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Thema: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

  1. #1
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    Standard Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Liebe alle!

    Es ist ja leider oft so, dass man sich meldet und zum Arzt geht, wenn es nicht passt. Ich konnte mich mal wieder zu einer BE aufraffen und schreibe daher:

    Ich habe Hashimoto und hier schon mal geschrieben: https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...hung-empfohlen

    Mit Euthyrox habe ich leider nie eine Wohlfühldosis innerhalb der letzten 3 Jahren finden können und es war immer ein Auf- und Ab der Sypmtome, mal besser, mal schlechter. (Siehe anderer Thread)

    Da ich mich mit Euthyrox nicht nie wohl gefühlt habe, habe ich letzten November 2018 entschieden, es mal ganz ohne Medikament zu probieren. Das Ergebnis seht ihr weiter unten. Ich habe mich ohne Medikament im Grunde gleich wie mit Medikament gefühlt, mal gab es gute Tage, mal gab es ganz schlimme. Meinem Arzt wollte der extrem hohe TSH aber nicht so recht gefallen und er hat mich überredet, es doch mal mit Novothyral statt mit Euthyrox zu probieren.

    Mittlerweile nehme ich also seit Januar 2019 3/4 der 100er Novothyal morgens ein und bin bisher nur mäßig begeistert. Wie immer, habe ich mal mehr Symptome und mal weniger. Mir fällt auf, dass ich seit der Novothyral Einnahme generell etwas besser gelaunt bin. Auch komme ich seit der Novothyral-Einnahme wesentlich einfacher morgens aus dem Bett.

    Nicht verändert haben sich diese Symptome:

    - extreme Konzentrationsschwierigkeiten
    - Brainfog
    - Abgeschlagenheit und antriebslos
    - Ab und zu starkes Schwitzen und Zittern, hatte ich unter Euthyrox allerdings auch
    - Kurzatmigkeit und schnelles Herzklopfen nach Anstrengung (Fahrradfahren, usw.)

    Nebenbaustellen habe ich weitestgehend abgedeckt, vor allem Eisen war im untersten Referenzbereich. Nebennieren abchecken macht mein Arzt nicht mit, Vitamin D, Magnesium und Eisen wurde überprüft und passen soweit.

    NEM: Vitamin D, Omega 3 und ab und an Eisen

    Mein Arzt meint, ich soll auf die ganze Novothyral steigern, glaubt ihr das auch? Sollte ich die Tablette dann splitten oder komplett morgens alles nehmen? Könnte die ganze dann schnell zu viel werden?

    Zum Überblick meine letzten 3 BE

    Letzte BE Mai:

    Werte:

    TSH 4.39 uU/ml (0.30-4.00)
    FT3 2.63 pg/ml (2.15-4.12)
    FT4 1.02 ng/dl (0.70-1.70)

    Medikament: 3/4 Novothyral 100

    BE Januar 2019:

    TSH 17.12 uU/ml (0.30-4.00)
    FT3 3.45 pg/ml (2.15-4.12)
    FT4 1.21 ng/dl (0.70-1.70)

    Medikamte: KEINE

    BE November 2018:

    Werte:

    TSH 1,79 mU/l (0.35 - 4.94)
    fT3 2.2 pg/ml (1.7 - 3.7)
    fT4 1.3 ng/dl (0.7 - 1.5)

    Medikamte: Euthyrox 100 ug

    NACHTRAG:

    Mir ist gerade noch eingefallen, dass es mir meistens nach mäßigen Alkoholkonsum am nächsten Tag blendend geht. Deutet das vllt auch auf noch vorhandene Unterfunktion hin?

    Nachtrag II:

    Ein neues Symptom, das mir noch eingefallen ist, sind Schwierigkeiten beim Lesen und juckende Augen, dass muss aber natürlich nichts mit der Schilddrüse zu tun haben...
    Geändert von Phanta (31.05.19 um 14:05 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Hallo Phanta,

    ich schubs dich mal hoch, denn irgendwie bist du untergangen..

    Leider weiß ich nicht wie hoch die Anteile von T3 und T4 in Novothyral sind, aber Deine Werte sprechen für eine Unterdosierung. Mich würden außerdem noch die anderen Werte interessieren (D3, B12 und Ferritin etc), denn da scheint auch nicht alles aufgefüllt zu sein

  3. #3
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Dein Arzt hat anscheinend kein Interesse, T4 und T3 getrennt zu betrachten. Sonst könnte man ja Novothyral und Euthyrox flexibel kombinieren. 20 T3 sind schon sehr viel, das sollte man nur nehmen, wenn man es wirklich braucht und nicht, weil das in einem gut klingenden Markenprodukt drin ist.

  4. #4
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Hallo an alle!

    Leider bin ich immer noch nicht gut eingestellt, momentan bin ich bei 88 ug Euthyrox, Blutwerte sind im Profil ersichtlich.

    Ich stehe momentan immer vor folgendem Dilemma: Im Normalzustand und bei geringer Belastung geht es mir weitestgehend gut, sobald aber Belastung dazukommt, fühle ich mich immer wieder platt, es fühlt sich an, wie in Unterfunktion.
    Das gilt insbesondere für den nächsten Tag nach sportlicher Betätigung. Brainfog und vor allem schwere Konzentrationsschwierigkeiten/ sich ablenken lassen sind die Folge. Dadurch kann ich insbesondere in stressigen Phasen auch meinen Job nicht sinnvoll erledigen. Bis auf den Brainfog und den Konzentrationsschwierigkeiten habe ich vor allem nach dem Sport lange Phasen, in denen ich eine erhöhte Körpertemperatur habe und vor allem an Händen und Füßen sehr viel schwitze. Am Abend schlafe ich dann schlecht und habe auch Herzrasen und co.

    Am besten ging es mir eigentlich, als ich zwischenzeitlich gar keine Schilddrüsenmedikamente eingenommen habe, da waren FT3 und FT4 auch sehr ok. Dagegen ging der TSH total durch die Decke (siehe unten).

    Meine Ärztin ist dafür, die Dosis wieder auf 100 zu steigern, da ich dort aber schon einmal war, und das nicht komplikationslos war, bin ich aber unschlüssig.

    Mich würde eure Meinung zu den Optionen interessieren, die ich meiner Meinung nach habe:

    1. Euthyrox absetzen und den hohen TSH ignorieren. Meine Ärztin rät davon unbedingt ab. Wäre da mit sehr großen negativen Folgen zu rechnen, wenn der TSH derart hoch ist über längere Zeit?

    2. Auf der jetzigen Dosis verharren und die "Nebenbaustellen" angehen, deren Kontrolle ich dann aber privat zahlen muss.

    3. Auf 100 erhöhen und gleichzeitig die Nebenbaustellen angehen.


    Was meint ihr?

    Vielen lieben Dank und liebe Grüße!




    BE Anfang 2019:

    TSH 17.12 uU/ml (0.30-4.00)
    FT3 3.45 pg/ml (2.15-4.12) [66 %]
    FT4 1.21 ng/dl (0.70-1.70) [46 %]

    Medikamte: KEINE
    Geändert von Phanta (31.03.20 um 17:23 Uhr)

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Deine Prozente stimmen nicht.
    Grob überschlagen liegen Deine Werte Anfang 2019 etwa mittig.
    Der TSH passt allerdings überhaupt nicht dazu.
    Die Ärztin könnte mal schauen, warum TSH so hoch geht, Hypophyse.
    Mir ist aber nichts bekannt dass ein hoher TSH bei gleichzeitig guten Werten und Befinden ein Problem darstellt.

    Wie sind denn Deine Werte aktuell?

    Ev. hätte ich noch einen 4. Vorschlag: die Dosis etwas senken auf 75 und schauen, ob es damit besser geht

  6. #6
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Ups, ich habe die Prozentwerte offensichtlich immer falsch berechnet, danke für den Hinweis!

    Die Prozentwerte sind im Beitrag und in meinem Profil korrigiert, von der letzten BE habe ich folgende Werte:

    TSH 6.32 uU/ml (0.30-4.00)
    FT3: 3.05 pg/ml (2.15-4.12) [46 %]
    FT4 1.57 ng/dl (0.70-1.70) [87 %]

    Medikament: Euthyrox 88


    Bei 75 war ich schon über einen längeren Zeitraum, hat damals folgende Werte gebracht:

    BE Sommer 2018 (2.)

    TSH 5.0 uU/ml (0.30 - 4.00)
    FT3 3.08 pg/ml (2.15 - 4.12) [47 %]
    FT4 1.44 ng/dl (0.70 - 1.70) [ 74 %]
    Anti TPO 301 IU/ml (< 34)

    Medikament: Euthrox 75 ug

    BE Sommer 2018 (1.):

    TSH 5.98 uLU/mL (0.44-3.77)
    FT4 1.51 ng/dl (0.76-1.66) [83 %]

    Medikament: Euthyrox 75 ug


    Wären die Werte denn damals ok gewesen? Hab mich damals nicht großartig anders gefühlt als jetzt.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass eine Dosis <= 50 in die richtige Richtung gehen könnte, aufgrund der fehlenden Unterstützung durch meine Ärztin habe ich aber keinen Ansatz, wie ich das angehen soll. (Ich habe schon einige Ärzte probiert, wohne in der Großstadt und habe für einen Privatarzt nicht das nötige Kleingeld und eigentlich immer die gleichen Rückmeldungen erhalten -> steigern)

    Liebe Grüße!
    Geändert von Phanta (31.03.20 um 17:45 Uhr)

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Die Werte waren unter 75 auch relativ hoch.
    Ich würde es jetzt aber trotzdem damit versuchen um nicht einen zu großen Sprung zu machen.
    Es mag sein, dass Du noch etwas weiter runter mußt.

    TSH ist relativ hoch. Wie gesagt, man könnte versuchen rauszufinden wieso.
    Könnte aber auch sein dass das bei Dir völlig normal ist.

  8. #8
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Danke für die Antworten!

    Was könnten denn Gründe für einen hohen TSH bei hohen FT-Werten sein? (Damit ich weiß, wo ich anfangen kann zu suchen)

    Liebe Grüße!

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Eine mögliche Ursache wäre ein Hypohysenadenom
    eine weitere: das ist einfach normal bei Dir

  10. #10
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    Standard AW: Novothyral, Euthyrox oder gar nichts?

    Letztendlich habe ich mich für ein langsames Ausschleichen entschieden. Bin jetzt in der 3. Woche ganz ohne Euthyrox und mein Befinden schwankt sehr stark. Das habe ich erwartet. Ich habe teilweise sehr gute Tage, dann aber auch sehr schlechte Tage, oft abwechselnd. Die guten Tage machen mir Lust, weiterzugehen und die schlechten Tage sagen mir, ich soll es sein lassen und wieder einsteigen.

    Zu den Symptomen: Kaltschweißige Hände, Müdigkeit, langsames Herzschlagen, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche, Kribbeln in den Fingern und Füßen. Dazu leicht depressiv verstimmt. Oft treten die Symptome nachmittags schlagartig auf, das ist manchmal ein richtiger Einbruch, der sich dann am Abend wieder bessert.

    Würdet ihr weitermachen oder das Experiment Absetzen abbrechen?

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