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Thema: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

  1. #1
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    Ausrufezeichen SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Hallo zusammen,

    die Informationen für neue Mitglieder habe ich mir hier brav durchgelesen, dennoch bleiben einige Fragen unbeantwortet.

    Bin auch diesbezüglich echt verzweifelt, weil es mit mir immer weiter bergab abgeht, aber nichts gefunden wird.

    Seit ca. 3 Jahren habe ich Symptome, die eigentlich alle auch auf eine SD- Erkrankung hinweisen können.

    Ich bin ständig erschöpft und müde, habe in 2 Jahren ca. 20 kg zugenommen (ohne großartig irgendwas umgestellt zu haben), habe Parästhesien (Missempfindungen auf der Haut in Form von Brennen bei Berührung), seit Kurzem auch Muskelschwund in den O-Schenkeln, Magen-Darm-Probleme (Krämpfe, starke Blähungen, ständig breiiger Stuhlgang), ständige Muskelschmerzen (besonders in den Waden), spontane "Hitzeströhme" in den Fuß (eher rechts), starke Konzentrationsstörungen, sehr schlechtes Langzeitgedächtnis, Aggressivität, Herzrasen bei Hitze (insbesondere bei Sonnenbädern), Herzstolpern im Alltag, Bluthochdruck usw.

    Und nimmt irgendwie alles kein Ende.

    Es wurden zahlreiche Tests gemacht, die allesamt ohne Befund blieben (ich habe sogar eine Psychotherapie gemacht), bis auf:

    Vitamin B12-Mangel (wurde schon diverse Male mit Spritzen aufgefüllt und verringert sich binnen kürzester Zeit wieder von selbst)
    Vitamin-D-Mangel (hier genauso)
    erhöhtes fT3
    erhöhtes Homocystein

    TSH + fT4 im soliden Normbereich!
    Ultraschall der SD war lt. Arzt auch unauffällig!

    Es gibt in meiner Familie zwei Fälle von SD- Erkrankungen (meine Oma + und meine Schwester; Hashimoto).

    Meine Frage:

    Im Internet gibt es viele (unseriöse?) Quellen, die behaupten, dass man auch mit "normalen" Werten eine SD-Erkrankung haben kann.

    Wie seht ihr das als direkt Betroffene?

    Ich hoffe hier auf ernste Antworten und möchte nicht als Hypochonder abgestempelt werden.

    Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung.

    LG

    Nachtrag:

    Ich bin männlich, 31 Jahre und war 25 Jahre Leistungssportler. Aufgrund der o. g. Problematik musste ich den Sport aufgeben.

    Ich war mit den Beschwerden auch bei einer Heilpraktikerin, die sich auf die SD spezialisiert hat. Sie ist sich sicher, dass es sich um Hashimoto handelt.
    Geändert von Troll2019 (03.06.19 um 17:07 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Magen-Darm scheint mir wesentlich wahrscheinlicher, da hast du einschlägige Symptome und anscheinend auch ein Malabsorptionssyndrom. Wurden schon Spiegelungen gemacht, Zöliakie, AI-Gastritis, Helicobacter etc. ausgeschlossen?

  3. #3
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Magen-darm-Spiegelung wurde mehrfach gemacht sowie ein MRT des Dünndarm. Ohne Befund.

    Helicobacter hatte ich vor 5 Jahren mal. Wurde erfolgreich mit der Triple-Therapie behandelt.

    Das Einzige, an das ich noch denke, sind parasiten im Darm. Diese bekommt man mit Heilfasten weg. Das ist die letzte Option, wenn nichts mehr geht.

