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Thema: Befund widersprüchlich?

  1. #1

    Lächeln Befund widersprüchlich?

    Hallo,

    heute habe ich meinen Befundbericht der Kontrolluntersuchung meiner Endokrinologin bekommen. Allerdings verstehe ich diesen nicht wirklich.

    Folgendes steht da:

    "Diagnose: latente Hypothyreose ohne Notwendigkeit einer Schilddrüsensubstitution, V.a. seronegative Autoimmunthyreoiditis, arterielle Hypertonie (Ausschluss hormonelle endokrine Ursache)

    Tsh 3,36 (0,27-4,20)
    ft3 5,51 (3,13-6,76)
    ft4 15,01 (12-22)

    Tpo-Ak 10 (normal kleiner 34)
    TG - Ak 11 (normal kleiner 115)
    TRAK 0,31 (im Normbereich)

    Cortisol basal 115 - (124-662)
    Cortisol 240 min nach Gabe (Kochsalzbelastungstest-Salzlösung) 126

    Aldosteron und Renin im Normbereich.

    Sonografie Schilddrüse:
    Volumen des SDL rechts 4,13 ml, links 4,3 mlinsgesamt 8,4 ml. Parenchym gering echoarm und homogen, keine Knoten.
    Bis auf ein leicht inhomogenes Parenchym Bild nicht typisch für eine Hashimoto Thyreoiditis.

    Zusammenfassung: Bezüglich der SD zeigten sich bei der letzten Blutabnahme hier ein Tsh-Wert im hochnormalen Bereich und normale periphere Schilddrüsenwerte. Diesbezüglich ist aktuell keine Substitutionstherapie zwingend notwendig. "

    Also, die latente Hypothyreose als Diagnose kann ich noch verstehen. Denn ich hatte im letzten Herbst einen Tsh von 5,85. Zwar war ich zu diesem Zeitpunkt der Blutabnahme mit Bluthochdruckkrise im KH - hatte ich schon berichtet -. Trotzdem würde ich den Tsh nicht auf das KH schieben, denn danach hatte ich auch 2x eine Hochdruckkrise, auch im KH gelandet und der Tsh war jeweils unter 2,5.

    Den Teil mit der Sono verstehe ich nicht: erst ist die SD echoarm und homogen, dann auf einmal im nächsten Satz ist sie leicht inhomogen, aber nicht echoarm. Außerdem verstehe ich nicht, dass oben bei Diagnose steht: V.a. seronegative Autoimmunthyreoiditis und dann steht bei der Sonografie inhomogenes Parenchym nicht typisch für Hashimoto.

    Kann sich das jemand erklären? Das ist doch ein Widerspruch in sicht? Was ist es nun?

    Und hat jemand eine Idee, warum mein Cortisolwert so niedrig ist?

  2. #2
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    Standard AW: Befund widersprüchlich?

    alles wie immer... geringer verdacht auf hashimoto, aber nicht wirklich beweisbar. egal, du darfst ja lt nehmen.
    und cortisol, kann man so simpel gar nichts zu sagen, uhrzeit wäre notwendig, und sogar wenn so ein wert mal gering unter norm ist, hat das für sich keine bedeutung. wichtig für dich ist aber, denn daran hast du ja gezweifelt: dein bluthochdruck hat keine hormonelle ursache.
    insgesamt also wirklich wenig bei dir endokrinologisch zu finden.

  3. #3

    Standard AW: Befund widersprüchlich?

    Hallo,

    aufgrund der für mich widersprüchlichen Befundung habe ich nochmals mit der Endokrinologin gesprochen. Also laut ihr, ist die SD nicht gesund. Es sollte auch heißen "gering echoarm und leicht inhomogen". Wäre wohl im Diktat/Sekretariat ein Fehler unterlaufen. Sie hat gesagt, dass sie V.a. seronegative Autoimmunthyreoiditis reingeschrieben hat, ist dem geschuldet, dass ich keine Antikörper habe. Diese fehlenden Antikörper kommen wohl nur bei 10% der Patienten vor.

    Die latente Hypothyreose ist gemeint, mit den Tsh von 5,85, den ich bisher einmalig hatte.

    Bisher hatte ich ja kein L-Thyroxin mehr genommen.

