Seite 1 von 4 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 32

Thema: Lt und starker Druck im Kopf?

  1. #1

    Standard Lt und starker Druck im Kopf?

    Hallo zusammen,
    Ja wie fange ich an...
    Basedow wurde bei mir vor etwa 3 Jahren festgestellt (erstmals aufgetreten aber vermutlich bereits vor 13 Jahren nach Schwangerschaft, zumindest seither entsprechend Beschwerden) seither mehr oder minder durchgehend Hemmertherapie, hat sich nie wirklich beruhigt und nachdem vor 3 Monaten wieder der tsh abgefallen war (bei niedrignormalen freien Hormonen, aber dennoch massiver typischer Klinik aka Herzrasen, schwitzen, Druck im Kopf, Durchfall)
    Habe ich mich zur OP entschlossen.
    Diese wurde am 6. 11. durchgeführt.
    Gegen Ende der OP kam es zu einem Signalverlust beim Recurrensnerv, weswegen es noch in der OP und 1x am nächsten Tag Cortison gab. Die rechte Stimmlippe ist gelähmt, erholt sich aber wohl allmählich.

    Lt gab es im Krankenhaus ab OP 100mcg was bei meinem Gewicht auf Dauer sicherlich zu wenig ist, aber man braucht ja erstmal einen Spiegel zum Einstellen, sprich man muss es ein paar Wochen nehmen um weiterzusehen.

    Dazu kam es dann nicht, da am 13.11. das Krankenhaus anrief und mitteilte, dass bei der Histologie 2 papilläre Microkarzinome gefunden wurden und für den 4.12 eine ablative Radiojodtherapie deswegen vorgesehen ist.
    Dafür muss man in Unterfunktion sein, daher absetzen des Hormones (ja ich weiß es gibt thyrogen, aber das taugt nur für rjd nicht rjt)

    Soweit zur Vorgeschichte, nun zum Problem:

    Bereits in der Hemmertherapie ist mir aufgefallen, dass meine "Überfunktionssymptome" nicht wirklich mit den freien Hormonen korreliert haben.
    Ich hatte massive Beschwerden oder auch kaum welche bis gar keine in allen möglichen Höhen und Tiefen der fts.
    Immer aber hat bei akuten "Zuständen" das carbimazol geholfen - und zwar unmittelbar innerhalb 20minuten (!) und nicht zeitverzögert über mehrere Tage bis Wochen wie es der Abbau von t4 ja benötigen würde.
    Das Medikament blockiert die Produktion jetzt und bis der Blutspiegel sinkt dauert es wegen der langen Halbwertszeit von t4. Ist mir klar.

    *Meine* Beschwerden minderte es bei normal hohen freien Hormonen (in der anfänglichen überfunktion naturlich nicht)n aber sofort, bzw drehten die bei Ende der Wirkdauer wieder so richtig auf.
    Die Beschwerden waren so massiv, vor allem der Kopfdruck und natürlich auch die dann aufkommende Panik wenn man von jetzt auf gleich von Wohlbefinden auf Status "noch ein bisschen mehr und es ist entgültig alles vorbei weil der Kopf platzt oder das herz das Handtuch wirft" wechselt - immer etwa 6-7 Std bis es endlich besser wird, dass ich das eigentlich überhaupt nur noch durchgehalten habe weil eben das carbimazol dagegen half.
    Deswegen habe ich auch mit der OP so lange gezögert - was wenn das bleibt und carbimazol aber dann ja nicht mehr helfen *kann* ohne SD.
    Zu Anfang war es ja auch noch so, dass nach so einem mit carbimazol niedergeschlagenen "anfall" Monate Ruhe war. Dann Wochen, zum Schluss gar nicht mehr.
    Deswegen dann die OP - mit dem Gedanken "entweder ist es der MB, nicht die Überfunktion, aber der Autoimmunprozess/die Entzündung selbst und alles wird gut.
    Oder ich bin am Ende mit meinen Optionen"

    Jetzt bin ich in der paradoxen Situation, dass es irgendwie einerseits ohne SD so gut geht wie seit Jahren nicht: das gesamte "Grundrauschen" wie allgemeine Kraftlosigkeit, Schwindel, Müdigkeit, agitiertheit, die Panik etc ist weg. Ich habe Energie, bin fröhlich, der Rücken ist nicht mehr steif und schmerzt nur noch "normal" bei Verspannungen, das lthyrox hab ich super vertragen usw.

    Aber andererseits ist meine schlimmste Befürchtung ebenso wahr geworden und meine "Zustände" nach wie vor da, seit OP sogar zunehmend in der Stärke.
    Unmittelbar nach OP war's noch einfach starke Hitze , Herzklopfen und überwach sein und Kopfschmerzen - evtl frei gesetzte Hormone dachte ich, die Verbesserungen überwogen da noch bei weitem.
    Dann dachte ich ok, vielleicht das Cortison.
    Am entlasstag (Freitag vor 1 Woche) hat's mich dann noch beim Warten auf meinen Abholer fast Zerlegt - da dachte ich an Calcium, weil alles kribbelte. Und tatsächlich half das auch zunächst - der Wert war dann tatsächlich leicht unternormig am Montag beim Hausarzt, trotz bereits 3 Tagen a 2000mg Calcium.
    Am Freitag und am Samstag half es. Am Sonntag war nix.
    Am Montag massiv Heiss und Herzrasen, ordentlicher Druck im Kopf wie in schönster Überfunktion in beängstigender Intensität - da dachte ich an das lthyrox, weil es etwa 4 Stunden nach Einnahme begann.

    Aber das ist es nicht - Dienstag kam der Anruf von Krankenhaus, ab Mittwoch kein lt mehr und dieser Anwandlungen kommen dennoch allerdings in deutlich milderer Form. Durchaus Heiss und der Puls geht über 100 und der Kopf drückt, aber aushaltbar und eben nicht so völlig vernichtend.

    Ein trauriger Höhepunkt war der Freitag, da hatte ich versehentlich noch einmal nach 2 Tagen Pause das lt genommen, der Druck hinter meinem rechten Auge war derart böse, dass erstens die ganze rechte Kopfseite taub wurde und die Stelle noch Stunden nach dem abklingen richtig brannte.

    Gestern und heute waren erträglich ohne lt - mir ist halt warm trotz T-Shirt und abgedrehter Heizung, der Kopf drückt etwas und ich bin total wach, aber das verdirbt mir nicht Mal die Laune.

    Zusammen gefasst läuft es immer gleich:
    Von jetzt auf gleich aus völligem Wohlbefinden heraus wie angeschaltet als würde mir einer Adrenalin spritzen (tatsächlich bekam ich während der Hochzeit des Basedow versehentlich mal eine Lokalanästhesie mit Adrenalin, das fühlte sich exakt genau so an, war nur schneller vorbei)
    Hitze
    Schwitzen
    Herzklopfen bis -rasen
    Druck auf der rechten Kopfseite irgendwo hinter dem rechten Auge, Richtung ohr/Nebenhöhlen die auch Druck abbekommen
    Sehprobleme (währenddessen eingeschränktes Sehfeld, ansonsten täglich leicht verschlechternde Sehschärfe aber erst seit op, mittlerweile fällt mir lesen zb schwer)

    Meist fängt es spät Vormittag an und klingt ab dem späten Nachmittag ab. Nach dem Aufstehen morgens bin ich völlig beschwerdefrei und guter Dinge, bis auf die sehprobleme, von denen bleibt immer etwas und seit OP leidet auch die Konzentration und das Gedächtnis etwas. Nicht sehr, aber merkbar.

    Veränderlich ist die Intensität und welches Problem Grade das vordringlichste ist.

    Tja nun stehe ich da...lt weglassen ist ohne SD selbstlimitierend...
    Zumal es die Problematik ja offenbar nicht verursacht, nur verstärkt.
    Nach der rjt werde ich lt hoch dosiert nehmen müssen - und mir wird schlicht der Kopf platzen.

    Ich weiss nicht, wohin ich mich wenden soll und selbst wenn es wüsste ist die Zeit zu knapp.

    "Überfunktion" kann ich mangels SD nicht haben, ansonsten bin ich mit freien Hormonen knapp über unterer Norm in die OP, die 100mcg lt insgesamt 7 Mal genommen reissens bei 145kg Kampfgewicht auch nicht raus, also tatsächlich dürfte ich mittlerweile deutlich in Unterfunktion sein.


