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Thema: Marine-Lenhart-Syndrom: Frage zu Werten und Vorgehensweise

  1. #1
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    Standard Marine-Lenhart-Syndrom: Frage zu Werten und Vorgehensweise

    Am 15.1.2018 habe ich die Diagnose Marine-Lenhart-Syndrom bekommen.
    Ausgangswerte:
    13.11.2017
    TRAK -12,5
    TSH 0,01 (0,35-3,5)
    FT3 3,2 (1,5-4,5)
    FT4 1,0 (0,5-1,8)

    Ab 16.1.2018 Carbimazol 5mg:
    21.2.2018
    TSH 3,41 (0,27-4,2)
    FT3 3,1 (2-4,43)
    FT4 0,86 (0,93-1,7)

    Ab 23.2.2018 Carbimazol 2,5mg:
    23.3.2018
    TSH 0,9 (0,27-4,2)
    FT3 3,2 (2-4,43)
    FT4 1,08 (0,93-1,7)

    7.5.2018
    TSH 0,96 (0,27-4,2)
    FT3 3,5 (2-4,43)
    FT4 1,24 (0,93-1,7)

    Leberwerte usw. jeweils ok. Blutdruck und Puls (wieder) im Normalbereich. Weiterhin jedoch sehr wärmeempfindlich.

    Frage:
    1. Sind meine Werte im "grünen Bereich" - trotz Durchforstung der Forumsbeiträge bin ich unsicher.
    2. Meine Endokrinologin empfiehlt mir eine RJT, die ich auch aufgrund anderer Erkrankungen einer OP vorziehen würde. Hat jemand Erfahrungen mit einer RJT beim Marine-Lenhart-Syndrom ?
    3. Gibt es Empfehlungen für eine Klinik im Großraum Düsseldorf ?

    Danke für eure Hilfe !
    annadorothe

  2. #2
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    Standard AW: Marine-Lenhart-Syndrom: Frage zu Werten und Vorgehensweise

    Willkommen hie annadorothe.

    Hast du die Hemmer abgesetzt? Wann?

    Marine-Lenhart heißt ja, MB und Autonomie. Beides verursacht eine Überfunktion - bei dir hat es nur für eine latente Überfunktion (TSH supprimiert, freie Werte OK) gereicht.

    Mich würde dein szintigrafischer Befund interessieren, ist ja nicht unwesentlich für Marine-Lenhart bzw. anders lässt sich das ja auch nicht feststellen. Auch die Größe deiner Schilddrüse ist nicht unwesentlich für eine Entscheidung, bei vergrößerter Schilddrüse sollte keine RJT gemacht werden, weil die zulässige Strahlung für eine große Schilddrüse so gut wie nie reicht - und das nachfolgende Wertechaos bei MB sehr ungut (mit Folgen) werden kann.

    Was die Therapie-Entscheidung angeht, falls du wirklich eine definitive Therapie *jetzt* brauchst und willst, lies einfach erstmal das hier durch:
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...=1#post2277588

    Einiges wird dir dann vielleicht auch klarer, und sonst: Weiterfragen!

    Klinik-Empfehlungen bitte im Ärzteforum suchen (Erweiterte Suche, nach Titeln mit Düsseldorf suchen) bzw. anfragen, nicht hier. Eigentlich geht es weniger um eine Klinik als um einen wiklich guten Nuklearmedizinier - falls es wirklich eine RJT werden soll, wovon ich dir ziemlich klar abraten würde. Falls doch OP: Am Ende des ersten Artikels im Infobeitrag MB (ganz oben im MB-Forumangepinnt ) findest du Links, die zu zertifizierten Kliniken für eine OP führen.

  3. #3
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    Standard AW: Marine-Lenhart-Syndrom: Frage zu Werten und Vorgehensweise

    Danke, panna

    nein, habe nicht abgesetzt, nehme weiterhin Carbimazol 2,5mg

    Die folgenden mageren Infos habe ich noch (bin mit meiner Endokrinologin sehr unzufrieden):
    Hals-Sonographie:
    Schilddrüsenvolumen rechts 10ml, links 9ml
    Szintigramm:
    Tc-Gesamt-Uptake 1,07%, im linken Schilddrüsenlappen Mehranreicherung im Sinne einer Autonomie

    Kannst du damit was anfangen ?

  4. #4
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    Standard AW: Marine-Lenhart-Syndrom: Frage zu Werten und Vorgehensweise

    Wer hat die Szintigrafie gemacht?

    Was steht da noch? Ich meine, Befund, vollständiger Text ... wenn jemand im linken Lappen Autonomie gesehen hat, müsste separat dort auch ein Uptake gemessen werden? Dein Gesamt-Uptake ist normal.

    Am besten wäre vielleicht eine Zweitmeinung, von einem spezialisierten Nuklearmediziner.

    TRAK -12,5
    Was war hier der Normbereich bzw. die Normgrenze?

    PS
    deine Werte sind momentan rein wertetechnisch OK. Aber das ist eben nur labortechnisch, also gesamt-referenzbereichbezogen.

  5. #5
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    Standard AW: Marine-Lenhart-Syndrom: Frage zu Werten und Vorgehensweise

    Die Szintigrafie hat ein Nuklearmediziner gemacht. Die Einzel-Uptakes kenne ich nicht.

    TRAK stammt vom 13.11.2017. Auf der schlechten Kopie lesbar:
    E/l 12,5+ (0-1,5)

  6. #6
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    Standard AW: Marine-Lenhart-Syndrom: Frage zu Werten und Vorgehensweise

    Vielleicht hat er keine Einzel-Uptakes gemacht. Hast du den vollständigen Befund vom Nuklearmediziner? Weil nämlich de Uptake-Wert wenigstens doch in dem roten Bereich, wo er Autonomie vemutet, etwas höhe sein müsste ode so. Also die Diagnose müsste vielleicht etwas eingehender begründet sein.

    Ich würde eine Zweitmeinung einholen, von einem anderen, möglichst etwas klarer auf Schilddrüse spezialisierten NUK.

    Nämlich, wenn Autonomie, die kann man per RJT relativ gut ausschalten, da sie nur einen isolierten Bereich betrifft. Aber zusammen mit MB (der aber irgendwie auch nicht wirklich manifest wurde) emfpiehlt man standardmäßig doch die OP - weil bei MB die gesamte Schilddrüse weg sollte. Irgendwie ist bei dir die Gesamtlage nicht so hundertpozentig einleuchtend, wegen MB könnte man abwarten, ob e wiklich zuschlägt (mit manifester Übefunktion) - und die Autonomie - ja wenn sie wiklich eine ist, müsste man sie mit einer Suppressionsszintigafie (man unterdrückt die SD-Tätigkeit durch SD-Hormongabe, aktiv bleibt nur das, was autonom Homone produziert, unabhängig vom Regelkeis und SD-Hormongaben) feststellen.

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