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Thema: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure Hilfe

  1. #11

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Ich würde ganz gerne den Wortlaut sehen, ginge das?

    Überlegen würde ich mir an deiner Stelle, am Montag sofort zum Hausarzt gehen und auf LT bestehen. Er wollte ja den Knoten genauer sehen, sehr gut, er ist ein heißer und du hast Symptome, also möchtest du vorerst kein (oder minimal) T3 nehmen. Mag sein, dass du nichts *bekommen* hast, aber dann geh hin und behaupte dich, sag, was du möchtest und warum - es ist dein Körper.

    Ich bin zwar nicht überzeugt, dass deine Symptome unbedingt vom heißen Knoten kommen, der kann auch kompensiert sein und außerdem produziert der heiße Knoten nicht nur T3 und dein T4 ist nicht hoch. Ich glaube also schon, dass deine Symptome eher durch T3-Einnahme, durch zu viel T3 (im Verhältnis zum T4) und eben auch durch die Einmaleinnahme kommen könnten, vor allem dann, wenn du die ÜF-Symptome vorwiegend in der ersten Tageshälfte hast. Trotzdem würde ich T3 zumindest reduzieren und dann gucken, wie es sich auswirkt und dann weitersehen.

    *Ich* würde an deiner Stelle 50 LT und 25 Prothyrid nehmen, fürs Erste, und die 25 Prothyrid würde ich direkt vorm Augenschließen im Bett nehmen. Es kann sein, dass du dann etwas mehr LT brauchst, aber das würde ich abwarten, nämlich die Reduktion von T3 bringt ganz oft ein höheres fT4 mit sich. Du musst dich behaupten - nochmal, es ist dein Körper, du kannst Wünsche äußern.
    Danke Panna!
    Habe jetzt durch Dich gelernt, dass kompensiert so etwas wie abgekapselt heisst bzw. dass der wohl keine Auswirkung hat, korrekt? So steht es im Befund:

    "Beurteilung: Kompensiertes autonomes Adenom links kaudal bei Autoimmunthyreoiditis. TSH-Wert unter Prothyrid 100 (3/4 Tablette) euthyreot mit 1,5 mU/l. Wir empfehlen Weitergabe des Medikaments bei Wohlbefinden der Patientin.
    Sollten allerdings die anamnestisch angegebenen Palpitationen eher in den Morgenstunden auftreten, könnte die Ursche in einer relativen T3-Hyperthyreose durch die morgendliche Gabe der 7,5 mcg T3 liegen.
    Unter diesem Gesichtspunkt wäre dann eine Umstellung auf ein reines Levothyroxin-Präparat, 75 mcg Levothyroxin täglich empfehlenswert. Ansonsten weitere kardiorhythmologische Abklärung der Palpitationen unter derzeitiger Euthyreose, weiter Gabe von Vitamin D und Kalzium, Verlaufskontrolle in ca. 6 Monaten."

    Die Idee mit den 50 LT + 25 Prothyrid gefällt mir. Ich denke auch, das sich das meinem Hausarzt verklickern kann. Im Befund vom Facharzt steht ja immerhin 75 LT. Wir teilen die dann einfach anders auf. Vielleicht wäre es auch gut, auf Thybon zu wechseln, um die T3-Gabe genauer einzustellen?
    Aber warum empfiehlst Du, T3 vor dem Schlafengehen zu nehmen? Ich dachte eher, es ist für "Hallowach" geeignet.

  2. #12
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    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Kompensiert bedeutet, dass die (schwache) Hormonproduktion der Schilddrüse, plus kombiniert dazu die Substitution, das Zuviel vom heißen Knoten ausgleichen kann. D.h., es entsteht keine Überfunktion, weil der heiße Knoten zwar feuert, aber das ist wie ein Zündholz mitten in der Badewanne, übertrieben gesagt, damit legt man kein Feuer.

    Ich halte es für vorstellbar, was ich oben schrieb, dass du mnämlich bei einer solchen Umstellung einen etwas höheren fT4 bekommst, eine Garantie dafür gibt es nicht, zumal du ja niemals oder schon lange kein LT pur genommen hast und T3-Zugabe kann den fT3-Wert etwas drücken. Das heißt, die T4-Dosis würde ich nicht anrühren, erst wenn es dann in zwei Monaten neue Werte gibt.

    Zum Hallowach: T3 macht eventuell schon wach, durch die Einnahmespitze (bis ca. um 40% höhere fT3-Werte 2-4 Stunden nach Einnahme. Aber das ist nichts Gutes oder Wünschenswertes, die nmormale T3-Umwandlung läuft so, dass dass der Körper jederzeit etwa den gleichen fT3-Spiegel hat, keineswegs solche Zacken. Bis auf eine Ausnahme:
    Nachts irgendwann nach 2 Uhr erfolgt eine kleine Mehrausschüttung. Und deswegen ist es keine schlechte Idee, 2.5 mcg T3 zur Nacht zur Brust zu nehmen. Kein Muss, aber keine schlechte Idee.

