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Thema: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

  1. #51
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Guten Morgen,

    der Endokrinologe meinte, ich solle bitte durchhalten, wenn ich es nicht schaffe, dann eben sein lassen. Der Anstieg des BD könne nicht von der SD kommen. Er sieht diesen auch nicht als gefährlich an. Er sieht da auch keinen Zusammenhang. Er bot mir an, wöchentlich zu telefonieren und dann weiterschauen.
    Hab parallel dazu mir jetzt noch einen Termin beim NUK in der Uni geben lassen. Versuche erstmal durchzuhalten.

    Das Gespräch bei der Psychotherapeutin hat mir auch was gegeben. Ich habe halt was Körperliches und da setzt sich meine Psyche drauf. Ich soll mich bewegen. Walken, Rad fahren und Massagen gegen die Verspannungen würden mir sicherlich auch weiterhelfen. Das werde ich jetzt auch angehen.

    Danke nochmal für eure Tipps. Der Austausch hier tut mir gut.

    LG Emilija

  2. #52
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Guten Morgen,

    wollte es nur mal kurz mitteilen. Hatte gestern eine heftige Panikattacke mit totalem Herzrasen usw. und das während der Autofahrt, da ging es los. So richtig heftig war es dann an der roten Ampel. Klar, kam da ja auch nicht weg.
    So heftig hatte ich das noch nie. War Gott sei dank alleine unterwegs.
    Bin dann rangefahren, um runterzukommen. Die Notfalldrops haben dann irgendwie gewirkt. Mein Mann kam dann und wir sind hintereinander nach Hause gefahren. Alleine traute ich mich nicht mehr. So ging es. War für den Rest des Tages zu nichts mehr zu gebrauchen. Nur noch mit dem Hund raus. Das tat gut.
    Das brauche ich echt nicht und daher werde ich nachher auch wieder meinen Endokrinologen anrufen. Bin gespannt, was er dazu sagt.

    Wenn ich wirklich weniger LT brauche, weil meine SD noch gut arbeitet, warum reagiert mein Körper dann so?!? Okay, nach der Erhöhung ging es mir auch nicht gut, aber das jetzt. Das brauche ich auch nicht.
    Oder muss man wirklich jede neue Einstellung mindestens 4 Wochen durchhalten? Wie macht ihr das?!? Wie schafft ihr das?!? Kann doch jetzt nicht nur noch zu Hause rumhängen und abwarten.

    LG Emilija

  3. #53
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Ich denke du bist Opfer geworden von diesem "Deutschland ist übertherapiert mit LT"-Hype. Such dir bitte einen anderen Endo oder NUK.

  4. #54
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Emilija, es ist m.E. völlig unmöglich, anhand akuter Symptome zu beurteilen, ob du zu viel oder zu wenig nimmst. Ich weiß, wie beeindruckend Panikattacken sind, aber sie sind v.a. harmlos. Der Umgang damit wäre mir das wichtigste, denn Meideverhalten ist extrem einschränkend.

    Eigentlich soll man eine Dosis sechs Wochen lang konstant halten, damit man aussagekräftige Werte bekommt. Das würde ich dir auch dringend empfehlen. Wenn du jetzt etwas änderst (und ja nicht mal weißt, in welche Richtung und wie viel), stehst du wieder am Anfang. Dein Körper reagiert übrigens m.E. wenig, "nur" deine Psyche springt gerade voll auf jede kleinste Änderung an.

  5. #55
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Hallo zusammen,

    nun habe ich es wirklich geschafft durchzuhalten. Seit 27.04. gesenkt auf 50 Euthyrox. Morgen geht es endlich zur BE beim Endokrinologen. Mein Befinden ist weiterhin sehr bescheiden. Ganz schlimm sind meine Unruhe/Angstzustände und diese ständige Angespanntheit. Es fällt mir sehr schwer zu entspannen. Wie auch, wenn das Herzklopfen morgens schon anfängt. Außer an den letzten Tagen am Strand mit Blick aufs Meer, da war ich total entspannt, aber in der Stadt, im Restaurant o. ä. Katastrophe. Hoffe das Ergebnis lässt nicht lange auf sich warten. Bin gespannt wie es weitergeht und was der Endokrinologe vorschlägt. Er war ja der Meinung, ich bräuchte weniger bzw gar nichts mehr. Meine SD würde es selber schaffen.
    Melde mich, sobald ich was weiß. Bis dahin weiterhin durchhalten.

