Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 13

Thema: Beurteilung meiner Blutwerte

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.03.17
    Beiträge
    10

    Frage Beurteilung meiner Blutwerte

    Hallo,

    ich hoffe sehr auf euer Schwarmwissen. Ich habe meine aktuellsten Blutwerte und auf meinem Profil eingestellt und wünsche mir sehr, dass ihr euch die mal anschaut.

    Lt. meiner Endokrinologin sind meine Blutwerte top und es müsste mir super gehen. Aus endokrinologischer Sicht besteht kein weiterer Handlungsbedarf mehr.

    Aber mir geht es echt mies. Hier mal zum Krankheitsverlauf:

    Bei mir wurde in der ersten Schwangerschaft 2011 festgestellt, dass ich Hashimoto habe. Hatte vorher nie wirklich Probleme, daher ist es erst da aufgefallen. Das mit der Schwangerschaft hatte zwar etwas gedauert, aber niemand hat hier an die SD gedacht. Auch nach der SS hatte ich keine Probleme, habe 50 µg L-Thyroxin genommen und war beschwerdefrei. Ende Dezember 2015 habe ich meinen 2. Sohn bekommen und als er ca. 4 Monate alt war, ging mein Krankheitmartyrium los...

    - Schwindel, Kreislaufprobleme (kurz vor dem Umkippen)
    - extreme körperliche Schwäche (komm kaum die Treppe hoch, keuche dann wie eine Dampflok - bin aber erst 35)
    - mal Herzrasen mit hohem Blutdruck, dann wieder niedrigen Blutdruck
    - Taubheitsgefühle in Armen und Beinen
    - Nackenschmerzen, starke Verspannungen
    - im Kopf kribbelt es oft; Gefühl, dass Gehirn gedrückt / festgehalten wird
    - Angst - / Panikattacken (hatte sogar schon einmal den Notarzt zu Hause)
    - Wahrnehumgsstörungen (geräuschempfindlich; bestimmte Muster treten stärker hervor)
    - bin manchmal aggressiver als sonst
    und und und

    Diese Symptome sind mal stärker ausgeprägt, mal weniger. War schon beim Orthopäden, beim Kardiologen, beim Osteopathen, wurde neurologisch untersucht (1wöchiger Krankenhausaufenthalt), Endokrinologen, Internisten. Und nun mittlerweile auch beim Psychotherapeuten, da die Ärzte nichts finden "außer" der SD.

    Und das ganze gipfelt nun darin, dass ich jetzt erst einmal krank geschrieben bin. Ich w<r noch nie so lange raus aus dem Job, aber ich kann zurzeit unmöglich arbeiten. Ich traue mich ja nicht mal mehr Auto zu fahren, weil mir immer so duselig ist. Mein Arzt will, dass ich eine psychosomatische Reha mache (er meinte, es könnte auch eine verschleppte postnatale Depression sein...) Grundsätzlich bin ich auch für die Reha da ich mir davon erhoffe, wie ich mit diesen Angst- und Panikattacken umgehen kann.

    Aber ganz ehrlich: Kommt das nicht doch alles von der SD?

    --> Was sagt ihr zu meinen Werten? Kann ich da noch an einigen Schrauben drehen?
    --> Habt ihr Tipps, was ich vielleicht noch probieren kann?
    --> Geht es euch ähnlich? Was hat euch geholfen?

    Ich würde mich freuen, wenn sich einige von euch meiner annehmen. Ich habe leider nicht so die Erfahrung, was die Werte angeht.

    Einen schönen Start in den Tag

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    09.03.16
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    6.946

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Mit den 1000 Vigantol wirst Du kaum den wirklich großen Mangel beseitigen. Schau mal im Forumswissen unter Vitamin D nach, dort gibt es eine Tabelle zur Aufsättigung.
    Hast Du alte Werte mit denen es Dir gut geht, und die auch schon mal mit den aktuellen verglichen?
    Zum Zeitpunkt der BE hast Du keine anderen Medikamente genommen (AB?), oder warst krank?
    Es kann sein, dass die Werte für Dich individuell noch zu niedrig liegen, oder dass der fT3 für Dich zu niedrig ist. Vor allem das Letzte sieht für mich so aus. Die Verspannungen könnten aber auch in Richtung zu niedrigem fT4 deuten.
    Wurde überhaupt jetzt schon an der Dosis "geschraubt" um raus zu finden, ob das einen Einfluss auf Deine Symptomatik hat? Oder sagt Dein Arzt TSH super, also kann es nicht von der Schilddrüse kommen?
    Ich würde mich jetzt mit dieser Wertekonstellation noch nicht so recht auf psychosomatisch festlegen wollen.
    LG

  3. #3
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.03.17
    Beiträge
    10

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Hallo Amarillis,

    ich habe gleich mal mein Profil überarbeitet und sämtliche Befunde, Blutwerte etc. der letzten 2 Jahre aufgelistet. Ich kann nicht wirklich sagen, dass es mir unter einer bestimmten Einstellung richtig super ging. Letztes Jahr zwischen Juli bis Oktober war es eigentlich ganz gut - also unter 75 µg.

    Zum Zeitpunkt der BE war ich nicht krank und außer L-Thyroxin nehme ich nichts...außer ab und an Calm Valera um dieser inneren Unruhe Herr zu werden.

    Mein Endo hatte auch schon mal gesagt, dass man evtl. FT3 zusätzlich mit geben kann. Aber nach den Ergebnissen im Januar wollte sie das dann nicht mehr.

    Also rumgeschraubt wurde zumindest mit L-Thyroxin wie du siehst, was anderes wurde noch nicht gemacht.

    Ich musste jetzt auch noch den HA wechseln, der neue meint: "Hashimoto ist eine Volkskrankheit, die sollte man nicht so wichtig nehmen.." was soll ich dazu noch sagen?

    Kannst du was anhand der Werten erkennen?

    LG

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    09.03.16
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    6.946

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Hast Du das LT immer vor der BE nicht genommen, sondern erst danach?
    LG

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.03.17
    Beiträge
    10

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Ich habe vor der BE kein LT genommen, immer erst danach.

    Lediglich beim Wert vom 08.07.2017 habe ich das LT früh genommen. Wurde an diesem Tag in die Notaufnahme gebracht, da es mir so schlecht ging. Werte sind also unter der Einnahme von LT.

    LG

  6. #6
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    09.03.16
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    6.946

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Mein Endo hatte auch schon mal gesagt, dass man evtl. FT3 zusätzlich mit geben kann.
    Es scheint mir so zu sein, dass sie nur auf das TSH schaut? Bisher war das immer sehr hoch, wenn sie steigern ließ. Allerdings waren die freien Werte dann auch meistens hoch. Für mich war das nicht nachvollziehbar.
    Jetzt hingegegen ist das TSH niedrig, aber die freien Werte ebenso, und jetzt wird nicht gesteigert? Kann nur am TSH liegen, dass aber in meinen Augen nicht richtig anzeigen kann.

    Letztes Jahr zwischen Juli bis Oktober war es eigentlich ganz gut - also unter 75 µg.
    Ausgerechnet diese BE-Ergebnisse fehlen. Besorge die Dir noch.

    "Hashimoto ist eine Volkskrankheit, die sollte man nicht so wichtig nehmen.." was soll ich dazu noch sagen?
    Die Aussage würde ich jetzt nicht zu negativ bewerten. Für die Meisten dürfte das nämlich tatsächlich zutreffen. Morgens Tablette nehmen und dann nicht mehr dran denken. Und denen geht es gut. Durchs Raster fallen halt die, denen es nicht gut geht, aus vermutlich verschiedenen Gründen.

    Vielleicht kann sich hier nochmal jemand zu diesem ACTH-Test äußern. Da kenne ich mich absolut nicht aus.

    Wurden die Geschlechtshormone auch untersucht? Bei dem ACTH-Test hätten da doch auch noch mehrere untersucht werden müssen?
    LG

  7. #7
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.03.17
    Beiträge
    10

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Hey,

    ja, vermutlich schaut sie immer nur auf den TSH. Es könnte also sein, dass ich weiter steigern muss?

    Ich habe ja in diesem Forum gelesen, dass die meisten gut klar kommen, wenn die freien Werte im oberen Drittel liegen. Also könnte man meinen, ich müsste T3 und T4 noch steigern? verstehe ich das richtig? Wenn ja, welchen Wert denn? man macht doch nicht beide zusammen, oder?

