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Thema: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

  1. #1
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    Standard Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und habe bisher die Werte vom Labor noch nicht erhalten. Aufgrund der Ultraschalluntersuchung und meinen alten Blutwerten war der Arzt aber recht sicher das es Hashimoto-Thyreoiditis ist. Daher lese ich mich gerade erst in das Thema ein und kann leider keine Aktuellen Werte liefern. Nach allem was ich gelesen habe, scheint die Diagnose aber zu meinen Beschwerden zu passen.

    Leider habe ich bisher nur wenig zum Thema Ausdauersport und Hashimoto-Thyreoiditis gefunden. Gibt es hier jemanden der Erfahrungen damit hat? Konkret geht es bei mir um Triathlon (Langdistanz) und langen Radrennen, aber es sind sehr gerne auch Erfahrungen von anderen Ausdauerathleten gefragt, die konsequent und Umfangreich Trainieren und deren Training durch Periodisierung wechselnde Belastungen hat.

    Nach allem was ich bisher gelesen habe, bin ich Rückblickend der Meinung das meine Beschwerden immer beim Wechsel von Lang (bis 22 Stunden / Woche) zu schnelleren und härteren Einheiten mit weniger Umfang (10 Stu nden / Woche) gekommen sind. Hatte in den letzten 6-7 Jahren immer das Problem das ich nach etwa 1,5 Jahren für etwa 6-12 Monate beim Sport ausgefallen bin. Meine Symtome waren dann eben wie bei einer Unterfunktion und sind nach einiger Zeit selbst verschwunden. Die Beschwerden der Überfunktion habe ich nie gemerkt. Allerdings hat es sich auch nie angekündigt. Es ging eigentlich oft von heute auf morgen bergab. Bestes Beispiel dürfte dafür meine Langdistanz sein. Hatte einen super Wettkampf (für den 1. Versuch ) und war dann für fast ein Jahr nicht in der lage Sport zu machen. Ging letztendlich so weit, das selbst ein normales Leben schwer war.

    Würde mich sehr über Erfahrungen und Tips freuen, da ich aktuell echt am überlegen bin, ob es nach der Diagnose nicht besser ist mich nach einer Alternative zum Triathlon umzusehen.

    Vielen lieben Dank,
    Gruß Hawaii

  2. #2
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    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Zitat Zitat von Hawaii Beitrag anzeigen
    Aufgrund der Ultraschalluntersuchung und meinen alten Blutwerten ...
    Aber die Ergebnisse hast Du sicher...

  3. #3
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    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Ja, die alten Blutwerte vom Hausarzt habe ich. Nur nicht die vom Endokrinologen. Daher weiß ich auch noch nicht was meine Antikörper machen.

    Am 28.02.2018:
    Freies T-3 4.34 pmol/ l bei einem Referenzbereich von (3.00 - 5.40)
    Freies T-4 13.0 pmol/ l bei einem Referenzbereich von (10.2 - 17.9)
    TSH 3.30 uIU/ml pmol/ l bei einem Referenzbereich von (0.3 - 4.00)

    Am 23.01.2018:
    TSH 4.16 uIU/ml pmol/ l bei einem Referenzbereich von (0.3 - 4.00)

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Katzenmuddi
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    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Zitat Zitat von Hawaii Beitrag anzeigen
    Konkret geht es bei mir um Triathlon (Langdistanz) und langen Radrennen
    Ich würde sagen das ist vorbei. Ich hab auch lange gebraucht, um mich davon zu verabschieden. Volksdistanz ist aber möglich. Rennrad klappt bei mir besser als der Rest, evlt. Halbmarathon.

  5. #5

    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Hallo Hawaii,

    ich denke, dass es schwirig werden kann mit Triathlon. Ich habe schon eine andere Autoimmunerkrankung sowie V.a. seronegative Hashimoto. Ich werde derzeit nicht behandelt. Bei mir ist es von Marathon im Laufe der Zeit bergab gegangen auf gar nichts mehr. Selbst habe ich nicht mehr die Kraft manchmal spazieren zu gehen. Ich denke, wenn die Hormonwerte okay sind oder eingestellt, dann hast du immernoch die Immunreaktion im Körper und dadurch kannst du geschwächt sein. Es werden wohl Volksläufe oder kleine Triathlons gehen, aber ich denke eher, dass Leistungssportmäßig der Einbruch kommt. Aber an deiner Stelle wäre ich froh, wenn ich die kleine Sachen mitmachen könnte.

    Ich kann gar nichts mehr. Also freu dich darüber....wenn das noch geht.

  6. #6
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    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    das würde ich erstmal abwarten. hashimoto ist eine volkskrankheit geworden, und die riesige mehrheit nimmt morgens ihr lt ein und fühlt sich gesund. hier im forum sind viele, die mehrere autoimmunerkrankungen haben, und die anderen sind oft schwerwiegender als ein hashimoto. sofern du keine sehr hohen antikörper hast, brauchst du vielleicht nur etwas schildrüsenhormon und machst ganz normal weiter.

  7. #7
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    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Zitat Zitat von Katzenmuddi Beitrag anzeigen
    Ich würde sagen das ist vorbei.
    Danke für deine Antwort. Das befürchte ich aktuell auch gerade. Leider bin ich für kurze Strecken nicht geeignet da ich kein Sprinter bin sondern nur lange und zügig kann, anstatt schnell und kurz. Und laufen (Talentfrei) geht quasi garnicht bei mir. Eine Beschränkung auf diese Distanzen würde bei mir zu einer Neuorientierung führen, da kurz leider so garnicht das ist was ich will und kann.


