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Thema: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

  1. #1
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    Standard Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Hallo,

    Nach meiner OP im September 2013 hatte ich bis vor Kurzem eine relativ
    stabile Hormonlage mit freien Werten über der Mitte des Normbereichs.

    Seit vier bis acht Wochen merke ich schleichend Symptome einer Überdosierung,
    kann sie aber erst jetzt im Nachhinein zuordnen, nachdem ich mit Vorhofflimmern
    in die Klinik gebracht wurde. Dank Kardioversion und Betablockern konnte das Herz
    mit einem Stromstoß wieder in Takt gebracht werden.

    Meine Werte haben sich offenbar schleichend innerhalb der letzten paar Monate erhöht,
    was mir in den letzten Wochen Symptome verursacht hat. Ich war schnell von
    0 auf 180, wenn was nicht so lief wie gewünscht, war innerlich unruhig und
    habe über meine Kräfte gearbeitet, ohne es zu merken.

    Ich habe letzte Woche viel gearbeitet, wenig geschlafen und hatte an dem Tag
    auch wenig getrunken, als abends von jetzt auf gleich das Vorhofflimmern einsetzte.
    Ich hatte schon an den vorherigen Abenden vermehrt innere Unruhe gespürt.

    Jetzt bin ich von 137,5 auf 125 runter gegangen, muss Betablocker und
    Blutverdünner nehmen, um das Schlaganfallrisiko, das durch das Vorhofflimmern
    erhöht ist, zu minimieren.

    Ich werde mir eine Überweisung zum NUK besorgen, um in sechs Wochen neue
    Werte unter 125 bestimmen zu lassen und auch kontrollieren zu lassen, warum
    die Werte auf einmal nach länger als vier Jahren mit 137,5 gestiegen sind.
    Ich hoffe, die restlichen SD-Zellen, die auch nach einer Total-OP drin bleiben
    können, haben nicht beschlossen, sich bemerkbar zu machen.

    Ansonsten könnte als Ursache eine zweimalige Antibiotika-Einnahme in den
    letzten drei Monaten angedacht werden oder der in letzter Zeit häufige Verzehr
    von geräuchertem Lachs, Thunfisch, Eiern und Milchprodukten.

    Möglicherweise ist auch eine Veränderung der Hormonlage "Schuld", da ich
    vor ca. 4 Wochen mal wieder meine Mens hatte nach mindestens dreijähriger
    Pause. Ich bin seit etwa fünf Jahren in den Wechseljahren.

    Vielleicht ist auch einfach immer ein wenig zu viel gewesen, was ich sich Laufe
    der Jahre einfach angehäuft hat und nicht verbraucht wurde, mal laienhaft gesprochen.

    Mein Gewicht liegt übrigens immer noch bei 95 kg, daher bräuchte ich laut
    Berechnung eigentlich sogar mehr als 137,5. Bei den bisherigen Sonos wurde
    immer "reichlich Granulationsgewebe", also Narbengewebe, aber kein SD-Gewebe
    gesehen.

    Vitamin D, Eisen und Magnesium nehme ich seit Jahren unverändert ein, da hat
    sich nichts geändert.

    In nächster Zeit werden also ein paar Arztbesuche stattfinden, um abzuklären,
    warum sich meine so gute Einstellung, mit der ich mich wohl gefühlt habe,
    auf einmal schleichend verändert und mir Vorhofflimmern beschert hat.
    Geändert von Kathrinchen (08.07.18 um 22:51 Uhr)

  2. #2
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Es tut mir leid, Kathrinchen, was dir da widerfahren ist, wünsche dir rasche Besserung.

    Zu einem kleinen Detail deiner Schilderung möchte ich etwas beitragen:

    Möglicherweise ist auch eine Veränderung der Hormonlage "Schuld", da ich
    vor ca. 4 Wochen mal wieder meine Mens hatte nach mindestens dreijähriger
    Pause.
    Die Kausalität könnte auch umgekehrt sein. Eine Freundin von mir startete (bei vorhandener Schilddrüse, Hashimoto) einen LT-Versuch. Sie ist viel länger, ca. seit 8 Jahren in der Menopause. Bei bloß lächerlichen 25 mcg LT angekommen, bekam sie neben Herzrasen auch noch ihre Periode (schwach, aber doch!). Sie hat reduziert, seither (ca. ein Jahr) keine Periode oder Schmierblutungen mehr.

