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Thema: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

  1. #1
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    Standard Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Hallo an alle, ich habe schon sehr viel im Forum gestöbert, mich nun aber dazu entschlossen, mich auch anzumelden, da es mir momentan extrem schlecht geht und ich unbedingt einen Rat brauche.
    Vor ca. einem Jahr, im Februar 2017, wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert.
    Zu meiner Vorgeschichte:
    - Im Januar 2015 bekam ich die Windpocken im Alter von 23 J. und hatte 3 Monate lang mit den Nachwirkungen zu kämpfen.
    - Ab Ende 2015 bekam ich immer öfter Infekte, ich war wirklich STÄNDIG krank.
    - Ende 2016 dachte ich plötzlich wieder einen leichten Infekt zu haben und fühlte mich immer schlechter. Über 2 Monate lang schleppte ich mich zur Arbeit und versuchte auch in meiner Freizeit meine immer noch andauernden Symptome (Erschöpfung, Abgeschlagenheit, krank fühlen etc.) zu verdrängen, bis ab November 2016 NICHTS mehr ging. Ich rannte von Arzt zu Arzt, doch wurde nicht ernst genommen. Es wurde schließlich ein Eisenmangel festgestellt, der aber angeblich keine Symptome verursachen könnte. Es ging mir immer schlechter und ich konnte auch über Monate nicht mehr arbeiten, geschweige denn überhaupt irgendwas tun. Mein Körper war zu 99% wie leer gesogen.
    - Im Januar 2017 fand ich Gott sei Dank zu meiner jetzigen Hausärztin, die mich mit Eiseninfusionen (und Vitamin B12+D) wieder aufpäppelte. Mir ging es immer besser und ich erlangte meine Energie zunächst zurück und konnte auch wieder arbeiten gehen.
    - Um die Ursachen für meine Nährstoffmängel zu finden, begab ich mich selbst auf die Suche und ging zum Endokrinologen und zum Gastroenterologen. Diagnosen: Hashimoto (allerdings keine Antikörper, aber auf beiden Seiten nur noch 3 ml) + Zöliakie + Typ A Gastritis.
    Nun zur Hashimoto-Behandlung seit 2017:
    - Meine Werte am 14.02.2017:
    TSH: 2,17
    FT3: 3,6 (Referenzbereich: 2,0 – 4,4)
    FT4: 10,7 (Referenzbereich: 9,3 – 17,0)
    - Ab April nahm ich Schweinehormone (Nature Throid ¼ Grain), da ich viel Positives darüber gehört hatte. Jedoch hatte ich im ca. 3 Wochen Takt total extreme Erschöpfungssymptome – ich fühlte mich 2-3 Wochen lang gut und relativ fit und dann eine Woche lang extremst abgeschlagen und ich dachte jedes Mal wieder, alles würde von vorne anfangen. Im September schließlich setzte ich die Schweinehormone ab auf Empfehlung meiner Heilpraktikerin.
    Meine Werte am 29.09.2017:
    TSH: 1,87
    FT3: 4,0 (Referenzbereich: 2,0 – 4,2)
    FT4: - 0,83 (Referenzbereich: - 0,89 – 1,70)
    - Seit Absetzen der Schweinehormone nahm ich keine anderen Hormone mehr ein. Zunächst ging es mir besser bzw. ich hatte zumindest nicht mehr die alle 3 Wochen auftretenden extremen Erschöpfungssymptome, höchstens ab und zu mal einen Tag lang. Jedoch ging ab da an meine Energie und Kraft immer weiter weg. Von Oktober 2017 bis Januar 2018 wurde es immer extremer, sodass ich nur noch versuchte den Arbeitstag zu überstehen und in meiner Freizeit zu absolut nichts mehr fähig war. Zudem bekam ich immer öfter depressive Verstimmungen usw. (Depressionen kannte ich vorher überhaupt nicht von mir). Hierzu muss ich jedoch sagen, dass ich seit einigen Jahren an starken Ängsten im Alltag, v.a. im Beruf, leide und ich denke, dass diese auch ein Faktor für das Auftreten der Autoimmunkrankheiten waren.
    - Im Januar 2018 hatte ich dann meine Kräfte komplett aufgebraucht, sodass ich wie bei einem „Burnout“ quasi auf der Arbeit zusammenklappte bzw. seitdem nicht mehr arbeiten kann.
    Meine Werte am 04.01.2018:
    TSH: 3,56
    FT3: 4,4 (Referenzbereich: 2,0 – 4,4)
    FT4: 10,8 (Referenzbereich: 9,3 – 17,0)
    - Die Endokrinologin riet mir keine Hormone einzunehmen, da meine Werte ja in der Norm wären (ha ha ha…). Ich bettelte jedoch weiter und erhielt im Februar dann das erste Rezept für 25 L-Thyroxin.
    - Die 25er-Dosis nahm ich ab dem 15.02. ein. Meine Werte am 16.03.2018:
    TSH: 2,08
    FT3: 4,0 (Referenzbereich: 2,0 – 4,4)
    FT4: 11,4 (Referenzbereich: 9,3 – 17,0)
    - Da sich nichts an meinen Symptomen (Extreme Erschöpfung, Abgeschlagenheit, schnelle Ermüdung, depressive Verstimmungen, sehr viel Schlaf nötig, antriebslos, Konzentrationsschwäche, starke Glieder- bzw. Muskelschmerzen in den Beinen nach Anstrengung/Anspannung) änderte, nahm ich ab dem 26. März eine halbe Dosis mehr, also 37,5 LT ein.
    - Ich steigerte die Dosis dann eine Woche später (ab dem 2. April) auf 50 LT. Zunächst fühlte ich mich direkt etwas energiegeladener und irgendwie einfach wirklich fitter. Allerdings spürte ich auch vermehrt Nervosität und meine Angstsymptome von vorher im Alltag steigerten sich. Zudem ging mein Puls beim Spazieren (!) gehen zum Teil auf bis zu 185 hoch (habe eine Fitbit). Seit einigen Tagen (ich nehme die 50er nun ca. 2 Wochen) habe ich nun auch Schlafstörungen. Die schnell eintretende Erschöpfung nach kleinster Anstrengung/Anspannung ist noch genauso da.
    - Ich bin nun völlig verzweifelt und ratlos. Meine Fragen an euch: Können die aktuellen Symptome an einer verstärkten UNTERfunktion liegen? Also, dass sie in den ersten Tagen der 50er-Dosis besser wurden, aber nun wieder verstärkt sind? Oder sind es Symptome, die anzeigen, dass die Dosis zu hoch für mich ist (bzw. ich vielleicht zu schnell gesteigert habe)? Könnt ihr dazu vll. etwas sagen? Ich möchte die 50er-Dosis nun ungerne absetzen, aber wenn es für meinen Körper zu viel ist, zerstöre ich damit ja nur noch mehr. Allerdings war die Dosiserhöhung meine größte Hoffnung auf Besserung. Die nächste Blutabnahme wäre Anfang/Mitte Mai.
    - Übrigens nehme ich die Tablette immer morgens eine ½ Std. vorm Frühstück ein. Zudem nehme ich noch: Selen, Vitamin D+K, Omega3, DHEA, Progesteron, Zink, Magnesium.
    Ich bedanke mich im Voraus und sorry für den riesig langen Text… Aber ich dachte, so ist es besser . Danke jetzt schon für’s Zeit nehmen und lesen!
    Liebe Grüße Lilly

  2. #2
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Ich glaube Du brauchst mehr LT.
    FT3 ist relativ hoch und FT4 niedrig.

    Sh.hier
    http://www.ht-mb.de/forum/vbglossar....howentry&id=55
    lg
    Otto

  3. #3
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Sehe ich ähnlich. Kriegst du noch die Eiseninfusionen?

  4. #4
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Dir bleibt nichts anderes übrig, als bis zur nächsten BE mit der aktuellen Dosis durchzuhalten. Alles andere ist Spekulation. "Kaputt" machen tust Du damit sicher nichts, da brauchst Du keine Angst haben. Aber Geduld brauchst Du einfach, denn die Einstellung dauert eben etwas. Noch ist es vieeeeel zu früh, um die Flinte ins Korn zu schmeißen! Nach 2 Wochen jedenfalls, kann sich gerade beim Befinden noch gewaltig viel tun. Das was Du jetzt merkst, ist nicht das "Ende" dieser Dosis.
    LG

  5. #5
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Okay, ich danke euch!
    Ja, also meine Eisenwerte werden regelmäßig kontrolliert.

    Dann sind das nicht unbedingt Überdosierungssymptome, sondern können einfach davon kommen, dass ich gerade erst in der Einstellungsphase bin?

  6. #6
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Zitat Zitat von LillyHH Beitrag anzeigen
    Dann sind das nicht unbedingt Überdosierungssymptome, sondern können einfach davon kommen, dass ich gerade erst in der Einstellungsphase bin?
    Richtig
    sh.auch
    http://www.ht-mb.de/forum/vbglossar....howentry&id=40

  7. #7
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Vielen Dank! Dann bleibe ich stark und nehme bis zur nächsten Blutentnahme die 50 LT weiter.

    Heute habe ich nun erfahren, dass ich einen COMT-Defekt habe und meine Hausärztin sagte, ich müsste dabei extrem aufpassen mit den Schilddrüsenhormonen. Weiß jemand dazu etwas?

  8. #8
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Hallo!

    Aktuelle Werte vom 04.06., habe vorher 8 Wochen lang 50 L-Thyroxin genommen und habe jetzt seit dem 04.06. auf 62,5 LT erhöht. Fühle mich schon besser mittlerweile, aber das Befinden ist extrem schwankend. Sollte ich auf 75 erhöhen? Und was kann man beim erhöhten Insulinwert machen? Kann die Werte erst bald mit meiner Endokrinologin besprechen. Vielen Dank vorab!

    TSH: 1.18 (0.27-4.20)
    fT3: 5.4 (3.1-6.8) = 62,16%
    fT4: 14.8 (12-22) = 28,00%


    Insulin: 17.5 (4.0-19.0)

    Liebe Grüße
    Lilly

  9. #9
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Zitat Zitat von LillyHH Beitrag anzeigen
    Heute habe ich nun erfahren, dass ich einen COMT-Defekt habe und meine Hausärztin sagte, ich müsste dabei extrem aufpassen mit den Schilddrüsenhormonen. Weiß jemand dazu etwas?
    Mach doch mal bei "Sonstiges zu Hashi und MB" einen eigenen Thread auf, sonst geht das hier unter. Vielleicht kann dir jemand hierzu was sagen.

  10. #10
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    Standard AW: Einstellung mit L-Thyroxin - extreme Erschöpfung etc., brauche Rat :(

    Zitat Zitat von LillyHH Beitrag anzeigen
    Aktuelle Werte vom 04.06., habe vorher 8 Wochen lang 50 L-Thyroxin genommen und habe jetzt seit dem 04.06. auf 62,5 LT erhöht.
    Ich finde es richtig, dass Du erhöht hast, aber wenn Du, wie Du schreibst, sehr empfindlich auch Erhöhungen reagierst, würde ich die Dosis erstmal mindestens 6 Wochen halten und dann wieder neue Werte bestimmen lassen. Zum Insulin kann ich Dir leider nichts sagen.

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