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Thema: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

  1. #21
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    So, ich melde mich auch mal wieder.

    Die Ärztin, bei der ich letztes Jahr im März war, wollte mir beim Folgetermin kein zusätzliches LT mehr verschreiben, sondern hat mich vor die Wahl gestellt entweder Novothyral 75 oder sie kann mir nicht weiter helfen. Werte waren ja in ihren Augen eh gut, sodass ich dann also mein LT noch zu Ende genommen habe und dann auf Novothyral gewechselt bin. Da ich im Juni eine größere Op hatte, habe ich erst einige Wochen nach der OP auf Novothyral 75 umgestellt.

    Seitdem bin ich im Großen und Ganzen etwas weniger müde und antriebslos, aber ich habe immer noch große Probleme mit wirklich bleierner Müdigkeit ab 13/14 Uhr (teils so schlimm, dass ich mich nicht traue Auto zu fahren :-( ), immer noch ein nahezu vollständiger Libidoverlust, immer wieder ein diffuses Unruhegefühl in der Brust, eigentlich zu geringer Gesamtumsatz trotz guter Bemuskelung, viel Sport und Bewegung und gesunder, proteinreicher Ernährung. Und immer noch nahezu permanent eiskalte Hände und Füße und häufiges Frieren.

    Ich bin mittlerweile wegen der Müdigkeit, der Schlaflosigkeit, dem Unruhegefühl, der Antriebslosigkeit und dem Libidoverlust in therapeutischer Einzelbehandlung. Eigentlich hatte ich mich damit abgefunden, dass meine Beschwerden wohl psychisch sind und ich hatte auch ehrlich gesagt keine Kraft mehr nochmal einen Arztmarathon zu starten, um das nochmal weiter körperlich abklären zu lassen. Einiges ist jetzt durch die Therapie besser geworden, anderes aber leider nahezu unverändert. Meine Therapeutin hält einige der Symptome ebenfalls nicht mehr für psychisch und hat mich nochmal auf Ursachensuche geschickt.

    Jetzt gehe ich die Geschichte also nochmal von vorne an:
    - Montag morgen (ohne Tablette) beim Hausarzt Blut abnehmen lassen
    -> TSH 1,63 (0,27 - 4,20)
    -> ft3 2,82 (2,00 - 4,40)
    -> ft4 0,97 (0,90 - 2,00)
    - Hausärztin findet die Werte super, weiß auch nicht woher die Müdigkeit kommt. Jedenfalls aber ganz sicher nicht von der SD. Sie würde allerhöchstens auf 50 + 37,5 Novothyral erhöhen und das auch nur, weil ich sehr eindringlich gesagt habe, dass es ja wohl nicht normal ist, wie es mir geht.
    - Termin für August im Endokrinologicum in München ausgemacht

    Die Werte jetzt sind so schlecht wie nie und trotzdem geht es mir zumindest abhängig von der Tageszeit besser als unter reinem T4. Insbesondere morgens bis eben 13/14 Uhr bin ich sehr fit (was eigentlich auch sehr ungewöhnlich für die Depression ist), danach geht es rapide bergab bis ich mich etwa 1-2h ausgeruht habe. Ich falle dann auch wirklich in einen extrem tiefen, aber häufig unruhigen Schlaf. Bin also wirklich völlig erschöpft. Ab 17 Uhr geht es dann wieder besser und ich bin wieder recht fit. Unter LT alleine war ich dauermüde, aber ohne dieses ganz extreme Nachmittagstief.

    Jetzt bin ich mir leider komplett unsicher, was ich sinnvollerweise tun sollte. Novothyral erhöhen oder die Dosis beibehalten, nochmal Ferritin und Co bestimmen lassen?

    Viele Grüße und schon mal danke für eure Hilfe

  2. #22
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Ganz ehrlich? So wird das sicher nichts.
    Klar bist Du morgens "top fit". Bei der Menge T3, kannst Du auch "schlafende Hunde" aufwecken. Aber dann, folgerichtig im übrigen, sagt Dein Körper ganz klar, dass er nicht mehr kann und ist todmüde, von dem ganzen Gezappel in sich drin.
    Depressive Verstimmungen liegen bei mir immer an einem unpassenden fT4. Deinen braucht man noch nicht mal "genauer" anschauen, der schreit schon. Und auch der ist ziemlich sicher, durch das viele T3 so niedrig geworden. Wenn Du jetzt auch noch Novo erhöhst, hast Du noch mehr T3, ergo noch niedrigen fT4, ergo noch mehr depressive Verstimmung, ergo noch mehr Müdigkeit am Nachmittag und Vormittags noch fitter? Merkst Du, wie falsch das ist?
    Letztes Jahr hat es sich maximal um eine kleine Menge T3 gehandelt und nicht um diese "Monsterdosis" die Du jetzt nimmst.
    Kannst Du denn so gar nicht mit dem Hausarzt verhandeln? Du brauchst LT und viel, viel weniger Novo wenn schon, aber lieber Thybon.
    So wird es jedenfalls nicht gehen, ich glaube es nicht.
    LG

  3. #23
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Tja, ich wünschte ich könnte mit meinem Hausarzt ‚verhandeln‘. Ist ja schon der zweite Arzt, der mir nur Novothyral verschreiben will und sogar noch höher dosieren möchte.