  4. #4
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Deine Frage würde ich mit ja beantworten. Du kannst eine SD-Erkrankung haben mit normalen Blutwerten. Nur muss man jetzt differenzieren. Du hast ja scheinbar einen fT3 über dem Referenzbereich und damit nicht mehr normal. Und was heißt schon solider Normbereich? Kennst Du die Werte selber schwarz auf weiß, oder ist das eine Arztaussage? Vielleicht magst Du die mal einstellen? Wurden die AKs gemessen? Vielleicht auch TRAK? Solche Dinge wären wichtig zu wissen.
    Hast Du mehrere Ärzte auf die Schilddrüse schauen lassen und alle kamen zum gleichen Ergebnis?
    Im Grunde kann man bei Dir ohne die Werte wirklich zu kennen, eigentlich nur spekulieren. Wenn die Werte normal sein sollten, dann klingen die Symptome für mich zu extrem. Sollte die Schilddrüse krank sein, zeigt sich das irgendwann auch in den Werten. Da man nur einen Hormonmangel, nicht aber die Schilddrüsenkrankheit als solches therapiert, beißt sich die Katze damit wieder in den Schwanz....
    Für mich sind viel zu viele Fragen offen. Es kann alles sein.
    LG

  5. #5
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Hallo Troll2019,
    kann gut sein, dass Du mehrere Probleme auf einmal hast. Bei deinem Untersuchungsmarathon ist da auch Vit C getestet worden? C-Mangel war bei mir die Ursache von dauernder Müdigkeit und immer schlapperen Muskeln und Muskelschmerzen und lahmem Hirn. Schon nach der ersten Infusion gabs merkliche Besserung. Nebenbei hab ich fruct-aid probiert, das sind Kapseln wegen Fructose Intoleranz und seit ich die nehme hab ich keine Blähungen und Durchfall mehr (und das Gewicht steigt auch nicht mehr, zum Glück). Hashi bleibt mir trotzdem und verschiedene andere Baustellen, aber kräftiger und wacher läßt sich alles besser managen.
    Liebe Grüße
    Efkalina

  6. #6
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Hallo Troll,

    was heißt normale Werte? Warum stellst du sie nicht zusammen mit den Referenzwerten hierein? Die Werte sind von Labor zu Labor eh unterschiedlich.

    Bei was für einem Arzt bist du in Behandlung? Wurden immer alle 3 Werte genommen? Wie schaut es mit Vitamin D, einer Hormonvorstufe, aus? Ein Mangel macht auch eine Menge an Symptomen? Wie sieht es mit Vitamin B 12 und Ferirtin aus? Kannst du das, was im Arztbericht steht nicht anymisiert hier reinstellen?

    Wie ernährst du dich? Auch das kann eine Rolle spielen.

    Ohne genauere Angaben von dir, läßt sich hier nicht wirklich etwas sagen.

    VG

    Artista

  7. #7
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Vielen lieben Dank für eure Rückmeldungen.

    Ja, ich habe auf jeden Fall Blutwerte. Diese stelle ich gern rein, sobald sie für mich greifbaf sind.

    Das Problem ist anscheinend auch, dass die Referenzbereiche zwischen den Laboren und die Meinungen hierüber (auch bei Ärzten) ganz stark auseinander gehen. Während ein Arzt meinte, der fT3 liegt im Normbereich, meinte der andere genau das Gegenteil.

    Habe auch mit einem Endokrinologen e-mail Kontakt gehabt, der meinte, dass wenn der TSH im Normbereich ist (ich glaube, der lag beim letzten Mal bei 1,10), man sich keine Sorgen machen braucht.

    Irgendjemand sagte mir auch kürzlich, dass die Referenzbereiche angepasst wurden. Auch bei Vitamin B12 und Vitamin-D.

    Ich habe in JEDEM Fall krasse Symptome, die immer schlimmer werden.

    Ich war gestern bei meinem Hausarzt, der mir 10 Röhrchen Blut abgenommen hat. Sobald ich DAS Ergebnis habe, stelle ich auch dies hier rein.

    Ich war bereits bei zwei Internisten und einem Radiologen. Beim Endokrinologen hat man zumindest in München und Hamburg (ich pendle beruflich hin und her) mind. 6 Monate Wartezeit.
    Geändert von Troll2019 (04.06.19 um 15:42 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Versuche es bei einem Nuklearmediziner, da gibt es meist nicht so lange Wartezeiten und die sind sehr fit in der Sonografie.

    Natürlich könntest du Hashimoto mit normalen Werten haben, aber dann braucht es auch keine Behandlung sondern nur engmaschige Kontrollen der Blutwerte (so alle 3 - 4 Monate). Meine Mutter hat seit über 30 Jahren eine diagnostizierte HT, braucht aber im Gegensatz zu meiner Schwester, meinem Sohn und mir nach wie vor kein LT.

