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Thema: Thiamazol erhöhen?

  1. #1
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    Standard Thiamazol erhöhen?

    Hallo Mitglieder,
    ich lese seit längerem schon Euer Forum und möchte jetzt einmal Euren Rat.
    ich hatte jahrelang Hashimoto und Unterfunktion, in 2012 jedoch endokrine Orbitophatie (wurde sehr gut mit einer Kortison-Therapie behandelt) und eine kurze Überfunktionsphase - die Werte von 2012 kriege ich nicht mehr zusammen. Jetzt bin ich seit letzten Sommer wieder in der Überfunktion mit vollem Programm: Herzrasen, Bluthochdruck, bei gleichzeitigem Ende der Wechseljahre (ich bin 49 Jahre alt), 8 kg abgenommen (bei sonst immer ca. 60 kg bei 170cm, also sowieso schon schlank). Meine Hausärztin hat mir leider, wie ich jetz weiß, L-Thyroxin + Jod verschrieben als die Werte Richtung Überfunktion gingen, was ich ca. bis Sommer 2017 genommen habe. Ein Endo war sich im letzten Herbst nicht sicher, ob MB oder Hashi, da meine Schilddrüse sehr klein ist, und hat mir daher keine Medikamente verschrieben. Jetzt war ich im Februar endlich wieder bei einem anderen Endo, der direkt sagte MB und mir Thiamazol 5 mg verschrieben hat. Die Werte sind besser geworden, er möchte jedoch aufgrund des noch niedrigen TSH-Wertes das Thiamazol auf 10 mg erhöhen und erst in sechs Wochen die nächste BE machen. Was haltet Ihr davon?

    Meine aktuellen Werde sind:
    16.04.2018
    ft3 2,33 1,88-3,18
    ft4 0,76 0,70-1,48
    TSH 0,094
    Die vorherigen Werte seht Ihr in meinem Profil, den TSH-Referenzwert habe ich mir mal geschenkt.

    Vielen Dank schon mal für Eure Nachrichten.
    Martina

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von klausk
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    Zitat Zitat von martina69 Beitrag anzeigen
    Hallo Mitglieder,
    ich lese seit längerem schon Euer Forum und möchte jetzt einmal Euren Rat.
    ich hatte jahrelang Hashimoto und Unterfunktion, in 2012 jedoch endokrine Orbitophatie (wurde sehr gut mit einer Kortison-Therapie behandelt) und eine kurze Überfunktionsphase - die Werte von 2012 kriege ich nicht mehr zusammen. Jetzt bin ich seit letzten Sommer wieder in der Überfunktion mit vollem Programm: Herzrasen, Bluthochdruck, bei gleichzeitigem Ende der Wechseljahre (ich bin 49 Jahre alt), 8 kg abgenommen (bei sonst immer ca. 60 kg bei 170cm, also sowieso schon schlank). Meine Hausärztin hat mir leider, wie ich jetz weiß, L-Thyroxin + Jod verschrieben als die Werte Richtung Überfunktion gingen, was ich ca. bis Sommer 2017 genommen habe. Ein Endo war sich im letzten Herbst nicht sicher, ob MB oder Hashi, da meine Schilddrüse sehr klein ist, und hat mir daher keine Medikamente verschrieben. Jetzt war ich im Februar endlich wieder bei einem anderen Endo, der direkt sagte MB und mir Thiamazol 5 mg verschrieben hat. Die Werte sind besser geworden, er möchte jedoch aufgrund des noch niedrigen TSH-Wertes das Thiamazol auf 10 mg erhöhen und erst in sechs Wochen die nächste BE machen. Was haltet Ihr davon?

    Meine aktuellen Werde sind:
    16.04.2018
    ft3 2,33 1,88-3,18
    ft4 0,76 0,70-1,48
    TSH 0,094
    Die vorherigen Werte seht Ihr in meinem Profil, den TSH-Referenzwert habe ich mir mal geschenkt.