    An LT und Thybon einzeln traut sie sich nicht ran. Das würde schließlich keiner machen...

    Ich hatte ja 2017 schon mal einen T4-Wert von 75%, bei einem T3-Wert von 36%. Damit ging‘s mir ehrlich gesagt schlechter als jetzt. Also reines T4 ist wohl auch nicht die Lösung. Oder hätte man da noch höher gekonnt?

    Ich fühl‘ mich mit dem Thema halt seit Jahren komplett alleine gelassen. Alles ist unfassbar anstrengend, ich bin dauernd müde und schleppe mich so durch den Tag. Mit t3 ist jetzt halt wenigstens mal ein Teil des Tages gut. Aber da es dann nachmittags so einbricht, passt es ja definitiv auch nicht. Kein Arzt kapiert irgendwas und kaum jemand nimmt mich ernst.

    Könnte ich das Novo aufsplitten? Also z.B. Morgens und nachmittags nehmen? Zumindest bis ich im August bei dem neuen Endo bin?
    Geändert von SanBa (18.04.19 um 14:06 Uhr)

  4. #24
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Ich stimme Amarillis zu, der T3-Anteil im Novo wird zuviel sein.

    Wenn sie nicht an LT + Thybon ran will, auch wenn das eine durchaus übliche Vorgehensweise ist, und lieber ein Kombi verschreibt, dann laß Dir doch Prothyrid aufschreiben.
    Das hat 100 LT + 10 T3, das passt physiologisch viel besser als Novo 75 mit 75 T4 + 15 T3.

    Splitten kannst Du versuchen, das wird den ft4 aber kaum höher bringen.
    Wenn, dann würde ich die 2. Portion eher vor dem Mittag nehmen wenn Du es schaffst, mindestens 2-3 Stunden nichts zu essen.

  5. #25
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Ich werde nach Ostern nochmal zu ihr gehen. Letztlich ist ja im Novo auch nichts anderes drin als T4 und T3 einzeln. Soll sie sich mal nicht so anstellen!

    Ich habe wenig Lust bis September zu warten und dann erst an der Dosis zu schrauben. Ich bin wegen der Depression auf der Warteliste für einen Platz in der Tagesklinik. Die nehmen mich aber auch nur, wenn ich mittags/nachmittags fitter bin. Und so zögert sich das ja alles nur noch länger raus... Aargh, ich hasse den ganzen Mist!

    Welche Medis wären denn sinnvoll? LT + Thybon? Oder LT + Kombi + Thybon?

    Splitten von Novo ginge problemlos, da ich sowieso permanent Intervallfasten mache. Ich esse also nie vor 15-16 Uhr.

  6. #26
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Oder du bekommst bei Arzt a) Novo bei b) nur LT. Ist doch egal, hauptsache die Dosis passt. Novo, dass sieht man bei dir, passt auf keinen Fall so.

  7. #27
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Ich wäre für LT + Thybon, alternativ Prothyrid + LT, notfalls auch LT zum Novo 75
    Bröseln mußt Du in jedem Fall, entweder Thybon oder das Kombi und das LT.

    Ich drücke die Daumen, dass sie darauf eingeht

  8. #28
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Danke!

    Dann also 75 LT und 3x2,5 Thybon? Oder mehr? Ich habe keine Ahnung, wie viel davon sinnvoll ist. Und die Ärztin ja leider auch nicht. Aktuell sind es ja 15 T3, aber eben auf einmal. Oder 87,5 LT? Das wäre ja meine letzte Dosisempfehlung vor Novo gewesen.

    Gibt es Thybon nur von Henning in 20 und 100? Oder gibt’s noch andere Hersteller und andere Größen?

    Soll ich Ferritin und VitD noch nachfordern?

  9. #29
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Thybon gibt es leider nur in 20 und 100 von Henning, Du wirst die achteln müssen wenn Du 3x2,5 nehmen willst.
    Alternativ könntest Du auch 2x5 nehmen, das wäre eine nicht so krasse Senkung für den Anfang und nicht so eine krasse Bröselei.

    Es gibt wohl auch Tropfen, da kenne ich mich nicht so aus. K.A. ob die von der Kasse bezahlt werden.

    Wenn Du den T4-Anteil beibehalten möchtest, was ich für sinnvoll halte, sind es 75 µg LT.

    Ferritin und Vit. D könntest Du versuchen, wenn sie es macht, gut, wenn nicht, lass es beim Internisten oder Endo abnehmen.
    Die machen es eher als Hausärzte.

  10. #30
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    Standard AW: Unterfunktion, Zysten und andauernde Symptome

    Achteln finde ich nicht wirklich ein Problem. Kleine Ungenauigkeiten gleichen sich ja wieder aus.
    Ich würde 3x2,5µg versuchen. Vielleicht ist auch das noch zu viel. Die T4-Dosis kannst Du erst mal gleich lassen, aber muss man dann sehen, wo Du hinkommst.
    Wenn alle Stricke reißen und die Ärztin nicht kooperativ sein sollte, lasse Dir doch noch zusätzlich 75µg LT aufschreiben, vielleicht ist sie dazu ja eher bereit. Dann kannst Du je eine Halbe 75µg Novo und 75µg LT nehmen. Ginge dann halt nicht gesplittet, aber besser als jetzt.
    LG

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