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Thema: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

  1. #1
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    Standard Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Hallo liebes Forum,
    ich bin ganz neu hier und war bis dato immer fleißige, stille Leserin. Ich bin etwas verzweifelt und hoffe hier vielleicht ein paar erfahrende Meinungen, bezüglich meiner Krankheitsgeschichte, zu hören. In meiner Schwangerschaft 2016/2017 wurde bei mir Morbus Basedow diagnostiziert. Vorher hatte ich eine Schilddrüsenunterfunktion und wurde mittels Thyronajod behandelt. Seit meinem Schwangerschaftsende, Mitte Februar 2017, werde ich nun mit Thiamazol behandelt. Begonnen hatte ich mit 20 mg. Mittlerweile bin ich nun auf 2,5 mg täglich runter. Mir geht es super und ich hatte eigentlich noch nie diese krankheitstypischen Beschwerden. Nur kurz nach meiner Schwangerschaft rutschte ich in einer Überfunktion und bekam kurzzeitig Betablocker, aufgrund von Herzrasen. Nun ist es so, dass meine Ärztin langsam auf eine Radiojodtherapie drängt. Ich mag mich allerdings noch nicht mit dem Gedanken so recht anfreunden, da ich auch schon viel Negatives über eine Radiojodtherapie gehört hab und ich mit meinem Laienwissen denke, dass meine Medikation doch gar nicht soooo hoch ist Momentan wäre eine Radiojodtherapie einfach so unpassend, mit meinem kleinen Zwerg zu Hause. Meine Bedenken kommen aber vorallem daher, dass die Ärzte angeblich viel zu schnell zu einer Radiojodtherapie raten, obwohl es manchmal sinnvoll wäre abzuwarten. Kurz gesagt, möchte ich dem einfach nicht zu schnell, ahnungslos, zustimmen und würde mich sehr über eure Meinungen freuen.

    Meine aktuellen Werte vom 25.07.18

    FT4: 0,98 (0,90 - 1,70)
    FT3: 3,0 (2.0 - 4.4)
    TSH: 0,19- (0,90 - 1,70)

    Der TSH im Minusbereich ist wahrscheinlich etwas fraglich. Vor einem Monat lag dieser noch bei 0,03.

  2. #2
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Der Referenzbereich vom TSH stimmt sicher nicht.
    Hast Du den Beitrag von Panna: https://ht-mb.de/forum/showthread.ph...-Neumitglieder gelesen?
    Ich würde mal die TRAK bestimmen lassen und auch keine RJT machen lassen, nicht bei MB. Ich sehe hier nur absolute Negativbeispiele im Forum und würde meinem ärgsten Feind nicht dazu raten. Wenn dann OP.
    LG

  3. #3
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Mehr als dass ein Arzt niemals "drängen" sollte, kann ich leider auch nicht sagen - dazu ist die Angabe deiner letzten Werte nicht genug, es gäbe mehr Fragen als Antworten. Eine RJT würde ich bei MB auch niemandem mehr empfehlen, es sei denn lauter optimale Bedingungen - aber eigentlich auch dann lieber nicht. Warum deine Therapie so lange dauerte, wieso dein TSH erst jetzt zurück ist - auch das sind Fragen, auf die wir hier nur dann Antworten wüssten, wenn dein kompletter Werteverlauf im Profil stünde. So wie etwa hier - alle relevanten Wete, Datum, Dosis, Dosisänderungen - alles din:
    https://www.ht-mb.de/forum/member.php?4037-Miltheim

    Wenn du noch Kinderwunsch hast, ist die Überlegung mit eine definitiven Therapie nicht ganz abwegig - aber eben keine RJT.

  4. #4
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Ich finde die Behandlung mit Thiamazol von Februar 2017 bis heute eigentlich "in Ordnung" und denke das Deine Ärztin nach dem Motto "wenn nach 1,5 Jahren Therapie noch nicht alles in Ordnung -> definitive Therapie" geht.

    Bei den Werten von ft3 und ft4 die eigentlich relativ niedrig liegen sollte der TSH jetzt langsam mal "in die Puschen" kommen bzw. schon gekommen sein.

    Eine RJT würde ich niemals machen lassen da sie zu "un-abwägbar" ist. Wenn schon, dann eine OP - ist nicht so easy wie eine RJT aber dafür kalkulierbar.

    keiner kann Dich zwingen Dich einer Behandlung zu unterziehen. Wenn Du keine OP oder RJT möchtest ist es so und danach muss sich der Arzt richten. Eventuell kommt der "Vorschlag" Deiner Ärztin auch daher das Du jetzt doch schon länger ihr Budget belastest. Du kannst "nein" sagen aber Sie kann auch "nein" sagen bzw. Stämmchen in den Weg legen. Da hilft dann nur ein Arztwechsel.

    Hat schon mal jemand die ganzen "Nebenbaustellen" Vit-B12, Vit-D25OH, Selen, Eisen,.. untersucht ? Alles das würde uns viel helfen.

  5. #5
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Ganz lieben Dank für eure prompten Antworten und eure Meinungen Ich werde meinen Werteverlauf zeitnah in meinem Profil hinterlegen. Ihr schreibt alle, dass ihr von einer Radiojodtherapie absehen würdet. Genau das sagt auch mein Bauchgefühl. Umso erschreckender finde ich eigentlich, dass meine Nuklearmedizinerin immer darauf pocht. Die genannten "Nebenbaustellen" wurden noch nicht untersucht. In zwei Wochen werde ich den TRAK-Wert nochmal bestimmen lassen, sowie die anderen Werte. Gibt es noch weitere relevante Werte, als die oben, von RalfWei, aufgeführten? Kann man vielleicht noch etwas tun, um den TSH aus der Reserve zu locken? Evtl. mit relativ jodarmer Ernährung, soweit das möglich ist?

  6. #6
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Zitat Zitat von ceddydog07 Beitrag anzeigen
    Gibt es noch weitere relevante Werte, als die oben, von RalfWei, aufgeführten? Kann man vielleicht noch etwas tun, um den TSH aus der Reserve zu locken? Evtl. mit relativ jodarmer Ernährung, soweit das möglich ist?
    Nur zu Klärung, jene Werte haben nichts mit dem Locken des TSH und allgemein mit dem MB-Verlauf tun.

    Jodarme Ernährung, eigentlich Jodkarenz, ist hingegen bei aktivem MB eigentlich Pflicht.

    Bauchgefühl ist gut , aber wenn du mehr willst, kannst du im Infobeitrag (oben im MB-Forum angepinnt, zweiter Beitrag im Beitragsbaum), Konkreteres zur RJT lesen.

  7. #7
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Zitat Zitat von ceddydog07 Beitrag anzeigen
    Vorher hatte ich eine Schilddrüsenunterfunktion und wurde mittels Thyronajod behandelt.
    Wahrscheinlich hattest du eine Hashimoto-Unterfunktion und Thyronajod das falsche Medikament.

    Ich würde an deiner Stelle die Behandlung erst mal weiterführen und die TRAK testen. Dann weitersehen.

    Wenn du in Deutschland lebst und gern Milch trinkst, aber die Jodaufnahme reduzieren möchtest, lohnt sich dieser Kauf: www.kuerzer.de/milchtest

  8. #8
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Hallo ihr Lieben,
    heute habe ich meine neuen Werte erhalten unter Thiamazol 2,5 mg täglich. Leider liegen mir die ganz alten Werte nicht vor.

    FT4: 1,00 (0,90 - 1,70)
    FT3: 3,0 (2.0 - 4.4)
    TSH: 1,27 (0,90 - 1,70)
    TSH-R-Ak: 2,1+ (bis 1,8)

    Mein derzeitiger Nuklearmediziner meldet sich leider nicht mehr bei mir. Wahrscheinlich weil ich die Radiojodtherapie derzeit ablehne. Mein Nuklearmediziner ist leider etwas weit von mir entfernt, sodass ich immer zwei Mal im Jahr vorstellig wurde und die Werte immer per Mail geschickt habe, sodass dann telefonisch die Dosisanpassung erfolgte. Wahrscheinlich wäre es sinnvoll mir in diesem Fall einen anderen Arzt zu suchen. Leider hänge ich nun etwas in der Luft bezüglich meiner Dosisanpassung. Denke aber das ich mit den 2,5 mg täglich doch ganz gut fahre.
    Geändert von ceddydog07 (17.08.18 um 13:09 Uhr)

  9. #9
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Du hängst doch nicht in der Luft sondern stehst auf einem der sichersten Böden überhaupt: dem Forum.

    Deine Einstellung zu 2,5mg Thiamazol teile ich. Hast Du auch Deine Leberwerte im Blick ?
    Die TRAKs sind noch leicht erhöht, andere Werte sind stabil also: weiter so.
    Du nimmst jetzt 1 1/2 Jahre Thiamazol und solange die Leberwerte im Rahmen sind spricht meiner Meinung nach auch nichts dagegen die Therapie auch für 2 oder 2 1/2 Jahre durchzuführen. Das entspricht zwar nicht unbedingt dem Lehrbuch aber manchmal muss man halt Ausnahmen machen und ich kenne 2 Personen (Ärzte) persönlich die Thiamazol in der Dosierung schon über 1 Jahrzehnt einnehmen.

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von KarinE
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    Standard AW: Verzweifelt - Arzt drängt auf eine Radiojodtherapie!

    Besorge Dir Deine Befunde und Werteverlauf. Du hast ein Recht darauf.
    Du bist auf einem guten Weg. TSH ist wieder da und die TRAK eigentlich schon im Graubereich.
    Wenn Du vom Befinden her, mit den Werten klar kommst, halte die Dosis noch 2-3 Monate. Wenn die Entwicklung so weiter geht, kannst Du die Dosis weiter ausdünnen und ausschleichen.
    Ich finde das sieht jetzt gut aus. Auf Jodvermeidung solltest Du weiterhin achten.
    llG Karin

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