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Thema: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

  1. #11
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Danke, Ollina!

    Das klingt alles sehr plausibel und ich habe leider auch das Gefühl, dass viele Ärzte da einfach nicht Bescheid wissen. Danke!

  2. #12
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Zitat Zitat von anima. Beitrag anzeigen
    ich versuche mich zu informieren und bekomme von allen (Internist, Gyn.) die Ansage, eine OP wäre übereilt. Nur die Spezialistin rät mir zu einer OP ("Ich würde mich für eine OP entscheiden an Ihrer Stelle").
    Wem glaubst du eher, wenn die Dusche leckt - dem Klempner oder dem Koch?

    Die Spezialistin rät aus gutem Grund zur OP. Es geht nicht darum, dass irgendein Arzt anderer Fachrichtung stolz ist "MB Schwangere durchgebracht" zu haben. Was für eine - sorry - besch... Aussage... Was hat er denn dazu getan, außer Hemmer zu verschreiben und das beste zu hoffen??!

    Ich habe die OP gut überstanden, auch bei mir sind die TRAK binnen weniger Monate von fast 30 auf unter 1 gesunken. Schwanger mit MB ist ein Risikogeschäft, schwanger werden muss man erstmal und dann bleiben. Bei klarem Kinderwunsch lautet die Empfehlung eines SD-Spezialisten in der Regel immer OP. Weil sie um die Risiken eines MB für KiWu und SS wissen. Und weil sie die "Schwere" der OP gut einschätzen können.

  3. #13
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Es wäre halt schön gewesen, wenn der Koch sagen würde, dass ich mich da auf den Klempner verlassen soll und nicht noch bescheuerte Tipps von der Seite gibt. Und ganz fremd sollte einer Gyn und einem Internisten doch diese Materie nicht sein?!

    Ich habe mir jetzt einen Termin zur OP Vorbesprechung gemacht. Danke für eure mich sehr bestärkende Antworten. Mal sehen, wie es weitergeht.

    Gut ist auch zu wissen, dass die Antikörper wahrscheinlich runtergehen nach einer OP- das habe ich mich immer gefragt und damit auch den Sinn der OP in Frage gestellt. Dass diese dann keine Angriffsfläche mehr haben, klingt sehr plausibel.

  4. #14
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Zitat Zitat von anima. Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deine prompte Antwort.

    Der zweite Link "Ärztezeitung" funktioniert nicht.
    ich guck nach. **

    Folgende weiterführende Fragen:

    -"Die fetale Schilddrüse akkumuliert erst ab der 10. bis 12. Woche Jod und wird erst ab der 20. Woche durch das eigene fetale TSH gesteuert. In der 36. Woche erreichen die Serumspiegel von TSH, TBG, fT4 und fT3 die Werte Erwachsener." -> Wenn die fetale Schilddrüse erst ab der 10. Woche akkumuliert, inwiefern können Aborte bis dahin auf die Antikörper zurückgeführt werden?
    So genau lässt sich deine Frage nicht beantworten, weil man in die Föten sozusagen nicht hineingucken kann. Man kennt nur die beeinflussenden Faktoren, dazu gehört Überfunktion ganz bestimmt und erst recht die Hemmer, da ist die Korrelation mit Missbildungen ganz klar. Die TRAK spielen bei frühen Aborten wohl keine entscheidende oder primäre Rolle

    -"Bei einer Hyperthyreose durch M. Basedow oder autonome Schilddrüsenknoten sollte eine thyreostatische Therapie eingeleitet bzw. erhöht werden, Ziel ist ein freies T4 im oberen Normalbereich." -> T4 ist ja in Ordnung bei mir, kann das Indikator dafür sein, dass die Aborte auf andere Ursachen zurückzuführen sind?
    s. Antwort auf vorherige Frage.

    - Ich verstehe folgendes nicht: Wenn ich die Schilddrüse entfernen lasse, pendeln sich doch "nur" der TSH, T3, T4 ein, aber nicht die Antikörper- oder? Die Antikörper sind doch die Ursache für die ÜF. Eigentlich sind meine Werte ja gar nicht so dramatisch, abgesehen von TPO.
    Nach OP gehen die TRAK relativ rasch zurück, geh mal in mein Profil, dort: "Themen", durchsuche meine Themenseite nach TRAK (in den Titeln).

    Vielen Dank für die Links, die meisten hatte ich auch schon gelesen. Mir wird es dennoch nicht deutlich, warum die Fehlgeburtenrate erhöht ist. Welche Werte sind dafür verantwortlich? T3, T4, TSH? Vielleicht stelle ich mir das ja auch zu simpel vor.
    -Habe ich es richtig verstanden: Antikörper besetzen TSH -> Schilddrüse denkt, sie muss produzieren - T3/T4 erhöht mit dem Ziel, dass das TSH höher wird? Die freien Werte sind bei mir ja gar nicht so dramatisch -> Schilddrüsenentfernung somit keine Lösung? Wie bekommt man die Antikörper (also die Krankheit) weg?
    Man bekommt die Krankheit an sich theoretisch nicht weg, aber praktisch schon, vor allem, wenn man keine EO hat, bei der die TRAK persistieren können. Wenn keine Schilddrüse, bildet das Immunsystem keine TRAK mehr, da primäres Zielgewebe weg ist. Es könnte welche bauen, weil es das gelernt hat, tut es aber nicht ohne Schilddrüse.

    -Thiamazol: wegen nicht bestehender SS und wenn wieder schwanger, dann Propycil? Mein Internist sagte, er empfehle Carbimazol. Alle sagen etwas anderes. Meine Gynäkologin sagte, eine Schilddrüsen OP sei nicht zu empfehlen, der Internist auch.
    Tja ... Internist und Gyn sind keine Fachärzte. Propycil ist laut Richtlinien nur noch dann einzusetzen, wenn man schwanger wird UND ERST DANN MB ausbricht. Wobei, auch Propycil ist plazentagängig, nur weniger. Eigentlich sind Fälle, in denen Frauen mit aktivem MB offenen Auges mit Propycil in eine Schwangerschaft gehen ... naja, wie soll ich sagen, das sollte man eben tunlichst nicht tun, weil man das Kind ungerechterweise einem großen Risiko aussetzt.

    Und aus all diesen Gründen ist die OP leider die Methode der Wahl bei dringendem Kinderwunsch und MB. Die Alternative wäre: Mindestens 1 Jahr Hemmertherapie, in der Hoffnung, dass die TRAK zurückgehen, und dann Schwangerschaft versuchen - mit dem Risiko, dass MB - vorzugsweise im ersten Trimester - ausbricht. Nach der Schwangerschaft mit sehr großer Wahrscheinlichkeit leider auch, was das Stillen auch vermiesen kann.

    Wenn du meinst, dass du Zeit genug hast, steht dir diese Option natürlich offen. ABer die Option, mit bestehendem MB und TRAK und Hemmer schwanger zu werden ... das ist keine wirklich gute Option.

    PS

    ** Der Link funktioniert, bitte nicht kopieren und einfügen, sondern draufklicken.

  5. #15
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Okay, das sind ja alles sehr deutliche Antworten. Danke für die investierte Zeit.

    Wenn ich auf den Link klicke, kommt "Error 404" - Ärztekammer, nicht Ärztezeitung.

  6. #16
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Wieso Ärztekammer ... also bei mir geht der Link, versuch es mit copy-paste des vollen Links, aber ohne die Leerstelle nach "h" vorne!):

    h ttp://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2009/oeaez-7-10042009/schilddruese-und-schwangerschaft.html

  7. #17
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...en-Richtlinien

    Ist ja auch nicht so wichtig- ich glaube, das ist nur die Quelle für das Zitat dadrüber:

    Zu den TRAK postoperativ und nach RJT:

    Die TSH-Rezeptor-Antikörper (TSH-RAK) ... können auch nach einer früher durch geführten Radiojodtherapie oder Thyreoidektomie erhöht bleiben. Dadurch ist eine Stimulation der fetalen Schilddrüse möglich, auch wenn bei der Mutter eine normale Schilddrüsenfunktion vorliegt. Hier- aus resultiert die Empfehlung der Europäischen Schilddrüsengesellschaft (ETA 1997), bei Patientinnen mit einer früher erfolgten Radiojodtherapie oder nach Thyreoidektomie in der 10. bis 12. SSW eine Kontrolle der TSH-Rezeptor-Antikörper vorzunehmen. Bei Nachweis erhöhter Werte sind im weiteren Verlauf Kontrollen unabdingbar. Nimmt der Antikörper-Titer nicht ... während des zweiten Trimenons ab, liegt eventuell eine fetale Hyperthyreose vor. Die pädiatrische Überwachung umfasst ein Herzfrequenzmonitoring und die sono- graphische Untersuchung bezüglich einer Strumaentwicklung. Das Screening auf Vorliegen erhöhter TSH- Rezeptor-Antikörper ist auch sinnvoll bei gehäuftem Vorkommen von Autoimmuner- krankungen in der Familie, bei weiteren Autoimmunerkrankungen der Patientin, z. B. Diabetes mellitus Typ 1, bei anamnestischem Abort oder früheren Schwanger- schaftsproblemen. ... Auch post partum kann beim Kind aufgrund der diaplazentaren Antikörperpassage reversibel eine neonatale Hyperthyreose möglich sein.

    http://www.aerztekammer-hamburg.de/f...1103192306.pdf (Der hier)

  8. #18
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...=1#post2841823
    und
    http://www.ht-mb.de/forum/showthread...=1#post1915808

    Wir haben hier schon Leute, die sich wegen Kinderwunsch operieren ließen, erfahrungsgemäß gingen die TRAK wirklich zügig runter. Und erst recht, wenn sie unter 10 waren. Bereits niedrige TRAK, ich schätze mal so im Bereich "ganz leicht erhöht", so 2,0 - 3,0 - nach OP kann man damit schon in eine Schwangerschaft gehen.

  9. #19
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Zitat Zitat von anima. Beitrag anzeigen
    Danke für deine Antwort.

    Was meinst du mit der "Zahl der gewünschten Kinder"? Je mehr, desto eher OP?
    Genau. Wenn eine nur ein Kind will und gegen die OP ist, dann ist der andere Weg auch okay, besonders wenn die TRAK während des Entscheidungsprozesses schon gesunken sind und die Hemmerdosis nicht mehr so hoch ist. Aber je mehr Schwangerschaften, umso mehr nerven eventuelle Rezidive.

    Eine Garantie, dass du während und nach der Schwangerschaft keine Hemmer brauchst, hast du nur mit OP.

    Der Internist sagte, er empfehle Carbimazol, auch während der SS.
    Wenn Basedow und Schwangerschaft zufällig zusammenkommen, geht es erst mal nicht anders, und oft geht es ja auch gut. Fehlbildungen sind ja die seltene Ausnahme und nicht die Regel. Aber Carbimazol empfehlen ... so direkt würde ich das nicht sagen. Viel häufiger als Fehlbildungen: Ein Basedow-Rezidiv einige Monate nach der Schwangerschaft. Das ist dann ungünstig für Frauen, denen das Stillen sehr wichtig ist.

  10. #20
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    Standard AW: Brauche Hilfe bei Entscheidung Schilddrüsen OP

    Meine Gyn hat das Risiko der Hemmer massiv heruntergespielt, es klang, als wäre das kein Ding... Woher wisst ihr das alles eigentlich so genau? Habt ihr euch da in alles eigenständig eingelesen? Es ist wirklich gut, dass ihr dieses Wissen teilt- so fühlt man sich den Ärzten nicht so ausgeliefert. Ich fand bisher nur das Buch von Frau B. hilfreich und eben dieses Forum.

    Noch eine Frage: Stimmt es, dass die Werte sich vor einer OP etwas beruhigt haben müssen?

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