  3. #3
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Interessant, die wiederkehrende Mens als Folge der steigenden Werte zu betrachten.
    So herum habe ich es noch nicht gesehen.

    Danke übrigens. Es geht mir ja schon wieder gut, weil das Herz wieder
    in Takt gebracht wurde. Jetzt müssen nur die SD-Werte sinken.
    Ich "arbeite" gerade mit einem kleinen "Trick" und nehme die 125 nicht
    vor dem Frühstück sondern nach dem Frühstück.
    Damit es schneller geht.

  4. #4
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Sag, wie ist es mit dem Normbereich bei den letzten Werten im Profil, gleiches Labor wie die Werte darüber?

    Warum ich das frage - das wirst du sicher wissen: Wenn anderes Labor, dann ist es ja nicht unbedingt so, dass deine Werte de facto gestiegen sind?

    Ich habe schon einige Leute hier erlebt, bei denen es einen "Letzten-Tropfen-Effekt" gab - jahrelang alles fein, plötzlich ging (unter gleicher Dosis) nichts mehr.

  5. #5
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    20.07.17 .. 0,04 ...... 59% .... 84% .. 137,5 mg
    04.09.17 .. 0,00 ...... 47% .... 76% .. 137,5 mg . TPO-AK +150 (<60) o.. TRAK 0,5 (Werte vom NUK)
    Am 20.07.17 und der vorherigen BA im September 2016 war der
    Normbereich vom fT3 auch zwischen 2 - 4,4 und der Normbereich vom
    fT4 war auch zwischen 0,9 und 1,7, also fast gleich wie jetzt in der Klinik.

    Am 04.09.17 war der Normbereich vom fT3 3,5 - 8,1 pmol/l und
    der Normbereich vom fT4 war 1 - 2,5 mg/dl.
    Geändert von Kathrinchen (08.07.18 um 23:38 Uhr)

  6. #6
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Mich wundert die abendliche Unruhe.
    Können die Werte abends höher sein als im Laufe des Tages, oder ist
    das einfach das Empfinden, wenn der Körper zur Ruhe kommen möchte,
    die Hormone das aber nicht zulassen.

    Weißt Du noch, wo man die Kurve findet, wie sich die Hormone im
    Tagesverlauf nach der LT-Einnahme verändern?

  7. #7
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    nimmst du was für WJ?
    ich konnte erst mit progesteron wieder schlafen...
    hab inzwischen auch LT gesenkt, die zusammenhänge scheint es häufiger zu geben ;-))

  8. #8
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Zitat Zitat von Kathrinchen Beitrag anzeigen
    Am 20.07.17 und der vorherigen BA im September 2016 war der
    Normbereich vom fT3 auch zwischen 2 - 4,4 und der Normbereich vom
    fT4 war auch zwischen 0,9 und 1,7, also fast gleich wie jetzt in der Klinik.

    Am 04.09.17 war der Normbereich vom fT3 3,5 - 8,1 pmol/l und
    der Normbereich vom fT4 war 1 - 2,5 mg/dl.
    Die letzten, vom 4.9.17, kann man vergessen, das sind die Bereiche, wo vorherige Einnahme inkl. Hormonspitze auch mit hineinpassen.

    Einen gewissen Unterschied macht auch der Unterschied zwischen Wert bei 24-Stunden Karenz und Wert bei 15 Stunden Karenz. Letztere stellen natürlich keine Hormonspitze dar, sind dennoch realistischer als der Tiefstwert bei 24 Stunden, den du ja eigentlich niemals im wirklichen Leben hast, da du ja LT morgens intus hast, nur nicht am BE-Tag. Der Unterschied ist nicht horrend zwischen 15-Stunden-Wert und 24-Stunden-Wert, aber vorhanden. Klar, je höher die Dosis, umso größer kann der Unterschied sein.

    Ich such dir mal gleich die Kurven aus, beachte dabei, dass sie Grobes zeigen, da kleine Studienpopulation.

    24-Stunden-Profil fT4 (Prozent): https://www.ht-mb.de/forum/attachmen...7&d=1346179572
    24-Stunden-Profil T4 (pmol): https://www.ht-mb.de/forum/attachmen...6&d=1346179514
    24-Stunden-Profil T3 (Prozent): https://www.ht-mb.de/forum/attachmen...9&d=1346179768
    24-Stunden-Profil T3 (pmol): https://www.ht-mb.de/forum/attachmen...8&d=1346179751

    "Unter Nur-T4 war die fT4-Hormonspitze 2-4 Stunden nach Einnahme nur etwa um 16% höher vor Einnahme, ein moderat höherer Spiegel als der (Tiefst-)Wert vor Einnahme war 12-16 Stunden zu beobachten. Der fT3-Spiegel blieb unverändert bzw. fiel sogar ein wenig."
    Quelle https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...r-Substitution

    Hier noch ein 8-Stunden-Profil mit Erklärungen, allerdings für Kombi-Nehmer mit weniger T4 (1,4 mcg/Kg) als dies bei T4-Only gewesen wäre (1,6 mcg/kg):
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...=1#post3069235

    Die kleinste Studienpopulation, Elfe11:

    Gegenüberstellung 24-Stunden-Karenz-Wert vs. ca. 6-/10-/17- Stunden-Werte, Serie über 3 Tage:
    https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...rgung-zu-haben

    Vielleicht war doch die suggestive Kraft der - und die Täuschung durch die Nüchternwerte ausschlaggebend, natürlich auch das gute Befinden, weniger eine bei Total-OP unerklärliche Werteerhöhung. Nette sprach mal von einem leicht aufgeputschtem Gefühl, das so viel besser sei, als Unterdosierung (und die der Körper sicher eine ganze Weile mitmacht?). - Und Jod essen viele Totaloperierte. Wechseljahre: Falls zutreffend, sicher auch ein möglicher Faktor.
    Geändert von panna (09.07.18 um 07:42 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Danke für Eure Antworten.
    Es ist ja schon ein wenig beruhigend zu lesen, dass es auch
    andere gibt, bei denen es offensichtlich diesen Zusammenhang
    zwischen Wechseljahren und SD gibt bzw. gegeben hat.
    Damit hätte ich schon mal vorab eine Erklärung mit der ich
    die nächsten sechs bis acht Wochen bis zum Termin beim NUK
    überstehe.

    Ich nehme übrigens Mönchspfeffer und habe damit ganz selten
    Wechseljahressymptome. Vermutlich sind das dann sogar eher
    ÜF-Symptome als Wechseljahressymptome im Nachhinein
    betrachtet.

    Panna, danke für Deine Mühe, die ganzen Kurven bereit zu
    stellen. Mich wundert einfach, dass das am Abend passiert ist
    und nicht in den Stunden rund um den Tageshöchststand.

  10. #10
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    Standard AW: Steigende Werte bei straffer Einstellung - Resultat: Vorhofflimmern

    Auf jeden Fall muss ich an dieser Stelle nochmal dringend davor warnen,
    ohne Werte die Dosierung zu ändern.

    Ich dachte aufgrund meiner Symptome, die sich vorher schon schleichend
    bemerkbar gemacht haben, dass es eher zu wenig als zu viel
    sein müsste, weil meine Kraft nachgelassen hat und die Muskeln
    langsam lahm wurden. Nach Wochen oder Monaten einer Überdosierung
    können das sicherlich Symptome sein, die sich schleichend entwickelt haben.

    Fatal wäre gewesen, wenn ich dann auch noch blind an meiner Dosierung
    geschraubt hätte und noch mehr genommen hätte, um mich fitter zu fühlen.
    Also bitte immer erst Werte bestimmen lassen, wenn sich was am Befinden
    ändert.

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