Seite 1 von 5 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 48

Thema: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    17.06.13
    Beiträge
    1.164

    Standard Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Liebe Forengemeinde,

    ich weiß ich habe mit meinem Selbstexperiment mancher Teilnehmer Nerven etwas strapaziert und hoffe, dass ihr mir jetzt in dieser etwas schwierigen Situation doch behilflich sein könnt und wollt.

    Meine aktuellen Werte unter 175µg sind:

    TSH: 1.2
    FT4: 21,9 pmol/l (11,6 - 21,9)
    FT3: 4 pmol/l (2,9 - 7,9)

    Die letzte Einnahme war etwa 7-8 Stunden zuvor. Dementsprechend spiegelt der T4 wahrscheinlich auch das Maximum durch die Einnahme wieder.

    Das Befinden ist bescheiden. Ich bin körperlich durch Treppensteigen erschöpft und schlafe sehr schlecht. Gerade merke ich das Anfluten der Morgendosis sehr deutlich. Der TSH ist im Verhältnis zum FT4 ziemlich hoch, FT3 ist ziemlich niedrig. Das spiegelt sich wahrscheinlich in den Kopfschmerzen, dem schlechten Schlaf und dem Erschöpfungsgefühl wieder.

    Ich vermute, dass durch die Jodeinnahme - habe kein Hashi! und weder Antikörper, noch inhomogenes Gewebe - meine Schilddrüse wieder begonnen hat selbst T4 herzustellen und dass deshalb der T4 im Verhältnis zu den letzten Jahren so hoch liegt, weil zusätzlich zum T4 aus den Tabletten jetzt noch die Eigenproduktion hinzukommt. In den letzten Jahren hatte ich aus Angst vor Hashimoto Jod vollkommen vermieden und war schon damals bei der Diagnose der UF im Mangel.

    Mir ist nicht klar wie ich weiter vorgehen soll. Mehr T3 um durch Drücken des TSH die Eigenproduktion zu senken? T4 weiter senken und dadurch eine TSH Erhöhung und ein weiteres Steigen der Eigenproduktion in Kauf nehmen?

    Wenn ich T4 senke und der TSH steigt, dann sollte auch die Umwandlung in T3 steigen? Soweit die Theorie? Das stimmt doch? Gleichzeitig würde bei steigendem TSH auch die Eigenproduktion wieder gesteigert werden? Und damit würde ich den FT4 evtl. noch weiter nach oben drücken?

    Ich weiß, dass mein Weg etwas ungewöhnlich ist und hoffe sehr auf eure Unterstützung und Gedanken, trotz ungewöhnlichem Ansatz.

    Liebe Grüße

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    19.02.09
    Beiträge
    544

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Hallo gedankenpause!

    Ich finde du bist bzgl. runter dosieren auf einem guten Weg und hast schon gut was geschafft!!

    Ich würde weiter senken!
    Auf keinen Fall wieder zurück zu mehr oder thybon.
    Gib deinem Körper mehr Zeit.
    So hoch finde Ich das TSH nicht! Die Norm geht ja noch Ein bisschen nach oben.

    LG!

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    30.01.06
    Beiträge
    1.807

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Gleichzeitig würde bei steigendem TSH auch die Eigenproduktion wieder gesteigert werden? Und damit würde ich den FT4 evtl. noch weiter nach oben drücken?
    So geradlinig funktioniert das nicht. Gerade bei Werten so kurz nach Änderung nicht!
    Schau dir mal zum Beispiel diesen Ausschnitt aus meinem Profil an:

    Datum ___ _ TSH ____ fT3 ____ fT4 ____ LT µg
    6.10.2017 ... 0,16- .... 2,52 .... 1,87+ .... 137,5
    8.11.2017 ... 1,02 ..... 2,19 .... 1,83+ .... 131,25 ... nur 31 Tage nach Senkung von 137µg (also kaum kürzer als bei dir), hier ist der TSH noch gestiegen, fT4 aber nicht
    20.12.2017 . 0,79 ..... 2,14- ... 1,91+ .... 131,25 ... 74 Tage bei selber Dosis - TSH sinkt jetzt wieder! fT4 etwas gestiegen
    2.2.2018 ..... 0,46 ..... 2,55 .... 1,85+ .... 125 ........ 42 Tage nach erneuter Senkung - TSH weiter gesunken!, fT4 sinkt auch wieder, fT3 gestiegen

    Dein TSH ist ziemlich sicher noch bei keinem stabilen Level angekommen.

    Das fT4 wird wohl noch in den Ausläufern des Peaks gewesen sein, aber Maximum ist nach 7-8h nicht mehr zu erwarten. Es war ja auch nur die halbe Tagesdosis, die du zu dem Zeitpunkt genommen hast, also nicht so ein großer Peak wie bei Einmaleinnahme.

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Ort
    Trägerin des Rosa Ehrenknopfes
    Beiträge
    37.232

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von Gedankenpause Beitrag anzeigen
    Die letzte Einnahme war etwa 7-8 Stunden zuvor. Dementsprechend spiegelt der T4 wahrscheinlich auch das Maximum durch die Einnahme wieder.
    Das Maximum, die einnahmebedingte Hormonspitze, erreicht man nach übereinstimmender Meinung aller mir bekannten Quellen, zu einem Zeitpunkt, der zwischen 2 und 4 Stunden liegt.

    Dein Wert ist, nach meiner Schätzung, vielleicht ein wenig höher, als dein Nüchternwert nach 24-Stunden-Karenz, also direkt vor der nächsten Einnahme wäre. Typisch für einen beliebigen Tag unter Hormoneinnahme ist dieser Wert und nicht der Nüchternwert am Tag der Blutentnahme, an dem man diesen Nüchternwert vielleicht zwischen Aufstehen um 6 und Blutabnahme um 8 Uhr hat, plus eine Stunde, bis der Wert anfängt, zur Spitze hin zu steigen.

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    17.06.13
    Beiträge
    1.164

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Ok, das heißt eurer Einschätzung nach liegt der Peak noch höher als die 21,9 pmol/l?

    Mir ging es am Tag der BE davor und danach überhaupt nicht gut. Auch die Tage seither wird es eigentlich immer schlimmer. Ich bin müde und könnte alle drei Stunden wieder schlafen. Die Vibrationen machen mich wahnsinnig, weil sie sehr deutlich sind und sich nicht ignorieren lassen.

    Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass Folsäure über die Anregung der Methylierung auch die Verwertbarkeit der Schilddrüsenhormone verbessert und mich daran erinnert, dass ich im Zusammenhang damit auch gelesen habe, dass Niacin als Methylgruppenacceptor die Methylierung wieder reduzieren kann. Da MSM und Biotin auch Methygruppendonoren sind habe ich jetzt einfach ausprobiert ob mich das Niacin ein bisschen beruhigt und ja, ich bin etwas ruhiger geworden. Allerdings kann das auch daran liegen, dass ich die Einnahme heute morgen um 8:10 hatte. Gegen 12/13/14 Uhr wurde das Vibrieren so richtig schlimm. Andererseits habe ich von 12 bis ca. 14 Uhr nochmal geschlafen, weil das Vibrieren einfach so anstrengend war, dass ich mich hinlegen musste. Jetzt etwa 9 Stunden später sollte dann also auch der Peak wieder weg sein, so dass die Besserung des Befindens evtl. gar nichts mit dem Niacin, sondern nur mit dem Abflauen des Peaks zu tun hat?

    Andererseits werde ich jetzt schon wieder so müde, dass ich mich am liebsten hinlegen würde, aber dann bin ich wieder die ganze Nacht wach und ich würde gerne mal wieder einfach normal durchschlafen.

    Kann es sein, dass man auf dem Peak wenn er zu hoch ist nochmal so richtig müde wird?

    Die Werte machen mir jetzt nicht so große Sorgen. Eher der Zustand in dem ich mich gerade befinde. Ich habe die Befürchtung, dass ich so auf der Arbeit unkonzentriert sein werde und dann die Probezeit nicht überstehe, weil ich eben nicht die von mir erwartete Leistung bringen kann, wenn ich so zwischen Müdigkeit und Vibrieren schwanke. Nicht dass ich aus Versehen jemanden anzicke oder halt die Hälfte vergesse.

    Wenn tatsächlich das Jod den TSH steigen lässt, dann könnte es ja sein, dass bei einer LT Reduzierung das fT4 nochmal steigt und der Unterschied zwischen T3 und T4 noch größer wird und damit das Befinden noch unangenehmer? Wohingegen eine kleine Zugabe von T3 auch das TSH senken würde und damit vermutlich eben auch T4 sinken würde. Insbesondere wenn ich vielleicht zusätzlich dann auch T4 nochmal reduziere. Meine Ärztin meinte ich könne das T4 nochmal senken und vom Gefühl her würde ich das auch tun, andererseits bedeutet ein steigender TSH ja auch wieder eine gesteigerte endogene Hormonproduktion...?
    Geändert von Gedankenpause (19.10.18 um 16:55 Uhr)

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Henna
    Registriert seit
    22.12.11
    Beiträge
    6.131

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Wäre das so schlimm, wenn dein Körper selbst mehr T4 herstellt? Dann senkst du eben noch weiter die Dosis. So lange, bis sich ein Gleichgewicht einpendelt.

    Ich war auch schon überdosiert und war sehr müde und nicht belastbar. Daher plädiere ich für senken.

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Ort
    Trägerin des Rosa Ehrenknopfes
    Beiträge
    37.232

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von Gedankenpause Beitrag anzeigen
    Ok, das heißt eurer Einschätzung nach liegt der Peak noch höher als die 21,9 pmol/l?
    Wahrscheinlich schon. Aber für mich ist der Punkt nicht primär wichtig, nämlich ob der Wert nun 23, 24, 25 oder eben 22 ist. Er ist hoch und dir geht es nicht gut, dass man bei Hochstand müde sein kann, ist bekannt.

    Mir war nicht so klar, dass du an der Lugolschen Lösung nippst, hab das jetzt im anderen Thread bewusst wahrgenommen. Dort schreibst du, dass dir bewusst ist, dass das Hashimoto triggern kann. Ich möchte hinzufügen: Auch MB kann das triggern. Aber davon abgesehen, vielleicht geht dein Befinden auf dieses durch Jod hervorgerufene artifizielle "Pushen" zurück. Ich will darüber keinerlei Diskussion pro und contra führen, erwähne es aber als eine Möglichkeit. Denkbar ist für mich ein dadurch hervorgerufenes Überangebot an Jod, dem die Schilddrüse bei 175 LT eventuell nicht nachkommen kann, sich aber anstrengt, es zu tun. Aber wie gesagt - ich kenne die Lugolschen Theorien nicht detailliert, möchte mich auch nicht eingehend damit beschäftigen, ich denke bloß, das natürliche Jodangebot aus der Nahrung dürfte für eine normale Schilddrüse, wie die deine ist, ausreichen.

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    17.06.13
    Beiträge
    1.164

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Meine Endo hat mir ja auch Tabletten mit 200µg Jod verschrieben, weil bei mir der Mangel so eindeutig war und die Jodeinnahme ist mit ihr abgesprochen. Aus welcher Quelle ich das Jod nehme ist ja egal, so lange ich es mit der Dosis nicht übertreibe. Lugol ist halt deutlich billiger als die Tabletten von Hexal. Deshalb habe ich mich dafür entschieden.

    Die Leute die normalerweise mit Lugol experimentieren nehmen das Zeug ja tropfenweise. Das mache ich nicht! Sondern wie gesagt, ich löse einen Tropfen in 25 Teelöffel Wasser auf und nehme davon 1-2, manchmal drei Teelöffel, aber nicht täglich. Es hinterlässt einen für mich eindeutigen Geschmack im Kaffee und ich muss mich wirklich bremsen, dass ich nicht noch mehr davon nehme, weil es so "gut" schmeckt und mein Körper das scheinbar wirklich will. Laut Nährwertrechner kam ich mit meiner Ernährung gerade einmal auf etwa 30µg/Tag und das in etwa die letzten 6 Jahre. Ich denke nicht, dass da bei mir ein großer Vorrat vorhanden sein sollte... ich habe ja immer alles selbst gekocht und nie Jodsalz benutzt, auch nicht vor Diagnose der UF. Weiterhin habe ich immer noch Lust auf Fisch, aber z.B. auch riesige Lust auf Sushi, auch wenn ich mir das gerade nicht leisten kann , was vermutlich bei einem Jodüberangebot im Körper nicht der Fall sein sollte?

    Womit könnte deiner Meinung nach die Schilddrüse denn überfordert sein? T4 ist ja im Moment ausreichend vorhanden? Der Wert war in den vergangenen Jhren bei dieser Dosis nie so hoch. Zum ersten Mal eigentlich Anfang des Jahres als das ganze "Chaos" anfing und ich dann nur noch aussteigen wollte. Da hatte ich allerdings schon ein ganzes Jahr lang das Jod genommen.

    Ich denke vom Befinden her, dass es vielleicht am für meine Verhältnisse großen Unterschied zwischen T3 und T4 liegt? Solche Werte hatte ich eigentlich noch nie...

    So langsam geht es mir jetzt etwas besser. Liegt vielleicht wirklich an der Tabletteneinnahme?
    Geändert von Gedankenpause (19.10.18 um 18:12 Uhr)

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Sugarhashi
    Registriert seit
    09.10.05
    Ort
    Socky Mountains (seit 2005)
    Beiträge
    4.314

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von Gedankenpause Beitrag anzeigen
    Laut Nährwertrechner kam ich mit meiner Ernährung gerade einmal auf etwa 30µg/Tag und das in etwa die letzten 6 Jahre.
    Das kann ich nicht glauben. Die Nährwertrechner sind in Sachen Jod überhaupt nicht zu gebrauchen. Kommen Eier und Milchprodukte in Deiner Ernährung vor?

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    17.06.13
    Beiträge
    1.164

    Standard AW: Selbstexperiment Teil 2 - Bitte um Hilfe

    Milch im Kaffee und dann immer wieder einmal der Proteinshake (400ml Milch) aber nicht täglich. Eier schaffe ich sonst eher nicht, aber manchmal dann doch. Nicht wirklich regelmässig... ich denke es kann bei mir schon sein, evtl. waren es auch 60µg? Ich weiß, dass es weit von den empfohlenen 200µg und deutlich unterhalb von 100µg - wirklich deutlich - war und ich mich immer gewundert habe, wie das sein kann, dass es wirklich so schlecht ist, wenn überall geschrieben wird, dass Jod eigentlich ausreichend vorhanden sein soll. So schlecht habe ich mich überwiegend nicht ernährt.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •