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Thema: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

  1. #1
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    Standard Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Einen schönen Guten Tag in die Runde! Ich hätte eine Frage zur Sinnhaftigkeit einer Umstellung von reinem LT auf eine T3/T4-Kombination:

    Bei mir wurde Anfang Januar Hashimoto (Ultraschall + Antikörper) und Unterfunktion diagnostiziert, nachdem ich mich seit letztem Sommer mit einer Gastroparese, Reflux/Sodbrennen und Übelkeit herumgeärgert habe. Eine Behandlung beim Gastrologen hat keine wirkliche Besserung gebracht. Damals sahen meine Blutwerte wie folgt aus:

    8.1.2019 (ohne LT):
    TSH 2.95 (0,27 - 4.20 mU/L)
    fT4 12,4 (12,0 - 22,0 pmol/L) 8 %
    fT3 4,2 (3,1 - 6,8 pmol/L) 29,73 %

    Ich bin dann mit LT 25 eingestiegen und habe in den ersten 2 Wochen deutliche Änderungen meiner Symptome gemerkt, danach haben sie sich aber wieder auf das frühere Niveau eingependelt. Am 7.3. dann erneute Blutabnahme mit folgenden Werten:

    TSH 2,90 (0,27 - 4.20 mU/L)
    fT4 13,6 (12,0 - 22,0 pmol/L) 16 %
    fT3 3,9 (3,1 - 6,8 pmol/L) 21 %

    Danach Steigerung zunächst auf LT 50 (in 2 Stufen eingeschlichen) und, nachdem es nach einer anfänglichen Besserung wieder schlimmer wurde, nach Rücksprache mit Ärztin wieder in 2 Stufen auf LT 75. Meine aktuellen Blutwerte (11.6.2019) sehen unter LT 75 seit dem 24.4. wie folgt aus:

    TSH 0,3 (0,27 - 4.20 mU/L)
    fT4 19,0 (12,0 - 22,0 pmol/L) 70%
    fT3 wurde leider nicht gemessen, da laut meiner Ärztin nicht erforderlich

    Seit der letzten Dosiserhöhung (auf LT 75 am 24.4.2019) habe ich keine Probleme mehr mit Übelkeit, aber weiterhin täglich starke Probleme mit Reflux/Sodbrennen. Da ich bei jeder Dosissteigerung ein ganz deutliches "Feedback" im Magen fühle und früher nie Probleme in diesem Bereich hatte, gehe ich davon aus, dass UF tatsächlich der Auslöser dieser Probleme ist.

    Meine Ärztin möchte die jetzige Dosis beibehalten, damit ich nicht in eine Überfunktion rutsche. Sie meinte, auf Seiten der Schilddrüse sei jetzt alles gemacht, was möglich ist, ich müsste das Sodbrennen anders behandeln. Die üblichen Medikamente helfen mir aber nicht wirklich. Ich sprach sie dann auf eine kombinierte Behandlung mit T3 und T4 an und fragte, ob das in meinem Fall sinnvoll sei. Leider wurde der T3-Wert bei der letzten Blutabnahme nicht gemacht, aber mich hatte es gewundert, dass er, im Gegensatz zum T4-Wert, zwischen den ersten beiden Blutabnahmen sogar gesunken war. Sie druckste herum und meinte, "unter uns Endokrinologen" sei man der Ansicht, dass das nicht wirklich hilft, und dass T3 eher zum Abnehmen verwendet würde. Aber da ich danach fragen würde, würde sie mir zusätzlich ein T3-Präparat (Cynomel, etwas anderes gibt es in Belgien wohl nicht) verschreiben. Ich solle es niedrig dosieren (keine konkrete Angabe) und vielleicht auch mit dem T4 heruntergehen. Frühestens in 3 Monaten sollte ich dann wieder zur Blutabnahme kommen, dann würden wir weitersehen. Sie hat mir aber auch noch diverse Rezepte für LT 50 und 25 in die Hand gedrückt, sodass ich theoretisch selbst entscheiden kann, ob ich jetzt mit reinem T4 oder einer Kombination weiter machen möchte.

