Umfrageergebnis anzeigen: Kann eine zeitlich begrenzte maßvolle Hydrocortisonsubstitution eine Nebenniere regen

Teilnehmer
8. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja, mit geringen Hydrocortisongaben von 5 bis 10 mg kann sich die Nebenniere erholen

    3 37,50%
  • Nein, Hydrocortison schwächt die Nebennieren weiter

    5 62,50%
Multiple-Choice-Umfrage.
Seite 2 von 7 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 68

Thema: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

  1. #11
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    20.05.19
    Beiträge
    26

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Sorry paarigen nicht haarigen Organen

  2. #12
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    20.05.19
    Beiträge
    26

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Noch eine Info: Ich habe in einem Fachartikel gelesen, dass der Körper quasi wie ein Thermostat die Cortisolkonzentration misst. Demzufolge dürfte bei extrem niedrigen Werten von Cortisol keine Beeintächtigung der Leistung der Nebenniere erfolgen, sondern nur bei Übersubstitution. Gibt es denn jemanden im Forum der zeitweise eine Low Dose-Kortison-Therspie gemacht hat und damit seine Nebennieren regeneriert hat ?

  3. #13
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    10.08.06
    Beiträge
    5.166

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Es ist eine physiologisch falsche Vorstellung, dass man endokrines Gewebe entlasten oder belasten könne. Wenn du Hydrocortison nimmst, wird deine Eigenproduktion entsprechend runterreguliert. Nur wenig, wenn du wenig nimmst, bis zu Atrophie der NN und zur NNRI, wenn's zu viel und/oder zu lange ist. Für die NN gilt use it or lose it. Die vermeintliche Schonung durch Hormone von außen kann nicht zur Regeneration führen, sondern bewirkt im Gegenteil einen Abbau von Rezeptoren und Gewebe.

    Es kann gut sein, dass du dich mit Hydrocortison erstmal besser fühlst und leistungsfähiger bist. Nur hat das nichts mit Regeneration zu tun, sondern ist die normale Wirkung eines Steroidhormons. Und die Einnahme geht nunmal mit den o.g. Risiken einher - abhängig von Dosis, Dauer und Individuum.

    Der ACTH-Test hat gezeigt, dass deine NN funktioniert. Daran liegt's also nicht. Wenn es trotzdem an Cortisol fehlen sollte, kann es nur an einer anderen Stelle des Regelkreises haken, an der Hypophyse bspw. Auffällig niedriges ACTH bei niedrigem Cortisol wäre ein Hinweis darauf (sekundäre NNRI). Man würde dann mindestens noch einen CRH-Test machen.

  4. #14
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    06.03.13
    Ort
    anderswo - siehe Profil
    Beiträge
    5.228

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Wie sicher ist das denn, dass man mit nur einer Nebenniere keine Beschwerden haben kann? Ist ja kein sehr häufiges Problem.

    Bei der Schilddrüse nahm man ja lange an, dass man mit freien Werten in der Norm keine Beschwerden haben kann, daher der Begriff "subklinisch". Hat nur den kleinen Nachteil, dass es nicht stimmt.

  5. #15
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    28.08.12
    Beiträge
    3.974

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Zitat Zitat von Irene Gronegger Beitrag anzeigen
    Wie sicher ist das denn, dass man mit nur einer Nebenniere keine Beschwerden haben kann? Ist ja kein sehr häufiges Problem.

    Bei der Schilddrüse nahm man ja lange an, dass man mit freien Werten in der Norm keine Beschwerden haben kann, daher der Begriff "subklinisch". Hat nur den kleinen Nachteil, dass es nicht stimmt.
    So selten ist es auch wieder nicht, z. B. nach Tumorentfernungen. Mir ist niemand erinnerlich, bei dem das nicht geklappt hätte mit einer Nebenniere.
    Hier aber ist ja sogar getestet worden. Die Nebenniere funktioniert einwandfrei, wie man am Testergebnis sieht, von daher ist die Überlegung nicht notwendig.

    Eigentlich geht ja aus allen Beiträgen hervor, das ein Stressproblem besteht, nicht ein Nebennierenproblem. @ Kämpferherz, doch, es kommt sogar vor, das man vorübergehend Hydrocortison gibt an Patienten, die in nicht änderbarem größtem Stress stecken und daher niedrige Cortisolwerte haben, z. B. nach Herzoperationen oder Brandverletzte. Also von daher ist es gar nicht völlig abwegig, das du mal kurze Zeit das Hydrocortison nehmen würdest. Aber nur unter einer Bedingung: das du die dadurch gewonnene Kraft dafür nutzt, gleichzeitig deinen Lebensstil und Arbeitsbedingungen zu verändern. Denn längerfristig würde dir Hydrocortison nur die jetzt kerngesunde Nebenniere kaputt machen. Und glaub bitte nicht, der Dauerstress würde sich nur auf die Nebennieren auswirken, natürlich geht das z. B. auch aufs Herz und macht psychisch krank.
    Also Hydrocortison einnehmen und ansonsten weiter machen wie bisher, das wäre eine gefährliche Lösung. Aber wenn du dich verändern möchtest, all die Dinge erlernen möchtest, die gegen deinen Burn-Out tatsächlich was helfen, dann könnte Hydrocortison für ganz kurze Zeit was nutzen. Manche psychotherapeutische Kliniken geben das stationär an extremst erschöpfte Patienten, um überhaupt erst mal mit der Therapie beginnen zu können.

  6. #16
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    20.05.19
    Beiträge
    26

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    @ Larina: Danke für die Information.
    Ja, ich habe tatsächlich sehr Raubbau an mir betrieben. Nun ist es aber so, dass ich seit frühester Jugend immer schnell erschöpft war. Kannst Du mir sagen, wie lange und in welcher Dosis das Hydrocortison in solchen psychotherapeutischen Einrichtungen übergangsweise gegeben wird ? Natürlich möchte ich mein Leben ändern und nicht so weitermachen wie bisher. Aber komplett stressfrei ist halt für jemanden, der seine Brötchen verdienen muss auch nicht immer ganz so einfach.

  7. #17
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    20.05.19
    Beiträge
    26

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    @ Irene: vielen Dank für die Antwort. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass Grenzwerte irgendwann mal festgelegt wurden, dann aber überhaupt nicht mehr hinterfragt werden. Zu meinen angeblich gesunden Werten. Bei einem Cortisolanstieg auf 206 gelte ich als schulmedizinischen gesund. Bei einem Wert von unter 200 läuten auf einmal alle Alsrmglocken bei den Ärzten und ich brauche Hydrocortison, weil ja eine lebensbedrohliche Krankheit vorliegt. Vielleicht reicht mein Wert aus, um ein beschauliches Leben als Frührentner zu führen. Was ist aber in Stresssituationen, wenn wenn eine Deadline für ein Projekt ansteht, Zuhause das Baby das ganze Wochenende schreit, die eigene Frau krank ist und man dazu noch eine Kniegelenk-OP hat. Dann zu sagen: Ach, Ihre Werte sind doch gesund, bloss kein Hydrocortison .... ich denke dann verreckt man irgendwann .... und jeder denkt dann, dass es halt ein Herzinfarkt war... aber die Ursache lag ganz woanders. Ich finde diese apodiktische Denkweise des verteufeln s von Hydrocortison falsch ... hinzu kommen teilweise psychische Probleme von Menschen mit Cortisolmangel ...

  8. #18
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    28.08.12
    Beiträge
    3.974

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Zitat Zitat von Kämpferherz1970 Beitrag anzeigen
    @ Irene: vielen Dank für die Antwort. Ich habe auch manchmal das Gefühl, dass Grenzwerte irgendwann mal festgelegt wurden, dann aber überhaupt nicht mehr hinterfragt werden. Zu meinen angeblich gesunden Werten. Bei einem Cortisolanstieg auf 206 gelte ich als schulmedizinischen gesund. Bei einem Wert von unter 200 läuten auf einmal alle Alsrmglocken bei den Ärzten und ich brauche Hydrocortison, weil ja eine lebensbedrohliche Krankheit vorliegt. Vielleicht reicht mein Wert aus, um ein beschauliches Leben als Frührentner zu führen. Was ist aber in Stresssituationen, wenn wenn eine Deadline für ein Projekt ansteht, Zuhause das Baby das ganze Wochenende schreit, die eigene Frau krank ist und man dazu noch eine Kniegelenk-OP hat. Dann zu sagen: Ach, Ihre Werte sind doch gesund, bloss kein Hydrocortison .... ich denke dann verreckt man irgendwann .... und jeder denkt dann, dass es halt ein Herzinfarkt war... aber die Ursache lag ganz woanders. Ich finde diese apodiktische Denkweise des verteufeln s von Hydrocortison falsch ... hinzu kommen teilweise psychische Probleme von Menschen mit Cortisolmangel ...
    Hallo Kämpferherz,
    Diese Verteufelung existiert eben gar nicht so klar, wie du meinst. Meiner Erinnerung nach wird es ab etwa 4 Wochen Cortisoneinnahme brenzlig für die Nebenniere. Also schulmedizinisch eingesetzt bei Stress wird Hydrocortison nur kurze Zeit.
    Was die Testergebnisse angeht, ist es auch nicht ganz so simpel. Es gibt keine so eindeutige Trennlinie zwischen gesund und krank, wie du schreibst. Entscheidend ist nicht nur der Wert an sich, sondern vor allem das Maß des Anstieges. Was bei dir klar gesund aussieht, ist der über zweieinhalbfache Anstieg. Damit ist nach meiner Kenntnis eine primäre Nebenniereninsuffizienz komplett ausgeschlossen. Eine sekundäre oder tertiäre könntest du ja nochmal beim Endo ansprechen, dabei handelt es sich um Störungen im Bereich der Hypophyse. Man könnte noch einen CRH-Test machen. Aber auch diese Formen sind normalerweise vom Tisch bei einem derart guten Anstieg.
    Aber du machst ja erneut selber klar, das dein Problem Stress ist und nicht Krankheit. Bist du sicher, das Medikamente für dich der einzige Weg sind, eine familiäre und berufliche Stressnotsituation zu regeln? Falls du, wie ich vermute, Jahrgang 1970 bist, ja dann bist du eben auch auf dem Weg, alt zu werden. Und da wird vieles mühsamer, das ist ganz normal. Du wärst nicht der erste Mann, der berufliche Ambitionen runterfahren muss in diesen Lebensjahren. Mancher hat dann auch plötzlich Herzprobleme, und begreift es viel dramatischer als du mit nur Erschöpfung. So erging es meinem Exmann, erst nach Angina pectoris war er bereit, in eine Reha zu gehen, mit Sport anzufangen, das Handy nach Dienstschluss konsequent auszuschalten.