    Wurden neben der Magen- Darmspiegelung auch Unverträglichkeiten getestet? Die Schilderung deiner Verdauungsprobleme erinnert mich an meine vor der Diagnose Laktoseintoleranz und Fruktosemalabsorption. Ist ganz einfach mittels H2 Atemtest festzustellen. Außerdem habe ich noch eine Histaminintoleranz und einige Lebensmittelallergien. Wenn ich mich halte und nicht über die Stränge schlage, geht es mir gut.

    LG
    Kapsc

  9. #9
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Im Endeffekt, ganz praktisch gesehen, spielt es gar keine Rolle, ob Hashimoto oder nicht. Das Entscheidende ist, ob Hypothyreose oder nicht. Und hier happert es schon, da man erst wissen muß, was eine Hypothyreose ist. Also eine Definitionsfrage. Die meisten, aber auch nicht alle, Ärzte machen sich das Leben einfach und betrachten auschließich Werte, ca. 90% davon will an dem TSH-Wert alleine eine Hypothyreose, also eine Unterversorgung, erkennen. So einfach ist es aber nicht, sollte man die Fachliteratur/Studien zu Rate ziehen. Oder auch den Patienten zuhören.

    Wie Prof. Hörmann sagt, diagnostiziert man eine Hypothyreose vor allem anhand der Klinik, da er weiß, daß man sich auf die Werte alleine nicht verlassen kann. Aus versch. Gründen. Nicht zuletzt, weil die Meßmethoden nicht standarisiert sind, und jedes Labor andere, bzw. eigene, Referenzbereiche festlegen kann. Die Meßunterschiede betragen bis zu 50% Differenz, wie er feststellte. Auch die ETA-Leitlinien empfehlen die Klinik zusammen mit den Werten zu betrachten, was aber in der Praxis oft "vergessen" wird. Scheinbar ist es zu schwierig, ALLE mög. UF-Symptome kennen und auf dem Schirm zu haben, um mit den Beschwerden des Patienten während der Anamnese zu vergleichen. Und so werden Ärzte eher zu Buchhaltern, da Werte abzulesen viel einfacher ist. Der Patient, trotz den eindeutigen Beschwerden, bleibt unbehandelt, weil die Werte in der Norm liegen.

    Aus der eigenen Erfahrung, rate ich, sich selbst mit der Problematik zu befassen, allerdings keine Bücher für Patienten oder die üblichen Internetbeiträge als Informationsquelle zu betrachten, sondern eher auf PubMed oder die Originalstudien zu lesen, um sich selbst ein Bild zu machen. Darauf warten, daß die Ärzte sich in dem Thema weiterbilden, hat keinen Sinn.

    Die Schilddrüsenhormone sind an allen Vorgängen/Prozessen beteiligt, daher so eine große Palette an mögl. Beschwerden. Allerdings sollte man in alle Richtungen schauen und ev. Mangelerscheinungen von Vitaminen und Spurenelementen versuchen zu identifizieren und zu beseitigen, sonst wird das Gesamtbild noch komplizierter.
    Geändert von Maja5 (05.06.19 um 11:07 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: SD-Erkrankung trotz normaler SD-Werte möglich?

    Zitat Zitat von Maja5 Beitrag anzeigen

    Aus der eigenen Erfahrung, rate ich, sich selbst mit der Problematik zu befassen, allerdings keine Bücher für Patienten oder die üblichen Internetbeiträge als Informationsquelle zu betrachten, sondern eher auf PubMed oder die Originalstudien zu lesen, um sich selbst einen Bild zu machen. Darauf warten, daß die Ärzte sich in dem Thema weiterbilden, hat keinen Sinn.

    Die Schilddrüsenhormone sind an allen Vorgängen/Prozessen beteiligt, daher so eine große Palette an mögl. Beschwerden. Allerdings sollte man in alle Richtungen schauen und ev. Mangelerscheinungen von Vitaminen und Spurenelementen versuchen zu identifizieren und zu beseitigen, sonst wird das Gesamtbild noch komplizierter.
    sehr treffend - hab ich inzwischen auch kapiert...

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