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Thema: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

  1. #1
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    Unglücklich Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Hallo,

    ich (2008 Hashimoto diagnostiziert, 32 Jahre alt) habe eine Frage zum TSH meiner neuesten Laborwerten im Vergleich zu denen vom letzten Jahr und meinen aktuellen Symptomen (s.u.). Die Dosis ist gleich geblieben (L-Thyroxin 75 von Hennig), nur über den Winter habe ich eine halbe 25er dazugenommen (Dosis: 87,5). Im Dezember bin ich aber wieder zu den 75ern zurückgekehrt, so dass sich das eigentlich nicht auf die diesjährigen Laborwerte hätte auswirken dürfen.

    Mein Problem ist, dass sich mein Befinden zussehends verschlechtert (starke Müdigkeit, Gewichtszunahme +5kg, starke Wortfindungsstörungen, nachlassendes Erinnerungsvermögen, Haarausfall, starke Gliederschmerzen, Depressionen, Ansgtstörung, Infektanfälligkeit, Sport quasi nicht möglich,...), deshalb hatte ich gehofft, zumindest wieder auf die 87,5 steigern zu können. Die Endokrinologin hat im Gespräch deutlich gemacht, dass das aber nur dann möglich ist, wenn ich mich innerhalb des Referenzbereichs des TSHs bewege, da sonst das Risiko für Osteoporose (lebe vegan, nehme nicht die Pille, keine Osteoporosefälle in der Familie = minimales Risiko) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herz wurde vor 3 Jahren durchgecheckt und war bis auf zu niedrigen Blutdruck mehr als okay = minimales Risiko) zu groß wird. Der TSH ist bei mir aber nie richtig aussagekräftig (am höchsten war er bei der Diagnosestellung 2008, und das lag er auch nur bei 3,2) und in der Zeit, in der es mir richtig gut ging und ich beschwerdefrei war, supprimiert gewesen (~ 0,02). Damals (2011) habe ich L-Thyroxin 125 genommen, was durch einen umzugsbedingten Arztwechsel 2013 nach unten auf 75 korrigiert wurde, wo sofort meine Beschwerden wieder anfingen. Die dazwischenliegenden zwei Jahre waren die glücklichsten meines Lebens und ich habe endlich was auf die Reihe bekommen (Sport, soziale Aktivitäten, Abschluss des Studiums, Umzug,...); jetzt fühlt es sich so an, als würde ich wieder mit angezogener Handbremse fahren, was das Stresslevel in jeglicher Hinsicht deutlich erhöht.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Trotz gleicher Medikamentation ist mein TSH-Wert derart gesunken, dass die Ärztin der minimalen Erhöhung nicht zustimmt. Und ich verstehe kein bisschen, wie das sein kann, und bin extrem verzweifelt, weil ich so einfach nicht mehr weitermachen kann. Könnte es sein, dass ich aufgrund meines niedrigen Eisenwerts, einer leichten Anämie und viel Stress einen höheren Anteil rT3 habe? Das wurde nämlich leider nicht gemessen /-:


    22.8.18 (Endokrinologin)

    TSH: 1,49 mIU/l (0,34-4,2)
    fT3: 4,69 pmol/l (3,3-6) --> 51%
    fT4: 12,3 pmol/l (7-21,1) --> 37,6%
    Ferritin: 19 ng/ml (15-150)
    Vit. D.: 11,5 ng/ml (20-100)
    Vit. B12: 187 mg/l (180-914)
    Holo-Tc: 56 pmol/l (50-500)


    15.02.19 (Hausärztin)

    TSH: 0,4 mU/l (0,4-4)
    fT3: 2,94 pg/ml (1,8-5,7) --> 30%
    fT4: 14,2 pg/ml (8-18) --> 62%
    Ferritin: 35,2 ng/ml (13-150)
    Vit. B12: 561 pg/ml (197-771)


    15.05.19 (Endokrinologin)

    TSH: 0,45 mIU/l (0,34-4,2)
    fT3: 3,59 pmol/l (3,3-6) --> 10%
    fT4: 12,2 pmol/l (7-21,1) --> 37%
    Ferritin: 15 ng/ml (15-150)
    Vit. D: 23,4 ng/ml (20-100)
    Vit. B12: 519 mg/l (180-914)
    Holo-Tc: 254 pgmol/l (>25)