    Ich fühle mich jetzt etwas verunsichert und weiß nicht genau, was ich tun soll. LT 75 weiternehmen und abwarten, ob sich meine Symptome vielleicht doch noch bessern? Sie sind seit der 2. Woche nach der Dosissteigerung (also jetzt seit über 4 Wochen) konstant gewesen, keine weitere Verbesserung oder Verschlechterung mehr. Übliche Mittel gegen Sodbrennen helfen nicht wirklich.

    Oder doch auf eine T3/T4-Kombi umsteigen und wenn ja, in welcher Dosis? Auf meine Frage, ob das in meinem Fall sinnvoll sei, habe ich von der Ärztin ja nicht wirklich eine Antwort erhalten. Nach dem Buch von Brakebusch sollte man wohl mit dem T4 um ca. 25 heruntergehen und mit dem T3 klein anfangen. Da es Cynomel nur als 25-er gibt, würde ich wohl mit 1/4 anfangen. Damit käme ich auf LT 50 und Cynomel 6.

    Ist das in meiner Situation sinnvoll? Ich wäre für Euren Rat sehr dankbar!

  2. #2
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Ohne aktuelle FT3-Werte hat eine Diskussion über T3 keinen Sinn.

    Vielleicht ist dieser Austausch interessant: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...inger-Darm-L-T

  3. #3
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Was ich sicher nicht machen würde, aufgrund unvollständiger Blutwerte die Dosis ändern.
    Hast Du Blutwerte mit der Zwischendosis, also 62,5µg? Und wo sind die Blutwerte mit 50µg? Nur aufgrund Deiner Blutwerte kann man jedenfalls, keinen Bedarf an zusätzlichem T3 feststellen, schon weil der letzte fT3 fehlt. Die Konstellation mit 25µg war normal.
    Was man aber auch nicht ignorieren sollte, ist das sehr niedrige TSH und dazu passend ein hohes fT4. Es kann also sein, dass Du inzwischen schon längst überdosiert bist. In ÜD habe ich z.B. auch verstärkte Magenprobleme.
    Im Moment tapst Du jedenfalls leider im Dunkeln, was eine Entscheidung für/gegen T3 angeht. Ich würde erstmal vollständige Blutwerte mit der aktuellen Dosis machen.
    LG

  4. #4
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Hallo Irene, Amarillis, danke für Eure Antworten!
    Mit der Zwischendosis wurden keine Blutwerte gemacht, nur mit 25 und 75.

    Ich hatte es so verstanden, dass es möglich ist, von einer Monotherapie mit T4 auf eine Kombination T3/T4 zu wechseln, ohne dass damit die "Gesamtdosis" erhöht wird, und dass so das Allgemeinbefinden/die Symptome u.U. verbessert werden können. Ich hatte gehofft, dass meine Endokrinologin mir dazu etwas sagen kann, aber ihre Reaktion war leider "ich verschreib Ihnen einfach mal alles und dann sehen Sie selbst, was Sie damit machen". Die T3-Werte sieht sie als irrelevant an.

    Dass die Magenprobleme von einer ÜF kommen, denke ich im Moment nicht, da sie (wenn auch dank der LT-Einnahme mittlerweile etwas abgeschwächt) die gleichen sind, die ich seit letztem Sommer ununterbrochen mit mir rumschleppe.

  5. #5
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Danach Steigerung zunächst auf LT 50 (in 2 Stufen eingeschlichen) und, nachdem es nach einer anfänglichen Besserung wieder schlimmer wurde,
    Kannst du das bitte noch genauer aufschlüsseln: Von wann bis wann welche Dosis und wann begann die Verschlechterung?

  6. #6
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Hallo Flamme, entschuldige, wenn ich das nicht deutlich genug beschrieben habe. Also:

    - Seit dem 8.1. LT 25. In den ersten 2 Wochen merkte ich eine Verbesserung der Symptome, danach ging das Befinden aber wieder auf den Zustand wie vor der LT-Einnahme zurück.
    - Blutabnahme am 7.3., daraufhin Steigerung auf LT 50 in folgenden Schritten: 12.3. bis 19.3. LT 37,5 und ab dem 20.3. LT 50.
    - unter LT 50 ging es mir dann ca. 2 Wochen deutlich besser (hatte sogar ein paar Tage ohne Symptome), dann gab es wieder eine massive Verschlechterung (mir war durchgehend kotzübel). Ich habe 10 Tage abgewartet, ob es irgendwann wieder besser wird (wurde es nicht), und dann meine Endokrinologin angerufen. Unter Rücksprache mit ihr habe ich dann:
    - ab dem 12.4. bis zum 23.4. LT 62,5 und jetzt seit dem 24.4. LT 75 genommen. Seit der Steigerung und isbesondere, seitdem ich auf LT 75 angekommen bin, geht es mir relativ gesehen viel besser, habe aber immernoch täglich starkes Sodbrennen.

    Zusammengefasst habe ich nach einer Erhöhung eigentlich immer zuerst eine Verbesserung der Symptome gespürt, die dann aber wieder zurückgegangen ist. Mein derzeitiger Stand ist, wie schon gesagt, "relativ gut", aber es ging mir innerhalb dieser 2 Wochen nach einer Erhöhung auch schon besser.

    Ich hoffe, das ist jetzt verständlicher beschrieben.

  7. #7
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    ab dem 12.4. bis zum 23.4. LT 62,5
    Nach der kurzen Zeit kannst Du über die Dosis nichts, absolut nichts, sagen.
    UD und ÜD-Symptome können sehr ähnlich sein. Also ist auch das nicht so zuverlässig, insbesondere dann nicht, wenn man seinen Körper noch nicht kennt. Und das ist bei Dir der Fall. Und selbst die, die lange dabei sein, vertun sich manches Mal...
    Du hast extrem wenig Werte, da Deine Ärztin offensichtlich die Kosten dafür spart.
    Ich bleibe bei dem was ich schon geschrieben habe, ohne komplette Werte ist das ein Himmelfahrtskommando. Und es kann Dir keiner etwas raten. Zu einer T3-Dosis schon gar nicht.
    Wenn die Ärztin nicht bereit ist die Werte zu machen, bleibt nur den Arzt wechseln oder die Werte auf eigene Kosten in einem Labor machen zu lassen.
    LG

  8. #8
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Genau, eine Verschlechterung nach nur 2 Wochen sagt nicht aus, dass die Dosis zu niedrig ist. (Es ist noch gar kein konstanter Blutspiegel erreicht.)
    Die Möglichkeit, dass 75 evt. schon etwas zu viel ist, bleibt durchaus noch im Spiel.

  9. #9
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Vielen Dank für Eure Antworten! Ich werde mich darum kümmern, noch einmal die gesamten Werte zu bekommen, und dann weitersehen.

  10. #10
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    Standard AW: Umstieg auf Kombination T3/T4 sinnvoll?

    Hallo an alle, ich habe jetzt die neuen Werte inklusive fT3:

    TSH 0,37 (0,27 - 4.20 mU/L)
    fT4 17,6 (12,0 - 22,0 pmol/L) = 56%
    fT3 4,6 (3,1 - 6,8 pmol/L) = 38,89%

    Diese Werte sind bei LT 75 seit dem 24.4., also seit 8 Wochen, beim gleichen Labor und zur gleichen Tageszeit wie die letzten 3 Blutabnahmen. Da ich erst seit Anfang Januar LT nehme, kenne ich mich noch nicht so gut aus - wie ihr wahrscheinlich aus meinen vorigen Einträgen schon gemerkt habt ;-). Mir erscheint aber der fT3-Wert immer noch vergleichsweise niedrig?

    Was würdet Ihr mir raten? Meine Endokrinologin will mich erst Ende September wieder sehen. Der Allgemeinarzt, von dem ich den Zettel für die Blutabnahme bekommen habe, hat sich mit der Aussage "am Wichtigsten ist eh der TSH-Wert" wohl disqualifiziert. Meine Optionen wären LT 75 bis Ende September weiternehmen (in der Hoffnung, dass das Sodbrennen und die Magenprobleme vielleicht noch besser werden) und dann nochmal Werte checken, Dosis ändern (hoch oder runter, kann wie gesagt die Werte nicht richtig einschätzen), oder einen Kombi-Versuch mit T3 starten? Habe das Rezept fürs T3 ja schon hier liegen, aber keine Ansagen bzgl. der Dosis ...

    Ich wäre für jeden Rat sehr dankbar!

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