    Zitat Zitat von Schildi888 Beitrag anzeigen
    Hallo Hawaii,
    Aber an deiner Stelle wäre ich froh, wenn ich die kleine Sachen mitmachen könnte.
    Ich kann gar nichts mehr. Also freu dich darüber....wenn das noch geht.
    Auch dir vielen lieben Dank für deine Antwort und gute Besserung bzw. bestmögliche Behandlung.
    Aktuell überwiegt bei mir noch die Enttäuschung über die Diagnose und Aussichten. Allerdings muss ich dir recht geben, das ich mich über jeden Tag freuen sollte, an dem es mir zumindest mittelmäßig geht.
    Die Tiefpunkte die ich auch schon hatte, können einem schon sehr zusetzen.

    Zitat Zitat von Larina Beitrag anzeigen
    das würde ich erstmal abwarten. ...
    sofern du keine sehr hohen antikörper hast, brauchst du vielleicht nur etwas schildrüsenhormon und machst ganz normal weiter.
    Auch dir vielen dank für deine Antwort. Warte schon sehr gespannt auf die Ergebnisse und bin bisher noch ein wenig erschlagen von den Aussichten und Erfahrungen die hier zum Teil zu lesen sind.
    Da der Formaufbau eben oft recht lange (1 Jahr) dauert, hätte mich eben interessiert ob man das über den Zeitraum ohne Schwankungen überstehen kann. Bei mir waren die Phasen unbehandelt immer Kürzer in denen sich das Wohlbefinden verändert hat.

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Katzenmuddi
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    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Zitat Zitat von Hawaii Beitrag anzeigen
    Leider bin ich für kurze Strecken nicht geeignet da ich kein Sprinter bin sondern nur lange und zügig kann, anstatt schnell und kurz. Und laufen (Talentfrei) geht quasi garnicht bei mir. Eine Beschränkung auf diese Distanzen würde bei mir zu einer Neuorientierung führen, da kurz leider so garnicht das ist was ich will und kann.
    Geht mir leider genauso. Ich war immer die Ausdauersau, je länger desto besser. Auf was willst Du denn umstellen? Ich habe für mich festgestellt, dass Kraftsport gut geplant sein muss und ich tunlichst aufpassen muss, dass ich da nicht über die Grenze gehe, sonst ist wieder für Tage Pause angesagt. Runners High gibts bei mir auch nicht, nur noch die Erkenntnis, dass ich es geschafft habe nicht über meine Grenze zu laufen. Es ist einfach zum Heulen.

    Bist Du ein guter Schwimmer? Ich kann fast gar nicht mehr schwimmen, weshalb ich mehr Richtung Duathlon schiele. Bei mir funktioniert die Temperaturregelung des Körpers nicht mehr gut. Werde sehr schnell krank, auch wenn ich subjektiv noch nicht friere.

    Ansonsten kletter ich gerne, was leider gerade auch nicht geht...

    Zitat Zitat von Larina
    hashimoto ist eine volkskrankheit geworden, und die riesige mehrheit nimmt morgens ihr lt ein und fühlt sich gesund.
    Larina, ich glaube Du hast keine Ahnung, was Langdistanz bedeutet: im Volksmund hat sich Ironman eingebürgert. Das ist schon für die meisten Gesunden eine unüberwindbare Hürde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden mit Hashi gibt, der morgens sein LT einwirft und dann mal eben 4km schwimmt, 180km Rad fährt und im Anschluss einen Marathon über 42km läuft.

  9. #9

    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Hallo Katzenmuddi,

    das sehe ich genauso. So einfach ist das nicht: LT rein und gut. Die Unterfunktion ist damit behandelt aber nicht die Autoimmunreaktion=Enzündungsprozess. Ich kenne viele Hashi`s die gesagt bekommmen, dass das "die Macht nichts Krankheit" wäre. Das stimmte nicht. Alle die ich kenne in Familie und Bekanntenkreis haben ihre Probleme trotz LT -Einnahme. Aber dann werden sie noch als Psycho abgestempelt, wenn trotzdem Symptome da sind.

    Mit dem Sport ist es nicht so einfach. Man probiert es und danach ist man so erschlagen, dass man sich für ein paar Tage erholen muss. Man bekommt keinen Rhythmus rein, es ist keine Belastbarkeit da.

  10. #10
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    Standard AW: Hashimoto-Thyreoiditis und „extremer“ Ausdauersport

    Lass Dich nicht jetzt schon entmutigen! Das kann gut sein, dass das nicht so einfach wird wie bei jemand ohne Leistungs-/extremeren Sport. Aber unmöglich ist das nicht. Wichtig ist, dass Du selbst gut informiert bist und einen kooperativen Arzt hast für häufigere Bes.
    Ich bin übrigens Eine, die nach 40 Jahren (brutto) UF/Hashi und beiden Antikörpern gut zurecht kommt . Wenn ich allerdings viel körperlich und durchgehend (also nicht mal nur einen Tag) arbeite, dann muss ich meine Dosis leicht anpassen.

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