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Thema: OP oder doch nicht?

  1. #1
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    Standard OP oder doch nicht?

    Hallo.

    da ich nun auch dazugehöre habe ich mich dazu entschlossen mich hier anzumelden.

    Kurz zu mir:
    Ich bin M, 36 und vor 8 Monaten wurde Basedow bei mir diagnostiziert.

    Allerdings hatte ich die Symptome schon ca 2,5 Jahre vorher. Ruhepuls 140, ständige Nervosität und Gereiztheit, Durchfallschübe, Schluckbeschwerden usw. Es wurde damals aber auf Stress geschoben und nichts weiter gemacht.

    Im Sep'17 stellte der Nuklearmediziner nun MB fest. Augen gott sei Dank nicht betroffen ( meine Oma hatte das ganz schlimm)

    Werte Sep'17 :
    Ft3 15,1
    Ft4 3,3
    Tsh 0,03
    Trak 136
    Anti Tpo Ak 4179

    Schilddrüse 31,1ml

    Mein Hausarzt verordnete mir darauf hin 10mg Carbi und Bisoprolol wegen dem Puls.

    Leider war es teilweise sehr schlimm mit Durchfall. Also wurde die CarbiDosis auf 5mg gesenkt.
    Dazu Omeprazol für den Magen.

    Leider auch keine Besserung. Weder der Schilddrüse gings besser noch der Stimmung und dem Magen.
    Uber die Blutwerte vom Hausarzt kann ich noch nichts sagen da ich meine Akte noch nicht abgeholt habe.(werde ihn wechseln)
    Ich war jedoch im Mai wieder beim Nuklearmediziner.

    Werte Mai'18:
    Ft3 21,76
    Ft4 3,77
    TSH 0
    TRAK 125,45
    Anti Tpo Ak 4391

    Schilddrüse 43ml
    "Keine Knoten vom sonographischen Aspekt her akut entzündet. Mischthyreopathie Basedow/Hashimoto"

    Der Nuklearmediziner riet mir mit meinem Einverständnis zur Chirurgie. Bin daraufhin in Uni Klink Köln und sollte jetzt am 27.06 die Op haben. Bin damit auch zufrieden weil ich hoffe das dann alles vorbei ist.
    Mit Thyroxin kann ich leben

    Heute rief jedoch der Chirurg an und sagte ich sollte erstmal noch beim Oberarzt der Endo vorbei um andere Behandlungsmethoden abzuklären.......
    Nun weiss ich nicht mehr weiter....
    Ist eine RJT ratsam oder doch noch weiter Carbimazol?
    Ich möchte das es einfach vorbei ist, daher doch OP?
    Ich kenne viele die keine SD haben und prima und beschwerdefrei leben können.

    Gruss Mija

  2. #2
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Ich würde ja eher darauf tippen, dass der Durchfall nicht vom Carbi kam, sondern von der immer weiter bestehenden ÜF?
    Die Dosis hätte vermutlich erhöht werden müssen und nicht gesenkt.
    Du solltest bitte die Referenzbereiche zu den Werten schreiben, da man ohne, die Werte nicht einordnen kann.
    Ich denke mit weiteren Behandlungsmöglichkeiten meinte der Chirurg eine medikamentöse Therapie, die Du in meinen Augen bisher eigentlich nicht hattest, das bißchen Carbi zählt nicht...
    Ich empfehle Dir den Einführungsbeitrag von Panna ganz oben angepinnt zu lesen!
    LG

  3. #3
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Der Nuk ist Goldes wert. Einer, der bei einer Riesenschilddrüse richtigerweise zur OP rät und nicht zur RJT (eigenes Fach) ...

    Mija, ja, sicher kannst du zuerst eine medikamentöse Therapie machen und darauf hoffen, dass dann der MB erstmal weggeht. Aber angesichts der Augen deiner Oma sowie angesichts dieses unschönen Wertes:

    TRAK 125,45
    kann ich nachvollziehen, dass oder wenn du anders entscheidest ... das ist ein sehr hoher Wert, und es stimmt schon, dass man auch mit niedrigen TRAK einen schweren MB haben kann - aber mit derart hohen kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass das lange gut geht.

    Dennoch - du kannst die medikamentöse Therapie erstmal auskosten ... nur eines bitte nicht: Bei 40 ml Schilddrüse und hohen TRAK eine RJT. Niemals nicht.

  4. #4
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Hallo,

    Danke euch beiden für die Antworten.
    Was meinst Du mit Referenzwerten?
    Die Normwerte?

    Klar bin ich medikamentös zu niedrig eingestellt. Danke dafür an meinen Hausarzt... Im Nuk Bericht steht ja ganz klar als Empfehlung 40mg.....das habe ich aber erst vor 2 Wochen gelesen als ich den Bericht für die Uni abholte.

    Von der RJT riet mir der Nuk auch ab daher weiss ich jetzt nicht was der Endo in der Uni von mir möchte da ich ein weiteres CarbiJahr auch nicht möchte. Naja ich denke das sich in dem SD Zentrum alle sicher sein sollen bzw alle mich anhören wollen/müssen.

    Am schlimmsten ist die Gereiztheit. Ich erkenne mich selbst manchmal nicht wieder.Zum Glück kommt meine Familie einigermaßen damit klar und weiss das ich es ma manches nicht ernst meine!

  5. #5
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Zitat Zitat von Mija Beitrag anzeigen

    Von der RJT riet mir der Nuk auch ab daher weiss ich jetzt nicht was der Endo in der Uni von mir möchte da ich ein weiteres CarbiJahr auch nicht möchte.
    Ich sehe das jetzt erst, nach gündlicherem Gucken, dass du seit einem Jahr Hemmer nimmst.

    Warst du die gesamte Zeit falsch dosiert und in permanenter Überfunktion? 40 mg gilt nicht etwa für immer oder für ein ganzes Jahr, die Dosis gehört ja kontinuielich angepasst.

    Lies bitte wirklich den Infobeitrag, bzw. insbesondere jetzt den zweiten Artikel - https://www.ht-mb.de/forum/showthrea...88#post2277588

    Verlass dich auf niemanden, mach dich klug und kümmere dich selbst.

    PS
    und ja, die Normwerte.

  6. #6
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Okay, die Normwerte poste ich später wenn ich zu Haus bin.

    Ich habe angefangen mit 10mg Carbimazol. Da dann die Symptome kamen setzte mein HA mich auf 5mg.

    Das die Durchfälle nicht vom Carbimazol kommen habe ich dann vor kurzem in diesem Forum gelesen.

    Daher ist ja auch die Frage.... Soll ich nochmal mit richtiger Dosierung ein Therapie machen oder die Op. Dann hab ich Ruhe, hoffe ich. Ich weiss die Frage wird mir niemand beantworten können. Mich ärgert es aber total das mein HA ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung hat und mich ganz falsch eingestellt hat. Wenn ich nicht auf eigene Faust (so heisst übrigens der Endo zu dem ich muss xD) drum gekümmert hätte würde es noch endlos so weitergehen

  7. #7
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Mich ärgert es aber total das mein HA ehrlich gesagt überhaupt keine Ahnung hat und mich ganz falsch eingestellt hat.
    Er hat Dich gar nicht eingestellt. Für mich läuft das schon unter Nichtbehandlung, denn 5mg bei den Werten, da lacht die Schilddrüse drüber...
    Panna hat ja schon geschrieben, dass Du sehr hohe TRAK hast. Die Wahrscheinlichkeit ist vermutlich nicht sehr hoch, dass die medikamentöse Thrapie überhaupt klappen würde, und danach der MB nicht gleich auch wieder durchstartet. Aber es wäre auf jeden Fall ein Jahr mit Hemmern und ungewissem Ausgang.
    Eine definitive wirkliche Ruhe hast Du nur mit OP. Die Einstellung mit Hormonen klappt ja bei den meisten problemlos, und dann nimmst Du halt LT.
    Ich glaube ich würde mich mit der Ausgangssituation so bald wie möglich operieren lassen.
    LG

