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Thema: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

  1. #1
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    Frage Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Guten Tag
    Ich bin neu hier im Forum, weil ich einige Fragen habe die mir mein Arzt nicht beantworten kann. Hoffentlich kann mir hier jemand Tipps geben.
    Zuerst einmal ich bin weiblich und 22 Jahre alt, als Kind (ich war so um den Dreh neun oder zehn Jahre alt) hatte ich schonmal eine Unterfunktion, gegen die ich Jod nahm. Das hatte sich dann aber von allein wieder gelegt.

    Vor gut 2 Jahren wurde bei mir zufällig eine Schilddrüsenentzündung festgestellt. Ich war im Krankenhaus zur Untersuchung, beim Hausarzt habe ich dann L-Thyroxin bekommen, mit dem Hinweis, dass ich in einem Jahr nochmal in Krankenhaus gehen solle um zu gucken wie die Schilddrüse dann aussieht, mein Hausarzt versicherte mir, dass ich kein Hashimoto hätte.
    Bis zur nächsten Untersuchen ein Jahr darauf musste ich alle 2 Monate zum Blutabnehmen zum Hausarzt um das L-Th. neu einzustellen (Zuerst 120, dann 75 und seit gut einem Jahr nehme ich L-th. 50).
    Dann hatte ich letzten Januar die zweite Untersuchung im Krankenhaus. Danach sagte mir der Hausarzt dann, dass ich eine chronische Schilddrüsenentzündung habe, die durch eine Autoimmunerkrankung kommen würde und das ich wahrscheinlich mein Leben lang die Tabletten nehmen muss.
    Es sagte auf meine Nachfrage wieder das es kein Hashimoto wäre.
    Außerdem äußerte ich Bedenken/Sorge, da ich seit der Tabletteneinahme einige Probleme habe, die ich vorher noch nie erlebt hatte: ua. Haarausfall, Schwindel (besonders unter der Dusche oder in der Badewanne), Besenreißer an den Oberschenkeln, zwischendurch geschwollene Augenlider, Hautunreinheiten, vermehrt auftretenden Muttermale und Blutpickel auf den Armen und schnell fettende Haare.
    Leider hat er meine Fragen aber kaum beantwortet und auf die nächste (anscheinend nun jährliche) Untersuchung im Krankenhaus verwiesen, am Ende bin ich mit noch mehr Fragen wieder aus der Praxis gegangen.
    Zuhause habe ich dann gegoogelt, konnte aber keinerlei Infos über chronische Schilddrüsenentzündungen und Autoimmunerkrankungen finden ohne auf Hashimoto zu stoßen. Ich habe dann in der Praxis nach meiner genauen Diagnosebezeichnung gefragt und mir wurde gesagt ich hätte eine "sonstige chronische Thyreoiditis", leider finde ich aber auch dazu keine Infos im Internet!

    Hat irgendjemand schonmal davon gehört?
    Über Antworten würde ich mich freuen.

    MfG Chiara
    Geändert von Hts20 (16.10.18 um 13:40 Uhr)

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von roxanne
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    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Du solltest Dir umgehend alle Befunde vom Arzt/KKH besorgen derer Du habhaft werden kannst.
    Mach Dich selber schlau. Hast Du den Einführungsthread gelesen der oben gepinnt ist?

    Aus dem was Du schreibst schließe ich dass Dein HA Dich nach TSH einstellt. Das kann klappen, muß es aber nicht. Falls es nicht klappt bist Du trotz gutem TSH in einer Unterversorgung mit SD-Hormonen. Deine Beschwerden könnten damit zusammenhängen. Genau kann man das aber erst sagen wenn Befunde und Werte vorliegen.

    Was eine "sonstige chronische Thyreoditis" sein soll ist mir schleierhaft.
    Es gibt Hashimoto und es gibt MB als chronische Thyreoiditis. Die akuten (bakteriell, Virus) sind in der Regel nicht chronisch.
    Deshalb besorg die Befunde, dann kann man mehr dazu sagen.

  3. #3
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    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    ... und es gibt Ord. Vielleicht ist das gemeint. Ist definitiv chronisch, ist autoimmun und im engeren Sinn kein Hashi.

  4. #4
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    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Wenn der HA das so eng sieht, ja. Ich ordne Ord unter Hashi ein
    Sonst hätte die Mehrzahl unter uns kein Hashi, bei den meisten schrumpft die SD.
    Ich vermute eher dass keine Antikörper gefunden wurden.
    Wissen wir erst wenn Chiara die Befunde vorliegen hat.

