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Thema: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

  1. #31
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von nicht-noch-einmal
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    Als ich Kind war hat meine Mutter als Druckmittel immer Angst benutzt.
    Wir wohnten Anfang der 60er im 4. Stock in einer 3 Zimmerwohnung mit Etagenbad/WC. Früher war das normal. Also wurde mir erzählt dass ich ja vom Fenster weg bleiben soll, weil dann die böse Fensterhexe kommt und mich holt.
    Dann wurde mir ständig gedroht dass ich ins Heim für schwer erziehbare Mädchen komme wenn ich nicht spure, usw.usw. die sganze Kindheit hindurch.

    Da muss ich mich nicht wundern....

    Mal was anderes: heute habe ich mir beim HA ein Beruhigunsmittel verschreiben lassen weil wir am 12.02. eine 7stündige Flugreise machen und ich mir im Moment nicht vorstellen kann so lange im Flugzeug zu sitzen. Der Psychologe hatte mir empfohlen ein Beruhigungsmittel mit zu nehmen...für den Notfall.
    Erst wollte mir der HA nichts aufschreiben. Ich solle ein Seminar gegen Flugangst machen. Bis er endlich kapiert hat dass ich keine Angst vorm Fliegen habe, sondern Angst habe dass es mir im Flieger nicht gut geht. Schliesslich kann ich dort nicht flüchten. Wie otti schon schrieb, in der Schlange im Supermarkt Herzrasen und Schwindel, Schweissaussbrüche und am liebsten rausrennen. Das kenne ich nur zu gut.

    Er hart mit schliesslichTavor aufgeschrieben, die schwächste Form, wirkt angeblich 5 bis 6 Stunden.
    Kennt das jemand? Hat jemand Erfahrung mit dem Medikament?

    Lg Helga

  2. #32
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    Die Wirkung von Beruhigungsmitteln hängt mit dem tatsächlichen Ausmaß der Angst zusammen:

    Mein Sohn brauchte als Kind eine hohe Menge Valium für Spritzen, Impfungen und BE's. Da hätte ich davon eine Woche schlafen können. Er war dann gerade mal "normal", konnte auch direkt danach Eis essen gehen und sich vernünftig unterhalten. Erklärung des Psychiaters: bei Phobien und Panik steigt das Adrenalin so an, dass die Beruhigung praktisch aufgehoben wird. Wir haben dann eine "systematische Desensibilisierung" draus gemacht, also jeweils die Valiumdosis ein bisschen gesenkt.

    Mittlerweile hat er Tattoos, mich gerade eben mit einem Lippenpiercing überrascht und nach seinem Weihnachtsunfall nicht mit der Wimper gezuckt als die klaffenden Platzwunden an der Stirn und am Kopf genäht werden mussten........

    Bei Klaustrophobie bei langen Flügen, die sich nur in Unbehagen, nicht in Panik äußert, dürfte eine kleine Dosis genügen. Ansonsten: die Medis müssen eh ins Handgepäck, dann kannst du ja falls nötig nachlegen. Auf jeden Fall: frühzeitig nehmen, so ca. 1 Stunde vor Abflug! Es braucht schon ein bisschen, bis die Wirkung einsetzt.

    Ich habe auch Klaustrophobie. Wirklich brauche ich Valium aber nur im MRT. Bei diesen winzigen Zubringerflugzeugen ab Innsbruck nach Frankfurt oder Wien muss ich sehen, den Gangsitz zu haben - Begleitung muss sich in den Fenstersitz quetschen. Die Flüge dauern ja nur jeweils eine knappe Stunde. Ich buche mir bei den großen Fliegern immer die Reihe direkt beim Notausgang. Fußfrei und vieeel Platz . Immer Gangsitze, niemals Fenstersitze.

    Vielleicht kannst du schon vorab eure Sitzplätze checken? In den Zeiten vor I-Net Buchung hat ein ganz Leises: "Haben sie noch was am Notausgang, ich habe Klaustrophobie." oft Wunder gewirkt. Die wollen absolut keine Passagiere mit hysterischem Anfall in Bord haben .

    LG
    Kapsc

    Tavor enthält Lorazepam, Valium Diazepam beides Benzodiazepine. Die sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch (also wirklich nur im Notfall) sehr sicher. Für täglichen Gebrauch natürlich nicht geeignet!
    Geändert von KapscII (15.01.18 um 20:04 Uhr) Grund: PS

  3. #33
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    lorazepam (gleicher stoff wie tavor) hat bei mir starke müdigkeit und schwindel ausgelöst, mein blutdruck war im keller, war den ganzen tag über kaum in der lage etwas zu tun. wie das bei dir wirkt ist schwer vorherzusagen.

  4. #34
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von ottilie55
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    Helga.. aber die Ängste sind doch so alt ..das glaub ich nicht dass die Jetzt erst auftauchen.. nach sooo vielen Jahren..
    ich hab ja auch soo schlechte Sachen in Kindheit erlebt..aber die Angst die ich spuer kann ich nicht damit verbinden.. für mich hat es mit der
    SD zu tun ..die nicht eben gut eingestellt ist..
    vorher hatte ich ja auch nix..gar nix.. im Gegenteil ich war trotz einer -unguten Ehe mit vielen schieflagen- fit und Taff.
    gruss otti

  5. #35
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    Habe bitte keine Angst vor Tavor ! Er wird dir ja auch nur 0,5 oder 1 er aufgeschrieben haben . Ist bei uns in der Notfallmedizin das Mittel der Wahl und wirkt manchmal wie ein Wunder . Langzeitgebrauch ist natürlich zu vermeiden !
    Viel Glück von LJ

  6. #36
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    ich habe Tavor malbekommen, bevor HT bei mir festgestellt wurde, weil damals alles auf die Psyche geschoben wurde.
    1 Tablette - ich war danach wie im Koma. Für mich nicht wieder.
    Aber ich denke, dass ist bei jedem anders.



    Wünsche dir alles Gute Helga

  7. #37
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Andrine
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    Mir wurde das auch einmal verschrieben im Rahmen einer Künidgung, ich bekam 4 Tabletten für den Notfall.
    Ich habe sie nie genommen, weil ich nicht dachte, dass ich sie brauche, meine Probleme waren nicht akut, sondern komplex und ich war halt emotional, aber nicht ausser Kontrolle.
    Man könnte ja z.B. auch nur eine halbe nehmen, zum Ausprobieren, bei Bedarf? Und vielleicht hilft auch schon das Wissen, dass man sie dabei hat. So war es bei mir, half mir und dem Arzt.

    Alternativ vielleicht auch ein Buch mit CD - zur Meditationsanleitung.. hab ich ja schon mal geschrieben. Aber mir hat es schon geholfen, als ich den Kurs machte. Die letzten 3 Wochen bin ich wieder in Unachtsamkeit verfallen und war bei meinem Kurs (Weiterbildung) so gestresst, dass ich mich nicht wiedererkannte (Migräne usw.)... Habe jetzt wieder angefangen damit, ein Buch mit CD kaufte ich mir auch noch bei Weltbild für wenig Geld, um mal eine andere Anleitung zu hören. Man kann es mit der Zeit natürlich auch selbständig machen.
    Geändert von Andrine (16.01.18 um 16:48 Uhr)

  8. #38
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von nicht-noch-einmal
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    Ich habe 1er bekommen, allerdings gleich eine Packung mit 50 Stück, die brauche ich niemals. 5 Stück für den Flug hätten mir genügt.

    Früher habe ich schon zweimal im akuten Notfall vom Arzt eine Spritze 10er Diazepam bekommen. Da habe ich die ganze Nacht und den nächsten halben Tag verschlafen. Dann bekam ich Diazepam Tropfen für Notfälle. Die hatte ich aber nie genommen und nach Ablauf des Verfalldatums weg geworfen.
    Alleine der Gedanke ich könnte etwas nehmen wenn ich es brauche war sehr beruhigend. Ich denke so wird es auch mit der Urlaubsreise (Flug) sein.

    Die Wirkung von Tavor würde angeblich nur 5-6 Stungen anhalten, deswegen wurde es mir aufgeschrieben.
    Mein HA sagte ich könnte am WE mal eine Tablette einnehmen, dann würde ich wissen wie es wirkt und könnte dann die Wirkung besser einschätzen. Mal sehen ob ich das mache, wohl nur wenn mich die Panik packt, einfach so zum Probieren fände ich das nicht ok.

    Bei einem Flug saß ich auch mal am Notausgang mit ganz viel Platz für die Beine und ich muss sagen dass ich das sehr angenehm fand.
    Ich habe einen Fensterplatz gebucht, weil ich bei Start und Landung immer einen Fixpunkt brauche, sonst wird mir schlecht und schwindelig. Auf dem Schiff ist es genauso, da muss ich immer auf den Horizont schauen, sonst schwankt alles in meinem Körper.

    @ otti: ich habe eine andere Theorie zu meiner Mutter und meinen Ängsten. Die ersten Panikattacken hatte ich als ich engeschult wurde. Die nächsten Panikattacken bekam ich als ich mit 21 Jahren von zu Hause ausgezogen bin. Und jetzt nach ihrem Tod sind die Panikattacken wieder da.

  9. #39
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    Hallo Helga,

    Du brauchst wirklich keine Angst vor Tavor zu haben: Ich habe in den letzten 8 Jahren etwa 20 davon verwendet.
    Ich schlafe da schnell ein, habe aber schreckliche Alpträume.

    Für den Flug würde ich dir Reisetabletten empfehlen.
    Das ist ein mildes Antihistaminikum, dazu noch Baldrian.
    Du musst nicht die 7 Stunden durchschlafen, der Flug hat auch seine schönen Seiten:
    Ich nenne nur schönes Essen, Zeitungen und Internetanschluss, welcher bei Lufthansa bezahlbar ist.

    Zu deinen Kindheitserlebnissen: Bei uns hieß es immer: Da kommt die Zigeunerin und holt dich in ihrem Sack.
    Auch mit 16 war mir die Roma - Putzfrau ungeheuer.

    Und vor etwa einem Jahr habe ich inmitten von Kaufland laut geheult, weil mein Mann erbost war und sich nicht gemeldet hat.

    Ich habe mich so winzig und verlassen gefühlt, als wäre ich 5 und ausgesetzt.

    Es ist dein Recht, ängstlich zu sein und deinem Liebsten es auch zu sagen.

    Er hat die Pflicht um dich zu sorgen.

  10. #40
    Benutzer mit vielen Beiträgen Avatar von Braunbär
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    In meinem Oberstübchen / Erfahrung allein ist gar nichts-man kann auch 35 Jahre lang Mist bauen !
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    Standard AW: Therapie beim Psychologen dem Arbeitgeber sagen?

    NEIN

    Helga hat die Pflicht (und das Recht) für sich zu sorgen!!!!

    Und sie hat das Recht, sich Hilfe zu erbitten.

    Und Tavor ist keine Kleinigkeit. Es gibt Menschen, die gut damit umgehen könne, andere macht es schnell psychophysisch abhängig. Wer weiß, zu welchen Typ man gehört?

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