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Thema: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

  1. #1
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    Standard Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Liebe Foris,

    ich hätte gerne ein paar Meinungen zu diesen Blutwerten, genommen unter Gabe von 150µ Thyroxin und 30µ Thybon:

    fT3 = 3.5 pg/ml (Ref. 1.7 - 3.7) 90%
    fT4 = 1.0 ng/dl (Ref. 0.7 - 1.5) 37.5%
    TSH = < 0.01
    Reverse T3 = 163.9 pg/ml (Ref. 90 - 215)

    Mit diesen Werte fühle ich mich eigentlich wohl bis auf die Tatsache, daß ich manchmal starkes Herzklopfen (erhöhter Puls) habe.
    Dafür (und für einen leicht erhöhten Blutdruck) nehme ich je 2,5 mg Ramipril und Bisoprolol.

    Ich würde nun gerne den fT3 irgendwie senken in der Hoffnung, daß sich dann auch die Sache mit dem hohen Puls bzw. den Blutdruckmedis irgendwie abschaffen lässt.
    Außerdem erscheint mir der Abstand zwischen fT4 und fT3 ziemlich hoch....

    Mit meinem behandelnden Arzt werde ich erst frühestens morgen sprechen können wie wir nun weiter verfahren aber mich interessieren vorab schonmal eure Meinungen.
    Wer mag...?

    LG, Sookie

  2. #2
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Naja demnach hast Du ja Thybon wieder erhöht. Meiner Meinung nach bist Du eben komplett überdosiert.

    Außerdem erscheint mir der Abstand zwischen fT4 und fT3 ziemlich hoch....
    Das Phänomen ist doch bekannt. T3 senkt fT4, und bei der großen Menge eben viel. Weniger T3 und damit niedrigerer fT3, dann wird fT4 vermutlich von ganz alleine steigen, vielleicht sogar zu weit.
    LG

  3. #3
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Daß ich überdosiert bin, haben mir vor ein paar Monaten schonmal ein paar User hier geschrieben.
    Ich hatte dann zunächst die Dosis auch schrittweise von 30µ auf 15µ gesenkt, musste aber feststellen, daß ich immer weiter zunehme (trotz LOGI-Ernährung und Mengenbeschränkung).
    Daraufhin hat mein Arzt bei der vorletzten BE zum ersten Mal den Reverse T3 getestet. Dieser lag mit 268 weit außerhalb der Norm, woraufhin ich die Empfehlung bekam, Thyroxin zu reduzieren und Thybon wieder zu steigern. Eigentlich sollte ich Thyroxin komplett auf 0 zurückfahren, das war mir aber zu heikel, ich wusste nicht ob und wie mein Körper auf den totalen Entzug von Thyroxin reagieren würde. Daher nur die Senkung von 175µ auf 150µ.

    Was passiert aber wenn ich Thybon jetzt wieder senke (n. Rü. mit meinem Arzt) mit dem Reverse T3....?

    Ich muss dazu sagen, daß ich bioidentisches Progesteron creme (10%tig, 1x abends eine erbsengroße Menge).

    Ich möchte e-n-d-l-i-c-h wieder abnehmen (können) weil ich an der 140kg-Marke kratze und einfach nur unglücklich damit bin.

  4. #4
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Soweit ich das richtig verstanden habe, steigt rT3 doch nur bei einer individuell zu hohen T4 Dosis. Deswegen setzen manche L-Tyroxin ab, nehmen für einen kurzen Zeitraum nur Thybon, um das rT3 abzubauen und beginnen danach wieder mit einer moderaten T4-Dosis.

  5. #5
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Das ist richtig @candymilk.

    Daher ja auch Senkung von Thyroxin von 175µ auf 150µ.
    Ganz absetzen habe ich mich nicht getraut, daher meinte mein Arzt Senken wäre auch ok.
    Nun ist der Reverse T3 ja jetzt auch gesunken (wieder innnerhalb der Referenzwerte) aber der fT4 ist eben auch weiter gesunken.

    Was passiert jetzt aber mit dem Reverse T3 wenn ich Thybon wieder senken würde/dürfte/sollte?
    Der fT4 müsste steigen.... normalerweise....

  6. #6
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Ich muss nochmal konkreter nachfragen:

    Wenn ich T3 in der Dosis senke und dadurch der fT4 wieder steigen würde, würde dann nicht auch der Wert Reverse T3 (der ja aus den Überschüssen des T4 gebildet wird) wieder steigen?
    Was widerrum eine Verschlechterung der Stoffwechsellage zur Folge hätte?

  7. #7
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Schade dass sich niemand sonst zu Wort gemeldet hat.
    Ich bin leider im Moment total ueberfordert und aengstlich.
    Montag kann ich mit meinem Arzt sprechen....

  8. #8
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Zitat Zitat von Sookie Beitrag anzeigen

    Ich möchte e-n-d-l-i-c-h wieder abnehmen (können) weil ich an der 140kg-Marke kratze und einfach nur unglücklich damit bin.
    Hallo Sookie,
    Starkes Übergewicht muss man allerdings als gesonderte Krankheit betrachten, für die es wichtig ist, die Schilddrüse nicht hoch einzustellen. Je mehr die Schilddrüsenhormone deinen Körper antreiben, desto mehr Hunger bekommst du, desto mehr entgleist der Zuckerstoffwechsel. Die Grundregel für Übergewichtige ist, zunächst ein System zu finden, das langsames Abnehmen möglich macht. Wenn jemand mit Unterfunktion und Adipositas behandelt werden muss, dann sieht das praktisch so aus, das die Schilddrüsenhormone nur äußerst vorsichtig gegeben werden dürfen, gleichzeitig der Zuckerstoffwechsel korrigiert wird mit Medikament und ein sehr langsames Umstellen der Ernährung eingeleitet wird. Erst danach, erst wenn eine deutliche Gewichtsabnahme da ist, können die Schildddrüsenhormone erhöht werden. Wobei das meistens nicht mehr notwendig ist, da auch der Bedarf sinkt. Man schaukelt es also gewissermaßen in ein Gleichgewicht.

    Ich habe vor etlichen Jahren böse Lehrgeld bezahlt für den Versuch, mein Übergewicht mit Hilfe von LT loswerden zu wollen. Es kletterte ganz im Gegenteil hoch durch den angetriebenen Stoffwechsel. Viel später las ich dann, was bei mir schiefgelaufen war. Heute sollte ein guter Endo das aber wissen. Also sofern du auch nur leichte Probleme hast mit dem Zuckerstoffwechsel, und bei BMI von 45 ist das sehr wahrscheinlich, wird die hohe Hormondosis leider jeden Abnehmversuch zunichte machen.

  9. #9
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Hallo Larina,

    danke daß Du auf diesen Punkt eingegangen bist.
    Schwierigkeiten mit dem Abnehmen hatte ich nicht immer, ganz extrem ist es erst seit ca. 1 Jahr.
    Ungefähr zum gleichen Zeitpunkt haben auch meine Beschwerden angefangen, wo mir auch der Gedanke kam, irgendwas könnte mit meiner Dosis von SD-Hormonen nicht stimmen (damals 200µ Thyroxin und 30µ Thybon genommen, vom Arzt so abgesegnet). Und seitdem wird es offenbar nicht nur gefühlt immer schlechter.

    Meine Ernährung habe ich schon sehr lange umgestellt, ich ernähre mich weitestgehend LowCarb nach der LOGI-Methode, habe aber phasenweise immer mal wieder "Aussetzer", in denen ich mich weniger bedacht ernähre. Allerdings ist mein Zuckerstoffwechsel in Ordnung (würde ich sagen). Mein NBZ liegt um die 80, der Langzeitwert liegt bei 4,9...
    Und auch meine Leberwerte sind bisher nicht auffällig (ok, leichte Fettleber habe ich).

    Die Gabe von Thybon ist 2015 zu meiner Thyroxindosis dazu gekommen nachdem ich erst eine ganze zeitlang nur Thyroxin genommen habe.
    Mein Arzt hat es als Chance gesehen, mir das Abnehmen zu erleichtern. So richtig hat es nicht funktioniert, die Dosis sollte ich immer weiter steigern - hab das auch gemacht.
    Dazu muß ich sagen, daß mein behandelnder Arzt kein Endokrinologe ist sondern "nur" Internist, der aber auf Schilddrüsenerkrankungen spezialisiert ist und den ich auch hier über das Forum gefunden habe.
    Allerdings habe ich (schon seit einiger Zeit) den Verdacht, daß mir das überhaupt nicht hilft, ich mit meiner Dosierungsproblematik mehr und mehr unglücklich und überfordert bin.
    Zuletzt erst durch den (erstmalig) genommenen Wert "Reverse T3" - der bei meiner letzten BE sehr weit oberhalb der Referrenzwerte lag.
    Darin sah dann mein Arzt den Knackpunkt, warum es gar nicht mit der Abnahme geht.