    Heute habe ich neue Werte von meiner Hausärztin bekommen, wie folgt:

    Tsh 2,22 (0,30-3,94)
    ft3 5,26 (3,71-6,70)
    ft4 13,80 (12,3-20,2)

    TPO-Ak < 9 (< 34 )
    TRAK <1,0 (< 1,50)

    AAk gg. ds-DNA 10 (<100)
    Ana-Titer 1:1000 (negativ)
    ENA: negativ

    Meine Hausärztin hat gesagt, dass die Endokrinologin ja nun doch gesagt hat, dass die SD nicht gesund wäre und ich könne es nochmal mit LT 25 probieren. Auch bei den Werten jetzt. Sie hatte mir ja schon vorab eine Probeschachtel gegeben.

    Die Endokrinologin meint, dass ich es nicht unbedingt nehmen muss, so lange ich keine Unterfunktion habe.

    Nun bin ich wieder mal verunsichert, da ich nun weiß, dass die SD wohl doch krank ist, aber die Meinungen der Ärzte nun wieder auseinandergehen. Probiere ich es nun oder probiere ich es nicht????!!! Das sind die Momente, die zur Verunsicherung führen. Momentan geht es mir etwas besser. Mein morgendliches Herzrasen ist weg, komischerweise seitdem ich letzte Woche einen grippalen Infekt mit Fieber hatte. Ich hoffe nicht, dass es nochmal wieder kommt. Also das Herzrasen hat zumindest einen Teil des schlechten Befindens bei getragen, aber nicht alles. Perfekt ist es trotzdem nicht.

  4. #4
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    Standard AW: Befund widersprüchlich?

    Hallo Schildi,

    Also laut ihr, ist die SD nicht gesund. Es sollte auch heißen "gering echoarm und leicht inhomogen". Wäre wohl im Diktat/Sekretariat ein Fehler unterlaufen. Sie hat gesagt, dass sie V.a. seronegative Autoimmunthyreoiditis reingeschrieben hat, ist dem geschuldet, dass ich keine Antikörper habe. Diese fehlenden Antikörper kommen wohl nur bei 10% der Patienten vor.
    Das finde ich nicht widersprüchlich. Und die Diagnose passend. Ansonsten kennst Du ja meine Meinung zur Vorgehensweise . Du musst es nicht unbedingt nehmen, aber kannst durchaus schon Symptome haben. Das ist nicht ungewöhnlich, da gibt es mehrere Personen, die trotz noch vernünftiger Werte auf Grund des Autoimmungeschehens Symptome entwickeln. Du hast im Gegensatz zu einigen anderen, die Möglichkeit schon zeitig mit LT anzufangen.

  5. #5

    Standard AW: Befund widersprüchlich?

    Hallo Myrrdin,

    danke für deine Antwort. Momentan fühle ich mich besser. Schwindelig ist mir auch nicht mehr so oft, Herzrasen ist weg und ich fühle mich irgendwie mit mehr Tatendrang...vorher habe ich es eher als Befinden bei "Krebs im Endstadium" (was ich ja nicht habe) empfunden, so schlecht ging es mir....eben nicht einfach nur müde und schlapp, was jeder mal eins zwei Tage hat....eher die Extremstform - also Fatique -.

    Wie ist das jetzt eigentlich mit den Symptomen gemeint: es gibt Symptome aufgrund des Autoimmungeschehens und es gibt Symptome aufgrund Unterfunktion. Letztere kann ich mit LT verschwinden lassen. Wie sieht es aber mit denen des Autoimmungeschehens aus? Und wie unterscheide ich diese? Auch in Anbetracht dessen, dass ich ja dann 2 Autoimmungeschehen in mir habe (Niere und Schilddrüse)?

  6. #6
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    Standard AW: Befund widersprüchlich?

    Es gibt wohl einige bekannte Symptome aus dem Autoimmungeschehen, aber es ist diesbezüglich noch längst nicht alles erforscht. Je ruhiger das autoimmune Geschehen ist, desto weniger Symptome treten dann auch auf. Etwas Ruhe bringt LT mit rein, genauso wie auch Selen. Bevor man aber Selen zu sich nimmt, sollte man da aber den Selenwert bestimmen lassen. Oder es einfacher handhaben, in dem man einfach 4-5 Paranüsse futtert. Diese enthalten sehr viel Selen. Mir selbst bekommt Selen als NEM überhaupt nicht. In Form der Paranüsse habe ich keine Probleme. Vielleicht auch eine Maßnahme damit erstmal anzufangen, statt mit LT. Wenn es dann noch hakt, kannst Du immer noch LT zusätzlich nehmen.

    Das mit den 2 Autoimmungeschehen: ja, einige haben mehr als nur 1 Autoimmunerkrankung. Es vergesellschaftet sich halt gern.

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