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Thema: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

  1. #31
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Braunbär,

    so wie ich es lese, wurde anhand der Blutwerte und Deiner Beobachtung bis auf 200 mcg LT hochdosiert.

    Dazu nur ein paar Anmerkungen:

    Wenn man soziale Situationen nicht einfach intuitiv lesen kann, strengen sie an. Allein dadurch braucht mensch einfach mal seine Ruhe um sich zu entspannen. Das sieht von außen schnell nach Antriebslosigkeit und Müdigkeit aus.

    Meine eigene Erfahrung ist, dass ein höherer fT4-Spiegel das Hirn dahingehend pusht, dass ich Beobachtungen an anderen Menschen nicht mehr so einfach ausblenden kann, was soziale Interaktion in ungewohnten Situationen eher noch schwieriger macht: da muss ich noch mehr Hypothesen über das gemeinte Verhalten anstellen und die auch noch alle überprüfen... also mehr Stress in zwischenmenschlichen Situatuonen.

    Dazu kommt, dass man die körperlichen Stresssymptome (Muskelverspannungen sind es bei mir) selten merkt, oder erst dann , wenn es wirklich schlimm wird.

    Mein Vorschlag für einen gemeinsam entwickelten Selbstfragebogen hatte gar nicht unbedingt die Zielrichtung, dass dein Sohn selbst merkt, dass er sein LT braucht; wichtiger ist vielleicht, dass er Vor- und Nachteile selbst einschätzt und seine eigene Entscheidung trifft. Vielleicht geht es ihm ja insgesamt in einer moderaten Unterfunktion besser, so dass man ein paar Einschränkungen in kauf nimmt?

    Braunbär, du schriebst, dass du keine Heli-Mutter bist oder sein willst. Ich denke, schrittweise Verantwortung abgeben kann auch manchmal gemeinsam ein "Schritt zurück" sein. Ich bin mittlerweile Ü-40 und mein Liebster sagt mir morgens, dass ich mein Haar richten sollte -- wär mir gar nicht aufgefallen

    Dazu kommt, das es an Therapie-Compliance in dem Alter eh mangelt. Es ist nicht einfach eine kleine Tab, die man morgens schluckt; es ist jeden Morgen die Erinnerung daran, dass das jetzt ein Leben lang so gehen will. Das will kein Mensch mit 18 und auch nicht mit 21; da will man einfach sein Leben.

    Wenn euer Verhältnis sonst gut ist und der nervende Jüngere manchmal stört: Du und der Große zum Entspannungsübskurs der lokalen Krankenkasse?

    LG und alles Gute,
    Ness

    Edit: letzte Beiträge grad erst gesehen -- reading and think about this
    Geändert von Ness (26.10.18 um 21:32 Uhr)

  2. #32
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Hallo Braunbär,

    Und genau das ist es, was ich mit Rahmenbedingungen meinte:

    Folgende Infos wären im Eingangsthread unumgänglich: Junger Mann, 21, mit Asperger Syndrom und Vollmacht auf die Mutter setzt die 200LT aus, die nach langer Zeit (wie lange?) durch Blutwerte erreicht worden sind.

    Viele unnötige Beiträge würden dadurch erspart und du hättest nur die wirklich helfenden Beiträgen von Gedankenpause und Ness.

    Ich wünsche euch eine gute Lösung.

  3. #33
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    Folgende Infos wären im Eingangsthread unumgänglich: Junger Mann, 21, mit Asperger Syndrom und Vollmacht auf die Mutter setzt die 200LT aus, die nach langer Zeit (wie lange?) durch Blutwerte erreicht worden sind.

    .
    Bitte endlich zur Kenntnis zu nehmen:

    Zitat Zitat von Braunbär Beitrag anzeigen
    Donna, danke für deinen Versuch, aber das ist wirklich komplizierter als du denkst. Und alle Verwicklungen und Implikationen kann ich hier nicht darlegen, schon deshalb, weil er ja volljährig ist. ...
    Zitat Donna: Viele unnötige Beiträge würden dadurch erspart und du hättest nur die wirklich helfenden Beiträgen von Gedankenpause und Ness.
    Richtig, mehrfach fordernde/belehrende Beiträge, welche Angaben Braunbär unbedingt machen müsste, sind unnötig. Fragen, ob die TE alleinerziehend ist, dito.