  8. #8
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Ich sehe auch ohne Normbereich so halbwegs, dass das anfangs eine überaus kräftige Überfunktion war. 10 Carbi ist da gar nichts. Wenn du jetzt ab September 2017 bis Mai 2018 die ganze Zeit 5 mg genommen hast, dann wundert mich nicht, dass sich da gar nichts tat. Eigentlich ist MB selbstlimitierend, das heißt: Man nimmt Hemmer, um keine thyreotoxische Krise zu bekommen, aber der Autoimmunprozess selbst klingt irgendwann von selbst ab. Natürlich trägt eine werteangepasste gute Hemmung dazu bei, indem man nicht zulässt, dass die Schilddrüse in Hormonexzesse getrieben wird - man hemmt die Produktion, die durch die TRAK aufs Vielfache getrieben wird.

    Um dir halbwegs vernünftig antworten zu können, würden wir gerne deinen Werteverlauf seit Anfang sehen, Datum, Werte, Normbereiche, Dosis, die davor genommen wurde.

    Sollte es die ganze Zeit um 5 mg gehandelt haben und solltest du dabei die ganze Zeit in starker Überfunktion gewesen sein - und sollten deine Leberwerte intakt und deine Leukozyten in de Norm sein, ist eine richtige einjährige Therapie denkbar/machbar. Theoretisch. Allerdings ist die Höhe deiner Antikörper etwas, was doch dagegen sprechen könnte. Zweistellig ist schon hoch - dreistellig ist enorm* und der Autoimmunprozess ist bei dir seit September offenbar unverändert aktiv, die TRAK weiterhin enorm hoch. Ob du da wiklich an eine dauerhafte Remission hoffen darfst, bei 40 ml Schilddrüse ... ja nun, probieren kann man es, ich kann dir nicht verhehlen, dass ich skeptisch bin - ja, wegen der TRAK vor allen Dingen. Ich bin seit 12 Jahren hier im Forum und könnte, geschätzt, die Anzahl der Leute mit so hohen TRAK eher an den Fingern einer Hand als an denen zweier Hände abzählen.

    Trotzdem muss es deine Entscheidung sein. Dein EO-Risiko ist so oder so gegeben bei schlechten Werten und hohen TRAK, mit oder ohne OP. Die OP hilft dabei, die TRAK zu senken, auf die Hormonwerte muss man selbst aufpassen.

    PS
    * TRAK-Normbereiche sind heutzutage so um 1-1,5, davon gehe ich bei dir auch aus, sofern du später keine gegenteilige Angabe machst.

    PPS
    Mit einem Blinddarmdurchbruch legt man sich auch nicht beim Hausarzt auf den Tisch, dass er einen operieren möge. Eine Autoimmunkrankheit ist eben nicht etwas, wo man sich auf den Hausarzt verlassen darf. Allerdings müsste vor allem er selbst es wissen ... aber ich muss mich mit den sich mir aufdrängenden Attributen für sein Verhalten zurückhalten, damit der Beitrag im Rahmen des hier Geduldeten bleibt.
    Geändert von panna (15.06.18 um 19:05 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Falls Du Dich für die OP entscheiden solltest, würde ich mir schon vorher einen Arzt suchen, der die Hormoneinstellung betreuen würde. Denn ich bin ehrlich skeptisch, ob Du da beim jetzigen Hausarzt dann besser aufgehoben wärst, als mit der Hemmertherapie.
    LG

  10. #10
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    Standard AW: OP oder doch nicht?

    Danke für den Tipp.
    Das habe ich selbstverständlich schon gemacht. Ich hoffe er schafft es besser. Ich werde mir jedes Blutbild aushändigen lassen und hier posten.
    Das hier scheint besser zu sein wie jeder Mediziner.

    Anbei die Normwerte:

    Ft3 Norm: 2.30 - 5.30 ist 21.76
    Ft4 Norm:0.78 - 1.94 ist 3.77
    TSH Norm:0.30-4.00 ist 0
    TRAK Norm: negativ <1, positiv >1.5 ist 125.45
    Anti Tpo Ak Norm:negativ<40, positiv 60 ist 4391

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