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Thema: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

  1. #21
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Ja, hatte von Bianco z. B. was gelsen. Der hatte einen höheren Wert ermittelt, so habe ich es in Erinnerung. Die Studie lohnt sich zu lesen.

  2. #22
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Es jetzt noch zu früh, aber theoretisch besteht noch, sollte die Kombitherapie nicht zur Euthyreose führen, die Möglichkeit der Therapie mit TRIAC. Vielleicht könnte sich dein Vater mit dem Thema auseinandersetzen, ob es in solchem Fall eine Option wäre. Und im Hinterkopf behalten. So weit ich es weiß, ist TRIAC für solche Fälle (Unempfindlichkeit, bzw. Resistenz, für klassische T3-Form) eher geeignet, als Kombitherapie. Ein schwieriges Thema und wenig Quellen.

  3. #23
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Danke Maja, behalte ich im Kopf! Erstmal mache ich jetzt wie geplant bis Ende Mai und dann mal schauen, was sich in der Zwischenzeit getan hat. Es ist ja doch nur ein Strohhalm, aber auch den nehme ich gerne
    Danke euch!

  4. #24
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Hallo Neliae,

    dass ein Arzt von sich aus darauf kommt, auf genetische Varianz zu testen, finde ich gut. Wurde denn nur auf DIo2-Polymorphismus getestet oder auch Membrantransporter (MCT10 / MCT8) oder Hormonrezeptoren (TRalpha und TRbeta oder so ähnlich)?

    Nygaard et al (2017) meinen, dass gerade wenn DIO2 und MCT10 betroffen sind, eine LT4-LT3-Kombi Vorteile hat (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5527224).

    LG Ness
    Geändert von Ness (04.05.19 um 01:06 Uhr) Grund: Link korrigiert

  5. #25
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Hallo Ness,
    Sie kam darauf, weil ich seit Jahren suche und es einfach nicht besser sondern schlechter wird. Wir hatten kurz an eine Umwandlungsstörung gedacht, das ist aber nicht der Fall, und irgendwie im Hinterkopf hatte sie das noch..

    Die anderen Ärzte schicken mich in der Regel zu ihr zurück weil es so offensichtlich erscheint, dass die SD der Übeltäter ist, aber sie hatte auf Grund meiner Werte lange gesagt, sie kann es nicht sein (und mich ihrerseits über all hin geschickt). Ich bin ihr vor allem dafür dankbar, dass sie mich richtig einschätzen kann und mich ernst nimmt und sich diese Zeit nimmt. Sie wirkt auch ernsthaft daran interessiert, dass es besser wird. Und das ist Gold wert, unabhängig davon, ob das nun ein Treffer wird oder nicht.

    Am Wochenende habe ich etwas unternommen, wo ich davon ausging, dass es mir anschließend sehr schlecht gehen würde. Mir ging es nicht gut, aber nicht im Ansatz so schlecht, wie ich es gewohnt bin. Ich kann noch nicht sagen, dass es daran liegt, dass es besser wird, weil es immer etwas unvorhersehbar ist, wo jeden Tag meine Grenze liegt usw aber es gibt mir einen Hoffnungsschimmer...

    MCT8/10 höre ich jetzt zum ersten Mal.. Danke für den Hinweis und den Link!

    Liebe Grüße,
    Nelia

  6. #26
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Hallo ihr Lieben,

    Wie versprochen ein Update.
    Disclaimer: ich schreibe hier ausschließlich über meine eigenen Erfahrungen in meinem eigenen Fall und möchte niemanden anregen, es mir nachzumachen oder erhebe Anspruch darauf, zu beurteilen, ob meine Wege für irgendwen anders in Frage kommen.

    Ich schreibe hier die Entwicklung in meinem "Fall" lediglich auf, weil es ein Sonderfall zu sein scheint und vielleicht in irgendeiner Weise mal jemandem nutzen kann.

    Alles was ich grad probiere entsteht nicht aus Lust und Laune sondern aus der "Verzweiflung" nach jahrelanger Krankheit, die mein Leben sehr stark beeinflusst und einschränkt. Ich wünsche mir daher einen entsprechenden Umgang damit, keine Vorwürfe und apokalyptischen Szenarien Dann bringt es nämlich wirklich auf keinen Fall irgendwem was sondern nur überall Unmut.

