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Thema: OP oder nicht?

  1. #1
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    Standard OP oder nicht?

    Bei mir wurde im Oktober MB diagnostiziert.
    Ich hatte Thiamazol bekommen ( zuerst 40 (5 Tage), dann 20 (10Tage), dann 10mg), das bei mir aber hohe Leberwerte und starkes Unwohlsein verursacht hat.
    Ich versuche seither Jod möglichst komplett zu meiden ( Milch, Ei,etc.- das war meine Idee..)
    Jetzt nehme ich noch 2 mg Thiamazol/Tag, das scheint OK für meine Leberwerte, und meine fT3,T4 Werte sind wieder im Normalbereich und das TSH kommt langsam wieder.
    Dennoch rät mir meine Ärztin zur OP, da sie meint, dass ich im Fall eines neuen Schubs, oder wenn ich mal aus Versehen zu viel Jod erwische und wieder in eine Überfunktion gehe, ja keine höheren Konzentrationen von Thiamazol nehmen kann, und dann eine ungeplante OP unter Hypertyreose machen müsste.

    Das ist natürlich absolut logisch, und Jod sehr stark zu vermeiden ist natürlich eine Einschränkung (vegan, kein Essen auswärts oder in der Kantine... ), aber bisher hat es genau so geklappt wie ich mir dachte, und ich trenne mich doch ungern von meiner SD; wenn nicht unbedingt nötig. Die SD ist stark durchblutet in der DoppleSono aber das Gewebe sieht homogen und nicht angegriffen aus. Der Joduptake in der Szinti war 1,85%.
    Einen guten Chirurgen hätte ich... aber ich weiß nicht, was die richtige Entscheidung ist.
    Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen oder kann mir einen Rat geben?

    Danke!!!!

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: OP oder nicht?

    Schwierige Sache Min. So wie deine Werte jetzt aussehen nach bloß 2 Monaten Hemmertherapie - (mit kleinen Eskapaden wie "1 Woche 10 mg/20mg abwechselnd- je nach Befinden:", das ist nicht gerade vernünftig, die Hemmer sind keine binnen kürzester Zeit wirkenden Aspirin-Tabletten), die TRAK satt zweistellig, das TSH nicht wirklich willig, dein fT3 seit dem letzten Mal bereits wieder sehr deutlich über 3 ... und jetzt eine erneute Senkung, die auch nicht gerade nach kontinuierlicher Hemmung aussieht ("5 mg/ 3 x pro Woche", auch das ist keine ruhige, gleichmäßige Hemmung...) - das sind alles keine sehr guten Vorzeichen.

    Weißt du, 2,5 ist eigentlich kaum noch eine wirksame Dosis, jedenfalls nicht in einer Phase mit hohen TRAK und sprungbereitem fT3. Ich befürchte, dass du mit dieser Dosierung eventuell nicht weiterkommen wirst. Du hast leider nicht angegeben, wie lange du 2,5 genau genommen hast, aber mehr als vielleicht 10? 12? Tage werden es nicht gewesen sein und schon ging dein fT3 höher. Sind die Leberwerte jetzt unten? Theoretisch könnte es sein, dass du mit 5 mg dich irgendwie durchschmuggeln könntest, aber ob das mit 2 mg und in dieser ungleichmäßigen Art eingenommen ... das ist wirklich nicht das, wie man das eigentlich machen sollte. Insofern ... solltest du den Chirurgen warm halten, ist er erfahren genug mit Totaloperationen? also nicht bloß mit Knotenentfernungen und so? Lies mal bitte den OP-Abschnitt im MB-Infobeitrag durch.

    Im Normalfall würde man sagen: Die Chance auf eine Remission sollte man nach all der Hemmerschluckerei nicht vergeben. Aber bei dir ist eben noch keine Ruhe eingekehrt und ich bin nicht überzeugt, dass du bei deinen Werten mit so wenig Hemmung weiterkommen wirst.

    Angst brauchst du insofern nicht zu haben als man schon auch in ÜF operiert werden kann, wenn man kurze Zeit vor OP eine sog. Plummerung macht (Jodblockade der Schilddrüse, also Blockade durch viel Jod), das legt die Schilddrüse eine kurze Weile lahm und während dieser kurzen Weile muss man dann operieren.