    Wenn ihr mir bei der Deutung und weiteren möglichen Schritten helfen könntet oder Hinweise habt, wäre ich sehr dankbar! Momentan suche ich auch noch nach geeigneten Ärzt*innen im Raum Berlin, die vielleicht nicht so sehr auf den TSH schauen (falls öffentlich keine Empfehlungen im Forum gewollt sind, gern auch per PN). Sollten zur Interpretation noch andere Werte benötigt werden, kann ich gerne schauen, ob die auch gemessen wurden - ich habe nicht alle abgetippt.
    Geändert von fanta (18.05.19 um 12:28 Uhr) Grund: Referenzwert falsch abgetippt, jetzt verbessert.

  2. #2
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Schon allein die Uhrzeit der BE kann zu solchen Schwankungen führen. Wichtiger ist dein Befinden und das daraus resultierende Gesamtbild aus TSH, freien Werten.

    Wenn du in Zukunft zur BE gehst, dann immer gleich morgens um 8 Uhr. Am frühen Morgen ist der TSH am höchsten, nachmittags am niedrigsten.

    BTW: Auch Mängel und Entzündungen können einen TSH falsch niedrig anzeigen lassen. Bei dir sieht es ganz nach Eisenmangel aus. Das allein kann auch schon Symptome machen.

  3. #3
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Zitat Zitat von fanta Beitrag anzeigen
    Lange Rede, kurzer Sinn: Trotz gleicher Medikamentation ist mein TSH-Wert derart gesunken, dass die Ärztin der minimalen Erhöhung nicht zustimmt. Und ich verstehe kein bisschen, wie das sein kann, und bin extrem verzweifelt, weil ich so einfach nicht mehr weitermachen kann. Könnte es sein, dass ich aufgrund meines niedrigen Eisenwerts, einer leichten Anämie und viel Stress einen höheren Anteil rT3 habe? Das wurde nämlich leider nicht gemessen /-:


    22.8.18 (Endokrinologin)

    TSH: 1,46 mIU/l (0,34-4,2)
    fT3: 4,69 pmol/l (3,3-6) --> 51%
    fT4: 12,3 pmol/l (7-21,1) --> 37,6%
    Ferritin: 19 ng/ml (15-150)
    Vit. D.: 11,5 ng/ml (20-100)
    Vit. B12: 187 mg/l (180-914)
    Holo-Tc: 56 pmol/l (50-500)


    15.02.19 (Hausärztin)

    TSH: 0,4 mU/l (0,4-4)
    fT3: 2,94 pg/ml (1,8-2,7) --> 30%
    fT4: 14,2 pg/ml (8-18) --> 62%
    Ferritin: 35,2 ng/ml (13-150)
    Vit. B12: 561 pg/ml (197-771)


    15.05.19 (Endokrinologin)

    TSH: 0,45 mIU/l (0,3-4,2)
    fT3: 3,59 pmol/l (3-3,6) --> 10%
    fT4: 12,2 pmol/l (7-21,1) --> 37%
    Ferritin: 15 ng/ml (15-150)
    Vit. D: 23,4 ng/ml (20-100)
    Vit. B12: 519 mg/l (180-914)
    Holo-Tc: 254 pgmol/l (>25)


    Wenn ihr mir bei der Deutung und weiteren möglichen Schritten helfen könntet oder Hinweise habt, wäre ich sehr dankbar! Momentan suche ich auch noch nach geeigneten Ärzt*innen im Raum Berlin, die vielleicht nicht so sehr auf den TSH schauen (falls öffentlich keine Empfehlungen im Forum gewollt sind, gern auch per PN). Sollten zur Interpretation noch andere Werte benötigt werden, kann ich gerne schauen, ob die auch gemessen wurden - ich habe nicht alle abgetippt.
    Der ft3 ist einmal ja schon über dem Referenzbereich und das zweite Mal an der oberen Grenze. Mit so einem hohen Wert wird Dir kein Arzt mehr L Thyroxin verschreiben, wofür sollte das auch gut sein?

    Du kannst Dich freuen, Deine Umwandlung funktioniert ausgezeichnet.

