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Thema: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

  1. #1
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    Standard Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    Hallo liebe Forengemeinde,

    Ich habe seit 2006 Hashimoto, Antikörper wurden nachgewiesen. Ich nehme 150 mcg T4 und 25 mgc T3, da T4 allein nicht ausreicht mein fT3 anzuheben. Mein TSH geht wegen der T3 Applikation gegen 0, fT3 und fT4 sind im oberen Drittel des Referenzbereichs.

    Ich lebe in Kolumbien die Gesundheitsversorgung ist nicht schlecht, aber nicht mit Deutschland vergleichbar. Untersuchungen müssen hier immer erst von der Krankenkasse autorisiert werden was zu sehr langen Wartezeiten führt, so kann ein simpler Ultraschall oder Röntgen bereits einen oder sogar zwei Monate dauern.

    Jetzt zu meinem Problem: Ich habe etwa seit einem halben Jahr eine Geruchsstörung, zuerst dachte ich es seien Geruchshalluzinationen (Phantosmie), da ich an meinem Arbeitsplatz immer spontane Geruchswahrnehmungen habe, die sonst niemand hat und auch keine Geruchsquelle auszumachen ist. Der Geruch ist immer derselbe und am besten beschreibbar als eine Mischung aus Hefe, Holz, Leder und benutzen Socken. Schon recht unangenehm aber auch nicht unerträglich. Da ich auch an anderen Orten, als dem Arbeitsplatz genau diesen Geruch wahrnehme, habe ich erstmal auf Halluzination getippt, also dass gar keine Geruchsquelle für diese Wahrnehmung existiert.

    In letzter Zeit überlege ich aber, ob die Gerüche vielleicht doch vorhanden sind und ich sie nur wegen einer extremen Geruchsempfindlichkeit (Hyperosmie) überhaupt wahrnehme, und andere nicht. Mir ist nämlich in den letzten Wochen aufgefallen, dass ich auch tatsächlich vorhandene Gerüche extrem stark wahrnehme, z.B. Körpergerüche, Essen oder Gerüche, die aus alten Häusern kommen. Ich komme mir manchmal vor, wie der Protagonist aus "Das Parfum". Vorstellbar wäre auch, dass sich das Problem selbst verändert hat und es erst Phantomgerüche waren und jetzt eine Überempfindlichkeit hinzukommt. Keine Ahnung

    Bei meinen Recherchen zu dem Problem bin ich auch auf einige wenige Seiten gestoßen die einen Zusammenhang von Geruchsstörungen mit Schilddrüsenerkrankungen herstellen, wobei mir nicht klar ist, ob Über- oder Unterfunktion.

    Ich war natürlich beim Arzt, der mich ratlos zum HNO überwiesen hat. Der fängt jetzt erstmal an, die Nase selbst zu untersuchen und hat eine Tomografie der Nase angeordnet, Termin in zwei Monaten, dann wieder zurück zum HNO, dann kommt die nächste Untersuchung. Das kann sich sehr lang hinziehen und ich gebe auch zu, dass bei solchen Symptomen die Ursachenforschung bestimmt nicht einfach ist. Aber hier zieht sich so etwas leider über lange Zeiträume hin

    Meine Frage wäre, ob andere Hashis auch schon mal veränderte Geruchswahrnehmungen hatten, auch ausgeprägte, lang andauernde, wie in meinem Fall, und was die Ursache war, bzw. ob das wieder weggegangen ist oder sonstwie behandelt wurde. Könnten die beschriebenen Symptome auch durch eine schlechte Hormoneinstellung verursacht sein?

  2. #2
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    schade - männlich ;-))
    sehr empfindlich auf viele gerüche war ich in der schwangerschaft - ob andere Hormone, Eisenmangel, Magen-/Darmprobleme, andere Medikamente dahinter stecken kann man ohne weitere angaben nur raten ;-))

    füllst Du bitte Dein Profil aus?

  3. #3
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    Ich habe ab und an "Geruchshaluzinationen", aber nie mit unangenehmen Gerüchen. Daher habe ich das auch nicht weiterverfolgt. Sehr geruchsempfindlich bin ich auch, aber das immer schon (Schwangerschaft noch schlimmer).

    Falls der HNO nichts findet wäre ein Neurologe der richtige Ansprechpartner, vielleicht könnest du das schon in die Wege leiten, wenn das bei euch so lange dauert?