  9. #19
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    20.05.19
    Beiträge
    26

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Hallo Larina,
    ja ich bin Jahrgang 70 und mir ist klar, dass ich nicht mehr 20 bin. Dennoch: meine über 80 Jährige Mutter ist nicht so schnell erschöpft wie ich. Während ich um 20:30 Uhr kaum noch die Augen offen halten kann, ist meine Mutter hellwach.
    Das kann nicht normal sein. Da geht auch viel Lebensqualität verloren, wenn man am Wochenende und am Feierabend nur noch halbtot auf der Couch liegen kann. Ich habe allerdings gelesen, dass extrem viele Menschen, die eine Niere gespendet haben über massive Leistungseinbussen klagen.
    Da wird von den Ärzten ja auch immer pauschal die Behauptung aufgestellt, dass man mit einer Niere genauso gut leben kann. Das stimmt definitiv nicht. Ich bin mir aber nicht sicher, ob bei Nierentransplantationen auch die Nebenniere mit transplantiert wird. Das könnte natürlich die Erklärung sein, dass sich viele Transplantierte nicht mehr leistungsfähig fühlen.

  10. #20
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    28.08.12
    Beiträge
    3.974

    Standard AW: Nebennierenschwäche bei nur einer Nebenniere

    Zitat Zitat von Kämpferherz1970 Beitrag anzeigen
    Hallo Larina,
    ja ich bin Jahrgang 70 und mir ist klar, dass ich nicht mehr 20 bin. Dennoch: meine über 80 Jährige Mutter ist nicht so schnell erschöpft wie ich. Während ich um 20:30 Uhr kaum noch die Augen offen halten kann, ist meine Mutter hellwach.
    Das kann nicht normal sein. Da geht auch viel Lebensqualität verloren, wenn man am Wochenende und am Feierabend nur noch halbtot auf der Couch liegen kann. Ich habe allerdings gelesen, dass extrem viele Menschen, die eine Niere gespendet haben über massive Leistungseinbussen klagen.
    Da wird von den Ärzten ja auch immer pauschal die Behauptung aufgestellt, dass man mit einer Niere genauso gut leben kann. Das stimmt definitiv nicht. Ich bin mir aber nicht sicher, ob bei Nierentransplantationen auch die Nebenniere mit transplantiert wird. Das könnte natürlich die Erklärung sein, dass sich viele Transplantierte nicht mehr leistungsfähig fühlen.
    Deine Mum hat halt kein schreiendes Baby, keine kranke Frau und keinen Job mit Deadline. Es gibt viele lustige alte Leute, die ganz schön fit sind. Aber das ist doch nicht vergleichbar. Du tust dir keinen Gefallen, deine Belastungen runter zu spielen. Sie sind offenschtlich verdammt hoch im Moment. Ehrlich gesagt, am Wochenende nur hundemüde auf dem Sofa liegen zu können, kommt mir ganz normal vor bei älteren Berufstätigen, die derart viel Stress haben. Schreiende Babys bringen auch schon 30-jährige Väter zur Strecke, was ich stolze Oma gerade gut beobachten kann bei meinem Sohn. Vielleicht bist du ja überhaupt nicht krank?

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •