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Thema: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

  1. #1
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    Ausrufezeichen Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Liebe Mitleser,

    es gibt hier eine sehr beliebte Disskussion über Dinge, die Eure Ärzte so gesagt haben.
    Ich würde aber gern wissen:

    Welche wichtigen Dinge haben Euch Eure Ärzte NICHT gesagt? Und zwar vor allem zu Beschwerden, wo Ihr lange suchen musstet, um Abhilfe zu finden? Und woher kam dann die Lösung?

    Vielleicht geht es Euch nämlich wie mir:

    Seit Jahren mache ich die Beobachtung, dass ich trotz vieler Arztkontakte nur wenig Fortschritte mache durch die ärztliche Hilfe.
    Es gibt wenig hilfreiche Aussagen, auf wichtige Impulse kann man lange warten. Fast jeden einzelnen wichtigen Fortschritt habe ich durch eigenes Engagement (v.a. Bücher / Internetartikel lesen) erreicht. Schon vielfach bin ich zum Arzt und habe durch aktives Ansprechen von Untersuchungsmöglichkeiten diese dann auch erhalten - und erst dadruch Erfolge erzielt. Vom Arzt selbst initiiert gab es kaum irgendwelche sinnvollen Anregungen.
    Die wichtigsten und entscheidenden Dinge, die mir WIRKLICH geholfen haben, habe ich -wenn ich so zurück schaue - immer durch eigene Recherche gefunden, und das finde ich schon recht dramatisch. Wenn ich nur auf mich schaue, kann ich sagen, dass die Ärzte fast vollständig und regelmäßig unfähig sind, echte Abhilfe zu schaffen bei allen wichtigen Langzeit-Beschwerden.

    Ein Beispiel:
    Ich hatte über 2 Jahre immer und immer wieder scheinbare Harnwegsinfekte. Zigmal zum Urologen, drei verschiedene Ärzte in der selben Praxis gesprochen, viele Stunden im immer schwer überfüllten Wartezimmer verbracht. Auffällig war, dass kaum Erreger im blutigen Urin waren. Zweimal am Wochenende in die Notaufnahme. Nach der achten (!) Antibiotika-Einnahme dachte ich: Kann doch nicht wahr sein! Ich halte mich an alle empfohlenen Regeln, und trotzdem kommt das immer wieder!
    Eine 10-Minuten-Recherche (!) im Internet mit Suche nach "Harnwegsinfekt ohne Erreger" brachte die Lösung: Es handelte sich tatsächlich um schwere Unterleibsverspannungen, die genauso aussahen, wie ein Harnwegsinfekt - die aber keiner waren! Was man an den niedrigen Erreger-Zahlen hätte erkennen können... Acht mal Antibiotika umsonst genommen... mittlerweile wurde mir auch in einer Klinik bestätigt, dass sonst nichts Unnormales vorläge. Als Sofortmaßnahme begann ich, Entspannungsübungen zu machen und führte die eine Weile fort. Die Beschwerden traten nie wieder auf. Ich könnte weitere Geschichten erzählen, aber Ihr habt sicher auch welche! Ich möchte also gern von Euch wissen:

    Welche Lösungen habt Ihr für gesundheitliche Langzeitprobleme gefunden, wo Ihr keine wirksame Hilfe von Ärzten gefunden habt?
    Oder anders gefragt: Welche Hinweise oder Ratschläge (die dann geholfen haben) hättet Ihr gern von Eurem Arzt erhalten?


    Ich bin gespannt auf Eure Antworten!
    Liebe Grüße!

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Aurorasutra
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Also ich musste mir meine Diagnose sogar selbst stellen quasi!

    Ich hatte als Hauptbeschwerde Gewichtszunahme ohne mehr gegessen zu haben und war schlapp, müde, etc... Sowas sind ja schon recht typische Anzeichen einer UF.

    Ich war dann beim Arzt, um mir eine Überweisung zur Abklärung beim NUK zu holen. Diese wurde mir zunächst verweigert. Ich blieb beharrlich und rauskam latente UF mit FT´s im Normbereich + TSH bei über 4.

    Hätte ich das nicht selbst in die hand genommen, wäre nichts passiert.

    Was wurde mir nicht gesagt?

    1. Dass man lebenslang Hormone substituieren muss
    2. Das Hausärzte eigentlich keine Ahnung haben von der Schilddrüse ()
    3. Ob man das LT vor BE nehmen soll oder weglassen muss
    4. Dass der Arzt jetzt eigentlich überhaupt keine zeit hat, mich weiter aufzuklären, und es gute Seiten im Internet gibt und es wichtig ist, selbst gut informiert zu sein

    Mehr fällt mir auf die Schnelle nicht ein

    Im Grunde kümmere ich mich seit Jahren um meine gesundheit selbst, indem ich wie oben beschrieben auf Behandlung/Weitere Untersuchungen dränge

    Psychotherapien habe ich mir auch immer selbst verordnet - dafür brauche ich keinen Arzt, der mir Empfehlungen ausspricht.

    Selbiges gilt für die Vitamin D-Substitution

    etc... etc...

  3. #3
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Darauf hab ich nur eine gravierende Antwort:

    T3-only.

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von c.schnuffelblau
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Hi Kitu,
    das mit Deinem Harnwegsinfekt finde ich sehr interessant. Könnte sein, dass das auch auf mich zutrifft. Hast Du mehr Infos darüber?

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von riech.reload
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Kraft-/Kraftausdauertraining

    PS: Bei tatsächlichen Harnwegsinfekten hab ich, auch prophylaktisch, gute Erfahrungen mit Mannose gemacht.

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Prototyp
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Das Eisen die SD Werte näher aneinander bringt wußte auch keiner. Jahrelanges herumdoktoren und das dann zufällig bemerkt. Oder das mehr Progesteron im Körper auch die Allergien und Unverträglichkeiten abschwächen kann. Glaubt mir bis heute keiner meiner Ärzte

  7. #7
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Hallo Aurorasutra,

    da hast Du ein paar seeehr gute Punkte!

    Zu 2.: Meine Hausärzte waren bisher auch fast durchgängig inkompetent in Sachen Schilddrüsen-Diagnostik - ich denke, wer da einen ernsthaften Verdacht in die Richtung hat, soll sich eine Überweisung zum Endo oder NUK besorgen und das dort abklären lassen.

    Zu 1.: Dass man lebenslang substituieren muss ist so eine Frage:
    Meine Endo hat mir nach ca. 5-6 Jahren unter L-Thyrox nun vorgeschlagen, ich könnte einen 3-monatigen Auslassversuch machen, um zu schauen, ob die Schilddrüse den dadurch entstehenden Mangel wieder von allein "abfängt". Anlass dafür gab ihr einerseits die "schrumpfende" Schilddrüse (könne eine Reaktion auf die Zuführung durch's L-Thyrox sein - das Organ wird weniger "gefordert"), andererseits, dass die HT-typischen Antikörper noch nie nachweisbar waren, lediglich der TSH war schlecht in der Vergangenheit.
    Ich bin skeptisch, was das angeht - es geht mir nicht soo dolle, dass ich denke, so einen Versuch auch nur annähernd gut zu überstehen. Auch wenn ich wirklich gern Gewissheit hätte, ob mein Körper es nicht doch ohne schafft...


    Zu 3.: Ja, da scheiden sich die Geister offenbar. Meine Endo meinte, es würde keinen Einfluss haben, wenn man es morgen nimmt und ich solle es daher unbedingt jeden Tag - auch bei Blutabnahmen - einnehmen.

    4. Ja, das ist schade. Diese einfache, kurze Info hätte mir auch viel Zeit erspart!

    Ich mache es genauso wie Du - ich kümmere mich ebenfalls selbst. Das ist auch wirklich das Einzige, was voran bringt, auch wenn man so manchen Irrweg nimmt ab und an, der nix bringt.

    Lieben Dank fürs Teilen Deiner Erfahrungen! :-)

  8. #8
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    Idee AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Zitat Zitat von c.schnuffelblau Beitrag anzeigen
    Hi Kitu,
    das mit Deinem Harnwegsinfekt finde ich sehr interessant. Könnte sein, dass das auch auf mich zutrifft. Hast Du mehr Infos darüber?
    Hallo Du,

    entschuldige die späte Antwort. Schau mal hier, die Seite hat mich letztendlich auf die richtige Fährte gebracht:
    https://koerpertherapie-zentrum.de/3...schwerden.html

    Die Seite ist vom Körpertherapie-Zentrum von Frau Pohl in Süddeutschland. Sie hat auch das Buch "Unerklärliche Beschwerden" geschrieben, das mannigfaltige körperliche - und sogar psychische / psychosomatische! - Beschwerden beschreibt, die von Dysbalancen der Strukturen im Körper herrühren können. Wer da Details zu den Inhalten im Buch braucht oder wissen möchte, ob die eigene Beschwerde da vorkommt, kann mir gerne mal ne PN schicken.

    Auf diese Infos hin habe ich jedenfalls einen Körpertherapeuten, der in der Methode von Frau Pohl ausgebildet war, aufgesucht - am liebsten hätte ich mich direkt bei Frau Pohl behandeln lassen, aber das war mir von der Entfernung her nicht möglich.
    Der Therapeut jedenfalls hat zu meinem Bedauern leider gar nichts gebracht und nur Geld gekostet. Was aber auch am Behandler liegen kann, es kam mir eher wie eine sehr normale Physiotherapie vor...

    Was für mich aber einen großen Unterschied machte, war letztlich allein das Wissen um die Möglichkeit, dass es sich um Verspannungen handeln könnte, und bewußtes Entspannen mit Übungen und "gezieltem" Loslassen der Muskulatur, immer wieder.
    Ich habe jedenfalls seitdem keine "Blasenentzündung" mehr gehabt.

    So, ich hoffe, das hilft Dir weiter! Wenn nicht, schreib gerne nochmal!
    Viele Grüße!

  9. #9
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    Ah, spannend, das mit dem Progesteron! Überhaupt scheint es kaum Ärzte zu geben, die sich gerade mit Progesteron gut auskennen...

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von B.Anna
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    Standard AW: Dinge, die wirklich geholfen haben, die aber kein prof. Behandler erwähnte

    bei schlimmen brennenden Muskelschmerzen mit unklarer Ursache (Uf, ÜF, Fibro..) helfen mir CBD-Tropfen.


    lg
    b.anna

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