Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure Hilfe

  1. #1

    Standard Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure Hilfe

    Hallo allerseits!

    Ich melde mich nach einer langen Zeit (10 Jahre?) mal wieder hier.

    Bei mir lief alles gut unter Prothyrid, bis ich seit letztem Jahr unter Palpitationen (Herz-Rhymthus-Störungen) litt. Zeitweise shlug mein Herz gegen die Brust, als wollte es ausbrechen.
    Ich wurde dann reduziert von 1 Prothyrid am Tag auf 5 ganze und 2 halbe in der Woche. Was meines Erachtens bei T3 kaum Sinn macht. Das mit dem Herzen wurde aber besser.
    Ich hatte bereits länger davor schon andere Symptome, die ich nie ansprechen konnte. O-Ton der Ärztin: "es kommt ja nicht alles von der SD".

    So hielt ich also lange den Mund und hatte jetzt seit zwei Jahren:
    Dauerrauschen im Kopf,
    häufig Kopfschmerzen,
    trockene Augen,
    Zysten in beiden Brüsten,
    Glaskörpertrübung,
    Haarausfall,
    länger andauernde Schwindelattacken, die laut Ohrenarzt von den Härchen im Innenohr stammen,
    Sehnenentzündung und Arthrose im Zehengelenk.

    Ich schreibe "hatte", weil ich mich im September selbst runter reduziert habe auf täglich 3/4 Prothyrid. Mir war nämlich plötzlich klar geworden, dass es sich um ÜF Symptome handeln könnte.
    Folgende Symptome sind jetzt verschwunden: Schwindel, Zysten, Haarausfall. Der Rest ist leider noch vorhanden. Ich habe gelesen, dass das SD-Symptome sein können.

    Da ich seit 8 Jahren täglich Sport treibe (was ich früher nie tat), denke ich, dass sich der Stoffwechsel geändert haben könnte und dadurch die Dosis,
    die ich seit Beginn meiner Diagnose vor 10 Jahren fast immer noch nehme, zu viel sein könnte.

    Ich habe jetzt den Arzt gewechselt aber der Befund hilft mir nicht wirklich weiter. Empfehlung kann alles so bleiben, wie es ist, außer die Palpitationen nehmen zu. (Äh, Herr Doktor: was ist denn mit meinen anderen Symptomen?)
    Er würde dann empfehlen, auf ein reines T4 Präparat umzusteigen. Ich bekam allerdings das T3/T4 Kombipräparat, weil mein Körper offensichtlich Probleme hatte mit der Umwandlung. Ob das jetzt nach so langer Zeit plötzlich klappt, bezweifle ich.

    TSH RIA 1,53 (0,35-4,00)
    ft4 RIA 1,07 (0,78-1,94)
    ft3 RIA 3,4 (2,3-5,3)

    Anti-TPO 442 (<60)
    TAK (248 (bis 115)

    Ich wiege übrigens schon immer 46 kg und kann mir vorstellen, dass schon allein deswegen die Dosis mit 3/4 Prothyrid zu hoch ist.
    Ob meine Antiköper in den letzten Jahren immer über der Norm lagen, weiß ich nicht, da sie lange nicht mehr getestet wurden. Sie waren allerdings vor ein paar Jahren nicht so hoch wie jetzt.

    Fragen:
    1. Wenn ich mein Prothyrid nun einfach weiter reduziere auf 1/2 pro Tag, würden die Antikörper steigen?
    2. Kommen die Symptome durch die Antikörperaktivität oder durch eien evtl. künstliche ÜF?
    3. Würdet Ihr mir, wie mein neuer Arzt, empfehlen, auf reines T4 umzusteigen. Der Arzt empfiehlt, es dann abends vor dem Schlafen gehen einzunehmen.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand einen guten Tipp geben könnte.

    Liebe Grüße,
    Walnusskern

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    35.450

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Frage:
    Wie nimmst du dein Prothyrid, alles auf einmal? Das ist grundsätzlich nicht gut (7,5 auf einmal macht eine schöne Hormonpitze, die man tunlichst lieber vermeiden sollte), aber bezüglich der Kontrolle wichtig: Wann hast du die letzte Einnahme gehabt vor der Kontrolle?

    Wenn nämlich ca. 24 Stunden davor, dann ist dein hübscher unauffälliger fT3-Wert auf dem Tiefststand. Nach Einnahme hingegen unverhältnismäßig höher, viel höher, als fT4 steigt nach der Einnahme. Das ist vielleicht die tägliche Mini-ÜF, die du gar nicht registrierst.

    Ob dein Körper wirklich Probleme mit der Umwandlung hat, müsste man sehen ...

    Bevor ich dir irgendeinen Vorschlag mache, beantworte mal bitte die obige Frage: Karenz vor der BE?

    Die Antikörper sind erstens nicht hoch und zweitens haben sie mit T3-Einnahme nicht das Geringste zu tun.