    An ein Problem mit/an der Hypophyse habe ich gedacht zumal ich in den Jahren insgesamt 3 Mal eine Art Ausfall auf dem rechten Auge in Form eines grossen undurchsichtigen grauen Flecken in der Mitte des Sehfeld hatte. Beim letzten Mal war ich beim Augenarzt, der feststellte der Sehnerv sei "total ausgehöhlt" irgendetwas von ms gemurmelt und mir eine Notfalleinweisung in die Augenklinik in die hand gedrückt hat. Die ich in meiner damaligen Panik natürlich nicht wahrgenommen habe.
    Aber das müsste ja dann acth/kortisol sein, dazu passts ja irgendwie nicht, eher zu Adrenalin.
    Dazu passt aber der Kopfdruck nicht.
    Außerdem wenn da was so gross wäre derart schmerzhaften, Druck auszuüben - warum dann nicht Ständig?
    Außerdem glaube ich nicht, dass ich dann noch in der Landschaft stehen würde nach all der Zeit.


    Komm mir gerade vor wie sehenden Auges auf dem Weg zum schaffot beim Gedanken an die "drohende" lt Einstellung
    Geändert von Chaosmaus (18.11.18 um 22:52 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    35.460

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Hallo chaosmaus,

    auch wenn du nach Krebs zu denen gehörst, die das TSH supprimieren müssen (bei pap. Mikrokarzinomen eigentlich nicht mehr unbedingt, bist du sicher, dass das bei dir sein muss? ), geht das mit ein wenig T3 sehr viel effizienter.

    Ich gestehe, dass ich deinen restlichen Ausführungen nicht folgen kann, die sind tatsächlich etwas chaomäuslich :-)) , und vor allem: es fehlen deine Werte und 2. deine Dosierungen (sowie wenn schon, dass dein Gewicht).

    Dann: Das Gewicht ist nur eine Annäherung, wie du vermutest. Bei viel Gewicht wächst die Dosis keineswegs proportional, deswegen kann es gut sein, dass man schneller überdosiert ist, als man denkt.

    Was das angeht:

    [QUOTE]Meist fängt es spät Vormittag an und klingt ab dem späten Nachmittag ab[/QUOTE

    das kann das Anfluten (einer evtl. zu hohen Dosis?) sein, aber auch wenn die Dosis passt, hilft ein Splitten der Dosis auf zwei Einnahmen in solchen Fällen recht gut.

    Also sei so gut und mach dir ein Profil, das sollte übersichtlich sein, etwa so:

    WERTEVERLAUF SCHILDDRÜSENHEMMER-EINNAHME

    TT.MM.JJJJ unter (mcg Medikamentenname von-bis genommen), Karenz: .... Stunden
    fT3: ............(Referenzbereich von-bis)
    fT4: ............(Referenzbereich von-bis)
    TSH: ...........
    Dosisänderung nach BE: .....


    TT.MM.JJJJ unter (mcg Medikamentenname von-bis genommen), Karenz: .... Stunden
    fT3: ............( Referenzbereich von-bis)
    fT4: ............(Referenzbereich von-bis)
    TSH: ...........
    Dosisänderung nach BE:
    .
    .
    .

  3. #3

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Erstens habe ich die Werte nicht, zum 2. spielt es für die Frage keine Rolle.
    Welches anfluten denn ? Ich nehme kein lt und habe das Problem mit den plötzlichen Schmerzen und co trotzdem, hatte es auch schon vor op mit niedrig normalen fts.
    Und ja, bei Microkarzinomen kann die suppression gelockert werden - nach 5 Jahren ohne Rezidiv

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    35.460

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Fest steht jedenfalls, dass du momentan ein Durcheinander hast und daraus würde ich keine Schlüsse bezüglich der normalen Einstellung ziehen. Auch nicht aus den Werten unter Hemmern.

    Allerdings, wenn du von Schmerzen sprichst, die bei niedrig-normalen Werten da sind und bei Hormonentzug jetzt genauso, dann kann ich dazu nicht viel sagen, außer dass es den Schluss nahelegt, dass es dann vielleicht gar nicht mit der Hormonlage zu tun hat - wie sollte es sein, wenn du sie unabhängig vom Hormonspiegel verspürst. Zur Carbi-Wirkung - auch dies ist verwunderlich, Hemmer wirken eben tatsächlich nicht unmittelbar - aber das wieißt du ja.

    Wieso nimmst du kein Thyrogen zur Anhebung des TSH? Ein solcher Hormonentzug kann eine EO triggern oder verschlechtern. Ärzte geben es nicht automatisch her, es kostet viel und manchen wird der Zusammenhang mit EO nicht bewusst sein, aber verlangen kann man es durchaus. (https://www.aerzteblatt.de/archiv/31...nschraenkungen).