    LG Emilija

  6. #56
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    N‘ Abend und schöne Pfingsten,

    jetzt war ich diese Woche zur BE - endlich. Das Blöde jetzt nur ist, dass der für mich zuständige Endokrinologe bis Anfang Juli in Urlaub ist und ein Gespräch mit ihm erst dann stattfinden kann.
    Die Ergebnisse werde ich aber versuchen früher zu bekommen. Die Arzthelferin meinte, sollte etwas Auffälliges zu sehen sein, dann würde sich ein Kollege melden. Tja, aber wie sieht das der Kollege?!?
    Wie doof, dachte jetzt geht es gleich weiter. Nee, muss weiter abwarten. Hoffe, ich bekomme den Befund vorher. Werde in einer Woche mal höflich nachfragen.
    Meine Unruhe und Anspannung ist zurzeit nämlich kaum auszuhalten. Fahre seit der letzten PA kein Auto mehr alleine. Einkaufen gehe ich auch nur noch mit Mann oder gar nicht. Das Warten an der Wursttheke oder Kasse ist zurzeit echt heftig. Werde dann immer total unruhig. Selbst mit der Familie in Ruhe am Tisch sitzen und essen ist für mich Horror. Bin dann so unruhig und angespannt. Das alles kenne ich nicht und ich möchte, dass das wieder aufhört. Kennt das jemand von euch?!? Wenn ja, wie geht ihr damit um?!? Nimmt euer Arzt euch diesbezüglich ernst?!? Wäre für Tipps u. ä. echt dankbar.

    LG Emilija

  7. #57
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Hallo Emilija,

    Ich erinnere mich gut an so eine Phase mit 50 bis 62,5.
    Die Werte waren immer OK, aber ich konnte ohne Baldrian nicht ins Auto steigen und das half auch nicht so wirklich.

    Weiß nicht mehr, wann es vorbei war, doch irgendwann schon.

    Ob ich Tipps für dich habe?
    Ich denke schon:

    Erstmal durchhalten und auch bei allen möglichen Werten nichts ändern.

    Zweitens alle mögliche Mittel in Betracht ziehen: Neurexan, Baldrian, BB und sogar Tavor – man wird nicht gleich abhängig.
    Tavor nehme ich seit vielen Jahren jeweils eine Tablette, wenn es unerträglich wird, bisher insgesamt 40. Die letzte Packung ist noch nicht geöffnet. Im Durchschnitt eine alle zwei Monate.

  8. #58
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Zitat Zitat von Emilija Beitrag anzeigen
    Die Ergebnisse werde ich aber versuchen früher zu bekommen. Die Arzthelferin meinte, sollte etwas Auffälliges zu sehen sein, dann würde sich ein Kollege melden. Tja, aber wie sieht das der Kollege?
    Falls man die Werte nicht an dich rausgeben will, bevor sie besprochen sind, lass sie an den Hausarzt faxen. Du musst niemand hinterher laufen. Nutz es als Gelegenheit, verbindliches Auftreten zu üben, das kann man auch anderweitig brauchen.

  9. #59
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Hallo zusammen,

    Danke für eure Tipps. Den Befund an den Hausarzt zu faxen, finde ich gut und werde ich auch ggf. anwenden.

    @DonnaS: Gut zu wissen, dass man nicht alleine ist und dass andere die Zeit der Einstellung auch überstanden haben.
    Hatte heute vormittag auch wieder diese totale Unruhe. Hinzu kam dann noch der hohe Puls, wobei ich mich nicht überanstrengt hatte. Fängt meistens so gegen 12 Uhr an. Nehme die Euthyrox immer so gegen 6.30/7.00 Uhr. Ob es da einen Zusammenhang gibt ?!?
    Gegen 15 Uhr habe ich dann eine Neurexan genommen. Möchte es damit mal probieren. Denke aber, dass eine einmalige Einnahme noch nicht viel bringen kann. Hab zwar noch viel erledigt, aber der Einkauf war wieder Horror. Kann zurzeit einfach an keiner Warteschlange (Kasse) stehen.
    Ich bin so gespannt auf meine Werte.

    LG Emilija

  10. #60
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    Standard AW: Benötige Hilfe bei meinen Werten bei Diagnose Hashimoto

    Zitat Zitat von Emilija Beitrag anzeigen
    Wie doof, dachte jetzt geht es gleich weiter. Nee, muss weiter abwarten. Hoffe, ich bekomme den Befund vorher. Werde in einer Woche mal höflich nachfragen.
    Meine Unruhe und Anspannung ist zurzeit nämlich kaum auszuhalten. Fahre seit der letzten PA kein Auto mehr alleine. Einkaufen gehe ich auch nur noch mit Mann oder gar nicht. Das Warten an der Wursttheke oder Kasse ist zurzeit echt heftig. Werde dann immer total unruhig. Selbst mit der Familie in Ruhe am Tisch sitzen und essen ist für mich Horror. Bin dann so unruhig und angespannt. Das alles kenne ich nicht und ich möchte, dass das wieder aufhört. Kennt das jemand von euch?!? Wenn ja, wie geht ihr damit um?!? Nimmt euer Arzt euch diesbezüglich ernst?!? Wäre für Tipps u. ä. echt dankbar.
    Ich kenne das sehr gut und m.E. bedeutet "ernst nehmen" nicht, es auf die SD und die Einstellung zu schieben bzw. zu erwarten, dass es mit der richtigen Einstellung aufhört. Das kann natürlich sein oder mag sogar öfter bis oft so sein. Aber bis dahin kann sich eben auch eine Angstproblematik verselbständigen und den Alltag einschränken. Dem würde ich entgegenwirken.

    Dazu gibt es Strategien:

    1. Realitätscheck: Besteht eine tatsächliche Gefahr? "Kaum auszuhalten" bedeutet nicht, dass es nicht auszuhalten wäre. Eine Panikattacke ist schlimm, aber objektiv ungefährlich (auch hinterm Steuer!). Wie hoch ist der hohe Puls wirklich? Die meisten Angstpatienten überschätzen bspw. ihre Herzfrequenz erheblich und steigern sich dadurch noch mehr in die Angst rein. Mach' dich schlau, was tatsächlich in deinem Körper passiert, wenn du Angst hast, und schreib' es dir auf. Dann weißt du, dass das keine endlose, eskalierende Spirale sein kann, und du kannst es dir bei aufkommender Angst nochmal durchlesen, um dich zu erden.
    2. Panikattacken nehmen einen typischen Verlauf: die Angst steigt an und bleibt dann für einige Sekunden bis Minuten auf einem Plateau. Gefühlt lauern dort Tod und Wahnsinn und gefühlt dauert das eine Ewigkeit bzw. man meint, das hört nie wieder auf. Tatsächlich steuert der Körper aber ziemlich schnell dagegen - wenn man die Angst nicht "künstlich" aufrecht erhält, indem man sich intensiv Katastrophenphantasien (siehe 1.) hingibt und/oder sekündlich lauert, ob die Angst noch da ist bzw. wieder stärker wird. Je mehr du akzeptieren kannst, dass du Angst bekommst und dass sich das schlimm anfühlt, aber eben durchgestanden werden muss (und kann!), desto weniger Angst vor der Angst wirst du haben und desto besser wirst du Panikattacken durchstehen.
    3. Du könntest paradox vorgehen und dir vornehmen, in Situation X die stärkste denkbare Angst zu entwickeln und auszuhalten. Das ist bei manchen planbaren Situationen nützlich - wenn man wild entschlossen ist, sich der Angst zu stellen, taucht sie i.d.R. nicht auf. Das Problem: es ist kein "Trick" dabei, man muss ernsthaft entschlossen sein, es ist nichts, um Angst zu umgehen.
    4. Rosskur: Wenn du Angst hast, versuch' sie zu steigern und das ohne Gegenwehr/positive Gedanken/geistige Ausflüchte/Hilfe auszuhalten. Ungefähr nach dem Motto "Dann sterbe ich eben jetzt."
    5. Meide Meideverhalten! Das ist wirklich wichtig. Fahr' alleine Auto - und wenn's nur 50 Meter sind. Mute dir wenigstens kurze Wartezeiten an der Kasse zu. Denk' zu Ende, was passieren könnte... Klassischerweise hat man ja Angst, ohnmächtig zu werden und umzukippen. So what? Dann stehen Leute um einen rum, bringen ein Glas Wasser etc. Das ist es nicht wert, seine Selbständigkeit aufzugeben.


    Zitat Zitat von Emilija Beitrag anzeigen
    Gegen 15 Uhr habe ich dann eine Neurexan genommen. Möchte es damit mal probieren. Denke aber, dass eine einmalige Einnahme noch nicht viel bringen kann.
    Es ist homöopathisch, da würde ich nicht mit einer Wirkung rechnen. Ich habe mir an dieser Stelle überlegt, ob ich dir die mögliche Placebowirkung zerreden darf, aber es gibt eben auch wirksame und unbedenkliche Medikamente (wie Baldrian bspw.) und es ist m.E. ungleich wichtiger, dass Meideverhalten nicht chronifiziert oder gar ausufert. Da schließe ich mich Donnas Rat an und würde mir für besonders herausfordernde Situationen ein Anxiolytikum wie Tavor verschreiben lassen (nur damit dann nicht hinters Steuer).

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