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Thema: Unsicher nach Überdosierung

  1. #1
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    Standard Unsicher nach Überdosierung

    Hallo ihr,

    Ich bin neu hier und habe gleich schon mal eine frage da ich momentan sehr unsicher bin.. Ich bin sehr froh dieses Forum gefunden zu haben und hoffe ihr könnt mir helfen. Danke schön schon mal im Voraus!

    Nun zu meiner Geschichte ich habe Hashimoto im Februar 2011 diagnostiziert bekommen, da lag mein TSH bei über 90. wurde dann eingestellt mit l-thyroxin und bin irgendwann wegen anhaltender Müdigkeit auf prothyrid 100 umgestiegen. Damit bin ich jahrelang gut gefahren, habe auch zwei Kinder bekommen und nie die Dosis ändern müssen.
    Im Januar fing dann das Drama an, ich habe unruhezustände bekommen, panikattacken, herzrasen..bin dann zu meinem nuklearmediziner, an dem Tag war leider nur eine vertretende Ärztin da die ich bisher nicht kannte. Die schallte meine Schilddrüse und meinte, dass diese im Moment relativ unauffällig aussähe, hashimoto quasi relativ inaktiv wäre. Wegen den Werten wollte sie mich anrufen, wenn etwas nicht in Ordnung wäre, der Anruf kam nie, deswegen ging ich davon aus dass alles im Rahmen war.
    Im Nachhinein denke ich dass durch die vertretungsgeschichte irgendwas untergegangen ist, denn mein Zustand verschlechterte sich dann weiter. Höhepunkt war dann dass ich Ende Februar mit Puls über 150, zittern und Todesangst ins Krankenhaus kam. Dort wurde dann eine Schilddrüsenüberfunktion durch Überdosierung und ein Kaliummangel festgestellt. Prothyrid 100 habe ich sofort absetzen müssen.

    Meine Werte vom 23.02.
    TSH 3,64 ( 0,49 bis 4,67)
    Ft3 4,1 ( 1,64 bis 3,45)
    Ft4 0,78 ( 0,71 bis 1,85)

    Ich bin nach 4 Tagen entlassen worden, die schlimmen Symptome sind verschwunden, jedoch leide ich immernoch an Angstzuständen, die allerdings besser werden, und phasenweise unter Kopfschmerzen und Müdigkeit, das aber vor allem letzte Woche, ist jetzt auch schon wieder besser.
    Letzten Mittwoch habe ich erneut Blut untersuchen lassen, nach fast 2 Wochen Prothyrid Abstinenz also

    TSH 3,46 ( 0,35 bis 4,5)
    Ft3 3,0 ( 2 - 4,4)
    Ft4 13, 7 ( 8 - 17)

    Mein Arzt hat mir l-thyroxin 88 verschrieben, da ich auf keinen Fall wieder Prothyrid nehmen wollte, wegen dem hohen ft3 Anteil, der mich am Ende dann wohl so weggehauen hat. Aber das l-thyroxin habe ich bisher auch noch nicht genommen da ich einfach so wahnsinnig ängstlich bin im Moment. Habe so Angst vor einer erneuten überfunktion.
    Aber andererseits will ich jetzt auch keine Unterfunktion bekommen. Der TSH ist ja die ganze Zeit recht hoch, das verstehe ich auch nicht so ganz.


    Was sagt ihr dazu? Wie würdet ihr mir raten weiter zu verfahren?

    Vielen Dank !

  2. #2
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    Standard AW: Unsicher nach Überdosierung

    Hallo und willkommen im Forum


    Sind die Werte vom 23.2. die mit der ÜF? Da war nur der fT3 etwas zu hoch, der fT4 dagegen sehr (vielleicht zu) niedrig. Du hattest vermutlich gleichzeitig UF- und ÜF-Symptome.
    Besser als ganz absetzen wäre vermutlich die Reduktion den T3-Anteils gewesen.
    Oder hattest du das Prothyrid vor der BE eingenommen? Dann würde ich überhaupt nicht von ÜF ausgehen, sondern von zu wenig T4...