    Vielen Dank schon mal für Eure Nachrichten.
    Martina
    Hm. Die Empfehlung vom Endo kann ich nicht verstehen.... Geh lieber zu einem NUK

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  3. #3
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    Hallo Martina,,

    ich hole mal die Anfangswerte vor Thiamazol her:

    19.02.2018
    ft3 3,39 1,88-3,18
    ft4 1,01 0,70-1,48
    TSH 0,01
    TSH Rezeptor AAK 10,40 lU/l <1,75
    Wenn es stimmt, dass deine Schilddrüse so klein ist (und auch durch MB nicht vergrößert), dann bringt sie keine ernsthafte Überfunktion mehr zustande, außer der geringfügigen Erhöhung des fT3 und natürlich der TSH-Supprimierung. Jetzt, wo die freien Werte sowieso bereits unten sind und nur das TSH noch etwas hechelt, sehe ich nicht, wozu der Arzt es so eilig hat, die TSH-Supprimierung gewaltsam (per Unterfunktion) zu beenden. Erstens, du hast alle Zeit der Welt, die Hemmertherapie sollte ja noch eine Weile dauern. Zweitens, eine solche Vorgehensweise unter Inkaufnahme einer Unterfunktion ist ein deutliches EO-Risiko.

    Summa summarum, ich würde natürlich keinesfalls auf 10 mg erhöhen, wozu. Ich schwanke nur, ob du jetzt mit 5 mg noch wenige Wochen weitermachen (allerdings auch damit schon eine Unterfunktion riskierend), oder doch lieber mal ganz sanft etwas von der Dosis wegnehmen solltest (etwa Wechseldosis 5-5-2,5) bis zu einer hoffentlich nicht zu weit liegenden Kontrolle, wo dann doch bitte die TRAK erneut gemacht werden sollten - denn auch das gehört ein wenig zur Entscheidungsfindung über die Dosis.

    Wann hast du die nächste Kontrolle? Hoffentlich nicht immer nur alle 2 Monate?

  4. #4
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    Hallo, vielen Dank für Eure Antworten, das mit der Unterfunktion ist auch meine Befürchtung. Mein Arzt möchte nur alle sechs Wochen kontrollieren und mein Hausarzt ist unwissend... Habe gerade schon ein Labor gefunden, wo ich im Zweifel zwischendurch die Werte bestimmen lassen kann.
    Das dauert jetzt alles schon so endlos, bis ich erst mal einen Termin beim Endo hatte und so langsam verliere ich die Geduld. Gott sei Dank habe ich keine Nebenwirkungen bei der geringen Dosis und mir geht es zurzeit gut damit.
    Eine EO möchte ich auf keinen Fall riskieren und werde dem Rat folgen und erst mal nicht erhöhen und die Werte nochmals in zwei Wochen überprüfen lassen. Der Endo meint ich solle das Thiamazol ca. 1 Jahr nehmen.
    Die Schilddrüse ist wirklich sehr klein, darum war mein vorletzter Arzt auch im Zweifel, ob es sich wirklich um MB handelt. Vielleicht ist es eine Mischform?
    Wie erklärt Ihr Euren Ärzten, dass Ihr eigenständig die Dosis angepasst habt? Ärzte mögen doch in den seltenen Fällen einen mitdenkenden Patienten. Hätte ich nicht dieses Forum gefunden, würde ich vielleicht immer noch L-Thyroxin+Jod nehmen....
    Also noch mal vielen Dank. Ich werde von den neuen Werten berichten.
    Viele Grüße
    Martina

  5. #5
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    Mischform oder nicht, das hilft dir nicht weiter, weil das ja mit der Thiamazol-Dosis ja nichts zu tun hat, die richtet sich alleine nach den Werten. MB kann auch eine kleine Schilddrüse befallen, auch bei vorhandener/vorheriger Hashimoto. Es kann schon sein, dass die Schilddrüse allein wegen ihrer Größe nichts Großartiges an einer Überfunktion zustande bringt - aber ausgehen würde ich nicht davon.

    Viele Ärzte mögen mitdenkende Patienten nicht, aber wenn die Werte OK sind, gibt es nicht viel zu diskutieren - da wärest du nicht die erste, bei der das passiert. Außerdem brauchst du nicht unbedingt einen Endo, Termine sind da rarer als bei Nuks und Nuks sind auch nicht schlechter (oder besser ...) als Endos, alles eine Glückssache bei beiden. Die beste Variante ist, wenn du dich selbst klug machst, Werte kann auch der Hausarzt machen, wenn er dazu bereit ist.

  6. #6
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    Vielen Dank!

