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Thema: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

  1. #1

    Standard Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Hallo!

    ich bin erst jetzt neu hier, obwohl ich seit 2009 an Morbus Basedow leide. Die Schilddrüse wurde 2010 durch eine RJT stilllegt und seitdem ging es mir eigentlich nie wieder richtig gut. Im Moment habe ich eine ganz akute Phase, wo ich am Ende meiner Kräfte bin. Anfang des Jahres war ich sehr viel Streß ausgesetzt und nachdem ich dann Ende Februar noch die schwere Grippe hatte, ging es mit mir richtig bergab. Mein TSH-Wert ist zu hoch und ich komme einfach nicht mehr aus der Unterfunktion. Zur Zeit nehme ich 175 + 12,5 L-Thyroxin und sobald ich auf 200 steigere, drehe ich total am Rad. Ich habe alles probiert, auch sie einzuschleichen, ohne Erfolg. Meine derzeitigen Symptome sind:

    Schwindel, Benommenheit, nasse Hände/Füße, frieren, zittern, innere Unruhe, erhöhter Harndrang, plötzlicher Stuhlgang, Tinnitus, Muskelschwäche, Muskelzucken, Reizbarkeit, extrem licht- und lärmempfindlich, Globusgefühl, Druck auf den Augen, Blutdruckabfall, Angespanntheit und Müdigkeit im Wechsel, Herzstolpern uvm.

    Da ich eine Erschöpfung der Nebennieren vermutet hatte, wurde beim Hausarzt ein Bluttest durchgeführt. Da der Aldosteronwert und auch der Cortisolwert in Ordnung sind, schließt mein Hausarzt das aber aus. Trotzdem fühle ich mich aber so, denn auch beim kleinsten Stress kommen in mir Ängste hoch und das schaukelt sich dann hoch bis zur Panikattacke. Ausserdem habe ich phasenweise ganz schlimme Depressionen und dann wieder Momente, wo es mir relativ "gut" geht. Ich weiß im Moment nicht weiter und habe erst Ende September einen Termin bei einem Endokrinologen.
    Zu meinem Hausarzt habe ich auch kein richtiges Vertrauen, da er mir irgendwie nicht zuhört und mich an einen Psychiater verweist. Wenn ich aber gut eingestellt bin, dann geht es mir psychisch sehr gut, das weiß ich nach all den Jahren aus Erfahrung. Ich habe auch ca. zwei Tage im Monat, wo es mir wirklich sehr gut geht und das kann ich mir trotz Unterfunktion nicht erklären.
    Ich habe tierische Angst, Psychopharmaka zu nehmen, weil ich denke, dass das nicht der richtige Weg ist. Nur leider habe ich so langsam auch keine Kraft mehr, jeden Tag gegen die Ängste und Depressionen anzukämpfen. Es ist einfach ein Teufelskreis und ich komme da alleine ohne Hilfe nicht raus
    Eventuell kennt hier jemand diese Situation und kann von seinen Erfahrungen berichten oder gute Ratschläge geben, bis ich den Termin bei einem Endokrinologen wahrnehmen kann. Bitte seid aber so nett und nehmt Rücksicht beim Antworten auf meine Angststörung. Ich steigere mich da unheimlich rein... übrigens habe ich diese seit 2009, weil bei mir Morbus Basedow erst nach fünf Monaten entdeckt wurde und ich in der Zeit Todesängste ausstehen musste.

    Liebe Grüße
    Olli
    Geändert von einfach-olli (10.07.18 um 13:21 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Güß dich Olli! Bitte nicht einfach nur den letzten Wert im Profil angeben, etwas mehr wäre schon gut. Und immer dazu schreiben:

    Genaues Datum der Kontrolle, unter welcher Dosis (auch wenn sie die gleiche ist, wir können es ja nicht wissen), seit wann vor Kontrolle genommen, ob gesplittet und wie, wie lange liegt letzte Einnahme zurück.

    Und ja doch bitte auch: Restschilddrüse wie groß?

    Dein fT3 ist an der untersten Normgrenze - aber sowas kann auch einmalig sein, darum bitte etwas mehr Werteangaben machen.

  3. #3

    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Hallo Panna!

    Ich habe mal noch einen Blutwert, das Datum und die Dosis dabei geschrieben, die anderen jetzt noch herauszusuchen würde mich total überfordern, da es mir gerade echt mies geht. Die Größe der Restschilddrüse weiß ich leider nicht, kann ich aber beim nächsten Arztbesuch erfragen. Das L-Thyroxin wurde morgens eingenommen ohne zu splitten. Ich habe mich jahrelang nie selbst damit beschäftigt und mich immer auf die Ärzte verlassen, das war leider ein sehr großer Fehler. Jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich nur noch heulen könnte und kurz vor einer Einweisung in die Psychiatrie stehe. Ich bekomme selbst einfachste Dinge nicht mehr auf die Reihe und entschuldige mich dafür, dass meine Auskunft so mager ist... SORRY!

  4. #4
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    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Bei allen drei Konstellationen so gut wie kein fT3, d.h. unternormig, egal, ob dein fT4 höher oder niediger liegt.

    Das könnte zwar dein Befinden und deine Pobleme erklären, aber ich mag keine Schnellschüsse. Habe alles Verständnis dieser Welt für deinen Zustand - aber ich möchte dich bitten, dass du bei Gelegenheit doch frühere Werte auch noch aussuchst.

    Wenn das auf Dauer und schon immer so war, dann ist die Lösung relativ einfach, nämlich T3 nehmen.

    Aber totzdem - derart miese fT3-Werte müssten noch eine andere Ursache haben. Schwere Krankheiten, bei denen die Umwandlung von T4 in T3 auf Sparflamme geschaltet wird? Medikamente?

    Such dir bitte deine Werte zusammen, schauen wir doch nach, ob das schon immer so war? Oder, falls du mal bessere Zeiten hattest: Wie waren die Werte dann?

    PS
    T3 ist das STOFFWECHSELAKTIVE Hormon. Ständig Mangel, das geht nicht gut, nicht körperlich und nicht psychisch. Es müsste eigentlich einen Grund dafür geben.

  5. #5

    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Ich werde meine Werte mal noch vervollständigen, sobald ich die Ruhe und Kraft dafür habe. Weitere Medikamente nehme ich nicht, nur NEM's wie Magnesiumcitrat (Einnahme ca. 6-8 Stunden nach dem LT-Thyroxin!) und Vitamin B-Komplex. Ich habe letztes Jahr eine Gallenblasen-OP gehabt, da ich wiederholt Probleme mit Gallengries hatte. Ausserdem ist bei mir dieses Jahr eine Arthrose diagnostiziert worden, dafür nehme ich aber auch keinerlei Medikamente. Ich war von 2010 - 2016 immer mit dem L-Thyroxin bei 200 μg und es ging mir all die Jahre den Umständen entsprechend gut, bis es dann plötzlich hieß, ich sei in einer ÜF. Seit der Stress Ende des letzten Jahres zugenommen hatte, bin ich eigentlich nur noch ein Wrack.

  6. #6
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    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Na also - du sagst, unter 200 ging es dir gut. Stell doch mal Werte ein. Man kann ohne einen möglichst vollständigen Verlauf nichts sagen - bzw. nur Oberflächliches.

    Ich denke, da war dein TSH supprimiert, unter 200, deswegen der Entzug. Man kann das aber lösen - aber reden wir darüber, wenn du die Kraft hast, deinen Verlauf hier zu vervollständigen.

  7. #7
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    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Hallo Olli,

    schön, dass Du den Weg ins Forum gefunden hast.

    Mir ging es ähnlich wie Dir. Nach der RJT hatte ich ein anderes Leben.
    Leider habe auch ich dieses Forum erst gefunden, als es mir schlecht ging. Aber besser spät als nie.

    Bei mir war die RJT im Mai 2016. Ein Jahr habe ich durchgehalten und mir dann vor genau 1 Jahr die SD operativ entfernen lassen.
    Ein paar Tage nach der OP hatte ich schon das Gefühl, mein altes Leben zurückzuhaben.
    Und jetzt, nach einem Jahr, bin ich froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe,

    Ich kann Deine Sorgen und Ängste gut nachvollziehen. Aber hier im Forum gibt es viele tolle Menschen, die Dir wirklich weiterhelfen.
    Also verzage nicht. Viele Deiner Beschwerden stehen sicher in direktem Zusammenhang mit Deiner Schilddrüse.

    In meinem Beitrag, EO und Arbeiten, steht vieles zu meiner Situation, falls es für Dich interessant ist.

    Sei lieb gegrüßt und Kopf hoch
    Kathrin

  8. #8

    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Hallo Kathrin,

    Danke für die lieben Worte Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, mir die Schilddrüse operativ entfernen zu lassen. Wie bist Du vorgegangen, dass man Dir schon nach einem Jahr die Schilddrüse entfernte? Bei einem Nuklearmediziner bin ich erst gewesen und laut Ultraschall ist soweit auch alles in Ordnung. Ein Szintigraphie wurde deshalb erst gar nicht gemacht, obwohl das letzte zwei Jahre zurückliegt. Ich fühle mich einfach von den Ärzten in Stich gelassen, erst drängelten alle auf eine RJT und dann kann man zusehen, wie man klarkommt Deine Beiträge werde ich mir gleich mal anschauen.

    Liebe Grüße
    Olli

  9. #9
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    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Wie groß war deine Schilddrüse vor der RJT?

    Man muss auch nicht laufend Szintigaphie machen, wenn alles in Ordnung ist. Alles in Ordnung heißt: Die Schilddrüse ist weg. Das geht bei großen Schilddrüsen nicht wirklich.

    Die Befunde solltest du haben ... und angeben, was darin steht. Alles in Ordnung kann eine Menge heißen.

  10. #10
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    Standard AW: Stress, Unterfunktion, Angststörung, Panikattacken und Depressionen

    Tja Olli,

    das war gar nicht so einfach. Auch bei mir war wertetechnisch alles ok, darum keine Notwendigkeit für eine OP. Aber ich hatte eine heftige EO.

    Ich habe hier viel gelesen, mich richtig fitgemacht für mein Vorhaben.
    Die erste Hürde war mein Endo. Ich habe ihn gebeten, eine OP zu unterstützen, da ich ansonsten keine vernünftige Grundlage für eine eventuell vorzunehmende Augen-OP habe.
    Da hat er dann eingewilligt und mir eine Empfehlung geschrieben.

    Als ich damit im Krhs meiner Wahl auftrat, wollte man mir die OP aufgrund guter Werte verweigern. Gut, dann gehe ich halt in eine andere Klinik. Diese Worte brachten die Ärztin dazu, doch in der EO-Ambulanz eines Krankenhauses anzurufen. Danach gab auch sie ihr ok zur OP.

    Ohne die gute Vorbereitung durch die vielen tollen Menschen hier im Forum, hätte ich nie den Mut gehabt, Ärzten zu widersprechen.
    Aber es hat sich gelohnt. Bis auf die Doppelbilder, aber damithabe ich mich gut arrangiert und auch immer noch die Hoffnung, dass alles wieder gut wird.

    Also bleib dran. Lies hier, soviel Du kannst. Dein Befinden ist nicht ungewöhnlich. Es besteht kein Grund, sich zu ängstigen.
    Aber das ist leichter gesagt als getan.

    Liebe Grüße
    Kathrin

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