  3. #3
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    29.12.05
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    31.428

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Meine Vermutung: zu viel T3 (falls ganze Dosis morgens eingenommen), zu wenig T4. Vielleicht wäre ein reines T4-Präparat doch ausreichend?

    Ober z. B. morgens 1/4 Prothyrid + LT 25 bis 37,5 und abends nochmal 1/4 Prothyrid…
    Wenn es dir durch Reduktion von T3 besser geht, könntest du es womöglich ganz ausschleichen. Aber von jetzt auf gleich absetzen würde ich es nicht, weil sich dein Körper daran gewöhnt hat und sich wahrscheinlich gegen den "Entzug" wehrt.

    Ich selbst habe vor 2 Jahren T3 ausgeschlichen (sehr langsam) und nehme jetzt nur noch LT.

  4. #4

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Frage:
    Wie nimmst du dein Prothyrid, alles auf einmal? Das ist grundsätzlich nicht gut (7,5 auf einmal macht eine schöne Hormonpitze, die man tunlichst lieber vermeiden sollte), aber bezüglich der Kontrolle wichtig: Wann hast du die letzte Einnahme gehabt vor der Kontrolle?

    Wenn nämlich ca. 24 Stunden davor, dann ist dein hübscher unauffälliger fT3-Wert auf dem Tiefststand. Nach Einnahme hingegen unverhältnismäßig höher, viel höher, als fT4 steigt nach der Einnahme. Das ist vielleicht die tägliche Mini-ÜF, die du gar nicht registrierst.

    Ob dein Körper wirklich Probleme mit der Umwandlung hat, müsste man sehen ...

    Bevor ich dir irgendeinen Vorschlag mache, beantworte mal bitte die obige Frage: Karenz vor der BE?

    Die Antikörper sind erstens nicht hoch und zweitens haben sie mit T3-Einnahme nicht das Geringste zu tun.
    Hallo Panna,

    vielen Dank für den Hinweis. Mir war es früher auch immer wichtig, dem Arzt zu sagen, ob und wann ich meine Tablette genommen habe. Inzwischen interessiert die das überhaupt nicht mehr. Es sei egal, ob man die vor der BE nimmt oder nicht.
    Bei den angegebenen Werten war die BE gegen 12.00 Uhr, die Tabletteneinnahme an diesem Tag um 8.30 Uhr.

    Und gut zu wissen, dass die Antikörper nichts zu tun haben mit den freien Werten.
    Das bedeutet also, falls ich noch weiter reduzieren würde, würden die AKs nicht unbedingt steigen.

    Viele Grüße!

  5. #5

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Zitat Zitat von Sabinchen Beitrag anzeigen
    Meine Vermutung: zu viel T3 (falls ganze Dosis morgens eingenommen), zu wenig T4. Vielleicht wäre ein reines T4-Präparat doch ausreichend?

    Ober z. B. morgens 1/4 Prothyrid + LT 25 bis 37,5 und abends nochmal 1/4 Prothyrid…
    Wenn es dir durch Reduktion von T3 besser geht, könntest du es womöglich ganz ausschleichen. Aber von jetzt auf gleich absetzen würde ich es nicht, weil sich dein Körper daran gewöhnt hat und sich wahrscheinlich gegen den "Entzug" wehrt.

    Ich selbst habe vor 2 Jahren T3 ausgeschlichen (sehr langsam) und nehme jetzt nur noch LT.
    Hallo Sabinchen,

    das ist auch ein gute Idee. Nämlich genau das sind meine Bedenken, dass der Körper das nicht von heute auf morgen verkraftet bzw. nicht versteht.
    Hattest Du denn ähnliche Symptome vom T3 wie ich oder warum hast Du ausgeschlichen und auf reines T4 umgestellt?

    Viele Grüße!

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    29.12.05
    Ort
    Dessau
    Beiträge
    31.428

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Hinweis für zukünftige BE: Bitte nimm die SD-Hormone immer erst nach der BE ein!

    Jetzt wurde wahrscheinlich gerade der Höchststand (Peak) im Blut gemessen. Am ganzen Tag hat der Körper viel weniger zur Verfügung. Demnach ist T3 vielleicht doch nicht zuviel, aber T4 deutlich zu wenig.
    Hattest Du denn ähnliche Symptome vom T3 wie ich
    Nein, ich hatte immer stundenweise Schmerzen, immer ca. 2-3 Stunden nach T3-Einnahme (hatte Thybon vierfach gesplittet)

  7. #7

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Ja, richtig. So hatte ich das auch mal gelernt. Die Ärzte wissen es wohl nicht mehr ;-)
    Übrigens: Ja, ich nehme die ganze Dosis morgens ein.