  3. #3
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    Standard AW: OP oder nicht?

    Vielen Dank fuer Deine Antwort! Die 10 und 20 mg habe ich damals so genommen, weil es mir mit der Leber so schlecht ging. Es war klar, dass das nicht gut ist, aber da hatte ich nicht viel Wahl.
    Jetzt sind meine Leberwerte wieder OK
    Die 5mg/ 3x pro Woche sind in Oesterreich leider noetig, da 20 mg die geringste Tablettendosierung sind. Ich versuche ohnehin, das auf eine halbwegs gleichmässige Tagesdosis aufzuteilen. Meine Aerztin meinte, meine SD Werte waeren so niedrig, dass ich von 2,5 auf 2 mg reduzieren soll.
    Meinst du lohnt es sich, es weiter mit Thiamazol zu probieren?

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von panna
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    Standard AW: OP oder nicht?

    Ja ich weiß das mit Österreich, es ging mir nicht anders. Die Zwanziger kann man aber auch achteln, was du bei einem Achtel am Tag X verlierst, nimmst du beim nächsten Achtel am Tag X+1 wieder ein, d.h. die Schwankung ist absolut minimal minimal und gleicht sich binnen 24 Stunden aus. Das ist noch OK OK bei der Halbwertszeit von Thiamazol (5-13 Stunden), man ist doch über 24 Stunden lang noch versorgt. Nicht aber beim tageweisen Überspringen der Einnahme!

    Ich würde sagen, probieren, ja, solange die Leberwerte es noch zulassen. Allerdings würde ich echt stark aufpassen jetzt, denn wenn der Basedow bei dieser Minidosis plötzlich hochflammt, dann ... gibt es ein Problem. Das Regime mit 3 Mal die Woche 5 würde ich nicht machen, das ist echt eine direkte Einladung. Ob eine Hemmung mit täglich 2,5 mcg jetzt ausreicht - ich bin skeptisch, angesichts der TRAK und der weiter oben erwähnten Paraphernalien.

    Hast du Kinderwunsch?

  5. #5
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    Standard AW: OP oder nicht?

    Danke! Kinderwunsch hab ich keinen. Die regelmaessige Dosis nehme ich ohnehin. Und ich versuche wirklich ziemlich auf Jod zu verzichten (bin Lebensmitteltechnologin... sollt also relativ effizient klappen) , denkst Du, das kann was bringen? Ich hab die letzte Woche ein wenig Jod zugelassen , da das fT4 so niedrig war...
    Wenn die Chancen so hoch sind, dass es wieder hochflammt, sollte ich vielleicht doch fuer die OP gehen, bevor sich noch eine EO dazugesellt. Bisher hab ich sie nur ganz leicht. Arrgg.. ist das schwierig...

  6. #6
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    Standard AW: OP oder nicht?

    Zitat Zitat von Min999 Beitrag anzeigen
    Die regelmaessige Dosis nehme ich ohnehin.
    Welche, die ich gerade beschimpft habe? diese hier:

    Neue Dosierung: 5 mg/ 3 x pro Woche (ca. 2mg Thiamazol/Tag)
    ?

    Heute ist der 17.12. Wenn du jetzt weiter 2,5 mg/Tag nimmst, wie bis jetzt, und am Freitag, den 27. oder am MOntag, den 30. im gleichen Labor Werte machen könntest (wo deine Ärztin sie macht, bist du aus Wien, ist das labors.at? die Referenzbereiche sind so wie bei denen). Wenn deine Ärztin zu hat, könnte sie dir jetzt noch eine Laborüberweisung ausstellen. Dann wüssten wir vermutlich mehr, nämlich schlicht ob die Werte höher gegangen sind. Bis jetzt war es nur das fT3, aber das schreitet sowieso immer als erstes voran.

  7. #7
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    Standard AW: OP oder nicht?

    Ja... ich habe gemeint, dass ich die Tabletten ohnehin so zerkleinere, dass ich taeglich davon nehme, und nicht nur 3x pro Woche, wie von der Aerztin empfohlen. Das scheint mir bei der Halbwertszeit vernünftiger.
    Den naechsten Bluttest hab ich am 2.1. . Danke fuer Dein Input!!!!

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