    Also, seit Anfang April nehme ich ja nun eine Kombination aus Prothyrid 100/10 und zusätzlichem Thybon, wobei ich mit letzterem ein wenig experimentiert habe und im Prinzip auf einer Dosis von 20-30 Thybon zusätzlich gelandet bin. 20-30 deshalb, weil ich immer noch am ausprobieren bin.

    Wie gehts mir also? Zu allererst mal: ich lebe noch :D
    So richtig grundsätzlich hat sich bislang nichts verändert.
    Ende Mai war ich zur Kontrolle, die Werte stehen noch aus, ich werde sie dann nachtragen.
    Ich erwarte keine riesigen Veränderungen, vermutlich wird mein TSH natürlich verschwunden sein und der ft3 gestiegen - wie gesagt, ich trage die Werte gerne nach, falls Interesse besteht (und niemand über mich herfällt).

    Meine generellen (Haupt-) Symptome sind extreme Erschöpfung (cfs/me Diagnose), extreme Konzentrationsschwierigkeiten (nachdem man in meinem Kopf Auffälligkeiten -Hypometabolismus- fand, wurden neulich auf Alzheimer deutende amyloid plaques ausgeschlossen), daneben lästige, aber nicht unerträgliche Schmerzen in den Muskeln (Fibromyalgie Diagnose), 24/7 Kopfschmerzen, und weiterer "Kleinkram" (starker Tinnitus, Haarausfall, Schwindel, Magen/Darm, usw.).

    An der Erschöpfung und den Schmerzen hat sich rein gar nichts verändert, egal mit welcher Dosis.

    Allerdings hat sich nach ziemlich genau vier Wochen bei der Konzentration was getan. Manche Dinge funktionieren wieder, die vorher wirklich extrem übel waren (ich bin 35). Ich konnte beispielsweise Gesprächen mit mehr als einer Person extrem schlecht, Telefonkonferenzen (von denen ich in meinem Minijob/Ehrenamt viele habe) GAR nicht mehr folgen. Genau da habe ich auch die Verbesserung gemerkt. Plötzlich saß ich in einer solchen und konnte mitdenken und wusste auch hinterher noch, worüber wir gesprochen und was wir beschlossen hatten, was meine anschließenden Aufgaben waren usw. Das war in den Monaten vorher gar nicht mehr möglich. In den letzten Wochen war auch meine Neigung, völlig verloren zu gehen (wie eine demente Person, die durch die Straßen irrt, schätze ich) ziemlich eskaliert. Ich war dann immer plötzlich irgendwo mit der Bahn hingefahren, ohne das wirklich "mitzukriegen" und es war dann wie "aufwachen" und im Halbschlaf feststellen, dass ich keine Ahnung hab, wo ich bin und dass ich doch eigentlich irgendwo hinwollte. Es passiert noch immer, aber seltener. "Vorher" passierte es beinahe täglich oder sogar mehrfach (richtig ärgerlich, weil das richtig viel Zeit kostete. Die Wut und Scham mal außen vor). Ich kann auch wieder mehr Aufgaben nicht in selben Moment sondern fünf Minuten später erledigen, weil ich nicht alle sofort vergesse (schick mir mal bitte die Telefonnummer, bring das mal bitte in den Keller, sowas... Es ist nicht wieder normal, aber die Versagensquote ist nicht mehr bei 95% sondern ich weiß nicht, vielleicht zwischen 60-70?)

    Es ist fürchterlich schwierig und emotional auch fürchterlich anstrengend, so etwas jemandem zu beschreiben, der nicht ich ist, nicht in meinen Kopf schauen kann und nicht mich seit langem kennt, weshalb ich das einfach gerne als Tatsache berichten möchte und nicht über meine kognitiven Fähigkeiten diskutieren.

    Es war eine ganz bestimmte Woche, nämlich die fünfte mit Thybon, wo ich eine wirklich starke Verbesserung gemerkt habe. Leider war am Ende dieser Woche (obwohl die Dosis nicht signifikant höher war zu diesem Zeitpunkt) mein zittern relativ stark, und da es anhielt, hatte ich mich entschieden, zwei Tage auszusetzen und dann mit einer etwas verringerten Dosis weiterzumachen (über einen Zeitraum). Das zittern wurde wieder weniger, und es war auch die einzige körperliche Veränderung, die ich möglicherweise mit den Hormonen in Verbindung bringen konnte. Das "Wunder" ist leider wieder etwas abgeschwächt und ich empfinde meine Konzentration nun als etwas besser als vorher, aber ich erwarte keine Wunder. Mir fällt nicht mehr so oft auf WOW, das wäre eigentlich schiefgegangen, ist es aber nicht, aber es ist im großen und ganzen ein klein bisschen besser, und das ist für mich schon was. Ob es wirklich mit dem thybon zusammenhängt, wird sich wohl noch zeigen müssen. Für mich ist schon sehr wertvoll, dass sich überhaupt durch irgendeine Maßnahme eine kleine Besserung eine der Baustellen betreffend gezeigt hat, denn es ist fürchterlich müßig. Auch einen Unterschied zu sehen in der Konzentrationsfähigkeit tat wirklich gut, denn wenn man jahrelang von Arzt zu Arzt geschickt und von vielen im Umfeld eher misstrauisch beäugt wird, geht das auch an die Substanz.

    Mein Puls ist gleich geblieben (immer um die 58-68, außer beim aufstehen, da schießt er in die Höhe und duschen empfindet mein Körper als Hochleistungssport, da erreichen wir Spitzenwerte von bis zu 150. Ja, nur vom duschen. Nein, ich dusche nicht anders als andere :D

    Die Endokrinologin sagte, ich soll auf den Puls achten, ansonsten war sie nicht unzufrieden, wir beobachten das weiter und mal sehen, wie es sich entwickelt. Vielleicht tut sich ja noch was

    Liebe Grüße!

  7. #27
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Ein weiteres kurzes Update von mir Ich suche hier weiterhin nicht nach Antworten, sondern möchte mit meinem möglicherweise 'Sonderfall' nur eine 'Lücke' schließen.

    Mir geht es nach wie vor kognitiv deutlich besser! Ich kann's ja selbst kaum fassen, wenn ich darüber aktiv nachdenke, was ich tatsächlich kaum tu. (Das hat mir in der Vergangenheit immer wieder Sorgen gemacht, die Frage, ob ich überhaupt noch einen Unterschied wahrnehmen kann und ob ich 'noch merke, wenn es bergauf geht' - kann ich jetzt deutlich und zu meiner Erleichterung mit ja beantworten!)

    Ich merke es noch immer besonders in Gesprächen mit mehr als einer Person, an denen ich wieder teilnehmen kann (zuletzt kaum noch möglich), und daran, dass ich gerade in meinem Job/Ehrenamt seine sehr hektische stressige Zeit habe, und dennoch viel besser funktioniere als ich es mir noch vor wenigen Monaten hätte träumen lassen. Im Rückblick auf so Situationen oder Tage denke ich gerade 'wow, das lief echt gut!'. Ich kann mir Aufgaben merken und sie erledigen, ohne direkt zu vergessen, was ich grad tun wollte. Die Veränderung ist hier wirklich vor allem in der Konzentration. Ich fühle mich dennoch einigermaßen benebelt und im Philosophie-Master bin ich noch lange nicht (wieder) auf einem Niveau, auf dem es sich gut arbeiten lässt.

    Aber ich vergesse nicht beim öffnen der Kühlschranktür dass ich essen wollte. Beim Beenden eines Telefongespräches mit wem ich gesprochen habe. Beim Stift in die Handnehmen was ich notieren wollte. Beim Bahnfahren wo ich bin. All das ist deutlich besser geworden.

    Die restlichen körperlichen Symptome sind unverändert, vielleicht in den letzten zwei Wochen etwas weniger Erschöpfung, aber ich glaube, ich habe etwas mehr die Grenzen verdrängt, die Crashs sind unverändert, die Kopf- und sonstigen Schmerzen auch, Tinnitus, Haarausfall, Kälteempfindlichkeit, Atmen, Gleichgewicht, egal was, da hat sich nichts getan.

    Aber die Fähigkeit, mich zu konzentrieren, da bin ich mir mittlerweile sicher, hat sich zum positiven verändert. Schwankend und nicht auf das normale Niveau zurück, aber es tut sich was. Und ich bin ein grundsätzlich sehr optimistischer Mensch und freue mich darüber ziemlich.