  5. #5

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Wie schon erwähnt, und wies auch der Artikel in der Ärztezeitung beschreibt ist thyrogen für die rjd indiziert, nicht für die Ablation, da ist endogene tsh Produktion erwünscht.
    Für die rjds im follow Up bekomme ich es ja auch, für die rjt gibt's Kortison für die Augen.

    Ja klar hat die Problematik nur in sofern mit der Hormonlage zu tun als ein Mangel davon offensichtlich irgendwas kompensiert.
    Das Problem ist, dass ich das in der Zeit nicht abgeklärt bekomme.
    Und hinterher dann eher auch nicht, in dem Zustand kann ich nicht vor die Tür.
    Mal abgesehen davon, dass es einfach beschissen wehtut.

    (Ähm wirken im Sinne von Produktion hemmen tut carbimazol schon sofort, etwa 12-24 Stunden lang - nur bis man das am Blutbild sieht dauert es, weil das bereits produzierte t4 so eine lange Halbwertszeit hat)

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    35.460

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Zitat Zitat von Chaosmaus Beitrag anzeigen
    (Ähm wirken im Sinne von Produktion hemmen tut carbimazol schon sofort, etwa 12-24 Stunden lang - nur bis man das am Blutbild sieht dauert es, weil das bereits produzierte t4 so eine lange Halbwertszeit hat)
    Gut, ich wundere mich - denn auch bei hohen Dosierungen vergehen einige Tage, bis man etwas merkt. Aber OK, wie auch immer, entscheidend ist ja der Punkt nicht wirklich, umso mehr als du ja nicht mehr in die Verlegenheit kommen wirst, Carbi nehmen zu müssen.

    Zu endogenem-exogenem Thyrogen, schau mal hier - das wirst du vielleicht kennen?
    https://www.sd-krebs.de/index.htm?ht...=167115#167115

    Ich geh nochmal zurück zu deinen beschriebenen Symptomen:

    Schwitzen
    Herzklopfen bis -rasen
    Das kann durchaus auch von Thyroxinmangel kommen

    Druck auf der rechten Kopfseite irgendwo hinter dem rechten Auge, Richtung ohr/Nebenhöhlen die auch Druck abbekommen
    Ich tippe da ziemlich eindeutig auf EO.


    Und noch etwas, das hier:

    Lt gab es im Krankenhaus ab OP 100mcg was bei meinem Gewicht auf Dauer sicherlich zu wenig ist, aber man braucht ja erstmal einen Spiegel zum Einstellen, sprich man muss es ein paar Wochen nehmen um weiterzusehen.
    stimmt ganz einfach nicht, auch wenn - leider - die Kliniken es so handhaben. Die durchschnittliche Einstiegsdosis beträgt ca. 1,6-1,7 mcg/Kg und auch wenn Übergewichtige etwas weniger als dies und Untergewichtige manchmal etwas mehr als die so berechnete Dosis brauchen, 100 ist mit nichts zu rechtfertigen und ist ein Fahrschein direkt in eine Unterfunktion. Das ist das, was man in der einschlägigen medizinischen Literatur und in der Forschung findet . Die Kliniken rechnen einfach nicht mit der EO-Gefahr. Sogar sehr konservativ geschätzt gilt:

    Die Standard-Dosierung beträgt 1,5 µg/kgKG L-Thyroxin.
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/79...nschilddruesen

    und unsere bescheidene Umfrage bestätigt den Durschnitts-Einstieg mit ca. 1,6-1,8 mcg/kg Einstieg - nicht wirklich repräsentativ, da zu wenige Leute teilnehmen, aber zumindest eine kleine Tendenz:

    https://www.ht-mb.de/forum/poll.php?...do=showresults

  7. #7
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    14.07.13
    Beiträge
    3.379

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Hi Chaosmaus,

    in deinem Beitrag stehen einige Sätze, die hellhörig machen:

    Zitat Zitat von Chaosmaus Beitrag anzeigen
    ... hat sich nie wirklich beruhigt und nachdem vor 3 Monaten wieder der tsh abgefallen war (bei niedrignormalen freien Hormonen, aber dennoch massiver typischer Klinik aka Herzrasen, schwitzen, Druck im Kopf, Durchfall)
    SD-Hormon-Achse gestört.
    Bereits in der Hemmertherapie ist mir aufgefallen, dass meine "Überfunktionssymptome" nicht wirklich mit den freien Hormonen korreliert haben.
    Ich hatte massive Beschwerden oder auch kaum welche bis gar keine in allen möglichen Höhen und Tiefen der fts.
    Die Beschwerden waren so massiv, vor allem der Kopfdruck und natürlich auch die dann aufkommende Panik wenn man von jetzt auf gleich von Wohlbefinden auf Status "noch ein bisschen mehr und es ist entgültig alles vorbei weil der Kopf platzt oder das herz das Handtuch wirft" wechselt - immer etwa 6-7 Std bis es endlich besser wird, dass ich das eigentlich überhaupt nur noch durchgehalten habe weil eben das carbimazol dagegen half.
    Deswegen habe ich auch mit der OP so lange gezögert - was wenn das bleibt und carbimazol aber dann ja nicht mehr helfen *kann* ohne SD.
    Zu Anfang war es ja auch noch so, dass nach so einem mit carbimazol niedergeschlagenen "anfall" Monate Ruhe war. Dann Wochen, zum Schluss gar nicht mehr.
    Deswegen dann die OP - mit dem Gedanken "entweder ist es der MB, nicht die Überfunktion, aber der Autoimmunprozess/die Entzündung selbst und alles wird gut.
    Oder ich bin am Ende mit meinen Optionen"
    Aber andererseits ist meine schlimmste Befürchtung ebenso wahr geworden und meine "Zustände" nach wie vor da, seit OP sogar zunehmend in der Stärke.
    Unmittelbar nach OP war's noch einfach starke Hitze , Herzklopfen und überwach sein und Kopfschmerzen - evtl frei gesetzte Hormone dachte ich, die Verbesserungen überwogen da noch bei weitem.
    Dann dachte ich ok, vielleicht das Cortison.
    ---Cushing-Syndrom.
    Am entlasstag (Freitag vor 1 Woche) hat's mich dann noch beim Warten auf meinen Abholer fast Zerlegt - da dachte ich an Calcium, weil alles kribbelte. Und tatsächlich half das auch zunächst - der Wert war dann tatsächlich leicht unternormig am Montag beim Hausarzt, trotz bereits 3 Tagen a 2000mg Calcium.
    Am Freitag und am Samstag half es. Am Sonntag war nix.
    Am Montag massiv Heiss und Herzrasen, ordentlicher Druck im Kopf wie in schönster Überfunktion in beängstigender Intensität - da dachte ich an das lthyrox, weil es etwa 4 Stunden nach Einnahme begann.
    Aber das ist es nicht - Dienstag kam der Anruf von Krankenhaus, ab Mittwoch kein lt mehr und dieser Anwandlungen kommen dennoch allerdings in deutlich milderer Form. Durchaus Heiss und der Puls geht über 100 und der Kopf drückt, aber aushaltbar und eben nicht so völlig vernichtend.
    Ein trauriger Höhepunkt war der Freitag, da hatte ich versehentlich noch einmal nach 2 Tagen Pause das lt genommen, der Druck hinter meinem rechten Auge war derart böse, dass erstens die ganze rechte Kopfseite taub wurde und die Stelle noch Stunden nach dem abklingen richtig brannte.
    Gestern und heute waren erträglich ohne lt - mir ist halt warm trotz T-Shirt und abgedrehter Heizung, der Kopf drückt etwas und ich bin total wach
    Zusammen gefasst läuft es immer gleich:
    Von jetzt auf gleich aus völligem Wohlbefinden heraus wie angeschaltet als würde mir einer Adrenalin spritzen (tatsächlich bekam ich während der Hochzeit des Basedow versehentlich mal eine Lokalanästhesie mit Adrenalin, das fühlte sich exakt genau so an, war nur schneller vorbei)
    Hitze
    Schwitzen
    Herzklopfen bis -rasen
    Druck auf der rechten Kopfseite irgendwo hinter dem rechten Auge, Richtung ohr/Nebenhöhlen die auch Druck abbekommen
    Sehprobleme (währenddessen eingeschränktes Sehfeld, ansonsten täglich leicht verschlechternde Sehschärfe aber erst seit op, mittlerweile fällt mir lesen zb schwer)

    Meist fängt es spät Vormittag an und klingt ab dem späten Nachmittag ab. Nach dem Aufstehen morgens bin ich völlig beschwerdefrei und guter Dinge, bis auf die sehprobleme, von denen bleibt immer etwas und seit OP leidet auch die Konzentration und das Gedächtnis etwas. Nicht sehr, aber merkbar.

    Veränderlich ist die Intensität und welches Problem Grade das vordringlichste ist.
    Tja nun stehe ich da...lt weglassen ist ohne SD selbstlimitierend...
    Zumal es die Problematik ja offenbar nicht verursacht, nur verstärkt.
    Nach der rjt werde ich lt hoch dosiert nehmen müssen - und mir wird schlicht der Kopf platzen.
    Vielleicht liegt es gar nicht daran.
    Ich weiss nicht, wohin ich mich wenden soll und selbst wenn es wüsste ist die Zeit zu knapp.
    Ich würde sofort einen Termin für ein Hypophysen-MRT machen.
    "Überfunktion" kann ich mangels SD nicht haben, ansonsten bin ich mit freien Hormonen knapp über unterer Norm in die OP, die 100mcg lt insgesamt 7 Mal genommen reissens bei 145kg Kampfgewicht auch nicht raus, also tatsächlich dürfte ich mittlerweile deutlich in Unterfunktion sein.
    An ein Problem mit/an der Hypophyse habe ich gedacht zumal ich in den Jahren insgesamt 3 Mal eine Art Ausfall auf dem rechten Auge in Form eines grossen undurchsichtigen grauen Flecken in der Mitte des Sehfeld hatte. Beim letzten Mal war ich beim Augenarzt, der feststellte der Sehnerv sei "total ausgehöhlt" irgendetwas von ms gemurmelt und mir eine Notfalleinweisung in die Augenklinik in die hand gedrückt hat. Die ich in meiner damaligen Panik natürlich nicht wahrgenommen habe.
    Aber das müsste ja dann acth/kortisol sein, dazu passts ja irgendwie nicht, eher zu Adrenalin.
    Wie meinst du das? Hast du Werte zu ACTH u. Kortisol? Die Sache mit dem Sehnerv könnte auf ein hormonproduzierendes Adenom deuten, durch zu hohe Produktion dann deine Symptome.
    Dazu passt aber der Kopfdruck nicht.
    Das ist sehr unterschiedlich. Je nachdem.
    Außerdem wenn da was so gross wäre derart schmerzhaften, Druck auszuüben - warum dann nicht Ständig?
    Hormonaktives Adenom könnte in Schüben produzieren...
    Außerdem glaube ich nicht, dass ich dann noch in der Landschaft stehen würde nach all der Zeit.
    Kontrolle ist besser. Allein schon wegen dem angegriffenen Sehnerv!!

    https://www.leben-mit-hypophysentumo...ke-beschwerden

    LG
    Geändert von Mariemoto (20.11.18 um 16:01 Uhr) Grund: Zitat korrigiert

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    11.07.06
    Beiträge
    35.460

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Zitat Zitat von Mariemoto Beitrag anzeigen
    Hi Chaosmaus,

    in deinem Beitrag stehen einige Sätze, die hellhörig machen:

    Zitat von Chaosmaus:

    ... hat sich nie wirklich beruhigt und nachdem vor 3 Monaten wieder der tsh abgefallen war (bei niedrignormalen freien Hormonen, aber dennoch massiver typischer Klinik aka Herzrasen, schwitzen, Druck im Kopf, Durchfall)
    SD-Hormon-Achse gestört.
    Natürlich ist die Hormonachse bei MB gestört durch die TRAK. Ein MB-Schub fängt mit unterdrücktem TSH an, wenn die TRAK die TSH-Rezeptoren besetzen. Ohne TRAK-Besetzung gibt es keine Überstimulation, das erklärt, wieso zuerst das TSH weg ist und in der Folge die freien Werte hochklettern.

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    14.07.13
    Beiträge
    3.379

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Klar, kann mehrere Ursachen haben.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    23.11.11
    Ort
    Internet- Email
    Beiträge
    11.274

    Standard AW: Lt und starker Druck im Kopf?

    Hi Marie,

    Du hast es hoffentlich nicht überlesen, dass Chaosmaus demnächst eine ablative RJT wegen 2 papilläre Mikrokarzinome bevorsteht.

    Da sollte das von dir vermutete Hypophysenadenom doch etwas warten, oder?

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •