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Thema: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

  1. #1
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    Standard Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Hallo,

    ich (w) bin neu im Forum und würde mich über Hilfe freuen. Ich bin 39 Jahre und bei mir wurde vor ca. 15 Jahren Hashimoto diagnostiziert.

    Nun wurden meiner 13-jährigen Tochter auf meine Bitte hin SD-Werte abgenommen, da bei ihr vor zwei Monaten eine schwere Depression diagnostiziert wurde. Die Werte der Blutentnahme liegen mir mittlerweile vor, allerdings ohne weitere Einordnung dieser oder Empfehlung des Arztes, außer dass meine Tochter psychotherapeutisch behandelt werden soll. Ich frage mich, ob nicht zusätzlich auch eine Behandlung der SD sinnvoll sein könnte.

    Die Werte sind:
    TSH 2,86 (0,51-4,30)
    ft3 5,06 (3,93-7,70)
    ft4 16,3 (12,6-21,0)
    Anti-TPO 81,8 (<26)
    Thyreoglobulin-AK 1069 (<64)

    **Ich würde mich freuen, wenn man mir bei der Einordnung der Werte helfen könnte.

    Viele Grüße, Hyacinth

  2. #2
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Depression mit 13? gibts gründe?
    hast du auch ferritin, CRP + vitamin D (25OH)?

    wegen der AK würd ich es beobachten, aber soo schlecht sind die werte noch nicht

  3. #3
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Ferritin, CRP und Vit D wurden nicht bestimmt.
    Gründe für die Depression sind laut meiner Tochter ihr nicht bekannt. Sie kamen einfach und wurden über die Zeit schlimmer.
    Die Werte sind so schlecht nicht, liegen aber mit 30% und 44% eher im unteren Bereich.

  4. #4
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Auf den ersten Blick sehen die Werte gut und nicht unbedingt behandlungsbedürftig aus. Wobei man natürlich beachten muss, dass jeder andere Werte braucht um sich wohlzufühlen.

    An deiner Stelle würde ich auch noch eine weitere Diagnostik durchführen lassen: Ultraschall und ggf. Szintigrafie beim NUK. Die Werte sollten unter Beobachtung bleiben, so alle 3, spätestens 6 Monate kontrollieren.

    Auf die anderen Werte hat ja schon Verne hingewiesen.

    Deine Tochter ist ja jetzt in der Pubertät und da tut sich auf allen hormonellen Ebenen was, was die Sache nicht leichter macht.

    Leider ist es so, dass psychische Erkrankungen kein auslösendes Ereignis bzw. Gründe brauchen, um aufzutreten.

    Ich kann dir nur dringend raten, dass deine Tochter die Therapie macht, schon um mit der Depression umgehen zu lernen (unabhängig davon, ob es einen Auslöser gibt oder nicht oder ev. doch die SD mit herein spielt). Auch die Therapie gehört in fachärztliche Hände: geht unbedingt zu einem Kinder- und Jugendpsychiater und lasst euch bei der Auswahl des Therapeuten und der Therapieform gut beraten. Bei Kindern und Jugendlichen ist es noch wichtiger als bei Erwachsenen, dass die "Chemie" stimmt. Was hält deine Tochter von einer Therapie?

    Mein Sohn hat das alles schon hinter sich:
    Generalisierte Angststörung, Panikstörung, Depression ab ca. 8. Lebensjahr, unabhängig von seiner Hashimoto. Rückblickend haben wir zu lange mit der Psychotherapie zugewartet, immer in der Hoffnung, dass es die passende LT-Dosis, Mängelbehebung (hatte er nie gravierende, war auch nie in UF, da HT rechtzeitig entdeckt) die psychische Erkrankung heilen würden. Linderung brachte dann eine Kombination von Psychotherapie (kognitive Therapie) und medikamentöser Therapie.

    Jetzt ist er ein erwachsener junger Mann und kommt hervorragend zurecht, vor allem auch, weil er gelernt hat, mit seinen Erkrankungen zu leben. An Medikamenten braucht er derzeit nur LT und ein AD.

    LG
    Kapsc

    P.S.: Mein Sohn braucht maximal mittige Werte bei der SD. Alles was darüber liegt, triggert bei ihm die Angst. Ist aber seine individuelle Erfahrung.
    Geändert von KapscII (24.07.18 um 14:57 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Ich würde die Schilddrüse mit Thyroxin unterstützen, sehen wie sich deine Tochter dann entwockelt. Ausserdem checken wegen Mängel. Und Ultraschall machen lassen. Um neben den Blutwerten noch einen Befund zu der gesamtsitution zu haben.

  6. #6
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Hallo,
    Bitte ViT D unbedingt bestimmen lassen und wenn nötig zügig auffüllen. Darf ruhig bei 60-70 liegen.
    Was auch sehr gut ist, um die AK runterzubekommen, ist Selen.
    Holo TC (B12) auch testen lassen und hoch bringen.
    Ferritin darf ruhig auch hoch. Ab 70 ideal.

    Viele Grüße und viel Erfolg!

  7. #7
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Auf dem Hintergrund der AK überzeugen mich diese SD-Werte nicht wirklich.

    Natürlich spricht jeder hier von den eigenen Erfahrungen und denen in der Familie.

    Mir persönlich wäre es lieber einer 13jährigen Thyroxin zu geben und die Kontrolle zu behalten, als sie zu irgendeiner Therapie zu schicken, wo ich keine Ahnung habe, was da passiert.

  8. #8
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Zitat Zitat von DonnaS. Beitrag anzeigen
    Auf dem Hintergrund der AK überzeugen mich diese SD-Werte nicht wirklich.

    Natürlich spricht jeder hier von den eigenen Erfahrungen und denen in der Familie.

    Mir persönlich wäre es lieber einer 13jährigen Thyroxin zu geben und die Kontrolle zu behalten, als sie zu irgendeiner Therapie zu schicken, wo ich keine Ahnung habe, was da passiert.
    Hast du Erfahrung in deiner Familie oder aus dem Bekanntenkreis in dieser Konstellation SD-Erkrankung+Depression+Pubertät?

  9. #9
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Zitat Zitat von KapscII Beitrag anzeigen
    Hast du Erfahrung in deiner Familie oder aus dem Bekanntenkreis in dieser Konstellation SD-Erkrankung+Depression+Pubertät?
    Was denkst du denn?

    Ich selbst hatte vor LT eine Riesendepression mit Suizidgedanken, meine Große hat Hashimoto und ist leicht autistisch und oft depressiv.
    Besonders schlimm hatte es sie mit 16, als wir nach D. ausgewandert sind.
    Leider gab es damals keine Psychotherapie, kein LT, kein Ritalin, AD und so was.

    Ihre letzte (postpartale) Depression hatte sie bei einem TSH von 100!, als sie LT abgesetzt hatte.
    Meine jüngere Tochter hat immer ein TSH um 2,5, aber viele PA und Depressionen.
    Ich bin stundenlang am Telefon gesessen um ihr gut zuzureden und es hat bisher geholfen.

    Ich kenne gut den Fall mit deinem Sohn und bin echt froh für euch, dass es bei ihm so gut läuft, aber hab bitte auch Verständnis dafür, dass es nicht für jeden gelten kann.

    Weißt du z. B., ob ihm bei der Therapie nicht eine Misshandlung im Kindesalter suggeriert wurde?
    Ich frage das nicht zufällig: Bei der 16 jährigen Tochter einer Freundin, die wegen Anorexie fast zwangseingewiesen wurde, war gerade das der Fall: Mutter und Vater leben zusammen mit den drei gemeinsamen Kindern, sind aber nicht verheiratet.

    Und hoppla! Ist der Papa der Böse.
    Und der arme Kerl war gerade wegen Depression im KH.

    Keine Ahnung, wie meine Freundin es geschafft hat zu überleben.

  10. #10
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    Standard AW: Bitte um Interpretationshilfe nach 1. BE einer 13-jährigen (Hashimoto?)

    Zitat Zitat von Hyacinth Beitrag anzeigen
    Ich würde mich freuen, wenn man mir bei der Einordnung der Werte helfen könnte.
    In meinen Augen sind die freien Werte an sich erstmal unauffällig, ihre Einordnung sehe ich genauso wie Kapsc.

    Aber zusätzlich noch etwas: Niemals würde ich alleine auf Grund von Werten (die hier ja nicht wirklich irgendwas Definitives aussagen) eine Thyroxin-Entscheidung treffen. Zumindest eine sonografische Untersuchung gehört dazu.

    Wer bei diesen Werten (ohne sonst irgendeinen Indikator) mit einer Thyroxin-Empfehlung daherkommt, handelt in meinen Augen unverantwortlich.

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