  8. #28
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Naja Neliae, es ist ja bekannt, das hohe Mengen T3 antidepressiv wirken. Wenn es dir gedächtnismäßig besser geht, körperlich aber nicht, dann ist für mich klar, das wirkt bei dir als Antidepressivum. Eins deiner Probleme muss demnach eine Depression sein. Trotzdem können auch körperliche andere Krankheiten vorliegen, da spricht logisch sogar alles dafür, weil sonst wäre das ja alles mit weggegangen. Was das nun bedeutet, und ob man das auf Dauer so weiter machen kann, sind ganz andere Fragen. Ich meine jedenfalls schon, langfristig ist T3 gefährlicher als Antidepressiva. Also du hast insgesamt Thybon 40 jeden Tag? Das ist ja weit mehr als der Gesamtbedarf des Menschen.

    Fiel mir grad noch ein: Ja wie sehen denn deine Werte damit aus? Denn bei diesem Polymorphismus braucht man eine Kombitherapie, aber um solche Mengen Hormone geht es dabei nicht.
    Geändert von Larina (11.07.19 um 13:02 Uhr)

  9. #29
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    Naja Neliae, es ist ja bekannt, das hohe Mengen T3 antidepressiv wirken. Wenn es dir gedächtnismäßig besser geht, körperlich aber nicht, dann ist für mich klar, das wirkt bei dir als Antidepressivum. Eins deiner Probleme muss demnach eine Depression sein. Trotzdem können auch körperliche andere Krankheiten vorliegen, da spricht logisch sogar alles dafür, weil sonst wäre das ja alles mit weggegangen. Was das nun bedeutet, und ob man das auf Dauer so weiter machen kann, sind ganz andere Fragen. Ich meine jedenfalls schon, langfristig ist T3 gefährlicher als Antidepressiva. Also du hast insgesamt Thybon 40 jeden Tag? Das ist ja weit mehr als der Gesamtbedarf des Menschen.

    Fiel mir grad noch ein: Ja wie sehen denn deine Werte damit aus? Denn bei diesem Polymorphismus braucht man eine Kombitherapie, aber um solche Mengen Hormone geht es dabei nicht.
    T3 kann auch depressiv machen, ich habe es selber erlebt.

    Ich glaube auch, dass hier eine Depression vorliegt und das Zittern kommt mit Sicherheit auch von der hohen Dosis T3, da braucht man sich nichts vorzumachen. Langfristig so eine hohe Dosis halte ich auch für äußerst krankmachend und bin auch davon überzeugt, dass da noch weitere Symptome kommen werden. Ein Puls von 150 nach dem Duschen ist alles andere als normal.

    PS. : Ich habe jetzt nicht alles gelesen, nimmst Du noch andere Medikamente, beispielsweise BB oder ähnliches?

  10. #30
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    Standard AW: Neue Erkenntnisse: Thr92Ala D2 Polymorphismus

    Eine Depression liegt nicht vor.
    Antidepressiva und andere Maßnahmen, die ich bereits vor einiger Zeit genommen und unternommen haben, brachten keine Veränderung.

    Das Zittern hatte ich nur einige Tage, mein Puls ist unter der Kombtherapie nicht gestiegen (außer beim Duschen, da auch nicht jedesmal bzw nicht jedes mal im gleichen Ausmaß. Ich kann auch einen Messfehler nicht endgültig ausschließen, da ich mich manchmal schlechter fühle und mein Puls nicht steigt, keine Ahnung.
    Wie gesagt, ansonsten hat sich körperlich nichts verändert. Ich habe auch keine Überfunktionssymptome,
    und nehme jetzt seit einiger Zeit 100/10 Prothyrid und am Nachmittag noch 20 Thybon. Damit scheint es mir "soweit" ganz gut zu gehen, wie gesagt, nur das hat sich verändert (sonst nichts. Keine körperliche Verbesserung oder Verschlechterung, keine Veränderung, auch nicht bezüglich meiner Stimmung oder irgendwie sonstwas). Auf die Werte vom Juni warte ich noch, die nächsten gibt's planmäßig im August.

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