    Schlechte Hormonversorgung kann es schon mal nicht sein, bei Werten im oberen Drittel (absolute Werte mit Angabe des Referenzbereiches wären aber besser). Es könnte aber sein, dass du keine so hohen Werte brauchst, oder nicht mehr brauchst. Wenn der Stoffwechsel so auf Hochtouren läuft können auch die Sinne überscharf sein.

    Hast du T3 nur zur "Wertekosmetik" dazu genommen oder weil du Symptome hattest? Seit wann nimmst du diese Dosierung?

    LG
    Kapsc

  4. #4
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    Ich hatte, als ich bis vor 4 Wochen noch überdosiert gewesen bin, ein sehr sensibles und starkes Geruchsempfinden. Ich habe Gerüche extrem wahrgenommen, die andere gerade mal im Ansatz leicht bemerkt haben. War genauso wie während meiner Schwangerschaften... Habe vor 4 Wochen die Dosis reduziert. Seit 2 Wochen ist mein Geruchssinn wieder normal.

  5. #5
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    BE Mai 2018:
    TSH 0,05 Referenz 0,27-4,20
    T4 1,71 Referenz 0,93-1,70
    T3 1,80 Referenz 1,40-4,20

    T3 nehme ich, weil sonst fT3 im Keller bleibt, selbst bei 200 mcg Levo (habe ich nur testweise in dieser Dosis genommen). Und dementsprechend schlecht fühle ich mich ohne T3: Schlafstörungen, Aufwachen um 3 Uhr nachts mit Herzrasen und anschließendem Verharren in Sorgenspiralen, bis zum Aufstehen, tagsüber Antriebslosigkeit und Depressionen, mangelnde Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Angst, Reizbarkeit und Aggressivität, keine Lust zu nichts.

  6. #6

    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    Ich vermute bei dir eine lokale Überversorgung mit T3/T4 im Gehirnteil der für den Geruchssinn zuständig ist. Aufgrund von erhöhter T3/T4 Rezeptordichte bzw. Empfindlichkeit. Machen kann man dagegen nichts außer die Dosis zu reduzieren (und dann wiederum in anderen Körperbereichen unterdosiert zu sein).

  7. #7
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    Liebe Monkodo, ich hatte das auch. Vor ein paar Jahren. Bei mir trat es plötzlich auf. Und verschwand mindestens ein Jahr nicht wieder. Ich nahm an allen möglichen Orten einen ganz bestimmten Kanalgeruch war. Der Geruch war exakt der selbe -- ob ich in Berlin oder in Wien war. Allerdings trat es zum ERSTEN MAL auch "im Ausland" auf; nämlich in Berlin. Du schreibst, Du lebst in Kolumbien (toll übrigens!) -- kannst Du Dich erinnern, wo und in welcher Situation Du den Geruch zum ersten Mal wahrgenommen hast?

    Ich fand das jedenfalls damals auch total seltsam. Hatte die Befürchtung, dass es nie wieder weggeht. Doch irgendwann verschwand es gottseidank wieder.
    Wieso und warum habe ich nie herausgefunden.

    Liebe Grüße und: halte durch :-)

    PS: Ich gebe Invictus recht. Ich war zu der Zeit auch zu hoch auf T4-only eingestellt. (Obwohl ich das T4 gar nicht vertragen hatte, btw.)
    Geändert von Marjorie (28.10.18 um 23:41 Uhr)

  8. #8
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    PPS: Mir fällt gerade ein, ich hatte es in meinem Leben, früher, schon einmal. Damals war es ein ganz spezifischer Geruch von Zwiebel und beißendem Schweiß. Auch das blieb lange Zeit. Aber auch das ging vollständig vorüber.
    Alles Gute!

  9. #9
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    PPPS: Probier doch mal T3-Monotherapie oder zumidest das T4 senken. Deine weiteren Beschwerden hören sich für mich alle nach zu viel Levothyroxin an.

  10. #10
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    Standard AW: Geruchsstörungen Phantosmie oder Hyperosmie bei Hashi?

    Danke Euch allen für die Antworten.
    Die ersten Geruchshalluzinationen traten beim Arbeiten am Computer in meinem Büro auf, ich dachte erst es wären Essensgerüche, bis mir überhaupt ins Bewusstsein gelangt ist, dass das zu allen möglichen Tageszeiten und auch nachts und auch immer derselbe Geruch war. Dann hatte ich den selben Geruch aber auch an ganz anderen Orten. Ich versuche dann mal, T4 zu reduzieren, war auch arg hoch bei der letzten BE.

    Hat man bei einer T3-Monotherapie nicht starke Spiegelschwankungen? In welchen Abständen muss man es nehmen um einen halbwegs stabilen Spiegel zu haben?

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