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Thema: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

  1. #1
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Thursday Next
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    Standard Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Hallo zusammen,

    morgen habe ich endlich einen Termin beim Orthopäden wegen meines Ellbogens, der seit Mitte Oktober schmerzt.

    Als diese Schmerzen auftraten, hatte ich bereits seit drei Wochen Schmerzen im Knie, die der Hausarzt mit 2 x 600 mg Ibuprofen pro Tag über ca. zwei Wochen behandelte. Er meinte, das Knie sei durchaus entzündet (es war etwas geschwollen und die Beweglichkeit war deutlich eingeschränkt), dass dies aber wohl auf Überbelastung zurückzuführen sei (ungewohnte Belastung beim Tanzen ). Außerdem hält er einen Zusammenhang mit meinen Darmproblemen für möglich (die lasse ich parallel abchecken).

    CRP war nicht erhöht, weitere Rheumawerte wurden bisher nicht gemacht. Eine entzündliche Darmerkrankung liegt nicht vor, daher Verdacht auf Reizdarm/Dünndarmfehlbesiedelung.

    Der Ellbogen ist insgesamt von Ibuprofen und Diclofenac ziemlich unbeeindruckt. Manchmal sind die Schmerzen schwächer, aber seit Oktober hatte ich keinen komplett schmerzfreien Tag.

    Da ich auch in anderen Gelenken immer mal wieder unspezifische Schmerzen habe, die aber meist nach ein, zwei Tagen wieder verschwinden, möchte ich zur Sicherheit auch abklären lassen, ob etwas Rheumatisches vorliegen könnte. Sjögren hatte ich z.B. auch schon im Kopf, da ich trockene Schleimhäute habe.

    Hier gibt es ja einige, die neben der SD auch mit Rheuma zu tun haben, und teilweise lange brauchten, bis sie eine Diagnose bekommen haben. Habt ihr Tipps, worauf ich achten sollte, welche Untersuchungen unbedingt gemacht werden sollten, etc.? Ich frage mich auch grad, ob ich beim Orthopäden überhaupt richtig bin ...

    Danke für eure Hilfe!

  2. #2
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von RalfWei
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Das geht jetzt vielleicht etwas oder mow am Thema vorbei aber ich habe dabei an folgendes gedacht:
    die Ralfin hatte jahrelang Gelenkschmerzen in den Armen und es war teilweise nicht schön. Sie hat sich dann einen vor Jahrzehnten wurzelbehandelten Zahn trotz Widerstand der Dentologen entfernen lassen. Es dauerte noch ein paar Monate und seit ca. 3 Jahren ist das Thema Gelenkschmerzen weg.

  3. #3
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Frau do, ich bin da nicht sonderlich belesen oder erfahren. Frage mich bloß, wieso Rheuma? OK liegt evtl. nahe als erste Assoziation, aber bei autoimmunen Leuten gibt es wohl auch andere? lies mal, jetzt nur als Beispiel, den abschnitt , der da anfängt mit "dass Knorpelzellen wesentlich durch ..." hier: http://immunendokrinologie.de/html/arthrose1.html - ist jetzt kein Diagnosevorschlag oder so, bloß eine der wohl zahllosen möglichen Richtungen außer Rheuma klassisch.

  4. #4
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Thursday Next
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    Frau do, ich bin da nicht sonderlich belesen oder erfahren. Frage mich bloß, wieso Rheuma? OK liegt evtl. nahe als erste Assoziation, aber bei autoimmunen Leuten gibt es wohl auch andere? lies mal, jetzt nur als Beispiel, den abschnitt , der da anfängt mit "dass Knorpelzellen wesentlich durch ..." hier: http://immunendokrinologie.de/html/arthrose1.html - ist jetzt kein Diagnosevorschlag oder so, bloß eine der wohl zahllosen möglichen Richtungen außer Rheuma klassisch.
    Ach spannend - im Text findet sich auch ein weiterer Grund, T3 verteilt zu nehmen:

    Entscheidend für die Gesundheit des Knorpels ist möglicherweise die konstante Einwirkung einer optimalen T3-Konzentration und die Vermeidung von zu starken Konzentrationsschwankungen. Diese Balance wird garantiert durch die intrazellulären Enzyme D2 (lokal T3-erhöhend) und D3 (T3 senkend). Ein Mangel an Schilddrüsenhormon stimuliert die Expression und Aktivität der D2, eine physiologisch sinnvolle Rückkopplung, da dieses Enzym das Prohormon T4 zum aktiven T3 konvertiert. D2 hat nur eine Halbwertszeit von 20-30 min.. Im Falle einer einmal täglichen T3-Einnahme wird zunächst für wenige Stunden ein supraphysiologischer T3-Spiegel hergestellt. Die Hemmung der D2-Aktivität fiele dann in die Phase des fallenden T3-Spiegels. In der zweiten Tageshälfte müsste aufgrund dieser Überlegungen mit einer lokal verstärkten Hypothyreose gerechnet werden, da T3 aufgrund der nur kurzen Halbwertszeit relativ schnell abfällt und zugleich im Gewebe aufgrund der Enzymhemmung der D2 möglicherweise eine ungenügende Bereitstellung von T3 erfolgt.
    --
    Klar könnte es auch Arthrose sein, oder der Ellbogen ein Mausellbogen. Zumindest für diese Diagnosen dürfte ich beim Orthopäden richtig sein.

    Aber ich denke natürlich gerade wegen der autoimmunen Grunderkrankung an Rheuma, da es einen ganzen Blumenstrauß autoimmuner rheumatischer Erkrankungen gibt und sie öfter mit Hashimoto vergesellschaftet auftreten. Da ich immer wieder lese, dass der Diagnoseweg oft langwierig ist, wollte ich daher hier nachhören, auf was ich achten könnte, um das ggf. zu vermeiden bzw. etwas Rheumatisches schnell ausschließen zu können.
    Geändert von Thursday Next (19.01.18 um 06:52 Uhr) Grund: Muss man sich eigentlich wegen deines Schlafmusters sorgen machen? :-o

  5. #5
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Thursday Next
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Zitat Zitat von RalfWei Beitrag anzeigen
    Das geht jetzt vielleicht etwas oder mow am Thema vorbei aber ich habe dabei an folgendes gedacht:
    die Ralfin hatte jahrelang Gelenkschmerzen in den Armen und es war teilweise nicht schön. Sie hat sich dann einen vor Jahrzehnten wurzelbehandelten Zahn trotz Widerstand der Dentologen entfernen lassen. Es dauerte noch ein paar Monate und seit ca. 3 Jahren ist das Thema Gelenkschmerzen weg.


    Die Zähne habe ich ja als Baustelle eigentlich gerade abgeschlossen ... Ich behalte das mal im Hinterkopf, falls alles andere nicht zutrifft.

  6. #6
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Es gibt 100e Rheumaformen, entzündlich und nicht-entzündlich, mit und ohne Rheumafaktor. Das macht u.a. die Diagnose so schwierig. Ich kenne mich nur bei meiner halbwegs aus: chronische Polyarthritis mit starker Sehnenbeteiligung.

    Orthopäde ist insofern O.K. als dass gleich mal eventuelle Gelenksschäden diagnostiziert oder ausgeschlossen werden können.

    Dann weiter zum internistischen Rheumatologen, der wäre der Spezialist.

    Wichtige Werte:
    CRP, Senkung, LDH, Rheumafaktor

    Nachdem bei dir CRP nicht erhöht ist, dürfte es sich bei dir, sollte es eine rheumatische Erkrankung sein, nicht um eine entzündlich Form handeln.

    Sehnen können übrigens mit Ultraschall am besten beurteilt werden!

    Schau dich doch mal hier um:

    https://www.rheuma-online.de/
    https://forum.rheuma-online.de/

    LG
    Kapsc

  7. #7
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Danke für die Antwort, Kapsc! Vor allem der Hinweis mit den Sehnen ist für mich kurz vorm Termin sehr hilfreich - dann sage ich dem Orthopäden auch noch, dass ich seit ein, zwei Jahren immer wieder Schmerzen in der Hüfte habe; das fühlt sich aber eher so an, als sei es nicht im Gelenk, sondern in den Bändern. Vielleicht sind die auch einfach nur verkürzt vom Sitzen.

    Dann wollen wir mal sehen ...

  8. #8
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Ich kann dazu beisteuern:
    Jahrelange wechselnde Gelenkschmerzen, Rheuma ausgeschlossen.
    Später kam raus, dass es sich um verzögerte allergische Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel handelt. Nach Ernährungsumstellung verschwanden die Schmerzen komplett.
    Eier vertrage ich aber immer noch nicht, bekomme nach einigen Tagen Schmerzen im Daumen und Iliosakralgelenk.

    Bei meiner Schwester hat sich, auch nach vielen, vielen Jahren Muskel- und Gelenkschmerzen, jetzt rausgestellt, dass sie eine Borreliose hat/hatte. Vermutlich bereits vor vielen Jahren und unerkannt. Rheuma auch ausgeschlossen.

  9. #9
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    ANA-Titer.
    Und trotz meiner skeptischen Veranlagung, kommt es zu keiner Diagnose, was, wie mir scheint, öfter der Fall ist als nicht (ist so ein bisschen wie Kopfschmerzen), wäre mir nichts - na gut, wenig - abwegig genug, um es nicht auszuprobieren. OK, besprechen lassen würde ich das Gelenk nicht.

  10. #10
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    Standard AW: Gelenkschmerzen - Diagnostik zum Ausschluss rheumatischer Erkrankungen

    Zitat Zitat von panna Beitrag anzeigen
    OK, besprechen lassen würde ich das Gelenk nicht.


    Und auch ANA schwanken. 1 mal erhöht sollte man später nochmals testen.

    Mit einer Diagnose hat halt "das Kind einen Namen", ...... die 1-2-3 Therapien, die bei jedem anschlagen gibt es sowieso nicht.

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