  4. #4
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Schau mal die beiden letzten BEs an! Da stimmt was nicht! Ich vermute die Prozente sind richtig ausgerechnet, aber die Werte oder Referenzbereiche stimmen nicht!
    Bei der letzten BE muss der Referenzbereich vom fT3 sicher wie oben sein. Bei der vorletzten BE kann der Wert beim fT3 nicht stimmen, oder der Referenzbereich ist falsch.
    So jedenfalls bekommst Du lustige Anworten, die nichts mit der Realität zu tun haben...
    LG

  5. #5
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Ah verdammt, tut mir leid, du hast recht - ich bin gestern mit den Zetteln und dem Abtippen fast wahnsinnig geworden... Es ist genauso wie bei der ersten Untersuchung, bei der letzten ist mir nur der Divis verrutscht: 3,3-6. Der fT3 liegt natürlich NICHT über dem Referenzbereich, sonst würde ich nicht nach einer Erhöhung fragen, sondern bei den angegebenen 10%.

    /Edit sagt: War nicht nur der eine Referenzbereich falsch, tut mir echt leid. Das ist so blöd gedruckt und weder alphabetisch noch nach Themenbereichen sortiert, dass ich andauernd in den Zeilen verrutscht bin. Hab alle Werte nochmal abgeglichen, jetzt sind sie korrekt.
    Geändert von fanta (18.05.19 um 12:30 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    War mir schon klar, bin da schlafwandlerisch drüber... Aber deine Antworten zu meinen Fragen fehlen noch.

  7. #7
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Deine Beschwerden passen 1:1 zu Deinem Eisen- und Vitamin-D-Mangel! Ich würde an Deiner Stelle die LT auf keinen Fall verändern und mich um die Mängelbeseitigung kümmern!

  8. #8
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Die Uhrzeit war bei allen Abnahmen gleich, zwischen 10 und 11 Uhr vormittags. Leider kann ich mir nicht aussuchen, wann die BE ist, weil sie nach dem Vorstellungstermin stattfindet /: nachmittags hätte ich aber gar nicht ausgehalten, ich gehe immer nüchtern zum Arzt und nehme das Thyroxin auch erst danach. (: ich wusste übrigens nicht, dass der TSH auch von Schwankungen betroffen ist, macht aber durchaus Sinn...

    Den Eisenmangel habe ich quasi fast mein ganzes Leben lang gehabt, den hatte ich auch bei der BE vor einem Jahr. Trotzdem war der TSH da viel höher und das fT3 ebenfalls. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Nährstoffmängel sich von selber geben, wenn die SD besser eingestellt ist, weil dann die Resorption im Darm verbessert wird (einzige Zeit ohne Eisenmangel war die, in der der TSH supprimiert und fT3 und fT4 bei mind. 50% lagen). Vitamin D supplementiere ich seit der BE im letzten Jahr durchgängig mit Dekristol 20000 (die ersten zwei Wochen täglich, danach 1x wöchentlich) - es kommt aber anscheinend nicht viel davon an /: Auch Eisen habe ich zwischendurch mit Ferrosanol supplementiert, ohne nennenswerten Erfolg, war aber auch nur sporadisch und mache ich jetzt wieder täglich. Vitamin B12 spritze ich wegen perniziöser Anämie sowieso selber, das habe ich auch gut hinbekommen in dem Jahr (:

    Sollten sich die freien Werte denn bessern, wenn die Nährstoffmängel beseitigt werden? Ist es nicht eher andersherum? Sie waren letztes Jahr ja auch schon da, trotzdem waren die SD-Werte da besser als jetzt und mein Befinden hat sich ziemlich verschlechtert.

  9. #9
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Ich fasse mal zusammen Eisenmangel, Vitamin D Mangel, B12-Mangel, pernizöse Anämie. Gibt es bei dir irgendein Verdauungsporblem? Meist ist das die Ursache. Hast du schon einmal konsequent auf Getreide und Milchzucker für einge Zeit verzichtet?

  10. #10
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    Standard AW: Schwankung TSH innerhalb eines Jahres trotz Beschwerden - rT3 vll. Auslöser?

    Zitat Zitat von candymilk Beitrag anzeigen
    Deine Beschwerden passen 1:1 zu Deinem Eisen- und Vitamin-D-Mangel! Ich würde an Deiner Stelle die LT auf keinen Fall verändern und mich um die Mängelbeseitigung kümmern!
    Das sehe ich ganz genauso!

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