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Thema: Umstellung auf Schwein

  1. #61
    Benutzer mit vielen Beiträgen
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    Standard AW: Umstellung auf Schwein

    Hallo Doro,

    zuerst wurde meine LT-Dosis, die ich zu dem Zeitpunkt nahm, in das natürliche Hormon umgerechnet: 125 LT bzw. 1 1/4 grain. Das ist die selbe Dosis, die du momentan nimmst.

    Wenn ich mich unterversorgt gefühlt habe, habe ich das natürliche Hormon in Schritten von umgerechnet 12,5 LT bzw. 1/4 grain gesteigert.
    Das habe ich dann jeweils mindestens 3 Monate genommen.

    Nach 2 Jahren war ich bei 2 grain bzw. 200 LT angekommen. Diese Dosis habe ich 5 Jahre lang genommen und dachte, da komme ich den Rest meines Lebens mit hin.

    Als mein TSH dann vor 2 Jahren plötzlich auf 4,2 anstieg, habe ich noch mal um 12,5 LT bzw. 1/4 grain erhöht und dann 2 Jahre lang 2 1/4 grain genommen.

    Nur meine letzte Erhöhung habe ich anders vorgenommen. Der Steigerungsschritt war zu hoch und das würde ich so nicht noch mal machen.

    Daher hier meine Tipps:


    1. Nie mehr als 1/4 grain steigern.
    2. Eine Dosisänderung mindestens 3 Monate ausprobieren und erst dann weiter entscheiden.
    3. Lieber eine Dosis 6 Monate beibehalten als zu früh steigern.
    4. Der Zeitfaktor spielt meiner Meinung nach eine wichtige Rolle, denn mit fortschreitender Substitution wird die Schilddrüse immer weiter entlastet. Aber das Gehirn muss ja auch erst mal kapieren, dass es jetzt die Schilddrüse nicht mehr anzufeuern braucht. Dieser Regelkreis muss sich bei jeder Steigerung erst mal neu einpendeln.
    5. Es kommt irgendwann so ein Punkt, da beruhigt sich der Regelmechnismus und du denkst auch gar nicht mehr so über Werte und Dosis nach. Bei mir war das ungefähr nach 2 Jahren der Fall. Ich hab dann 5 Jahre die gleich Dosis genommen und nur noch ganz sporadisch mal Werte machen lassen.

    Vom Gefühl her würde ich sagen, dass meine Hormonwerte eher Momentaufnahmen mit geringer Aussagekraft darstellen, während der TSH eher mein jeweiliges Befinden spiegelt. In Zeiten, wo der TSH bei mir zwischen 0,4 und 1,5 lag, ging es mir gut, obwohl die Hormonwerte im unteren Drittel oder sogar teilweise unter der Norm waren. Ich war oft über meine Laborzettel erstaunt und konnte es gar nicht fassen.

    Ich erkläre es mir mittlerweile so: Ist doch prima, wenn der Körper das Hormon gut verwertet anstatt dass es sinnlos im Blut rumschwimmt. Nachdem ich also jahrelang entsetzt auf die fT-Werte gestarrt habe, interessiert mich heute eher der TSH.

    Unter LT war mein TSH dauernd supprimiert, die SD-Werte prima im oberen Drittel und mein Befinden mager. Beim natürlichen Hormon ist es genau umgekehrt. Der TSH ist normal, die Hormonwerte mager und das Befinden viel besser als unter LT. Heißt für mich übersetzt: Mein Körper verstoffwechselt das Hormon.

    Kann natürlich bei jedem anders sein.

    Mein Gefühl sagt mir jedenfalls, das Hormon kommt gut in den Zellen an und sie arbeiten damit. Ich habe damit endlich eine normale Körpertemperatur und keine eiskalten Hände und Füße mehr. Die Temperatur meiner Hände und Füße sind für mich ein wichtiger Marker. Marker Nummer zwei sind für mich die Haare. Fallen mir mehr aus als normal, denke ich über eine Steigerung nach.

    Wenn ich überdosiert bin, merke ich das sofort an winzigen kleinen Herzstichen. Vielleicht hat sich dann ein bisschen Schilddrüsengewebe verabschiedet und Hormon freigesetzt? Dann lasse ich das SD-Hormon 1-2 Tage weg. Da ich es sofort am Herzschlag merke und sofort herunterfahre, kann ich ich keine anderen Marker für Überfunktion nennen. Vielleicht findest du auch so einen Marker, indem du zum Beispiel eine Pulsuhr trägst und mal eine Zeit lang deine Pulsfrequenz beobachtest? Ich habe das Gefühl, dass mir das Herz umgehend eine Rückmeldung gibt, wenn zu viel Hormon im Umlauf ist.

    Panik, dass ich schlagartig unterdosiert sein könnte, habe ich nie. Ich bin mal weggefahren und hatte das Hormon vergessen. Nach einer Woche war ich dann zwar etwas wattig im Kopf, aber dadurch weiß ich nun, dass der vorhandene Spiegel ca. eine Woche reicht.

    Ich will dir damit sagen, dass man nicht im Eiltempo erhöhen muss, sondern relaxed an die Sache herangehen kann. Du bist jetzt erst mal auf der sicheren Seite. Dein Körper bekommt endlich etwas, womit die Zellen arbeiten können. Deine Schaltzentrale muss das nach einer Zeit des Mangels erst mal kapieren. Freu dich erst mal darüber, denn das war der wichtigste Schritt. Alles andere ergibt sich mit der Zeit.

    Ich selbst bin immer wieder von sehr starken Zweifel geplagt, ob nicht doch all meine Symptome psychisch sind.

    Nur mal rein theoretisch: Selbst wenn alle deine Symptome psychischen Ursprungs sind und rein gar nichts mit deinem Stoffwechsel zu haben: Das natürliche Hormon kann dir trotzdem nicht schaden. Es wäre dann zwar rausgeschmissenes Geld, würde aber deinem Körper nichts Schlimmes antun. Du müsstest es einfach nur schrittweise ausschleichen und deine SD würde dementsprechend wieder anfahren - falls sie wirklich gesund ist.

    Wenn die SD aber nicht gesund ist, kann man neben körperlicher Schwäche, Frieren, wattigem Kopf etc. sehr wohl auch psychische Probleme haben. Wenn der Stoffwechsel mit einem Hormon unterversorgt ist, schlägt sich das natürlich auch im Gemüt nieder. Man läuft ja dann sozusagen auf Notsromaggregat. Es braucht dann seine Zeit, bis man sich wieder rundum normal fühlt. Manchmal dauert es lange, aber auch kleine Schritte in die richtige Richtung führen zum Ziel.

    LG Hosanna

  2. #62
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    Standard AW: Umstellung auf Schwein

    Danke hosanna für den umfangreichen Bericht deiner Erfahrungen und deinen Tipps.

    Ich bewundere es immer wieder wenn sich jemand so detailliert informiert und das bei sich anwendet.
    Ich habe seit 10 Jahren hashimoto und jetzt den dritten Totalausfall und habe noch keinen tau darüber mit welchen Werten ich mich am wohlsten fühle.

    Dazu auch immer die Verunsicherung und die Zweifel dass meine Beschwerden nichts mit der sd zu tun haben. Weil das von vielen ärzten so gesagt wird.

    Ich bin beim steigern jetzt schon schneller als du vorschlägst. Ende Okt war die Umstellung von thyrex auf ndt, da bin ich zuerst komplett abgestürzt und die Werte haben eine unterfunktion bewiesen. Durch die Steigerung Mitte Dez sind zumindest ein paar Beschwerden besser. Schlaf ist besser und ich kann morgens gleich nach dem aufwachen aufstehen.
    Zur Zeit spüre ich eine starke anspannung physisch und psychisch.
    Deswegen mach ich nächste Woche nochmal Bestimmung der drei Werte.

  3. #63
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von B.Anna
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    Standard AW: Umstellung auf Schwein

    Hallo Hosanna

    du schreibst : .
    .ja ich nehme seit 2009 ununterbrochen das natürliche Hormon von der Klösterl Apotheke München.
    ich verstehe nicht wie du das nehmen kannst und dich ununterbrochen damit wohl fühlen kannst. Die Klösterl Apo hat doch ihr Medikament seither mindestens 3mal abgeändert von a) Thyreogland (mit viel T3 und L-Thyrosin als Füller ) zu B) SD-Extrakt mit Reismehl als Füller ohne L-Thyrosin : 2 sorten : normal mit wenig T3 und Forte. mit viel T3 zu c) Thyreogland mit wenig T3 und einer ätzenden RindSchafschwein Mischung.

    das müsste man doch merken.

    ausserdem rechnet die Klösterl-Apo nicht mit Grain sondern mit Mikrogramm.

    und 2 Grain entsprechen im Leben nie 200 Mikrogramm Lt...eher maximal 100 LT.

    lg
    B.Anna

  4. #64
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    Standard AW: Umstellung auf Schwein

    Gute Frage ! Vielleicht nur Schwein gehabt.

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