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Thema: nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

  1. #1
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    Standard nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

    ich nehme seit Jahrzehnten L-Thyroxin ein. Aktuelle Dosis war 125myg.

    Vor Weihnachten hatte ich hohes Fieber und Herzrasen mit totaler Erschöpfung und seltsamen Gefühlen (Depression).
    Es wurde festgestellt, dass mein TSH supprimiert ist und ich habe 12 Tage keine Schilddrüsenhormone genommen.
    Danach Dosis 75myg und nach 4 Wochen Kontrolle. Der TSH ist immer noch supprimiert (0,03).
    Ich soll jetzt wieder 14 Tage aussetzen und danach Dosis 25myg nehmen.

    Ich bin sehr überrascht, dass meine Dosis dermaßen schwankt plötzlich. Bisher wurde sie nur nach Gewichtsveränderungen etwas angepasst.
    Da ich mit soetwas überhaupt nicht gerechnet habe, hatte ich meine sämtlichen (heftigen) Beschwerden auf anderes geschoben: Wechseljahre, Gelenkschaden, Unverträglichkeiten, Stress, Psyche etc.

    Nun fühle ich mich wieder wie am Anfang meiner Hashi-Diagnose: ahnungslos. ;-)

    Vor allem erschreckt hat mich, wie SEHR es sich auf die Psyche auswirkte. Ich weinte mitten auf der Straße, ohne dass es einen konkreten Grund gab. Meine sms müssen auch beunruhigend gewesen sein, da letztes Wochenende meine beste Freundin per Zug angereist kam vor Sorge und mit einem Buch über Depressionen für mich und sie wollte mich eigentlich gleich mitnehmen... Zum Glück ging das Gefühl der tiefen Sinnlosigkeit des Lebens nach 2 Tagen ohne Hormone bereits vorüber und sie reiste allein ab.

    Ich suche nach Infos, wie es zu solch einem Ungleichgewicht der Hormone plötzlich kommen kann oder wie andere es bewältigt haben.


    (Meine Werte aktuell:
    TSH 0,03
    FT3 6,1 (2,0-4.2)
    FT4 20,3 (8,0-17,0)

    weiterhin auffällig waren:
    GPT 49 (<35 U/l)
    MCV 81 (80-96fl)
    MCH 26.9 (28-33)
    MCHC 32,9 (33-36 g/dl)
    Beta-2 7,3 (3,3-6,3%)
    Geändert von DeeDee (13.02.19 um 19:06 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

    liebe DeeDee,

    Ich soll jetzt wieder 14 Tage aussetzen und danach Dosis 25myg nehmen.
    Hört sich nach Hausarzt an, Versuch macht klug, oder wie? statt Überweisung zum Facharzt?

    Dann wird es allerhöchste Zeit, dass du 1. (wirklich schnell) zum Nuklearmediziner gehst, dass 2. dein TRAK-Wert jetzt gleich geprüft wird, das kann der Hausdoc machen. Mach aber bitte schnell, du solltest nicht so lange in Überfunktion sein.

    Wir können nicht in deine Schilddrüse gucken, der Nuklearmediziner kann es. Deine Überfunktion kann mehrere Ursachen haben, hier mit Auslassen und diversen Dosierungen zu spielen ist nicht richtig.

  3. #3
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    Standard AW: nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

    Es war der Kardiologe/Internist. Ich habe für nächsten Monat einen Termin beim Endo bekommen.

    warum TRAK jetzt schnell? Kann ich mehr tun als Aussetzen?

  4. #4
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    Standard AW: nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

    Der Endo kann keine Szintigrafie machen, das kann aber nötig sein in unklaren Fällen und nächster Monat ist einfach viel zu lang. Endo bringt keinen Mehrwert gegenüber NUK, außerdem bekommst du bei einem Nuk schneller einen Termin. Die Bildgebung, Sono oder Szinti, ist hier wichtig.

    Es ist wichtig zu unterscheiden, ob du vielleicht einen hashibedingten Schub hast oder sonst etwas, das Sonstetwas kann theoretisch MB sein oder evtl. Autonomie. Der schnellste Weg wäre, gleich morgen einen TRAK-Wert machen zu lassen, dann könnte man nämlich MB jedenfalls ausschließen (oder bestätigen, wenn du Pech hast, das wollen wir nicht hoffen), das wäre schon mal ein guter Schritt.

    In einem Monat liegt nicht das vor in deiner Schilddrüse, was jetzt vorliegt.

  5. #5
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    Standard AW: nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

    Zitat Zitat von DeeDee Beitrag anzeigen
    Es war der Kardiologe/Internist. Ich habe für nächsten Monat einen Termin beim Endo bekommen.

    warum TRAK jetzt schnell? Kann ich mehr tun als Aussetzen?
    Natürlich - wenn es Basedow sein sollte (positive TRAK) kann man medikamentös die Hormonproduktion hemmen. Also nicht nur die Hormongabe aussetzen, sondern Hemmer einnehmen.

    Bei einem Hashi-Schub hingegen sitzt man die Überfunktionsphase meist aus und behandelt allenfalls die Symptome (Bluthochdruck etc.). Allerdings.... nach Jahrzehnten mit Hashi ist ein Überfunktionsschub vielleicht nicht so wahrscheinlich. Das ist eher etwas, was bei Beginn der Erkrankung auftritt. Achtung: Ich denke nur laut

    Das soll sich mal ein Fachmann anschauen.
    Geändert von Schlomis Muddi (13.02.19 um 20:37 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

    Zitat Zitat von DeeDee Beitrag anzeigen
    Es war der Kardiologe/Internist.
    Eben. Bei so einer Überfunktion, die bei Senkung von 125 auf 75 LT nicht abklingt, prüft manals Erstes die TRAK.

    Eigentlich: Auch schon bei der ÜF unter 125, falls davor die Dosis jahrelang unauffällige Werte erzeugte.

  7. #7
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    Standard AW: nach vielen Jahren Hashi plötzlich "Überfunktion"

    MCV 81 (80-96fl)
    MCH 26.9 (28-33)
    MCHC 32,9 (33-36 g/dl)
    Diese Werte sprechen für Eisenmangel. Das sollte später mal abgeklärt werden (Ferritin, Ferritinsättigung, HB...)
    Aber erst, wenn das mit der SD bzw. Überfunktion abgeklärt ist. Jetzt kein Eisen nehmen, das würde die ÜF verstärken!

  8. #8
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    Gut, danke!

  9. #9
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    Okay. Mist, zwei Ärzte haben das nicht getan...
    Gut, dass ich jetzt wieder hier bin und die Sache in die Hand nehme.
    Geändert von DeeDee (14.02.19 um 07:07 Uhr)

  10. #10
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    War heute beim Radiologen. Szintigraphie unauffällig, Hashimoto-typisch.
    Also weiterhin abwarten und keine SD-Hormone nehmen.

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