    Fehlende Sachkenntnis hast du ja bereits kundgetan mit der vollmundigen Aussage, Asperger sei keine Behinderung. Was noch fehlt: eine gewisse Hemmschwelle bei Themen, von denen man keine Ahnung hat.

  4. #34
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Bitte endlich zur Kenntnis zu nehmen:





    Richtig, mehrfach fordernde/belehrende Beiträge, welche Angaben Braunbär unbedingt machen müsste, sind unnötig. Fragen, ob die TE alleinerziehend ist, dito.

    Fehlende Sachkenntnis hast du ja bereits kundgetan mit der vollmundigen Aussage, Asperger sei keine Behinderung. Was noch fehlt: eine gewisse Hemmschwelle bei Themen, von denen man keine Ahnung hat.
    Nun kann ich mich nicht reinwaschen.
    OK, Asperger ist eine Behinderung, aber nicht geistig unterbemittelt und das weiß de TE bereits.

    Ich warte auf deine Ratschläge.

  5. #35
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Katzenmuddi
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    OK, Asperger ist eine Behinderung, aber nicht geistig unterbemittelt
    Die einzige, die Titulierungen wie "geistig unterbemittelt" verwendet, bist DU!

  6. #36
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Zitat Zitat von Katzenmuddi Beitrag anzeigen
    Die einzige, die Titulierungen wie "geistig unterbemittelt" verwendet, bist DU!
    na, nun mal langsam. donna ist ausländerin, und mir sind schon einige mal sprachliche schnitzer aufgefallen, die ich darauf zurückführe. so auch dies. im übrigen hat sie ja damit das dilemma hervorragend benannt. ob nun autist oder geistig behindert, beide müssen nicht unbedingt " unterbemittelt" sein. nur wenn sie das nicht sind, woher nehmen wir dann das recht, ihnen in ihre lebensgestaltung reinzureden?
    ich schrieb ja bereits, unsere antwort als familie ist, (in jahrzehnten gewachsen),meine schwester hat ein recht auf eigene ansichten. nur wenn sie sich gefährdet und dies nicht erkennt, muss eingegriffen werden. das ist ihre würde, die wir ihr nicht absprechen wollen, nur weil sie anders ist als wir. bei gesundheitlichen fragen wie hier z. b.würden wir sie fragen, wie es ihr geht ohne das lt. und wenn sie sagt, gut, dann ist es auch gut, und nicht schlecht und schon gar nicht "langsame verblödung"(übrigens hat mich die formulierung etwas entsetzt). nur weil wir eine andere vorstellung haben von gut, sollen wir sie zwingen? sie geht übrigens meist ohne uns rein zum arzt, wir bleiben im wartezimmer. auch diese art von würde funktioniert bestens. der arzt meldet sich nur dann bei uns, wenn wichtiges ansteht, was sie überfordert. gefährlich ist es nicht, ganz langsam in unterfunktion zu geraten. warum eigentlich darf man diese erfahrung nicht einfach mal machen, zumal wenn eben gar keine geistige unterbemittelung vorliegt?und keiner hier die werte des jungen mannes kennt und nicht weiß, ob er überhaupt am rande einer unterfunktion ist?

  7. #37
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen

    Ich warte auf deine Ratschläge.
    Die hast du bereits bekommen oben zu etwas, womit ich im Zusammenhang mit dir reichtlich Erfahrung habe:

    eine gewisse Hemmschwelle bei Themen, von denen man keine Ahnung hat.

  8. #38
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von helleborus63
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Liebe Bärin,

    da hast du ja was an der Backe!
    Unser "Familienmodell" ist ja ähnlich, wir lösen die Medikamenteneinnahme so daß einer von uns Eltern das LT morgens im Bett anreicht. Das klappt soweit gut. Unser Sohn geht zur BE alleine ins Labor, die Werte besprechen wir gemeinsam mit dem Arzt und entscheiden auch gemeinsam über Dosisänderungen.

