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Thema: Verdacht auf Hashi

  1. #1
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    Standard Verdacht auf Hashi

    Seit kurzem habe ich den Verdacht unter Hashimoto zu leiden, es gab auch schon diverse Betroffene die diese Diagnose bekräftigt haben. 2015 wurde meine Schilddrüse überprüft und als unbedenklich eingestuft. Ich war beim Nuklearmediziner und oder wurde ein Bildbild erstellt sowie auch die Schilddrüse per Ultraschall überprüft. Da es mir zunehmend schlechter ging, habe ich mir dann vor zwei Tagen mal die Werte geben lassen, einfach nur um mal selbst Recherche zu betreiben. Darauf hin habe ich mir auf Facebook eine Gruppe zu dieser Thematik gesucht und dort meine Werte und den Bericht eingestellt, auch dort wurde der Verdacht bekräftigt. Heute habe ich einen Allgemeinmediziner aufgesucht der mich dermaßen bitter abgefertigt hat sowas hab ich noch nie erlebt. Alles wurde auf die Psyche geschoben und abgetan als wäre ich eine psychisch kranke unzurechnungsfähige Frau die dringend psychiatrische Hilfe braucht weil sie ihr Leben selbst nicht mehr auf die Reihe bekommt. Ich leide an sehr vielen Symptomen die Unter Hashimoto aufgezählt werden, nicht alle aber mit Sicherheit 95%. In Drei Wochen habe ich nun einen Termin beim Radiologen für eine neue Schilddrüsenuntersuchung. Für mich war das ne sehr schlimme Erfahrung zu behandelt zu werden sich vorzukommen als würde man sich alles einbilden. Da ich noch weiter recherchieren will habe ich mich nun hier auch noch angemeldet in der Hoffnung noch mehr Sachen in Erfahrung zu bringen, Meinungen zu hören.

    Sympthome:
    Unruhezustände
    Herzrasen
    Gedächtnisstöhrungen
    Konzentrationsstöhrungen
    Häufige Kopfschmerzen
    Heftig trockene Augen
    Teilweise Lichtempfindlich
    Hitzewallungen/heftige Schweißausbrüche
    Fettige Haut/Haare
    Trockene Körperhaut
    Schlafstöhrungen
    Dauerhafte Trägkeit/Müdigkeit
    Zyklusstöhrungen
    Teilweise Verstopfung
    Übergewicht/lässt sich nicht reduzieren
    usw. Gibt sicher noch mehr das mir aktuell nicht einfällt

    Meine Werte:

    ft3 3,65 pg/ml 1,80-4,20
    ft4 1,03 nq/dl 0,80 -1,90
    TSH basal 0,95 mU/l 0,30-2,50
    Anti-TPO <10,0 IU/ml0,0-35,0
    TRAK <0,3 IU/ml < 1,0 (Grauchbereich <1,50)
    Thyreoglobulin 23,3 ng/ml 0-70,0
    TG- Wiederfindung 106,0 % 70,0 -130,0
    Calcitonin <2,0 pg/ml

    Schilddrüsengesamtvolumen 11,6ml (rechts 6,2ml, links 5,4 ml). Das Schilddrüsengewebe erscheint echogemindert inhomogen mit einer Zyste links 2-3mm Größe, Kein Nachweis von extrathyreoidal zervikal gelegenen Raumforderungen.

    Laut Bericht sei die Schilddrüse normal groß.

    Danke im Voraus schon mal!
    Geändert von Sa.Sa (05.07.19 um 12:49 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Moin,

    es könnte Hashi sein - die Antikörper sind zwar im Normbereich, aber scheinbar gab es im Ultraschall Auffälligkeiten. Da würde ich nochmal nachhaken.

    Die Normbereiche der ft-Werte wären wichtig.
    So eindeutig sehen die Werte - oder zumindest TSH - nicht nach Unterfunktion aus. Dein 0,95 TSH ist idealer als meins unter Hormontherapie, wo man GANZ grob erstmal die 1 anstrebt (mit welchem Wert man sich dann irgendwann am besten fühlt, ist eine andere Sache und ergibt sich erst im Laufe der Zeit) Ansatzweise kann ich die Irritation Deines Hausarztes deshalb nachvollziehen. Menschlich hätte man da natürlich anders reagieren können und in dieser Vertrauensposition eigentlich auch müssen

    Fraglich also, 1. ob Dein schlechtes Befinden von einer angenommenen Hormonunterversorgung kommen und 2. denmach Hormontabletten irgendwas Positives bewirken können.

    Man behandelt nur eine Unterfunktion. Den Autoimmunprozess hingegen kann man nicht behandeln. Selbst eine eindeutige Hashidiagnose (die wir im Moment nicht haben) würde nicht zwangsläufig eine Hormontherapie nach sich ziehen, wenn die Werte noch schön sind. Das hieße dann nur, dass man ein bis zwei Mal jährlich die Hormonwerte messen lässt.

    Nochmal eine Schilddrüsen-Untersuchung in Angriff zu nehmen, scheint mir nicht das Verkehrteste zu sein Da allerdings die Beschwerden auf etliche andere Krankheiten deuten können, würde ich mich nicht auf Schilddrüse versteifen. Solltest Du beispielsweise (zusätzlich?) einen riesigen Eisenmangel haben, würden Hormontabletten die Eisenmangelbeschwerden nicht heilen können.

  3. #3
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Ich hab die Werte von denen ich vermute das du sieb meinst (und die noch mit auf dem Zettel standen) ergänzt :-)
    Man hat mir gesagt es sieht wohl so aus das ft3 so hoch ist, weil der Körper verzweifelt versucht den niederigen ft4 auszugleichen...

  4. #4
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Ja Eisen muss auch überprüft werden, ich hatte vermutlich schon zu niedriges Eisen in 2015, da hieß es von meiner Ärztin jedoch nur ich soll etwas mehr fleisch essen, dann würde das schon werden

  5. #5
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Zitat Zitat von Sa.Sa Beitrag anzeigen
    Ich hab die Werte von denen ich vermute das du sieb meinst (und die noch mit auf dem Zettel standen) ergänzt :-)
    Man hat mir gesagt es sieht wohl so aus das ft3 so hoch ist, weil der Körper verzweifelt versucht den niederigen ft4 auszugleichen...
    Für mich sieht das nicht nach Hashi oder einer Unterfunktion aus. Der TSH Wert ist nahezu optimal und ft3 ist hoch, Gewichtsprobleme können bei solchen Werten nicht durch die Schilddrüse bedingt sein. Deine anderen Symptome können von allem möglichen herrühren, beispielsweise sind depressive Menschen oft auch lichtempfindlich und haben Schlafstörungen, woraus wiederum andere Probleme entstehen.

    Fettige Haare hatte ich früher auch, das hat überhaupt nichts mit den Schilddrüsenhormonen zu tun, und mittlerweile habe ich auch eine sehr trockene Haut, obwohl ich seit Jahren schon hohe Werte habe.

  6. #6
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Deswegen gibt es auch eine neue Schilddrüsenuntersuchung in drei Wochen, die alte ist ja von 2015. Zudem hab ich mir jetzt einen Eisenmangeltest bestellt um schon mal selbst Ursachenforschung zu betreiben. Nach Hashi sieht es wegen dem Befund aus, nicht wegen der Werte. Da die Schilddrüse inhomogen und echogemindert ist. Was dann auf seronegatives Hashimoto hindeutet.

  7. #7
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Zitat Zitat von Sa.Sa Beitrag anzeigen
    Ich hab die Werte von denen ich vermute das du sieb meinst (und die noch mit auf dem Zettel standen) ergänzt :-)
    Man hat mir gesagt es sieht wohl so aus das ft3 so hoch ist, weil der Körper verzweifelt versucht den niederigen ft4 auszugleichen...
    So niedrig ist Dein ft4 aber gar nicht (gewesen) Dein TSH zeigt(e) ja auch keine Unterversorgung an.

    Typische Ausgangssituation für ein Autoimmungeschehen ist, dass TSH steigt (hattest Du nicht) und die Schilddrüse mit der Hormonproduktion nicht hinterherkommt (zuerst sinkt ft4 gen Normuntergrenze, dann auch irgendwann ft3). Und mit Normuntergrenze meine ich wirklich Normuntergrenze und nicht zwei Zehntel davor.
    Geändert von Schlomis Muddi (05.07.19 um 17:59 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Zitat Zitat von Sa.Sa Beitrag anzeigen
    Da die Schilddrüse inhomogen und echogemindert ist. Was dann auf seronegatives Hashimoto hindeutet.
    Na ja Vorsicht - gerade bei den „Seronegativen“ besteht die Gefahr, dass es dann doch kein Hashi ist. Seronegativ ist selten.

    Ich hatte seinerzeit in sehr kurzer Zeit 3 Ultraschalluntersuchungen (trotz eindeutiger Antikörper - die Diagnose stand also), und alle drei wichen total voneinander ab. Einer wollte Knoten gesehen haben; der andere nicht, aber dafür eine Vergrößerung.

  9. #9
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Selten aber nicht unmöglich, deswegen ja ein neues Blutbild. Ich mach auch die Tage beim Hausarzt einen generellen Bluttest. Da lasse ich dann zumindest schon mal aktuelle Schilddrüsenwerte bestimmen.

  10. #10
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    Standard AW: Verdacht auf Hashi

    Zitat Zitat von Sa.Sa Beitrag anzeigen
    Selten aber nicht unmöglich, deswegen ja ein neues Blutbild. Ich mach auch die Tage beim Hausarzt einen generellen Bluttest. Da lasse ich dann zumindest schon mal aktuelle Schilddrüsenwerte bestimmen.
    Ja, dann hast Du schon mal einen besseren Ansatz. Es wäre wirklich zu schade, wenn Du mit den obigen Werten eine Schilddrüsensubstitution in Erwägung ziehen würdest, damit könntest Du Dir auch schaden.

    Eine Bekannte von mir hatte immer einen TSH Wert von um die 0,96 und die freien Werte lagen im niedrigen Bereich. Sie hat auch zwei Jahre lang wegen Gewichtsproblemen 50mcg LT täglich genommen, weil sie auch überzeugt davon war, dass sie trotz allem eine UF hatte. Kurz und gut, nun nachdem sie LT wieder abgesetzt hat, ist ihr TSH auf weit über 2 gestiegen und die freien Werte sind auch tiefer als sie früher immer waren. Das hat sich bis heute auch nicht wieder geändert.

    Übrigens die Gewichtsprobleme hatte sie auch unter der Einnahme von LT, durch das Absetzen des Medikamentes hat sich das Ganze wieder etwas gebessert.

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