probleme zurück; besonders die Müdigkeit war genauso stark wie unter Euthyrox -- eventuell noch stärker. Die Muskelverkrampfungen und die Anspannung, die das T4 bei mir erzeugt, waren jedoch viel weniger. Deswegen entschloss ich mich, bei dem geringeren Übel "Nichteinnahme" zu bleiben.

    Das ganze ist circa zwei Jahre her. (panna hat letztens eh meinen lustigen Eintrag von damals wieder gefunden und zitiert, wo ich schreibe "Leute, jetzt ist alles klar! Mein TSH ist zu hoch! Ich höre auf mit Euthyrox." :-)))))))

    Liebe Grüße

  9. #39

    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Daran sieht man mal wieder, wie wichtig es ist, sich gut zu informieren.

    In Deinem Fall war die Sache ja sehr klar, aber mit dem Jod ist es das eben leider nicht. Ich glaube, es ist noch viel Forschungsarbeit nötig, um das Leiden der Hashimoto-Patienten besser lindern zu können.

  10. #40
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    Standard AW: Ich nehme Jod und es geht mir --- deutlich besser!

    Ich habe 2017 mit der Kelp-Einnahme begonnen und es hat einige Symptome gelindert. Ist auch bislang so geblieben. Jod von Anfang an zu verteufeln empfinde ich als stumpfsinnig.

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