    Und dann habe ich meine Werte noch einmal prozentual ausgerechnet - stand auch hier im Forum. Jetzt weíß ich aber nichts mit diesen Werten anzufangen ...

    TSH 16,67%
    FT3 13,36%
    FT4 43,26 %

    Kann mir das einer bitte kurz erläutern?

    1000 DANK

  8. #8
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    09.03.16
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    6.946

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Das mit dem oberen Drittel kannst Du vergessen. Das ist auch davon abhängig in welchem Referenzbereich die Werte gemessen werden. Die gleiche Blutprobe in zwei unterschiedlichen Laboren mit unterschiedlichen Referenzbereichen wird nicht nur andere Werte ergeben sondern auch andere Prozente und eine andere Konstellation der Werte zueinander.
    Die Prozente helfen mir besser zu sehen wo der Wert innerhalb des Referenzbereiches liegt, taugt aber nur als Vergleich wenn immer im selben Labor BE gemacht wird. Dann kannst Du aber natürlich auch die konkreten Werte miteinandere vergleichen. Über die Prozente Werte aus unterschiedlichen Referenzbereichen miteinander zu vergleichen klappt aus oben gesagtem nicht!
    Das der fT3 bei Dir zumindest bei dem Referenzbeich sehr weit unten liegt, sieht man auch ohne Prozente so.

    Du kannst nur aufgrund Deiner Symptome zu dem Ergebnis kommen, dass die Werte zu niedrig liegen. Verspannungen kenne ich z.B. von einem zu niedrigen fT4. Herzrasen mit Blutdruckproblemen waren bei mir bei einem ungünstigen Verhältnis der freien Werte zueinander besonders stark.

    Dir selber bleibt nur es auszuprobieren, wo Deine Werte liegen müssen damit es Dir gut geht. Deshalb interessierte ich mich für die alten Werte und da insbesondere für welche, mit denen es Dir schon mal gut ging. Die wären für Dich wichtig zu kennen!
    Jeder muss halt mit der Zeit herausfinden, wie die Symptome sind wenn z.B. zu wenig Hormone da sind oder zu viel. Werte sind ein Anhaltspunkt aber leider auch nicht mehr.
    Und das wirst Du mit der Zeit auch noch rausfinden, es steht nicht immer für einen selber das Richtige in den Antworten! Auch nicht in irgendwelchen Einführungsbeiträgen...die vielleicht den Eindruck erwecken, dass sie medizinisch korrekt sind. Das bedenke dabei immer.
    Was mich aber bei Dir doch etwas stutzig macht, ist dieser enorm schwankende TSH! Deshalb fände ich es gut, wenn dazu noch mal jemand schreibt, der davon mehr Ahnung hat als ich. Nicht das da doch etwas übersehen wurde mit der Hypophyse, was Deine Beschwerden macht.
    LG

  9. #9
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    22.03.17
    Beiträge
    10

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Dank erst einmal Amarillis für die raschen Antworten.

    Ja, vielleicht kann sich noch einmal jemand anderes zu meinen Werten äußern. Mir kommt es auch seltsam vor, dass die Werte so stark schwanken. Manchmal liegt ja nur 1 Monat dazwischen.

    Hypophyse wurde durch MRT eigentlich abgeklärt.

    LG

  10. #10
    Benutzer mit vielen Beiträgen
    Registriert seit
    25.04.12
    Ort
    Ein Forum lebt von der öffentlichen Diskussion! Daher PN's nur für Privates!
    Beiträge
    12.963

    Standard AW: Beurteilung meiner Blutwerte

    Ich tippe auf Eisenmangel, das passt zu deinen Symptomen und dem niedrigen fT3. Du schreibst nichts von Eisensupplementation nach der Geburt. Meist sind gerade da die Speicher leer und durch das Stillen schnell die letzten Reserven aufgebraucht.

    Ich würde dem HA sehr deutlch sagen, dass die Reha keine Option ist bevor du nicht mehr LT ausprobiert hast und Eisen- sowie B12- und andere Mängel abgeklärt sind.

    Man, man, man, da wird eher eine teure Reha aufgeschrieben und der Psycho-Joker ausgepackt als ein paar billige Laborwerte gemacht und die SD-Dosis angepasst. Das ist nicht in Ordnung

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •