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Thema: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

  1. #1
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    Standard Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Hallo Ihr Lieben,

    ich brauche nochmal Euren Rat und Eure Erfahrungen. Ich bin nun seit 15.12.2018 bei 75 mcg L-Thyroxin.
    Kein Dosis hin und her mehr und meine Schilddrüsenwerte haben sich auch eingependelt und beruhigt.
    Was mir aber sehr zu schaffen macht, sind Symptome zu den Hormonumschwüngen. Dieser Zyklus hätte
    eigentlich am 14.05. anfangen müssen. Leider kam nur eine Schmierblutung, welche bis vorgestern anhielt.
    Gestern wäre der 14. Zyklustag gewesen und ich hätte normalerweise um diesesn Zeitraum meinen Eisprung gehabt.
    Ich denke, dass ich keinen Eisprung hatte, da es keine Anzeichen dafür gab.

    Letzte Nacht ging es mir wieder ganz schlecht. Als ich ins Bett gehen wollte, fing eine schlimme innerliche Unruhe an.
    Also bin ich wieder auf die Couch, hab Iberogast genommen und die Unruhe wurde weniger, sodass ich auf der Couch
    3,5 Std. geschlafen habe. Dann bin ich mit starker Unruhe und innerlichem Zittern wach geworden. Hab um 5:30 Uhr
    mein L-Thyroxin genommen und nach einer Std. verschwand das Zittern. Inzwischen ist die Unruhe auch weniger,
    ich hab nur noch etwas Spannungskopfschmerzen. Ich musste heute Nacht aber dauernd auf WC. Meine Werte vom Hausarzt:

    24.05.2019 ohne vorherige Tabletteneinnahme:
    TSH 2,32 (0,27-4,2)
    FT3 3,26 (2,0-4,4)
    FT4 1,32 (0,93-1,7).

    Hab ich noch zu wenig L-Thyroxin? Meine Gyn sagt immer, die Schildi ist nicht gut eingestellt.
    Mein Endo findet die Einstellung super und ich sollte Mönchspfeffer nehmen. Durch den Mönchi hab
    ich aber letztes mal nur die Schmierblutung statt einer richtigen Blutung gehabt. Irgendwas läuft noch nicht rund und ich fühl mich
    nach solchen Nächten total elend.

    2x wurde am 21. und am 23. Zyklustag eine Östrogendominanz nachgewiesen. Das Gynlabor schrieb damals etwas von Gelbkörperschwäche,
    welche aber nur behandlungsbedürftig bei Kinderwunsch wäre. Dann hätte ich Clomifen nehmen sollen. Ich bin 42,5 Jahre und möchte
    keine Kinder mehr.

    Mein Endo hat auch mal ein Cortisoltagesprofil im Speichel gemacht. Leider kann ich aber hierzu keine Werte nennen, da die Sprechstundenhilfen
    alle 5 Proben zusammen gerechnet und einen Durchschnitt ermittelt haben... telefonisch hat er mir damals gesagt, dass ich morgens,
    mittags und nachmittags ein normales Cortisol hätte aber abends und nachts wäre es unter der Norm. Dazu die Östrogendominanz, welche
    mich besonders 1 Woche vor Mensbeginn in den Wahnsinn treibt, mit allen PMS-Symptomen (Aggro, schmerzende Brüste, Stimmungsschwankungen)
    und meine Schilddrüsenwerte.

    Seht ihr da einen Zusammenhang? Wo kann ich noch ansetzen?

    Anfang April, wo ich mit Bronchitis flach lag, war mein TSH 1,3 und mein FT4 15,8
    (leider Endolabor aber der Endo meinte zu mir, die Werte und Referenzbereiche wären vergleichbar, es bräuchte nur das Komma verschoben werden also FT4 1,58).
    da ging es mir, trotz Bronchitis, symptommäßig besser. Allerdings hatte ich da auch manchmal das Gefühl, dass ich das "Anfluten" merke.
    Deshalb hab ich mich noch nicht zu einer Erhöhung entschlossen.

    Außerdem hat meine Familienärztin anhand meiner weiblichen Hormone ausgerechnet, dass ich 100 mg Utrogestan morgens und abends in der
    zweiten Zyklushälfte nehmen könnte aber es findet sich kein Arzt hier, der das verschreibt. Gyn sagt Werte der Schildi sind noch nicht gut und
    stabil. Endo sagt, Werte sind sehr gut. Es müsste mir perfekt gehen...

    Bitte schreibt mir mal Eure Erfahrungen dazu.

    LG Sansri

  2. #2
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Zitat Zitat von Sansri Beitrag anzeigen

    24.05.2019 ohne vorherige Tabletteneinnahme:
    TSH 2,32 (0,27-4,2)
    FT3 3,26 (2,0-4,4)
    FT4 1,32 (0,93-1,7).

    Hab ich noch zu wenig L-Thyroxin? Meine Gyn sagt immer, die Schildi ist nicht gut eingestellt.
    Deine Gyn meint wahrscheinlich das TSH.

    Ob dein FT4 für dich optmal ist oder noch ein wenig höher sein könnte, könntest du selbst am besten beobachten, wenn die anderen Probleme nicht dazwischen funken würden.

    Dazu die Östrogendominanz, welche mich besonders 1 Woche vor Mensbeginn in den Wahnsinn treibt, mit allen PMS-Symptomen (Aggro, schmerzende Brüste, Stimmungsschwankungen) und meine Schilddrüsenwerte.
    Das dürften manche Ärzte so eindeutig finden, dass du die ganzen Privat-Labortests nicht brauchst, um Progesteron zu versuchen.

    Was ist eine Familienärztin und wieso rechnet die Hormonmängel aus, verschreibt aber nichts?

  3. #3
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Liebe Irene,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Meine Gyn kennt nur die Werte von Anfang April. Da war mein TSH 1,3. Ob mein FT4 höher könnte, bin ich mir nicht sicher. Früher ging es mir bei einem FT4 von 1,4 gut
    aber das ist ja nur geringfügig mehr als jetzt.

    Meine Familienärztin lebt (leider) in der Schweiz. Sie ist Internistin und da darf sie auch Progesteron verschreiben aber ihre Rezepte kann ich hier nicht
    einlösen. Außerdem bräuchte ich hier jemanden, der mich bei dem Versuch begleitet. Alleine trau ich mich nicht, dass einfach zu nehmen.

    Ich bin mir auch nicht sicher, wenn ich vielleicht um 6,25 mcg erhöhe, ob das wirklich die weiblichen Hormone positiv beeinflusst. Anfang Januar 2018 war ich mit dem FT4 überdosiert
    und ich habe auch etwas Angst, wieder in Überdosierung zu kommen. Mein letzter Erhöhungsversuch ist auch nicht gelungen. Ich hatte schlimme Steigerungsprobleme und hab es
    nach 3 Wochen abgebrochen. Dann habe ich am 7.3. noch einmal versucht zu steigern mit gleichem schlechten Ergebnis. Also bin ich weiter bei 75 mcg geblieben. Früher hat mir
    steigern nie etwas ausgemacht. Das, was ich alles im letzten Jahr erlebt habe, hatte ich in 20 Jahren Hashi-Karriere nicht. Kannte ich nicht.

    LG

  4. #4
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Es schadet ja nichts, durch eine Mini-Erhöhung auf ein FT4 von 1,4 zu kommen. Aber ich glaube nicht, dass deine Zyklusprobleme daher stammen. Klingt für mich auch eher nach Prämenopause.

    Du musst ja nicht gleich hoch dosiertes Progesteron einnehmen, wer weiß ob diese Berechnung stimmt. Manche Privatleistungen machen dieses Thema komplizierter als nötig. Vor 20 Jahren hatte kein Mensch private Speicheltests und die Frauen haben trotzdem Progesteron angewandt. Kannst du dir nicht Progestogel verschreiben lassen für die Brüste?
    Geändert von Irene Gronegger (28.05.19 um 10:49 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Hallo Irene,

    ich habe keinen privaten Speicheltest gemacht. Der Endo hat mein Cortisol so über Kasse getestet. Die Hormone nimmt er auch alle ab und rechnet über Kasse ab.
    Im Blut wurde die Östrogendominanz festgestellt. Ich weiss allerdings nicht, ob so ein Cortisolspeicheltest Aussagekraft hat und falls ja, hat er mir nicht gesagt,
    wie ich den Mangel abends beheben könnte.

    Nun komme ich gerade von meiner Gyn. Nachdem ich ihr erzählt habe, was die letzte Nacht war und von den Schmierblutungen berichtet habe, hat sie mir Utrogest 200mg
    aufgeschrieben. Ich soll 1 Kapsel abends oral nehmen. Falls ich davon aber Depressionen, Selbstmordgedanken kriege oder mich antriebslos und müde fühle, soll
    ich zum Psychiater gehen, dann hätte es nichts mit dem Hormonen zu tun... Und genau solche Aussagen lassen mich an den Ärzten zweifeln...

    Ich bin nicht depressiv. Wie oft hab ich das in meiner Hashikarriere beweisen müssen. Letztes Beispiel war eine vereiterte, mit Steinen gefüllte Gallenblase. Ich hatte
    während der Schwangerschaft und danach schlimme Koliken und was sagten 5 Ärzte (nur weil ich gerade entbunden hatte): Das sind Wochenbettdepressionen.., sie haben Hashimoto,
    dann haben sie Depressionen. Ja, genau. Bin dann ins Krankenhaus gefahren und nächsten Tag wurde die Galle entfernt. Wurde vom Chirurgen noch angeschnauzt,
    warum ich nicht eher zum Arzt gegangen bin.

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob Utrogest das Richtige für mich ist. Ich habe die Probleme nur zu den Hormonumschwüngen, nicht durchgängig aber überwiegend in der
    zweiten Zyklushälfte. Die Gyn meinte, ich hätte schweres PMS und dafür wäre die Pille die beste Maßnahme. Von der Pille bin ich allerdings überhaupt nicht
    angetan. Die hab ich nach der Entbindung nicht mehr vertragen. Mir war täglich übel. Außerdem pfuscht die Pille mir wieder in die Schilddrüseneinstellung.
    Ach man, das ist aber auch alles irgendwie keine Option.

    LG
    Geändert von Sansri (28.05.19 um 12:54 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Hallo Irene,

    meine Gyn- und Endowerte hierzu hab ich im Profil nachgepflegt.

    LG

  7. #7
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Ich kann nur von mir reden. Wenn mein fT4 zu niedrig ist brauch ich Progesteroncreme. Dein TSH ist ja noch hoch und ich würde eine Erhöhung muss ja nicht viel sein probieren.

  8. #8
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Hi Janne,

    ja, eine Minierhöhung von 6,25 mcg überlege ich auch schon die ganze Zeit. Das dürfte meinen ft4 nicht großartig schocken oder
    in Überdosierung bringen. Ist ja eigentlich eine homöopatische Dosiserhöhung aber immer, wenn ich versucht habe um 6,25 mcg
    zu erhöhen, wurde ich sofort mit schlimmen Überdosierungssymptomen bestraft. Als wenn ich nicht mehr erhöhen kann. Das
    Problem hatte ich früher nie. Mein letzten Versuch hatte ich am 7.3. für 1 Tag probiert und es waren sofort schlimme, nicht
    aushaltbare Steigerungssymptome da. Ich weiss nicht, ob damals noch das Dosis hin und her mit reingespielt hatte aber da
    hatte ich die 75 mcg auch schon seit 15.12.2018 (also 2,5 Monate) gehalten. Vielleicht würde es jetzt wieder funktionieren aber ich hab mich
    noch nicht getraut. Bevor ich mit dem Progesteron anfange, werde ich es wohl nochmal versuchen. Lieber möchte ich
    an einer Hormonschraube drehen als an 2 aber kann so eine Minierhöhung wirklich noch eine Verbesserung bewirken? Das
    frag ich mich auch.

    LG

  9. #9
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Sich wegen einem Tag abschrecken zu lassen ist B***T.

  10. #10
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    Standard AW: Hashimoto-Schilddrüseneinstellung und Vorwechseljahre bzw. Progesteronmangel

    Hallo Janne,

    da magst du Recht haben aber ich hab das für mich dann doch anders entschieden und Anfang April hat sich die Entscheidung als richtig rausgestellt.
    Da war mein TSH auf 1,3 gefallen und der FT4 auf 15,8 angestiegen. Hätte ich die Steigerung durchgezogen, wäre der TSH vermutlich
    weiter gefallen und der FT4 noch höher gestiegen. Mein Wohlfühl FT4 liegt aber um die 1,4. Vielleicht muss ich einfach nur noch weiter abwarten.
    Mein TSH von 3,0 hat sich ja nach fast 4 Monaten auf 75 mcg auch an die FTs angepasst und ist auf 1,3 gefallen.

    Meine letzten Werte sind ja auch vom Hausarzt also ein anderes Labor. Meine Endowerte bekomme ich kommenden Monatg und dann kann ich
    vergleichen. Ich vermute aber das es keine großen Abweichungen geben wird.

    LG

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