  5. #5
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    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Aus dem was Du schreibst schließe ich dass Dein HA Dich nach TSH einstellt. Das kann klappen, muß es aber nicht. Falls es nicht klappt bist Du trotz gutem TSH in einer Unterversorgung mit SD-Hormonen. Deine Beschwerden könnten damit zusammenhängen.
    Das ist auch meine Vermutung.

  6. #6
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    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Vielen Dank für eure Antworten!
    Ich werde morgen direkt zum Arzt gehen und die Befunde anfordern.
    Ich melde mich wenn ich sie habe.

  7. #7

    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Hallo Hts20,

    ich habe auch eine chronische Schilddrüsenentzündung. Seit 20 Jahren geht das Spiel schon bei mir: zuerst hatte ich eine latente Unterfunktion, die Schilddrüse war vermehrt durchblutet und von der Größe her ziemlich klein, Antikörper hatte ich nicht. Ich bekam keine SD-Medikamente. Irgendwie regulierte sich das mit der Schilddrüse von allein und ich hatte ein Weile Ruhe, d.h. ich hatte eigentlich keine Symptome, außer,dass ich noch nie richtig schlank war, trotz extremen Sportprogramm (1,63 und zwischen 59 und 61 kg).

    Erst seit ca. 2012 habe ich wieder Probleme. Stetige Gewichtszunahme, so dass ich mittlerweile bei 80 kg liege, Schwitzen, Herzrasen, Muskelschwäche, totale Erschöpfung, nicht mehr belastbar sein etc. pp. Meine SD-Werte waren aber noch im Normbereich der bis 4,0 geht. Also redete ich mir ein, da ist nichts, da wird nichts sein.

    2015 das totale aus. Ständig Blutdruckkrise, Kreislaufzusammenbrüche, faktisch nur noch Bettlägerigkeit, ich war zu nichts mehr im Stande, nicht mal mehr dazu mir Lebensmittel aus dem Laden zu holen. Ich habe in der Isolation gelebt....ich bin ja nicht mehr rausgekommen. Nun dachte ich, dass ich der Sache auf dem Grund gehen muss, erst war ich beim Rheumatologen, da aufgrund meiner Nierenerkrankung (die auch autoimmun ist), das am Nahe liegensten war. Dieser fand zwar eine Ana-titer von 1:1280 aber auch nicht mehr. Also nichts Rheumatologisches.

    So kam ich dann wieder auf die Schilddrüse, denn auch meine Schwester und Mutter haben Hashimoto mit Antikörper. Ich machte mir einen Termin beim Endokrinologen. Dieser fand keine Antikörper und eine verkleinerte SD. Die Hormonwerte waren okay. Im Befund stand dann Schilddrüsenhypoplasie. So richtig konnte ich nicht dran glauben...so dass ich mir noch bei einem Nuklearmediziner eine Zweitmeinung holte. Dieser sagte dann, dass es eine chronische Entzündung ist, die SD inhomogen wäre und es gäbe auch Patienten, die keine Antikörper haben, also seronegative Hashimoto haben. Das würde dazu passen, da ich ja sowieso schon eine Autoimmunerkrankung habe. L- Thyroxin bekam ich nicht, denn die freien Werte waren ziemlich hoch, der Tsh allerdings mit 5,85 auch. Das schob man darauf, dass diese Werte entstanden sind, weil ich dort gerade in der Nacht wegen Blutdruckkrise ins KH gekommen bin.

    Da es mir weiterhin schlecht ging und ich dauerhaft krank geschrieben war, und es so auch nicht weitergehen konnte, habe ich mir bei der ersten Endokrinologin nochmal einen Termin gemacht, sie schaute sich jetzt nochmal die SD an und meinte jetzt auch, dass es wohl eine Autoimmunthyreoidites ohne Antikörper ist. Wir starteten 2x Behandlungsversuche mit LT 25, allerdings ging es mir damit noch schlechter. Mir war Dauerschwindelig, so dass ich gar nicht mehr gehen konnte. Abends war ich dann total aufgeputscht, dass ich müde war, aber nicht schlafen konnte, ich bekam super Schweißausbrüche mit sehr hohen Blutdruck nach der Tabletteneinnahme. Und ich Wärme oder Sonnenlicht wurde alles noch viel schlimmer.

