Eigentlich wollte ich ja keine Artikel mehr hier einstellen, diesen finde ich aber richtig wichtig, besonders in Hinblick auf MB + Schwangerschaft, dass ich nun doch noch einmal eine Ausnahme mache.

In der DAZ (Deutsche Apotheker Zeitung)-Ausgabe von Freitag, 08.02. steht ein Artikel zum Thema: Verhütung unter Carbimazol oder Thiamazol, es wurde sogar ein "Roter Hand Brief" veröffentlicht:

https://www.deutsche-apotheker-zeitu...azol/chapter:2


Fehlbildungen unter Carbimazol und Thiamazol

Die Hersteller thiamazol- und carbimazolhaltiger Arzneimittel warnen vor angeborenen Fehlbildungen, wenn schwangere Frauen – vor allem im ersten Trimenon – die Thyreostatika einnehmen. Der Rote-Hand-Brief, der in Abstimmung mit EMA und BfArM, erstellt wurde, informiert zusätzlich über ein weiteres Risiko unter Carbimazol und Thiamazol: eine akute Pankreatitis.
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Gleich zwei Warnungen sprechen die Hersteller carbimazolhaltiger und thiamazolhaltiger Arzneimittel in ihrem aktuellen Rote-Hand-Brief zu den beiden Thyreostatika aus:

• Risiko einer akuten Pankreatitis
• Verstärkung der Empfehlung zur Kontrazeption

In Abstimmung mit den zuständigen Behörden auf nationaler Ebene, BfArM, und internationaler, EMA, sollen die pharmazeutischen Unternehmer künftig in den jeweiligen Fach- und Gebrauchsinformationen auf diese beiden Risiken hinweisen.

Der Verdacht, dass es unter den Thyreostatika Carbimazol und Thiamazol zu Fehlbildungen des ungeborenen Kindes kommen kann, ist nicht neu. Allerdings hat laut BfArM eine neue Bewertung der verfügbaren Daten aus epidemiologischen Studien und Fallberichten nun die Evidenz gestärkt, „dass Carbimazol und Thiamazol im Verdacht stehen, angeborene Fehlbildungen zu verursachen, wenn sie während der Schwangerschaft und insbesondere im ersten Trimester der Schwangerschaft und in hoher Dosierung verabreicht wurden“, heißt es im Rote-Hand-Brief.
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Somit müssen Frauen im gebärfähigen Alter während einer Behandlung mit einem der beiden thyreostatischen Arzneimittel sicher verhüten. Gleichzeitig weisen die pharmazeutischen Hersteller und Behörden auch darauf hin: „Ein Hyperthyreoidismus bei schwangeren Frauen sollte adäquat behandelt werden, um dem Auftreten schwerwiegender mütterlicher und fetaler Komplikationen vorzubeugen.“ Meist wird eine Hyperthyreose durch die Schwangerscahft positiv beeinflusst. Doch, so heißt es warnend in der Fachinformation carbimazol- oder thiamazolhaltiger Arzneimittel: „Unbehandelte Hyperthyreosen in der Schwangerschaft können zu schwerwiegenden Komplikationen wie Frühgeburten und Missbildungen führen“.
Den kompletten Artikel gibt es unter obigen Link.