    Das Prothyrid ist nicht unbedingt schlecht, man kommt leichter an eine kleine Teildosis (durch Vierteln) als beim Thybon (durch Achteln).

    Ich kann dir nur Vorschläge machen, und zwar zweierlei:

    Erste Variante:
    25 LT und 25 Prothyrid morgens
    25 Prothyrid abends direkt vorm Schlafen, davor wenn es geht ca. 2 Stunden nicht mehr essen (wegen T4).

    (Ich halte mich selbst mäßig streng daran, den einen oder anderen Stück Apfel oder Schoggi verdrücke ich schon innerhalb dieser 2 Stunden, nicht immer, aber öfter mal - wenn es für dich einfach ist, dann mach es mit den 2 Stunden nüchtern vorm Insbettgehen)

    Wenn es dir ganz gut damit geht übrigens, kannst du auch gleich dabei bleiben und die zweite mögliche Stufe später machen, nach der ersten BE dann - da könnten wir ja auch gleich sehen, was das fT4 zur T3-Reduktion so sagt. Wenn du gleich auf weniger T3 gehen willst, was ich angesichts der Symptome und des Knotens auch nachvollziehen kann, dann:

    Zweite Variante:
    50 LT morgens
    25 Prothyrid abends

    Im Prinzip stellt dir der Nuk ja alles frei, Weitermachen wie Umstellen, finde ich richtig so - DU entscheidest! und immer schön den Doc anlächeln dabei, damit er meint, das Rezept für LT wäre sowieso seine Idee gewesen.

    PS
    Es kann natürlich dennoch sein, dass dein Adenomchen doch ab und an feuert - also letztlich bleiben die Werte ausgeglichen, aber ab und an gibt es ein unerwartetes Mehr. Wenn du jetzt reduzierst und splittest, müsste sich in deinem Befinden doch eine Änderung bemerkbar sein, also müssten die ÜF-Symptome weg sein - wenn nicht, müsste man dann vielleicht das T3 doch ganz absetzen, um zu wissen, woher die Symptome kommen. Aber das kann man stufenweise machen.

    Achte auf Jod!
    Geändert von panna (24.11.18 um 17:53 Uhr)

  3. #13
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    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Aus einem kalten Knoten wird kein heißer. Wenn dann müßte es immer schon ein heißer gewesen sein. Wenn sie nicht allzu groß sind, kann man sich ggfls. durch Jodkarenz aushungern.

  4. #14

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Hallo candymilk,

    das stand in meinem Erstbefund von Februar 2008:

    "Kleine, uninodöse Schilddrüse mit chronischer Autoimmunthyreoiditis. Bekannter kühler Knoten ohne signifikanten Anhalt für Malignität Kein Autonomienachweis."

  5. #15
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    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Kühl ist jedenfalls nicht kalt.

    Jodkarenz - man kann ja nicht bestimmen, welcher Anteil sich das Jod rafft (weil totale Jodkarenz nicht wirklich möglich/machbar/wünschenswert ist?) Aber zu viel würde ich sicher meiden, also die üblichen Maßnahmen ...

    Aber so lange du sogar mit 7,5 mcg T3 kompensiert bist mit einem TSH über 1 (d.h. keine Spur einer richtigen Überfunktion), würde ich zuerst gucken, ob deine Symptome nicht von T3 (und T3 ungesplittet) kommen.

  6. #16

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Ich habe immer noch im Ohr, dass diese "kalte Knoten" gefährlich, also cancerogen werden könnte und deswegen beobachtet werden muss.
    Im Befund stand dann zwar kühl aber ist was ist das? Entweder kalt ist ein Adenom oder heiß. Ich meine, dass damit kalt gemeint war. Damals war der Knoten auch noch nicht autonom.

    Jodkarenz - selbstverständlich! Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass ich zu viel T3 zu mir nehme. Ich habe mich jetzt für Deinen Vorschlag entschieden, 50 LT morgens und 25 Prothyrid abends zu nehmen. Mal sehen, wie es mir damit ab morgen geht.

  7. #17
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    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Nenee, es ist eine durchaus poetische Angelegenheit. Kühl ist nicht wirklich ganz kalt. Und es gibt auch warme Knoten. Beide sind weder kalt, noch heiß.

    Knoten sind bloß Areale in der Schilddrüse, die die Wellen ein wenig anders reflektieren. Und so wie es bei einem Ton Abstufungen gibt, versucht man die Knoten auch feiner zu beurteilen.

  8. #18
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    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Im Prinzip stellt dir der Nuk ja alles frei, Weitermachen wie Umstellen, finde ich richtig so - DU entscheidest! und immer schön den Doc anlächeln dabei, damit er meint, das Rezept für LT wäre sowieso seine Idee gewesen.

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