    Wir kamen dann mit der Endokrinologin zu dem Schluss, dass ich die Tabletten noch nicht brauchen würde. Sie meinte, dass man bei Hashimoto eigentlich sowieso nur die Unterfunktion behandelt. Hashimoto selbst, also die Immunreaktion behandelt man damit ja nicht. Jetzt bin ich ohne Tabletten. Ein wenig Rad fahren und Nordic Walking geht, aber ich habe trotzdem mein altes Leben nicht zurück. Ich denke, dass es Unterschiede gibt bei den Symptomen...vielleicht sind manche Symptome auf die eventuell vorliegende Unterfunktion zurückzuführen und manche Symptome sind von der Autoimmunreaktion allein. Wenn man krank ist und eine Entzündung im Körper hat, dann ist man ja auch geschwächt, verstehst du? Da ändert das LT vielleicht dann auch nichts????!!! So erkläre ich mir zumindest, warum mein LT-Versuch nicht wirklich viel gebracht hat.

    Ansonsten habe ich morgens immer noch Schweißausbrüche und einen hohen Puls nach dem Aufstehen ohne jegliche Hormontablette. Dafür kann es nur 2 Gründe geben: entweder es kommt von der SD-Entzündung oder ich habe Hormonstörungen...ich hatte im Februar die Pille abgesetzt... ich bekomme zwar regelmäßig meine Mens, aber so richtig ist es noch nicht wie erwartet, ich glaube, da muss sich noch weiter die Sache einpendeln..

    Was ich traurig finde ist, dass man nicht ernst genommen wird. Als am Anfang alles nicht wirklich klar war, nur wegen dieser verdammten Antikörper, da wurde dann immer gesagt, alles kommt nicht davon und am Ende war es dann wieder die Psyche. Ich bin aber der Meinung, dass man wirklich die Psyche (also eine reine psychische Ursache) nur als Erklärung nutzen kann, wenn man alle organischen Ursachen ausgeschlossen hat. Und ich finde nicht, dass wenn man wegen der Niere Eiweiß im Urin hat und im Ultraschall die SD verkleinert und chronisch entzündet aussieht, dass man dann gleich alles auf die Psyche schieben kann. Ich hatte mal einen Bericht einer Uniklinik gesehen. Dort haben sie gebracht, dass nur ca. 5% der Leute wirklich psychsich krank sind. Der Rest der Menschen, also an die 95 %, hatten entweder gar nichts Psychisches oder ihr psychischen Symptome rührten von einer organischen Ursache (Schilddrüse, Entzündung im Gehirn...) her. Hatte man die organische Ursache behandelt, war auch das "Psychische" weg.

    Das hat mir Mut gegeben und ich habe gesagt, dass ich das nicht ruhen lasse...

    Vielleicht lässt du auch nochmal eine komplette SD-Diagnostik machen: Ultraschall, Tsh, ft3 und ft 4 sowie Antikörper und Vitamin B12, Eisen-/Ferritin, Vitamin D.
    Anhand deiner Ergebnisse, kann ja dann geschaut werden, ob du L-Thyroxin brauchst und wenn ja, wieviel die optimale Dosis ist. Dann bist du auf einen aktuellen Stand.

  8. #8
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    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Hi
    Frohes Neues erstmal! Ich wollte mich mal melden. Ich habe erst im Dezember ein ausführliches Blutbild machen können, da meine Zusatzversicherung erst seit dem 1. Dez greift. Die Ergebnisse stehen noch aus.
    Meine Schilddrüsenwerte konnte ich aber schon früher checken lassen. Und die sind gut. Antikörper gibt es keine.
    Ich habe einen Termin beim Endokrinologen, aber das dauert noch 3 Monate. Den werde ich dann mit meinen Fragen durchlöchern
    Ich habe schon eine ganze Liste gemacht mit Fragen, z.B wie meinen genaue Diagnose denn nun lautet, was das bedeutet, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, welche Folgen das hat usw.
    Vielleicht habt ihr ja noch Tipps was ich ansprechen könnte?
    LG Chiara

  9. #9
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    Standard AW: Undefinierte chronische Thyreoiditis?

    Und die sind gut.
    Möchtest du sie posten? Gerade so in der Norm reicht manchmal nicht. Welche Antikörper wurden bestimmt?
    Endo ist sicher eine gute Idee.

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