  7. #7
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    @ Panna

    ... aber wenn die Werte OK sind ...
    Tja, "gute Werte" ist aber leider nicht genau definiert und führt sogar
    unter uns Erfahrenen immer wieder zu Diskussionen.

    Wann sind die Werte objektiv gesehen okay?
    Der Arzt meint, der TSH von 0,094 ist nicht okay, ignoriert die freien Werte
    und empfiehlt eine Erhöhung der Hemmerdosis.

    Wir sehen die freien Werte und den TSH, der gerade am Hochkommen ist
    und beurteilen die Werte völlig anders.

    Das kann nur zu Diskussionen führen.

    @ Martina

    Macht Dein NUK keine Werte?

  8. #8
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    Zitat Zitat von Kathrinchen Beitrag anzeigen
    @ Panna


    Tja, "gute Werte" ist aber leider nicht genau definiert und führt sogar
    unter uns Erfahrenen immer wieder zu Diskussionen.

    Wann sind die Werte objektiv gesehen okay?
    Ich denke mal, dass die Diskussionen, die du meinst, eher bei LT-Substitution entflammen, weniger bei der Hemmertherapie. Bei der Hemmertherapie nimmt man es mit dem Befinden sozusagen nicht so genau, primär wichtig ist, dass man Über- und Unterfunktion vermeidet und gewisse Tendenzen beachtet. Zum Beispiel so eine Situation, wie die bei Martina, TSH noch weg, fT4 aber schon unten.

    Gute Ärzte wissen, dass man nicht nach TSH hemmt sondern die freien Werte im Auge haben muss, weil die Knüppelmethode (Unterfunktion zwecks gewaltsame TSH-Anhebung) überflüssig und riskant ist:

    Ziel der medikamentösen Therapie

    1. Die Menge der gebildeten Schilddrüsenhormone soll in den Normalbereich gebracht werden.
    2. Unter Einwirkung der Medikamente soll die spontane Rückbildung der Krankheit erleichtert werden.


    Die medikamentöse Therapie des M.Basedow sollte in der niedrigst möglichen Dosierung durchgeführt werden, die in der Lage ist, die übermässige Hormonproduktion zu stoppen. Die in verschiedenen Untersuchungen verabreichten höheren Dosierungen konnten die Ergebnisse nicht weiter verbessern.
    http://www.basedow.ch/index.cfm?srv=...b=1027&id=1047

    Das kann nur zu Diskussionen führen.
    Du meinst, zwischen Arzt und Patient? Ja, das kann schon sein. Ich hab allerdings recht oft gesehen hier, dass der Arzt da gar nicht groß blickte, dass es eine andere Dosis war oder aber eben - nichts dagegen sagen konnte, weil das Ergebnis gut war.

  9. #9
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    @ Kathrinchen,
    ich habe keinen NUK, war bisher nur beim Hausarzt und mittlerweile bei zwei Endos. Es wurde auch keine Szintigraphie gemacht.

    Die derzeitige Dosis vertrage ich gut und ich werde in zwei Wochen ein BE machen um zu schauen wie sich das Ganze entwickelt. Nach vielen Recherchen glaube ich ehrlich gesagt mittlerweile nicht, dass ein hin und her der Dosis dem Ganzen guttut, aber da bin ich natürlich nur Laie. Eine Erhaltungsdosis würde bei 2,5 liegen oder niedriger?

  10. #10
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    Standard AW: Thiamazol erhöhen?

    Ein Hin und Her nicht, aber ein Hin ist laufend notwendig, nämlich hin zu einer werteangepassten Dosis. Die Hemmer hemmen, die Werte bewegen sich entsprechend.

    Es kann jetzt sein, dass sogar 5 mg dich in eine Unterfunktion (bezüglich der freien Werte) bringen, kann sein, dass nicht. Auf 2,5 gehen würde ich mich momentan nicht trauen, eben wegen des noch supprimierten TSH, das bei bereits tiefer liegenden freien Werten noch vorhandene MB-Aktivität bedeutet, man wird sehen in zwei Wochen.

    *Eine* Erhaltungsdosis (für alle) gibt es eher nicht. 2,5 mg könnenzu stark für den einen und gerade richtig für den anderen sein. Auch da kann man ein wenig spielen.

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