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    35.450

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Zitat Zitat von Walnusskern Beitrag anzeigen
    Und gut zu wissen, dass die Antikörper nichts zu tun haben mit den freien Werten.
    Das bedeutet also, falls ich noch weiter reduzieren würde, würden die AKs nicht unbedingt steigen.
    Nein, wirklich, das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

    Ich würde es in Schritten machen, erhöhen würde ich T4 im ersten Schritt nicht wirklich, es könnte ja sein, dass der Wert infolge T3-Reduktion etwas steigt. Mein Vorschlag wäre im Prinzip wie Sabinchens, aber ohne T4-Erhöhung - also 25 Prothyrid + 25 LT morgens früh, 25 PT abends direkt vorm Schlafen.

    Prothyrid kann man übrigens auch achteln, mit einem guten Tablettenteiler (ungleiche Achteln sind auch kein Problem, das gleicht sich binnen eines Tages ja aus). Wenn du so viel Angst wegen deiner Umwandlung hast, kann auch dies dann ein Zwischenschritt sein. Und von wegen Befürchtungen, dass man dann bei weniger T3 etwa nicht umwandelt:
    Als ich von 2x2,5 mcg T3 zuletzt auf 2x1,25 mcg T3 ging, haben sich beide freien Werte erhöht (s. Profil).

    PS

    Der Höchststand war wohl eher gerade vorbei. Wann er genau ist, weiß man nicht, normalerweise zwischen 2 und 4 Stunden, aber wann genau, weiß man nicht und bei T3 kann es auch etwas früher sein.

  9. #9

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Es kommt noch schlimmer als gedacht

    Heute kam der Befund von meiner Szintigramm-Untersuchung letzte Woche. Die wurde vom neuen Arzt angeordnet, weil er meinen kalten Knoten genauer betrachten wollte.

    Der Befund besagt, dass es sich um ein autonomes Adenom handelt. Das heißt, der Knoten, der mal kalt war, ist anscheinend umgeschlagen und heiß geworden, was meiner Meinung nach die ÜF-Symptome erklärt.
    Trotzdem empfiehlt der Arzt bei der gleichen Dosis (Prothyrid 3/4) zu bleiben.

    Wie kann man denn empfehlen, bei der gleichen Medikation zu bleiben, wenn da ein Knoten sein Unwesen treibt und zusätzlich Hormone produziert?

    Der Arzt meint, wenn die Palpitationen eher in den Morgenstunden auftreten, könnte die Ursache der relativen T3-Hyperthyreose durch die morgendliche Gabe von 7,5 mcg T3 liegen.
    Diese Palpitationen habe ich seit einem Jahr nicht mehr, auch nicht nach der T3-Einnahme. Ich habe inzwischen ganz andere Probleme. Auf die geht er nie ein. Ich hatte nach der Untersuchung mit einer sehr freundlichen Ärztin gesprochen, die die Idee mit dem T3-Ausschleichen gut fand und mit dem Arzt telefonieren wollte. Leider steht davon nichts im Befund.

    Ich habe seit gestern einfach mal nur eine halbe Prothyrid morgens eingenommen. Ich habe ja keine anderen Tabletten verschrieben bekommen.

    Bin schon wieder ratlos.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    35.450

    Standard AW: Prothyrid seit 10 Jahren, zunehmende Symptome seit 2 Jahren. Brauche bitte Eure H

    Ich würde ganz gerne den Wortlaut sehen, ginge das?

    Überlegen würde ich mir an deiner Stelle, am Montag sofort zum Hausarzt gehen und auf LT bestehen. Er wollte ja den Knoten genauer sehen, sehr gut, er ist ein heißer und du hast Symptome, also möchtest du vorerst kein (oder minimal) T3 nehmen. Mag sein, dass du nichts *bekommen* hast, aber dann geh hin und behaupte dich, sag, was du möchtest und warum - es ist dein Körper.

    Ich bin zwar nicht überzeugt, dass deine Symptome unbedingt vom heißen Knoten kommen, der kann auch kompensiert sein und außerdem produziert der heiße Knoten nicht nur T3 und dein T4 ist nicht hoch. Ich glaube also schon, dass deine Symptome eher durch T3-Einnahme, durch zu viel T3 (im Verhältnis zum T4) und eben auch durch die Einmaleinnahme kommen könnten, vor allem dann, wenn du die ÜF-Symptome vorwiegend in der ersten Tageshälfte hast. Trotzdem würde ich T3 zumindest reduzieren und dann gucken, wie es sich auswirkt und dann weitersehen.

    *Ich* würde an deiner Stelle 50 LT und 25 Prothyrid nehmen, fürs Erste, und die 25 Prothyrid würde ich direkt vorm Augenschließen im Bett nehmen. Es kann sein, dass du dann etwas mehr LT brauchst, aber das würde ich abwarten, nämlich die Reduktion von T3 bringt ganz oft ein höheres fT4 mit sich. Du musst dich behaupten - nochmal, es ist dein Körper, du kannst Wünsche äußern.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •