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Thema: ein jahr lang kaum besserung dann zeitweise symptomfrei nach einmaliger überdosierung

  1. #1
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    Standard ein jahr lang kaum besserung dann zeitweise symptomfrei nach einmaliger überdosierung

    hallo,

    anfang 2018 wurde bei mir schilddrüsenunterfunktion mit erhöhtem tsh und sehr kleiner schilddrüse (2 x 2ml) diagnostiziert, es bestanden auch viele symptome (gewichtszunahme, müdigkeit usw.).

    nach nicht langer zeit legte man sich auf l-thyroxin 100 fest, was ich auch seit etwa einem jahr nehme, betreuung findet durch den hausarzt/allgemeinarzt statt.

    allerdings hatte sich lediglich die gewichtszunahme bei mir verlangsamt, die anderen symptome gar nicht verbessert.

    zum beispiel war im oktober 2018 der tsh bei 0,74. die hormonwerte wurden nur einmal gemessen und zwar bei der diagnose, damals waren die wohl noch in den grenzwerten.

    vor wenigen tagen nahm ich versuchsweise einmalig statt 1 tablette 100 mg T4, 4 stück davon hintereinander ein. bereits am selben tag begann eine besserung,
    was ich aber am nächsten morgen erlebte, war unglaublich:

    müdigkeit 100% weg, eine schlafdauer im normalen bereich bei gleichzeitigem sehr gutem befinden, einfaches müheloses auftsehen, energiegeladen,
    aber auch leichte überfunktionsanzeichen.

    meine ideen:

    T3-Mangel? Lösung Kombipräparat?
    T4-Überdosis erhöhte auch die T3-Produktion bei gleichzeitig zuviel T4 was einerseits mehrere Symptome verschwinden ließ aber auch eine Überfunktion produzierte?

    Ich las, dass es sein kann, dass manche sogar bei Normwerten einen T3 Mangel haben bzw. zur erfolgreichen Lösung der Symptome auch eine T3-Zufuhr brauchen:

    "Ärzte Zeitung online, 09.08.2010
    Hypothyreose: Manche Patienten brauchen außer T4 auch T3
    ...
    Darüber hinaus genügt bei einem Teil der Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion die T4-Monotherapie nicht, um die Beschwerden des Hormonmangels zu mildern: Die Störungen von Befindlichkeit oder Kognition bestehen weiter, obwohl die Schilddrüsenwerte scheinbar normal sind.
    ...
    Aus Daten von Patienten mit Teil- oder Totalresektion der Schilddrüse geht zudem hervor, dass die individuellen T3-Spiegel zwar auch durch eine T4-Monotherapie (etwa Euthyrox®) wieder hergestellt werden.
    Die dafür erforderlichen T4-Dosierungen waren jedoch so hoch, dass dann der fT4-Spiegel deutlich höher ausfiel als vor der Operation.
    ...
    Bei Einnahme von T4 plus T3 (Novothyral®) dagegen nahm ihr Wohlbefinden signifikant zu - wahrscheinlich gleicht das zusätzliche T3 einen relativen T3-Mangel im Gehirn aus."

    Könnte das mir zutreffen?

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendein anderer Faktor dies verursacht hätte oder es Zufall gewesen sein soll.
    Die Verbesserung des Befindens war enorm und das habe ich so mindestens mehrere Jahre lang nicht mehr erlebt.
    Ich fühlte mich "wie neu geboren".
    Die Symptome der Müdigkeit und Energielosigkeit sind sehr erheblich und bestehen schon lange und konnten bisher keiner Ursache zugeordnet werden,
    außer eben eventuell der Schilddrüse (jetzt endlich). Passen würden die Symptome ja.

    Im Laufe des folgenden Tages wurde der Zustand aber wieder schlechter, was ich mir dadurch erklären würde, dass ich dies ja nur einmalig so zuführte und T3 eine geringe Halbwertszeit hat und auch T4 beginnt, geringer zu werden?
    Und es ja nicht darauf eingestellt ist usw.
    Heute, also wiederum einen Tag später, geht der Zustand wieder in die Richtung, wie es sonst war, allerdings wohl auch noch verbesserte symptome (aber keine so große verbesserung als bei der überdosis).

    Abgesehen vom einmaligen Versuch nehme ich es natürlich wie auch sonst ein, es würde auch gar nicht anders gehen ohne Umstellung der Verschreibung.

    Lohnt es sich, zu versuchen, den Hausarzt um eine versuchsweise Umstellung auf ein T4 und T3 Kombopräparat zu bitten (und bei Verbesserung das dauerhaft so zu machen?)?

    Und wenn ja, wann sollte man in diesem Rahmen eventuell Bluttests machen oder überhaupt? Denn offenbar muss man hier nach dem Befinden gehen, eventuell bei gutem Befinden Bluttest aller Werte dann machen lassen?

    Vielen dank schonmal.
    Geändert von xdiamantx (15.05.19 um 06:28 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: ein jahr lang kaum besserung dann zeitweise symptomfrei nach einmaliger überdosie

    Moin

    Denselben Effekt hättest Du wahrscheinlich auch mit 10 Espressi gehabt Natürlich pusht LT den Stoffwechsel, Herzschlag geht hoch usw. Den (Duracell- )Effekt kann man auch haben, wenn man morgens versehentlich die Tabletten doppelt nimmt.

    Die Frage ist, wie gesund sowas auf Dauer ist. Davon abgesehen gibt es auch Leute, die anfällig sind für Panikattacken und solche Aktionen bereits am selben Tag nicht gut wegstecken.

    Wenn Du den Verdacht hast, ft3 könnte zu niedrig sein, würde ich diesen Wert erstmal messen lassen und dann entscheiden. Nur nach Befinden würde ICH nicht gehen.
    Wenn Du schon dabei bist, könntest Du auch komplette Werte machen lassen (TSH, ft3, ft4; LT vorher weglassen); ggf. als Selbstzahler. Vielleicht genügt bereits eine Erhöhung des LTs, und Du musst Dir kein zweites Hormon aufhucken.
    Geändert von Schlomis Muddi (15.05.19 um 08:23 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: ein jahr lang kaum besserung dann zeitweise symptomfrei nach einmaliger überdosie

    Kennst Du Deine freien Werte nicht? Vielleicht bist Du schlichtweg einfach überdosiert mit den 100mcg. Ich habe nach meiner OP auch noch eine verbliebene Hälfte von etwas über 4ml und nehme 50mcg und ich fühle mich damit mittlerweile auch schon wieder überdosiert. Nach der OP habe ich standartmäßig 75 genommen - war viel zu viel des Guten. Zuviel T4 drückt den ft3. Und „zuviel“ ist hier sehr individuell.

  4. #4
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    Standard AW: ein jahr lang kaum besserung dann zeitweise symptomfrei nach einmaliger überdosie

    Die bessere Reihenfolge wäre gewesen, zuerst die SD-Werte bestimmen zu lassen und danach Experimente zu machen. Die einmalige Vierfachdosis braucht jetzt eine Weile, um sich abzubauen.

    Deine Beschreibung klingt nicht so, als wäre bei der Dosisfindung sehr sorgfältig vorgegangen worden. Von daher halte ich es für wahrscheinlicher, dass sich das Problem mir einer Änderung der LT-Einnahme bessern lässt, als dass du T3 brauchst. Würde das daher zuerst versuchen.

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