    Erklärt hat er mir das so: Reverse T3 blockiert die T3-Rezeptoren und macht dadurch das normale Funktionieren des Stoffwechsels unmöglich. Nur durch Erhöhung der T3-Gabe bei gleichzeitiger Reduktion von T4 (aus dessen Überschüssen das rT3 erst gebildet wird) kann dieser wieder verdrängt werden.

    Aus diesem Grund hat mir meiin Arzt geraten, die T3 Gabe (die ich zu diesem Zeitpunkt auf 15µ gesenkt hatte) wieder auf (erstmal) 30µ zu erhöhen, LT zu reduzieren bzw. lieber gleich ganz abzusetzen....
    Thybon habe ich also erhöht, Thyroxin aber nur von damals 175µ auf jetzt 150µ gesenkt.
    Und dabei sind dann jetzt diese Werte herausgekommen, die ich im Eingangspost gepostet habe.

    Abnehmen kann ich nicht und seit einem grippalen Infekt vor 2 Wochen habe ich Probleme.
    Probleme in der Form, daß ich im oberen Rücken ein ganz schlimmes Brennen hatte - beidseitig und mittig, als würde mich innerlich jemand anzünden....
    Das Brennen strahlt nach vorne aus in die Herzgegend (aber kein Herzrasen oder Herzschmerzen - nur dieses Brennen).
    Blockierte BWS hat meine HÄ diagnostiziert, mag ich nicht so recht glauben.

    Das alles stresst und verunsichert mich gerade total.
    ICH weiß nicht mehr was ich tun (dosieren) soll, ich zweifle aber auch, daß mein Arzt das richtige empfiehlt.

    Meine Gynäkologin (die ich auch um Rat gefragt habe i.S. Übergewicht) hat mir empfohlen Metformin einzunehmen, um erstmal von dem hohen Gewicht runterzukommen.
    Dies habe ich mit meinem Arzt besprochen, der auch die SD behandelt. Er meinte, bioidentisches Progesteron hätte die gleiche Wirkung wie Metformin. Progesteron nehme ich (10%tig als Salbe) aufgrund eines Progesteronmangels...

    Ich weiß, sehr viel Input aber ich hab Angst, daß mir da irgendwann alles total entgleist.

  10. #10
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    Standard AW: Meinungen erwünscht zu neuesten Blutwerten

    Zitat Zitat von Sookie Beitrag anzeigen
    Die Gabe von Thybon ist 2015 zu meiner Thyroxindosis dazu gekommen nachdem ich erst eine ganze zeitlang nur Thyroxin genommen habe.
    Mein Arzt hat es als Chance gesehen, mir das Abnehmen zu erleichtern. So richtig hat es nicht funktioniert, die Dosis sollte ich immer weiter steigern - hab das auch gemacht.
    Ich würde dass T3 schlicht nicht nehmen. Zum Abgewöhnen nur ganz wenig und verteilt und letztendlich aber: Absetzen.

    Du hast eine mindestens normal große Schilddrüse, eher Struma, und gegen die Struma hätte vermutlich auch wenig/er LT ausgereicht, du bist aber gleich auf 75 LT gegangen, laut Profil. Die Werte, die dann gemacht wurden, waren OK - leider enthält dein Profil sonst nichts mehr an Werten und Dosierungen, verfolgen kann man die Geschichte also nicht, aber der Grund für T3 war offensichtlich nicht (und das sieht man auch an den Werten unter deiner Anfangsdosis 75 LT) ein irgendwie niedriges fT3, sondern dein Gewicht.

    Zum Abnehmen eignet sich T3 nicht, ganz im Gegenteil, von zu viel T3 kann man prächtig auch zunehmen, das Risiko einer Insulinresistenz wächst.

    Ich würde also ganz einfach kein T3 nehmen und eine normale Einstellung anstreben. Dann würde sich deine rT3-Situation wohl auch normalisieren, denn wenn man nicht übertrieben viel T4 einnimmt, dann muss der T4-Überschuss ja auch nicht per rT3-Umwandlung eliminiert werden. Und die Halbwertszeit von rT3 beträgt 4 Stunden, das heißt: Deine Rezeptoren sind ja nicht auf immer und ewig zubetoniert, diese ganze Umwandlungsgeschichte ist ja dynamisch, es ist ein stetes Werden und Sterben und somit anpassungsfähig.

    Das Abnehmen, ja - wie auch immer du es machen könntest, ich würde die Aufgabe nicht den Schilddrüsenhormonen anhängen.

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