    Auf jeden Fall würde ich morgen mit dem LT anfangen, um nicht vollkommen in UF zu kommen. Wieviel LT hattest du genommen, bevor du auf Prothyrid umgestellt hast? Ich denke, mit viel weniger wirst du nicht auskommen. Aber LT 88 für 6 Wochen wären vermutlich ein guter Anfang, dann Wertekontrolle.
    Am Tag der BE das LT immer erst danach einnehmen!

    Vielleicht kannst du ins Profil einen Werteverlauf mit der jeweiligen Dosis eintragen. Dann könnte man das besser beurteilen.

    Achtest du auf jodarme Ernährung? Zuviel Jod kann jede gute Einstellung zunichte machen. Zumindest Jodsalz solltest du aus dem Haushalt verbannen.

    Liebe Grüße
    Sabinchen

  3. #3
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    Standard AW: Unsicher nach Überdosierung

    Hallo sabinchen, Dankeschön für deine Antwort!

    Ja an dem Tag von der blutentnahme hatte ich Prothyrid genommen, da ich nicht wusste dass ich später noch im Krankenhaus landen würde.allerdings nur 50 statt 100 und am Tag davor hatte ich ganz drauf verzichtet.

    Wie kommt denn das zustande, ein relativ hoher ft3 wert und ein niedriger ft4 wert? Liegt das allein an der Verteilung von den Hormonen im Prothyrid?
    Und wieso ist der TSH so hoch? Müsste der nicht niedriger sein wenn ft3 erhöht ist?
    Würde ein niedriger ft4 wert auch solche Symptome machen können? Wobei ich glaube grade am Ende hat dann auch noch der Kaliummangel eine Rolle gespielt, also der war ja wahrscheinlich zumindest für den hohen Puls zuständig.
    Mittlerweile ist der ft4 wert aber wieder in der Norm, oder?
    Ich kann das so schlecht vergleichen da in den beiden Laboren mit unterschiedlichen Einheiten gemessen wurde..

    Hier ist noch der auszug über den schilddrüsenultraschall aus dem Krankenhaus.. Deutet dass auf hashimoto hin im Moment?

    Regelrechte echogenität der Schilddrüsenlappen bds sowie des isthmus.
    Rechter Schilddrüsenlappen 4x1,4x1,1 cm, linker SD-Lappen 3,8x1,4x1,1 cm (ca. 6ml).
    Regelrechte Durchblutung. Sonografisch unauffällige Schilddrüse.

    Mich Verwirrt vor allem der letzte Satz, aber das war das was die vertretungsärztin im Februar auch meinte im Endeffekt.
    Finde das seltsam da es sonst immer hieß, typische hashimotoschilddrüse, da wären Löcher von der Zerstörung des Gewebes usw.

    Freundliche Grüße

  4. #4
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    Standard AW: Unsicher nach Überdosierung

    Ja an dem Tag von der blutentnahme hatte ich Prothyrid genommen, da ich nicht wusste dass ich später noch im Krankenhaus landen würde.allerdings nur 50 statt 100 und am Tag davor hatte ich ganz drauf verzichtet.
    hmm, dann sind die Werte nicht aussagekräftig. Jetzt kann man zu keiner Dosis raten, weil es keine Ausgangswerte dafür gibt. Da kannst du dich wirklich nur nach dem Arzt richten, der wohl nach Gefühl LT 88 verschrieben hat.

    Werte von unterschiedlichen Laboren sind kaum zu vergleichen. Außerdem sind auch die nächsten Werte sehr mit Vorsicht zu genießen. Aussagekräftige Werte bekommt man nur, wenn man mind. 6 Wochen die gleiche Dosis genommen hat (am Tag der BE aber erst danach einnehmen).
    Mich Verwirrt vor allem der letzte Satz, aber das war das was die vertretungsärztin im Februar auch meinte im Endeffekt.
    Finde das seltsam da es sonst immer hieß, typische hashimotoschilddrüse, da wären Löcher von der Zerstörung des Gewebes usw.
    Es ist wohl nicht einfach, die Ultraschallbilder richtig zu deuten, dazu braucht man viel Erfahrung und ein gutes Gerät. Wenn schon mal eine typische Hashi-SD gesehen wurde, dann wird es wohl so sein. Vielleicht ist die Entzündung gerade nicht so aktiv, aber ganz weg vermutlich nicht.

    Sorry, mein PC macht seit einiger Zeit so komische Sachen beim Kopieren

  5. #5
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    Standard AW: Unsicher nach Überdosierung

    Zitat Zitat von Sabinchen Beitrag anzeigen
    hmm, dann sind die Werte nicht aussagekräftig. Jetzt kann man zu keiner Dosis raten, weil es keine Ausgangswerte dafür gibt. Da kannst du dich wirklich nur nach dem Arzt richten, der wohl nach Gefühl LT 88 verschrieben hat.

    Werte von unterschiedlichen Laboren sind kaum zu vergleichen. Außerdem sind auch die nächsten Werte sehr mit Vorsicht zu genießen. Aussagekräftige Werte bekommt man nur, wenn man mind. 6 Wochen die gleiche Dosis genommen hat (am Tag der BE aber erst danach einnehmen).Es ist wohl nicht einfach, die Ultraschallbilder richtig zu deuten, dazu braucht man viel Erfahrung und ein gutes Gerät. Wenn schon mal eine typische Hashi-SD gesehen wurde, dann wird es wohl so sein. Vielleicht ist die Entzündung gerade nicht so aktiv, aber ganz weg vermutlich nicht.

    Sorry, mein PC macht seit einiger Zeit so komische Sachen beim Kopieren


  6. #6
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    Standard AW: Unsicher nach Überdosierung

    Hallo ihr,
    Ich bin es nochmal. Ich war jetzt gestern bei meinem Radiologen zur blutkontrolle. Ich weiß, etwas früh, aber ich wollte auch noch seine Meinung hören zu der Dosierung, das l-thyroxin 88 hatte ich von meinem Hausarzt verschrieben bekommen.ich habe davon übrigens aus einem Gefühl heraus bisher nur die Hälfte genommen, also seit 3 Wochen l-thyroxin 44.
    Hier sind die Werte

    Ft3 3,10 (2,00 bis 4,40)
    Ft4 1,64 ( 0,93 bis 1,70)
    TSH 2,06

    Ich weiß wie gesagt es ist etwas früh aber ist der ft4 wert nicht schon etwas hoch, dafür dass ich erst seit kurzem so eine geringe Dosis nehme?
    Mein Arzt meinte im Moment ist alles in Ordnung und ich soll in 4 Wochen nochmal zur Kontrolle kommen. Die 44 l-thyroxin soll ich so weiternehmen. Zu dem ft4 hat er gesagt dass man daran nur sieht dass ich die Tabletten einnehme.
    Erst danach habe ich angefangen zu überlegen ob er evtl denkt dass ich vor der blutabnahme die Tabletten genommen habe? Das habe ich nämlich nicht gemacht.er meinte auch dass es eher Richtung Unterfunktion geht mit meiner Schilddrüse?

    Ich habe jetzt Angst dass ich mich wieder überdosiere diesmal mit ft4 und weiß solangsam nicht was mit meiner Schilddrüse los ist..


    Danke für eure Hilfe! Viele Grüße

  7. #7
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    Standard AW: Unsicher nach Überdosierung

    Alles OK, es dauert eben bis die Dosis angekommen ist. Daher ist es richtig, dass du in vier Wochen wieder kommst. Mach mit den 44 weiter.

  8. #8
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    Standard AW: Unsicher nach Überdosierung

    Hallo und danke für deine Antwort!
    Also der ft4 wert kann in den 4 Wochen nicht zu hoch werden?

    Viele Grüße

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