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Thema: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

  1. #1
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    Standard Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Hallo liebe Foren-Mitglieder,

    ich bitte euch um Mithilfe!

    Aufgrund verschiedener "unspezifischer" Symptome war ich am 04.03.2019 bei meinem Hausarzt zur Blutentnahme.

    Aufgrund meiner Blutwerte

    TSH < 0,01 (0,3 - 4,2)
    FT 3 7,34 (2,0 - 4,4)
    FT4 2,10 (0,9 - 1,7)
    TRAK 2,68 (< 1,75)

    hat mich mein Arzt zu einem Schilddrüsenspezialisten zur weiteren Abklärung überwiesen.

    Im Rahmen der SD-Szinigrafie am 22.03.2019 wurde ein Tc-Uptakes von 4% ermittelt.

    Der behandelnde Arzt kam zu dem Ergebnis, dass es sich um Morbus Basedow handelt bzw. handeln könnte (?).


    Die übrigen Symptome einer SD-Überfunktion sind grundsätzlich auch vorhanden inkl. erhöhtem Puls (Ruhepuls immer noch im Bereich < 70, bei leichter körperlicher Betätigung > 80, bei Anstrengung bislang < 120).


    Als medikamentöse Therapie wurden mir 1* 10g Thiamazol sowie 3* 10g Dociton verordnet, die ich seit dem 24.03.2019 einnehme.

    Der nächste Termin beim Schilddrüsenspezialisten ist in sechs Monaten im September.


    Leider war ich etwas erschlagen von der vorsichtig geäußerten Diagnose und habe meine Fragen nicht mehr gestellt.
    Daher bitte ich euch um vorsichtige Einschätzung.


    Wie oft sollte ich die Blutwerte bei meinem Hausarzt kontrollieren lassen?

    Welche Entwicklungen der Werte sind erwünscht bzw. welche lösen Handlungsempfehlungen aus?

    Wann ist mit einer Verbesserung meiner leichten SD-Symptome zu rechnen?

    In welcher Form darf ich Sport oder körperlicher Gartenarbeit nachgehen?



    Bis zur Diagnose hatte ich keine "bewusste" Augensymptomatik, die auf eine (floride) endokrine Orbitopathie hindeuten.


    Seit Einnahme der Medikation verspüre ich ein leichtes Augenbrennen sowie ein leichtes, latentes Druckgefühl über den Augen, Kopfschmerzen.

    Es könnte sich nun um Nebenwirkungen der Medikamente oder Symptome einer EO handeln. Optische Veränderungen habe ich nicht festgestellt.

    Möglich sind aufgrund meines Charakters auch psychosomatische Gründe.

    Mir stellt sich hierbei die Frage, ob ich einen (spezialisierten) Augenarzt aufsuchen sollte, um rechtzeitig tätig zu werden?


    Vielen Dank für eure Mithilfe!

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    hallo,
    Du kannst von MB ausgehen. Dein Uptake ist deutlich erhöht. Von den Werten her, ist es nicht so hoch, deshalb vielleicht auch die zurückhaltende Diagnose vom Arzt. Aber der Uptake ist schon deutlich. Die Anfangsdosis passt nach meiner Auffassung zu den Werten.
    Lese Dir mal in Ruhe den Einführungsbeitrag zumindest bis zu den medikamentösen Therapie durch. Da werden schon viele Deiner Fragen beantwortet. Mit dem Sport solltest Du noch warten, bis ft3 und ft4 im Referenzbereich sind. Das könnte schon bald klappen. Bei mir war das nach ca. 2 Wochen. In der Anfangszeit sollten auch alle 2 Wochen ft3, ft4, TSH und Leberwerte gemacht werden.
    Wegen der Augen, sei einfach wachsam und pflege Deine Augen gut und meide zusätzliche Reitze.
    Sorge für ausreichende Feuchtigkeit, EO kann, aber muss nicht bei MB kommen.
    Du kannst Dich ja schon mal umgucken, ob Du einen AA findest, der sich mit EO auskennt.
    lG Karin

  3. #3
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Der Einführungsbeitrag ist oben im MB-Forum angepinnt, falls du ihn nicht gefunden hast (Titel heißt anders):
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...-Neumitglieder

    Der nächste Termin beim Schilddrüsenspezialisten ist in sechs Monaten im September.
    Fein, und wer passt deine Dosis an?

    Du solltest bitte, wie Karin schon oben schrieb, zwei Wochen nach Ersteinnahme des Hemmers zur Kontrolle gehen, kann auch der Hausarzt sein, wichtig ist, dass die von Karin erwähnten Werte gemacht werden (alle). Der Hausarzt wird mit der Dosisanpassung überfordert sein, wir können dir damit helfen, falls du es willst. Es ist nicht so, dass man bis zum nächsten Spezialistentermin die gleiche Dosis nimmt - hat er das nicht erwähnt?

  4. #4
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Vielen lieben Dank schon mal für eure Unterstützung!

    Ich werde mich morgen direkt um zweiwöchigen Termine zur Blutabnahme kümmern und je nach Ergebnis Rücksprache mit dem Spezialisten halten.
    Tja, entweder hat er mich nicht aufgeklärt oder ich habe nicht richtig zugehört bzw. zuhören können... :-/

    Die SDÜ-Symptomatik war auch sehr moderat. Eigentlich standen die Gewichtsabnahme und die verminderte körperliche Leistungsfähigkeit im Fokus meines Arztbesuches am 04.03.2019. Bis Ende Oktober war ich noch sehr aktiv im Garten und Sport.
    Keine Ängste, Panik, Konzentrationsschwächen...

    Am meisten Bedenken habe ich nun vor einer EO. Da steht mir die Phsyche einfach im Weg, so dass ich täglich den Gedanken bewege und in den Spiegel schaue...
    Kann man da vorbeugen oder die Folgen lindern? Naturheilkunde, Homöopathie?
    Allerdings kann Dociton ja auch Bindehautentzündungen verursachen.
    -> da ist es wieder, das Gedankenkarussell.

    Lieben Dank :-)

  5. #5
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Du kannst nur eines machen: Darauf achten, dass deine Werte nicht zu viel - und auch nicht zu wenig gehemmt werden. Das geht durch häufige Kontrollen und entsprechende Dosisanpassungen. Lindern: Die Augentrockenheit, mit konservierungsfreien künstlichen Tränen (Hylo-Comod, Hylo-Gel).

    Deine EO-Ängste kennen wir alle leider zu gut.

  6. #6
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Eine Frage habe ich noch zu dieser ganzen sehr raumfüllenden Problematik: gibt es eine Erstverschlimmerung bei Einnahme der Hemmer oder der Betablocker?

    Ich habe das Gefühl, dass ich zur Zeit mehr Symptome einer SDÜ habe, als vor Einnahme der Tabletten?!

    Natürlich höre und vermutlich "verhöre" ich ziemlich stark in mich hinein...

    Liebe Grüße!

  7. #7
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Nein, es gibt keine Erstverschlimmerung. Was es geben könnte, wäre, dass 10 mg doch zu wenig sind. Wenn 12-14 Tage vergangen sind, geh sofort zur Kontrolle, das wäre jetzt am Montag. Da man sich verhören kann, mache keine Änderung ohne Werte.

    Und sei so nett, fülle dein Profil aus. Wertekonstellation mit Datum und gleich dabei die Angabe, unter welcher Dosis (bzw. noch ohne Hemmer bei Diagnose) und sehr wichtig: seit wann genommen.

  8. #8
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Zitat Zitat von DerKaiser Beitrag anzeigen

    Natürlich höre und vermutlich "verhöre" ich ziemlich stark in mich hinein...
    Wenn du zuviel in dich reinhörst, aber doch beobachten willst, dann versuchs mal mit objektiven Dingen: Gewicht, Puls, Blutdruck ... das kann Hinweise geben, wohin die Reise geht, aber natürlich keine Laborkontrollen ersetzen.

  9. #9
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Leider habe ich seit Einnahme der Medikamente echt fiese Kopfschmerzen und Druck hinter beiden Augen (Termin AA bereits abgestimmt)... das ist das einzige, was mich belastet. Nun gut.

    Meine Blutwerte vom 05.04.2109

    TSH < 0,01 (0,3 - 4,2)
    FT 3 3,77 (2,0 - 4,4)
    FT4 1,40 (0,9 - 1,7)
    TRAK 1,78 (< 1,75)

    Mein Hausarzt würde erstmal weiter bei 10g Thiamazol bleiben. Am 18.04.2019 ist erneut BE.

    Geht ihr mit seiner Empfehlung konform?

    Lieben Dank für eure Meinungen und Erfahrungen!

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Diagnose MB ohne hinreichende Aufklärung, Bitte um Hilfe

    Wie Du siehst ist alles fröhlich am Sinken und die Werte schon im Normbereich.

    Aus diesem Grund solltest Du senken. Frage ist ob auf 7,5mg Thiamazol oder gleich auf 5mg. Der Sprung 10 auf 5 ist etwas größer aber ich würde ihn machen, alternativ einen Tag 7,5mg und einen Tag 5mg. Die Gefahr der Augenbeteiligung sehe ich geringer da die TRAKs relativ gering sind. Ich denke durch die Senkung wird das mit den Augen auch besser.

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