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    gefährlich ist es nicht, ganz langsam in unterfunktion zu geraten. warum eigentlich darf man diese erfahrung nicht einfach mal machen, zumal wenn eben gar keine geistige unterbemittelung vorliegt?und keiner hier die werte des jungen mannes kennt und nicht weiß, ob er überhaupt am rande einer unterfunktion ist?
    Bei allem Respekt - es gibt auch "seelische Unterbemittlung" die durchaus gefährlich werden kann. Unser (Asperger-)Sohn war monatelang mit einem eitrigen Großzeh unterwegs (mit minimalsten Schmerzen) und wurde langsam immer kränker. Einen Arztbesuch konnten wir nur üblen Drohungen (drohende Sepsis) durchsetzen. Schließlich wurde der Zeh quasi bis auf den Knochen "geschält" - noch länger und er hätte verloren gehen können.

    Es gibt solche Kinder, und sie brauchen oft besondere Behandlung und Betreuung. Sie sind nämlich -auf ihre Art- genau so hilflos wie sichtbar/sichtlich beeinträchtigte Menschen. Ein wacher Verstand und Redegewandheit täuschen vielleicht "Selbstständigkeit" vor. Dennoch kommen viele eben nicht mit alltäglichen Dingen zurecht, wie Ness oben so schön schrieb.

    Es lassen sich keine zwei Aperger-Autisten vergleichen, noch weniger kann man die Betreuung mit der eines in anderem Maße behinderten Menschen vergleichen. Was gegenüber Larinas Schwester respeklos wäre, ist vielleicht für einen Asperger-Autisten notwendig oder gar lebenswichtig.

    Daß die Werte von Braunbärs Sohn mittlerweile nicht mehr optimal sein werden ist mE zu erwarten. Das ist nun mal so wenn man eine benötigte Dosis längere Zeit nicht nimmt. Die kommende BE wird dazu aktuelle Werte liefern, diskutabel finde ich die Tatsache an sich aber nicht.

    Bärin, ich drück dir die Daumen daß du ihn überzeugt bekommst!

    Gruß von Andrea

  9. #39
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    @helleborus63

    Sooooo isses!

    Gruß zurück


    @alle anderen:

    Werde weiterberichten zu aktuellen Blutwerten und ggfs. Medikations-Vorschlägen, sobald etwas Neues vorliegt.

    So eine Konstellation habe ich auch noch nicht erlebt (und ich zähle schon 60 Lenze)!

  10. #40
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    Standard AW: Langsame Verblödung ohne L-Thyroxin?

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    na, nun mal langsam. donna ist ausländerin, und mir sind schon einige mal sprachliche schnitzer aufgefallen, die ich darauf zurückführe. so auch dies. im übrigen hat sie ja damit das dilemma hervorragend benannt. ob nun autist oder geistig behindert, beide müssen nicht unbedingt " unterbemittelt" sein. nur wenn sie das nicht sind, woher nehmen wir dann das recht, ihnen in ihre lebensgestaltung reinzureden?
    ich schrieb ja bereits, unsere antwort als familie ist, (in jahrzehnten gewachsen),meine schwester hat ein recht auf eigene ansichten. nur wenn sie sich gefährdet und dies nicht erkennt, muss eingegriffen werden. das ist ihre würde, die wir ihr nicht absprechen wollen, nur weil sie anders ist als wir. ?
    Ich halte es für ganz selbstverständlich, dass man als Mutter sehr besorgt ist, wenn man weiß, dass einem Kind, egal wie alt es ist, der große Durchblick eben doch fehlt und es aufgrund dessen, zu Fehlverhalten kommen kann. Man nimmt niemandem die Würde, wenn man ihm hilft, im Leben besser zurecht zu kommen. Ich persönlich helfe und greife notfalls auch ein, wenn ich voraussehe, dass ein Verhalten selbstzerstörerisch ist und es mit Leid verbunden sein wird.

    Das ist das beste, was einem im Leben passieren kann, wenn ein Verwandter einem dann selbstlos zur Seite steht und auch hilft, dass man einigermaßen schadlos die Sache übersteht.

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